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unter welchem nahmen sie Ferrarius mit dem titul eines Hertzog-thums zwischen Orta nord - und Civita Castellana südwärts setzet,lib. III. c. Lc.
^esch, eine ansehnliche familie in dem Canton Basel, wel-che ohngeachtet eines geringen Ursprungs, in kurtzer zelt derge-stalt zugenommen, daß sie mmmehro eines der vvrnehmfl-und zahlreichsten geschlechter worden. Die ersten, so m be-meldter stadt bürger worden, sind Hemtzmann und Burg-hardt, zweybrüder, welche an. 1409. , wegen einem damali-gen auszug für die vestung Mein, das durger - recht ohne wei-tere mühe erhalten; von deren nachkommen ist schon an. 1491.Romev in den Rath gezogen worden; dessen groß-sohn HansRudolf, so erstlich des Raths, und hernach Landvogt aufWaldenbura gewesen, wurde an. i?; 2. neben andern zu Hen-rico II. Könige in Franckreich deputrret, um ihn in demnahmen des Standes zu ersuchen, seine armee wiederum ausdem untern Elsaß, darinnen er schon posto gefastet, zu ziehen,und dem Hause Oesterreich mit wettern feindseligkeiten zu ver-schonen; an. i;6;. aber wurde er beordert, den Kayser Fer-dinandum I. nach Basel einzuladen, war auch einer aus denen,welche die ehre Hatten, diesen Monarchen bey seiner sogleich er-folgten ankunft zu complimentiren, und neben Zandern dessenHimmel zu tragen. Sein söhn, gleiches nahmens, wurde eben-falls Landvogt auf Waldenburg, starb aber schon in demr i. jähre seines alters, neben einigen töchtern zwey söhne, Se-bastian und Hans Rudolf, hinterlassend, so von hier nach Breß-lau in Schlesien zogen, sich daselbst setzten, und eine neue liniepflantzten. Ieremias, dessen jüngster bruder, wurde deSRaths und Landvogt auf Homburg , und hinterließ Remigiumund Hans Caspar, welcher letztere die gleiche Vogtey bediente.Remigius aber, der mittlere, gebohren an. i?4i., wurde zeit-lich in den Rath gezogen, und wegen vielen zeichen einer treffli-chen staatö-klugheit, zu der hohen charge eines Bürgermeistersbefördert; zuvor aber an. 1; 86. hatte er, neben Jacob Ober-riedt, Panner-Herrn, zu Paris (als damals auch von an-dern Cantons einige dahin abgeschickt wurden) die ehre, Kö-nig Henrico III. in dem nahmen des Standes seine aufwartungzu machen, welche von dem Könige so wohl aufgenommen wur-de, daß er und seine Mit-Deputirte mit schönen Königlichen ket-ten, jede von ;oo. cronen am gewichte, beschenckt wurden; erstarb an. 1610. Sein geschlecht führten fort diesesöhne, HansJacob, Hans Rudolf und Emanuel. 3.) Johann Jacob,17 . 1 ). Professor und Stadt - 8ynäicu8, gebohren an. 1570.,reifete an. i;84. mit des berühmten Theod. Zwingen beydensöhnen, Bonifacio und Jacobs, samt zweyen Itüciinis gebrü-dern, nach Padua, darr 2. jähr lang seine studien fortgesetzet,und inzwischen durch gantz Italien eine reise gethan, kro llo-etorstu Miä. hat er nachgehends äo LiMuisoribus difpu-tirt» und an. lzyy. die krofelHonem Institut. Impsrisl. er-halten , bis er endlich zu der höchsten krof. in suro gestiegen;an. 1612. wurde er anstatt Ludovici Jselii 8>näiLus. Er hat,welches sonderbar merckwürdig , währender kroksstion 2;o.vocstores, und I.icentisto8 promoviret, und starb also end-lich arbeit - und lebens - satt, an. iü;r. seines alters 81. jähr.Er hatte neben 4. töchtern 2. söhne, davon der jüngere, HansCaspar, in der zarten jugend verstorben, Hans Jacob aberdem vatter in den studien gefvlget, und sowol den titul einesvo<storis, als die würde der krafMon erlanget, welche er abersamt dem leben, noch ledigen standes, sehr frühzeitig aufgebenmuste. b.) Hans Rudolf, der seinem vatter in meriten nach-artete , hatte