Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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* Fehrius, (Joh. Michael) ein voötor jVleä-'cins-, war zuK ltzingen in Francken an. 1620. den 9. may gebohren, undstarb an. 1688. den 15. nov. als kr°ele8 im LoUegio XmurseLuriolbrum, und Kayserlicher Leib-Msäicu8, wie auch Bür-germeister und kk^sicus zu Schweinfurt. Man hat von IhmLbs/mkü Nittorigin Neäico-Ln^micsm und sehr Viel Oblervs-tiones, so in den ^c't-8 Xsturre Luriolorum zu finden.

b'FeMtzsch, ein adeliches geschlecht in dem Voigtlande, vonwelchem Melchior an. 1296. zu Schwemfurt, Jobst undHem-rich an. 148?. zu Anspach, Heinrich aber an. 1486. zu Bambergauf dem turnier erschienen. Philipp und Fabran waren zu Lu-ther- zeiten Chur-Sächsisthe Rathe, davon rener unterschiedli-che Gefandtfchafften verrichtet. Daniel half an. 1528. diekir-chen-visitation in Sachsen verrrchten. Um diese zeit lebte auchUrban, der ic». jähr alt, und ein vatter Urban Caspars wor-den , welcher Culmbachifcher geheimer Rath und Cantzler ge-wesen. Dessen söhn, Urban Heinrich, war an. 1620. Culm-bachischer Ober-Marschall und Amtmann zu Lauenstein. Jo-hann Caspar, Culmbachifcher geheimer Rath und Lchn-Richter, hat den Westphalifchen friedens - tractaten als Ab-gesandter beygewohnet. Gpangenb. Adelsp. k. II-

xroär. Niln. Lutkersn.

Feithius, (Everhardus) war von Elburg in Geldern ge-bürtig , und lebte in dem XVI. ttecula. Nachdem er sich eini-ge jähre auf die Aristotelische Philosophie geleget, erleydete ihmhernach dieselbe, und er beschloß endlich, sich den Hum-uttori-du8 völlig zu ergeben, worinnen er auch in kurtzer zeit unver-gleichlich zunahm. Er hatte die Griechische und Hebräischespräche innen, weshalben ihn die Vrosettores auf der Academiein Bearn bey seiner abreise mit vortreflichen Zeugnissen beeh-ret. Als er aber sein vatterland, wegen den Waffen desSpanischen Generals Spinola, voller unruhe fand , retirirteer sich wiederum nach Franckreich, und lehrte allda die Griechi-sche spräche. Die gelehrtesten männer seiner zeit, Casaubo-nus, die Herren clu Puy und Tbuanus, hielten sehr viel vonihm. In dem durchreisen zu Rochelle ließ er sich (wie manhernach von seinen bedienten vernommen) auf ersuchen einesbürgers daselbst in dessen Haus nöthigen, hat sich aber vonselbiger zeit an verlohren, daß man, aller inquisition ohnge-achtet, nicht erfahren können, wie es mit ihm zugegangen.Man hat von ihm ttittiguitstum Homsrisarum lib. IV. diean. 1677. von Henrico Brumanno, seinem enckel, zu Leidenans licht gestellet worden. So sind auch seine ttelxublic»Ltkerüenlmm und llmiguitstes Ltticre noch vorhanden,exiü. äeäicM. amig. Homer. *

Fekhr - Eddin, oder Fakreddin , Emir oder Fürst derDrusier, welche auf dem berge Libanon wohnen, war aus -dem Hause Maan, liebte die freyen künste, Mahlerey, Poesieund Mustc, und verstünde die Astrologie, wie auch verschiede-ne geheimnisse in der Chymie. Sein gebieth erstreckte sich vondem berge Carmel an bis gen Tripvli in Syrien und Damasco,wiewol die Türcken noch in feinen jungen jähren an. 1584.dasselbe sehr geschmälert hatten, denen er auch deswegen überalle Massen feind war, und nach Möglichkeit, wiewol etwasverborgen, schaden zu thun suchte. Unter dem verwände,sich den Arabern zu widersetzen, bekriegte er die Türcken,worauf der Grost-Sultan 60. galeeren ausschickte, ihn gefan-gen zu nehmen ; da dann Fekhr-Eddin die regierung seinemsöhne Ali überließ, und nach Malta gieng, von dar aber nachNeapoli, Livorno und Florentz , da ihn der Groß-Hertzog nachRom schickte, um dem Papst Paulo V. aufzuwarten. Imfünften jähre kam er wieder nach Hause, hielt sich einige zeit in-kognito auf, nahm daraufdie regierung wieder über sich, undbekriegte seine Nachbarn. Als nun diese sich deswegen an der Ot-tomannischen Pforte beschwerten , die ihm hernach 2. jähr hin-durch grossen schaden zufügte, ließ er sich überreden, nachConftantinopel zu gehen, um sich daselbst zu rechtfertigen.Allein, da seine cntschuldigungen nicht zureichen wollten,wurde ihm an. 16;;., im 7vsten jähre seines alters, der köpfabgeschlagen; andre wollen, er sey strangulirt worden.

