Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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in den Land-tags-vortrag bringen, sondern ihn bloste« ^ e«Me von seiner partey , gleich als ob sie es vor sich thä-'lverffen ließ, da denn in der that nicht nur die Pro-insgesamt / sondern auch die Catholifchen anfänglichnjWder waren , und verwandten, wie sie sich auf weiterliW» auf den vertrag einzulassen vollmacht hätten. Es

vn,!^ aber endlich doch die Catholifchen alle/ und etliche

Protestanten gewinne«/ fv/ daß diesache durch dieder stimmen vor Ferdinandum ausgemacht wurde,tzj' ^wol stieß sichs noch eine zeitlang an die crönung / indemrvii^n -chüM nicht wollten / daß man des jungen Herrn ge-HE eyd von duldung der Protestanten verstrickenkünch ^ ihnen aber der kal-ninub zu gemüthe führte / daßklang hm / wenn die Catholifchen im Königreiche mächtigertn diesem punct durch Mehrheit der stimmen eine ände-Knni grossen werden könnte / daß alfo der geleistete eyd denio dann nicht mehr bände / wurde auch diese schwierigkeit» yoven. Mt der Böhmischen Crone/ die er an. 1627. erlang«tv/sMng es etwas leichter zu / weil die Böhmen des Kayfersvia "'cht mehr widersprechen durften; jedoch muste der Kö-ä/^wegen beyder Reiche ein schriftliches versprechen von sichtiinas oaß er sich bey den leb-zeiten seines vatters in keine regie-Iiien ^schaffte mengen wolle/ dem er auch treulich nachgekom-abs/ß-« 6MN konnte er an. i6zo., wie des Kayserlichen Hofsßck ss? wol seyn mochte» nicht Römischer König werden» indemiveap» Churfürsten auf den unter der Hand zu Regenfpurg des-scsthehenen antrag keinesweges einlassen wollten. An.machte ihn der Kayser» weil Wollenstem getödtet war»Mrsten Feld-Herrn feiner armem» da er denn gleich, nachM.w^enem Generalat, Regenfpurg hinweg nahm, und dieaenv- - Y Nördltngen gewann, und darauf in diesem und fol-jähre den Donau- Rhein- und Necker - ström meistensh^.Mven reinigte, in person aber insonderheit das Würtem-ein- und fein Haupt-quartier zu Stutgard nahm. An.im ^ zwar wieder zu felde, hielt sich aber nicht langeColleai , auf, weil feine anwefenheit zu Regenfpurg auf demge^Ml-tage nöthig war, dahin er auch, nachdem er anstattsich daß die Kayferliche armee in Burgund gehen sollte,Äömic/k ', und daselbst, zu ende des jetzt-bemeldten jahrs, zumin r?Au Könige erwehlet und gecrönet worden, welches ebeniwen ^ r ^it ausgemacht wurde, indem Ferdinandus II.lmf-i-'"°'wte darauf starb, und also die regierung ohne einabdanKu"" auf ihn fiel, da er denn alfobald die alte HofstattWien!», ' auch in den Lo 1 Iegü 8 andere Verfassungen machte.b>äßia Franzofen diese wähl anfänglich nicht vor recht-

zejss.s erkennen wollten, und dannenhero Ferdinandum einehern.sL bios König in Ungarn nennten, besonnen sie sich dochEchnwemes andern, als es dißfalls niemand , auch selbst diedaß ml» '"cht mit ihnen hielten, und sie auch wohl sahen,schreit?« «."bers nimmermehr zu einer friedens-handlung würdeehe«, ' ?, können. Unter ihm wurde der krieg mit veränderli-über<,ss"cke fortgesetzet. An. 16;?. waren die Kayserlichen fastchilicke,« Ar, und waren die Schweden bis an den äusserstenPommern zurückgetrieben, ausser was sich unter^elt.^»rnhardo mit Französischer hülffe am Rhein noch er-I„ d^a.adec die Kayserlichen dennoch auch starcker waren,wieder '"'senden jähren erholten sich jedoch die Schwedenwmassen nicht nur Hertzog Bernhardus an. i6;8. diebey «Wen a,n Ober-Rhein aufs Haupt schlug, und Rheinfel-r>> P^^^^u^eh hinweg nahm, sondern auch die SchwedenAariAUrn, durch die nachläßigkeik des Kayserlichen Feld-'Uft hpM Gallas, der vor keine Magazine geforget, wieder!?then!«!"en, weswegen dem Kayser von den Spaniern ge-Mnlim Se ^lbst zu felde zu ziehen, der aber dieses nichtLeopold b/tand, und dahero das commando dem Ertz-Hertzoge^mem bruder auftrug , da denn nachgehends beydesich c.,/'"ch miteinander herum gezogen, doch dergestalt, daßZeus erne der andern schwäche, wegen eigenen unvermö-durchgängiger Verwüstung der länder, die keinerkvvvte lange wo zu stehen erlaubte, recht zu nutze machenMfesz Ech muß man gestehen, daß von an. wzy. an desworden bitter mehrentheils von den Schweden geschlagenblid ivan« x her auch der Kayser diejenige hülffe, so er dann§ar bais!'ben Spaniern in die Niederlande schickte, immerM zurück ruffen muste, und wurden endlich durch