sich auch eines gleichen glucks zu erfreuen , sinte-mal er nach und nach von einer staffel zu der andern bis zu-der höchsten würde eines Haupts gestiegen; sonderlich hat erseine klugheit darinnen erwiesen, daß er an. 16; 2. in dem streit,wegen den matrimonial-sachen und pfründen-collatur im Thnr-göw, allwo er ein von feiten Zürich erbätener strbster gewesen,die fache so glücklich beyzulegen Mittel ersonnen. Der tob war-tete ihm bis auf sein 86. jähr, nachdem er mit einer gebohr-mn vvm Adel i;. söhne und ;. töchter erzeuget, und in al-lem >6-;. linder, enckel und groß - enckel erlebet. Er hat vielschone legam gestiftet. Von seinen söhnen haben sich fol-gende hervor gethan; 1.) Remigius, 5 - 17 . D. und Professor;er war neben dem Rechten, darinnen er schöne prokecius ge-macht, ein sonderbarer liebhaber der antiquitäten, unter-hielte derowegen mit ausländischen Gelehrten einen weitlauf-tigen bnef- Wechsel, und sammlete von allerhand curiösen undraren stucken eine solche menge zusammen, daß er damit eingantzes cabinet angefüllet, welches unter dem nahmen derFeschischen kunst - camnier noch bis aus den heutigentag bekannt ist, und den liebhabern zu einer sonderbaren er-götzunq dienet; der heutige bescher desselbigen, wie nicht we-niger einer kostbaren bibliotheck, ,st Andreas Fesch, s. 17 . e.und des Raths, Sebastian! söhn, und Christophori groß-sohn, von welchen beyden an seinem vrt Meldung geschehensoll. Es hat der stifter m seiner Verordnung noch dieses, zueiner fernern erläuterung, angehänget, daß, im fall keiner vondem Feschischen Hause mehr übrig wäre, der die.sum prosequirte,sowol die bücber als das cabinet der Universitats-Vibliotheck zufal-len sollten; er starb noch ledigen standes, an. 1667. seines al-ters 72 . jähr. L.) Hans Jacob, Beysitzer des Gerichtsder mindern stadt, von dessen bindern sonderlich die zweysühne, Johann Jacob und Emanuel, merckwürdig. JohannJacob, ss 17 . v. gebohren an. i6;8-, hat seine philosophischestudien gleich anfangs mit sonderbarem eifer getrieben, und ein
fes
schönes fpscimen äe porrituäins bey erlangtem ßracku TssaZ''tterü abgeleget; als er darauf die .sum erwehlet, hat er'auch darinn so weit gebracht, daß er au. 1660. zur zeit des MkilXi, cle pignoribus Üypotheci8 dispUtiret, Und das tvgende jähr äs InoKcioü (^uerela eine dlsputation pro Doktorsgehalten; nach yerffiessung einiger zeit, die er meistens Ischonen reisen angewendet, wurde ihm an. 1666. die Rawschreiber-stelle anvertrauet, da er erst den Aiaäum vocioris ,ucrogus ^uro angenommen, und an. 1691. erhielt er 0«hochansthnliche Stadtschreiber-amt. Er war ein mann vveinem satten juälLlo, vielfältiger erfahrung und trefficher NE'redenheit, den man in vielen Commißionen, Deputation^und Gesandtschafften sehr nützlich gebrauchen konnte; er Man. 1706. Emanuel, gebohren an. 1646., wiedmete sichkriege, wie er denn an. 1667. in Französtsche dienste sich t>E ^und sogleich, bey belagerung Douay, Liste, Cambray, ^lenciennes, und anderer orten, sich also wohl aufgeführet,er noch währender campagne eine sahne in der SchwE^garde erhalten; an. 1670. commandirte er eine compagme^dem Birckenfeldischen regiment ; an. 1671. als die Lvou-'^Eydgenossenfchafft der Cron Franckreich einige trouppen ,willigte, wurde ihm eine compagnie anvertrauet; an.wurde er bey Senef hart verwundet, und in der schlack»Montcaffel an. 1677. commandirte er ein regiment zu 'UNachdem er an. 163;. die Französische dienste quittirt V»wurde ihm von Jhro Churfürstlichen Durchläucht zuan. 1684. das Hildcsheimische regiment zu fuß aufgeWwelches er in Ungarn geführet; an. 1685. hat er alsdrer bey der belagerung Neuhäusel gedienet, ist auch einer ^ersten gewesen, so diese vestung bestiegen. Nach geenvW ,feldruge resolvirte er sich, ohngeachtet der herrlichen condliwu ^so ihm von Jhro Churfürstlichen Durchläucht, um ihu 'ters in diensten beyzubehalten, anerboten wurden,. n'Mjcsein vatterland zu retiriren, allwo er denn nicht wenigerdistinction ist angesehen worden, indem er an. » 689 .Rathsherrn, an. 1691. aber zum Dreyer - Herrn, T>rM^,ner - Herrn und Kriegs - Lommillarlo erwehlt wurde. 