, etst präsent äes nstion« Orecgues. *

* Helbmger, (Jeremias) war zu Brieg in Schlesien vonLutherischen eitern an. 1616. den 27. apr. gebohren. Nach-dem er eine Zeitlang zu Cöslin in Pommern ttsctor, hernachoder zu SeomL?.nwr gewesen, ward er darauf mit Marti noRuaro bekannt, als derselbe im Predig-amt stund, hat auchvor denselben öfters geprediget. Nach diesem soll er zu Ber-lin einen Advocaten abgegeben haben; weil er aber zuletzt we-gen des Lnsnismi, zu dem er sich öffentlich bekannt, nirgendmehr sicher gewesen, eure geraume zeit in -er irre herum ge-gangen, und zuletzt ums jähr: 687. nach Holland gekommenseyn. Hieselbst hat er sich m Amsterdam mit informirung derkinder kümmerlich fortgebracht; welches er nicht hätte thundorfen , wenn er sich nur zu den Socuuanern hätte bekennenwollen. Er ist auch vermuthlich allda gestorben, und bey derlehre des Arü beständig geblieben. Gegen die Lutheraner be-zeigte er einen unversöhnlichen haß, seitdem, wie er selbst jag-te, diese ihm einst zu Helmstädt die stadt vor der sonnen Un-tergang zu räumen anbefohlen hatten, weil er einigen studen-ten seine schuften cvmmuniciret. Er hat derselben verschie-dene in Teutscher, Holländischer, Lateinischer und Französi-

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scher spracht hinterlassen, darunter die vornehmsten sind r Christ-liches Hand-büchlein; Die Lehre von GOtt und Christo, U'dem H. Geiste; Lxitt. nä Lkristisnos, darunter er die onianer verstehet, welche sie aber öffentlich widerlegt; kouuLkristiimse compenämni; einige schulbücher rc. AM meuraber hat seine Teutsche Übersetzung des Neuen Testaments, we ^che an. 1660. heraus gekommen, aufsehen gemacht,unter andern auch dieses hat, daß, da er dem gruno^»von wort zu Wort gefolget, selbige öfters sehr seltsam klriM >Seine Öcmonstratioiies ex lidris novi sosäeris äeprornsind nicht gedruckt. Benthem, Holländischer schuleii-staa/k. I. x. Y25. , hibliotk. /imitrinitar. p. r<;7> k .

xylkcuin Kittor. Ostritt. p. 28;. Arnolds ketzer-historie, cow- r-V. II. Ooes , äils. äs verttone selbingeri. ^

Feldbach , ein Frauen-kloster , Cistercienser-ordcns , a .

Booensee, unter Steckborn, gelegen; war vor altem einund stamm - Haus der Edlen von Feldbach, und lehn von uFreyherren von Clingen. Es hat aber an. 12; 2. Conrad vFelddach dieses sein schloß mit aller zugehörde den BenedtE^schwestern zu Costantz an der brücke, mit bewilligung M'Aund Walthers von Hohenklingen , käuflich übergeben ;darauf an. 1254. wurde es, mit bewilligung Bischosshards von Costantz , in eine Abtey verwandelt, welchereichthum je länger je mehr zugenommen, so, daß dre rntißin an. 1282. dem Abt zu St. Gallen das jenseit dem st"legene dorf Hemmenhoffen mit gesamter dependentz avy«dein können; nachgehends, als das Thurgöw an die Cyv»nossen gekommen , haben selbige von dieser zeit an dessen ^Wallung einem Vogt überlassen. Nr-M?/. Ist,. V. x. 72.