» Achsen glück die Churfürsten von Brandenburg,

»^svlcl,?«o Bayern zur Neutralität bewogen, wiewol der letz-«beut,-!, gar bald wieder gebrochen. Die hauptsächlichste be-16? ! "uiert dieser zeit waren das treffen bey WolffenbuttelMey das bey Leipzig an. 1642., welche die Kayfer-

das bey Mergentheim an. 1645., darinnenaefchlagen wurden, das bey Allersheim in ebenuiusi?« be,^a die Bayrischen und Kayserlichen das seid räu-Ae, da ^.as bey Ianckow in Böhmen , in eben diesemx a>,^ayftrlichen aufs Haupt geschlagen wurden, undin« "am Iissi der Kayser genöthiget wurde, sich von Prag wie-bis^ HenÄ!^" hieben., und von dar seine gemahlin und^anlwjl^affc nach Gratz zu flüchten, weil die SchwedenLieben «« ^"5 fneister spielten, und endlich die durch dietx,aZ, wel?8- «' a^schchene eroberung der kleinen feite vonSong ^ dem endlichen friedens-schlusse zu-

^ahr st entstund dem Kayser an. 1644. auch eine grossem Slebenburgischen Fürsten Ragoczi, dem

LEco» /t/. Theil.

man aber vieles, insonderheit wegen der Protestantischen reli-gions-freyheit, welches jedoch hernach nicht allerdings erfülletworden, nachgab, und ihn also an. 1Ü4;. zum frieden brachte,bevor er mit den damals mächtigen Schweden zusammen stieß.Es erlebte doch endlich Ferdinandus den erwünschten frieden,wiewol selbiger nicht ohne sonderbare mühe zu stände gebrachtwurde. Er hatte zwar schon als Romijcher König sich darumbemüht, und den Pragifchen frieden nicht wenig befördert,suchte auch von ansang seiner Kayserlichen regierung vielfältigeHandlungen deswegen zu veranlassen, und stellte an. 1640. die-serhalbcn zu Regenfpurg einen Reichs-tag an, allwo er sich dieBeförderungen der berathfchlagungen so angelegen seyn ließ,daß er sich nicht fcheucte in Regenfpurg zu bleiben, obgleich dieSchwedische armee darauf zuzog, und den Kayser nebst denanwesenden Ständen fast umzingelt hatte. Aber die fachenwaren so verwirrt, und das mißtrauen auf allen feiten, son-derlich gegen das Haus Oesterreich, dem man es aus vielendezeigungen abzumercken meynte, daß es den frieden nichternstlich suche, so groß, daß erstlich viel jähre hingiengen, ehedie Präliminarien zu stände kamen. Da auch diese endlich an.164z. ihre richtigkeit erlangten, verzog es sich mit dem völli-gen friedens-schlusse, bis an. 1648., welchen der Kayser wenig-stens zuletzt, da seine fachen in einen sehr schlechten stand gera-then waren, nach vermögen beförderte, und deswegen in demElfaß von feinem eigenthum ein namhafftes an Franckreich ab-trat. Nachdem nun an. i6;v. endlich alles, was in diesemfrieden beschlossen war, zur erfüllung gebracht worden, warFerdinandi regierung vollends gantz ruhig, ausser, daß es an.1651. zwischen dem Churfürsten von Brandenburg und Pfaltz-grafen von Neuburg fast zu einem neuen kriege gekommen wä-re, welchen aber der Kayser durch seine Vermittelung noch zeit-lich beylegte. An. r6?2. setzte der Kayser einen Reichs-tag zuRegenfpurg an, welcher sich erst an. 1654. endigte, ohne daßauf demselben die bey dem Westphälischen frieden bis dahinverschoben gebliebene Puncte ausgemacht worden, obgleich eineund andere besondere streitigkeiten ihre endfchafft erreichten, ge-dachter