7^-Jhro Kayserl. Majestät wurde er, zum zeichen dero allergdigsten Wohlgefallens, über seine an. 1689. geführte klugeduite und hertzhaffte Veranstaltungen, (als er mit denbenden Schweitzerischen trouppen die Oesterreichischestädte wider ei» Französisches corpo bedecket) mit einer go>v'§ketten beschencket. An. 169;. starb er in dem 46. jährealters, und hinterließ 6. söhne: 3.) Hans Rudolf, geoov ^an. 1680., hat sich von jugend auf den Waffen gewiedmer,endlich in Königl. Französischen diensten die Obersten-stelle "ten. Nachgehends aber, da er an. 1728. zum RathsMf/wehlet worden, quittirte er die kriegs-dienste, undbekleive' ^mal die hohe stelle eines Obrist-Zunftmeisters, zu Ar han. 17;;. gelanget ist. b.) Hans Jacob und c.) Chr'''sind dismal beyde Hauplleuthe in Königl. Französische»sten. cl.) Lucas bekleidet dermalen die Lohn Herrn-steue,.^bat zu söhnen Lucas und Emanuel. e.) dl. ist in einer«ms leben gekommen, k.) Hans Heinrich, dismaligerschreiderzu Liechstal. ;.) Hans Rudolfwar anfangsan dem Ehe - und Stadt-Gericht, hernach Landvogt zu Me»und endlich Stadt-Gerichts-Vogt; starb an. 1672. ohne rseines alters 70. jähr. 4.) Werner, anfangs ScIM"„ MSt. Alban, und darauf des Raths, starb an. 1670. Hillsgleiches nahmens hinterlassend, der nach seinem tobe er» ^die Naths-stelle bediente, und an. 1716., seines alters 7 «:^,die welk gesegnete. ;.) Ieremias, Landvogt auf R.w'.' j,k
und Guarde-Lieutenant bey Johann Georg II. Chur-§ur> ^Sachsen, hinterließ einen söhn, nahmens Hans Ruoo»' ^dinari Raths-Advocat, so einen söhn gleiches nahmen-welcher von Jhro Hochfürstl. Durchläucht, Herrnfen von Baden - Durlach , anfangs zu einem Hof-Rary /wärts aber zu einem geheimen Rath ernennet, und/ »^Me-er unterfchiedlichen Teutschen Fürsten und Grafen in "M' Ihrblegenheitcn nützliche dienste zu Paris geleistet, auch ArMiN-Hochsürstlichen Durchläucht, dem Hertzoge vonberg, als Minister am Französischen Hof gebrauM6.7 Albrecht, war ein Kriegs - Lommillanub in der §lsrebellion, und wurde sowol von gesamten kauffeuMden Evangelischen städten der Eydgenoßschafft, zu sshr'/neu commißionen an die Cron Franckreich deplltirt.ftoph, s 17 . 0 . gebohren an. i6n., wurde all.for LoglLe8, und an. 16; y. Hiltoilsrum, so damals'W ^ Mrichtet, und von ihm zum ersten versehen worden; er ^schöne cabinet seines ältesten druders Remigii, u«?
168;., Sebastianum, (von dem im folgenden arttu»werden soll) hinterlassend. 8 .) Sebastian, M
Carthaus, starb an. 16;;. Sein söhn war Juhau»anfangs Bläsifcher Amtmann, hernach des Raths u^'Wths/Herr, starb an. 17°?. 9.) Johann Ludwig,starb an. isg;.; Hans Rudolf, Albrecht und Ha«^ndrey ferner söhne, wurden nach einander zu Raths-'' , zn-eyfordert, welches deswegen merckwürdig, weil rm» ,-aciMbrüder zugleich in den Rath können gezogen werden. / gebM"der vierte söhn des erstgemeldten Johann Ludwigs,an. i 6 ;i., war . 1 - 17 . v. Er hat durch Italien, Zra bhoAEngell - Hoü - und Teutfchland, wie auch Ungarn, M ^ 17 ?reifen gethan, und nach seiner zurückkunft so lange-l ,fesso^8,3 xrivam gehalten, bis er v. Samuel Burckharos,