* Felde , (Albert zum) war zu Hamburg an. 1675. de" '

sept. gebohren, studirte zu Leipzig, Wittenberg und Kiel,wurde an. 1724. Prediger zu Tönningen, an. 1709. aber ^,kettor Ikeologixe , stogices und ÜletLxk^lices zu Kiel,, ivu°er an. 1712. das amt eines kaüori8 prinisrii an der Ntck.akirche bekam, und an. 1720. den 27. dec. mit tobe abgstn»'Man hat von ihm 8triÄur-t8 stmi-Lottstetiansr ; InüiwiioIkeologiL Morgig , Kiel 1716. in 8. stnaleäla vilguismonsacrarurn; kolirissin saernm; Oittert. äe 8ukserixtioMTkeologicis; äs Imperio Lei ejusgue lubjeüis <L prstsnMstu8 ; U. a. M» Lrt>/rott>ec« .

* Feldegg, Feldeck, ein schloß in Ober-Oesterreich,ches in dem sogenannten Hausruck-Viertel an den Bayernsgrentzen in einer ebenen fruchtbaren gegend an dem fluß P,^lieget, und um das jähr 1402. von Thoma Pilch vonerbauet worden. Derselbe hatte zwey söhne, von denen "jüngste, Stephan, an. 1494. im ledigen stände verschieden'älteste aber, Hans Pilch zu Feldeck, so an. 1488- gestoeo^eine tochter, Barbaram, hinterlassen, welche mit Castro"Ritschän verehelichet gewesen, und an. 1508. mit tobegangen. Hierauf hat Christoph Abraham von RitschLv,^Feldegg, Riedau und Zell an. 1594. das schloß Feldccr ^gründ aus neu erbauet, welches nachgehends an die E ,pvon Hochberg gekommen, wie es denn Christoph

von Hochberg bis an seinen an. 1640. erfolgten tod vefin ^Von desselben erben kaufte es an. 1642. Ernreich, FreyherrPranck, allein an. 1712. hat es dieses letztem enckel, 2,^«Wilhelm Gvttlieb , Freyherr von Pranck, an JohannGottfried Wiellinger käuflich überlassen. Von Hoheriea /schreib, von Ober-Oester. wm. II. x. 822.

* Felde» , (Johann von) ein kstiloloxstus und Mus ^dem XVII. Leulo , war anfangs krolettor Ustkeseos zustädt, zog aber nach diesem aufsein guth Neukirchen, zwu be-Merfeburg und Halle, und wollte daselbst gleichsam eu'^ir

machen, wie er dann verschiedenern» >

.. ' äs

jondere Akademie .

hinzog, starb aber endlich im alter zu Halle. Er sthrtev ^

risxruäeMiam universttlem; )u8 xublicuni suttiniuneum,8ciemm imerpreMnäl; äs LÄionikus resüstus, liN- w

ner der ersten, so über Hug. Grotü su8 Lelli L ^mentirte, Amsterdam 16;;. in 8. worüber er mit Theoo-v^.winckeln in einen scharfen streit gerieth. r-,««

Feldheim , siehe Fladenheim.

Feldkirchen, siehe Veldkirchen.

Feldrvar , siehe Fddwar. ^„jg-

Felibien , (Andreas) Herr von Avaux und Javercy,

licher Rath und HiüoriogrLpKus, war von Chartreö g

Nachdem er den ersten gründ seiner studien in seinem g.orte geleget, gieng er in dem 14. jähre seines am.

Paris, sich allda in den wissenschassten und staals-verc^gen zu üben ; allein die liebe zu den studien drang v ^se-tern weit vor. Er machte sich in kurtzem nicht wenwhen , daß er den Marquis äs Fontcnay-Marevrl, we A1647. zum andern mal als außerordentlicher Ambail«u.^w-Rom gieng , dahin zu begleiten , und die stelle mies r. » ^ §e-8eLretarü zu bedienen ernennet wurde. Hierselbfi w , ^bsowlegenheit, mit den vortreflichsten künstlern umzugehen,, vonderlich machte er sich mit dem berühmten Poußl» beranwelchem er die zierlichkeiten, fo an den statuen uno stjnecpflegen angebracht zu werden, genau erlernte, ^zurückkunft aus Italien heurathete er zu Chartres M 'nehme familie, dadurch er er sich den weg zu kunftM ^perl,bahnte. Der berühmte Französische Staats-Mimste»