Westphälifche friede auch die krafft eines grund-gesetzesin Teutschland erhielte. Wegen den noch unterschiedenenPuncten wurde hernach an. 16;;. ein Reichs-Deputations-tagzu Franckfurt am Mayn angefangen. Man mercket an, daßder Kayser den vortrag auf diesem Reichs-tage überaus langeverzögert, und mittler zeit bey den Churfürsten, mit denen erauch schon vorher bey einer Zusammenkunft zu Prag davon ge-handelt hatte, an der Römischen Königs-wahl seines ältestenPrintzen gearbeitet, darinnen er auch seinen zweck so weit er-halten , daß die Churfürsten von Regenfpurg nach Augfpurggiengen, und daselbst den z i. may an. Ferdinandum IV.,der vorher schon König in Ungarn und Böhmen war, zumRömischen Könige erwehlten, und ihn im folgenden monate zuRegenfpurg crönten, wiewol die freude nicht lang währte, in-dem der König im folgenden jähre verstarb. Obwol nundurch den Westphälischen frieden alles beruhigt zu seyn schiene,so blieb doch zwischen der Cron Schweden und dem Hause Oe-sterreich noch immer eine heimliche Verbitterung, so daß jenevon diesem bald mit der lehns-empfängnis , bald mit würckli-cher einnehmung des sitzes und stimme auf dem Reichs-tage ge-hemmet, bald auf andere weife gekräncket wurde, wie dennder Kayser noch kurtz vor seinem tode mit den Polen, die da-mals mit Schweden in krieg verwickelt waren, ein bündnismachte, wiewol es hieß, die versprochenen hülfs-völcker solltenallein gegen den Ragoczi gebraucht werden, daraus allerdingsgrosse Weiterungen hätten entstehen können, (zumal auch derKayser zu gleicher zeit den Spaniern zu gut ein kriegs - Heernach Italien schickte, welches die Franzosen beleidigte,) wennnicht sein bald erfolgter tod den fachen ein ander ansehen ge-geben hätte. Er starb an. 1657. den 2;. mertz zu Wien, un4ysten jähre seines alters, nach einiger tage Unpäßlichkeit. Erhatte sich dreymal vermählet, erstlich mit Maria Anna, derSpanischen Jnfantin Phiiippi III. , hernach mit Maria, Ertz-Hertzogs Leopoldi zu Jnspruck Printzeßin, und zuletzt mit Eleo-nora, Printzeßin zu Mantua. Von der ersten hinterließ erMariam Annam , Philippi IV. Königs in Spanien gemah-lin, und Leopoldum, nachmaligen Römischen Kayser; vonder andern Carolum Iofephum, der Bischoff zu Passau und Ol-mütz, und Hochmeister des Teutschen ordens worden; von derdritten Ferdinandum Aloysium, der aber bald nach dem vatterverstorben, und Eleonoram, erstlich des Königs in Polen Mi-chaelis, hernach Hertzogs Caroli V. von Lothringen gemahlin.Er war ein verständiger, gütiger,ernsthaffter und verschwiegenerHerr, dem es auch an tapferkeit und muth im kriege nicht fehlte,wie er solches in der zeit seines commando, als RömischerKönig, erwiesen. Den Spanischen rathschlägen war er nichtso ergeben, als sein vatter, aber in seiner religion eben so eifrig,gestatt er denn bald nach dem Westphälischen frieden m fernenerb-ländern mit ernst reformirte. wm.ii.vil.

LudSlphS schau-bühne, wm. II. III. res 8 uec 1 cN,

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Ferdinandus IV., Franciscus», ein söhn Kayfers Ferdinan-di III., welchen er mit Maria, Königs Philippi III. in Spa-

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