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wichtigsten geschafften gebraucht , starb an. r686. und vertteßUnterschiedene kinder, von denen Simon Lanonicus zu sr. Ge-noveva , Carolus, ein Maltheser-Ritter, Claudius ^raimscusäs Paulla, Ooctor der Sorbonne, und Groß-Vicanus zu Veau-vais gewesen. Oliverii ältester söhn, Andreas, Requetennm-ster und Intendant von Lyon, starb vor dem vatter, und ver-ließ Annam Franciscam, eine geinahlin Franciftr Henricr Da-guesseau, Cantzlers von Franckreich, und Hermcum Franciscum6s Paulla, Baron von la Queve, Herrn von Ormeffon, Re-quetenmeister, Staats-Rath und Intendant der Finanzen, ei-nen vatter vieler kinder. Oliverii anderer sthn, AntomnsFranciscus äs Paulla, Herr von Ormeffon, äu Cherey, In-tendant von Rouen, Auvergne und Svlffons, so an. 1712.starb, war ein vatter Andreä Franclscr, Herrn von 1 a Saciereund Tourneües, Parlements-Raths zu Pau, und Olwern, wel,cher Requelenmeister ward, und einen söhn gleiches nahmenszeugte. Lar äe/a Le Lo»F, bibi. bist.
Fevre, (Jacob 1 «) ein berühmter voäkor in der Sorbonne,war zu Lisieux in der Normandie ums jähr 1641. gebohren, auchdaselbst hernach eine zeitlang LrLbiäiacomi8. Seine Verdiensteund ansehen haben ihm nach der Hand noch viele Lcnekcia zuwe-ge gebracht , und er hatte zuletzt die stelle eines Lranä-Vicairsbey dem Ertz-Bischoff von Bourges bekleidet. Was er geschrie-ben , sind streit-schriften, wider Arnauld» Maimbonrg, Na-talem Alerandrum und andre, in welchen eine feine satyre,nette schreib-art, und sehr richtige critic hervor blickt. Wegender Chinesischen Händel, darinnen le Fevre die partey der Sor-bonne gegen die Jesuiten genommen- muste er eine zeitlang in derBastille gefangen sitzen, deswegen er nachgehends gemeiniglich 1 skevrs äs 1 s Laststls genennet ward. Die schrift,die solches verur-sachte, heißt: Lnti - Journal äs8 Lstemblees äs Sorbonne.Seine übrigen wercke sind: kntretieas ä'Luäoxs L ä'kusba-riste, Wider den ll. Maimbourg; Notlfs invincibl68 xourconvsinsre ceux äs I» st. k. st. Lonksrence touskanr 1e5 Lautes6s 1a 8eparat>on äe8 krotestrns; stscueil äs rout ce qui s'estkiir pour A sontrs Iss ?rotsstan8 en krause; Louciliatio Lon-traäictionum apparsntium Rcripturre s. stemarguss erltiqueskür IMstoire stsclestastigue äs Xosl stlsxanärs, <Ls. Er starbden i. jul. an. 1716. zu Paris.
Fevre, (Anna ls) sonst genannt Madame Dacier, wargebohren zu Saumur an. 16; 1. von dem berühmten TanaquillFaber und Mar. Olivier. Da sie n. jähr alt war, faßte ihrvatter das vorhaben, sie in den Humanitäten gründlich zu unter-weisen, nachdem er vermercket, daß bey information ihres bru-ders sie oft viel besser als er auf vorgelegte fragen antwortete,obfchon sie nur mit kunckel - arbeit beschäffriget zu seyn schiene.Er insormirte sie hierauf zuerst in der Lateinischen, hernach inder Griechischen spräche mit solchem ernst, daß sie nach verflies-stinq 8. jähren keines krsecex,tori8 mehr bedurfte, sondern ihremeigenen gmdüncken in ihren studien folgere. An. 167;. starb ihrvatter, da er eben im begriff war, die Heidelbergifche vocationzu accevtiren, und willens feine tochter mit sich zu nehmen; siesetzte sich aber zu Paris, und gab allda ihr erstes werck aus licht,uemlich den Lallimasbum, mit 8 cbo 1 iis Lrrecis, katina vsr-stone L nor,8; welchen sie dem gelehrten Huetio, damals Un-ter-?rTseptori des Dauphins, dedicirte. Diese arbeit setzte siebey dem Hertzoge von Montausier, welchem die auferziehungdes jungen Dauphins anbefohlen war, in solche Hochachtung,daß er sie nöthigte, auch mit in die socictät der Gelehrten einzu-treten , welche in ulum velpkini die alten Lateinische amkorssheraus geben sollten. Sie nahm über sich kiorum, vlctxn Lre-tsnism, Lur. ViÄorem und stutropium, und stellte solche balddarauf ans licht, worinnen sie die meisten übrigen männer,welche ihr Pensum nicht zeitig genug absolvirt, mit grossem lobübertraf. Bald darauf trachtete die Königin Christina mit ei-nem sehr höflichen schreiben und grossen Verheißungen sie zu sichnach Rom zu bringen, aber vergeblich. Der König von Franck-reich hat ihr durch Vermittelung des Hertzogs von Montausiervielmal ansehnliche qratificationen und an. 168z. eine bestimmtePension gegeben, deswegen sie dem Hertzoge ihren stnacreon und8apko dedicirt. Nahm sich hierauf für die alten Lomicos her-aus zu geben, davon zum Vorschein kommen Plauti drey comö-dien, emrge von Aristophane, und allesamt von Terentio, miteiner Französischen Version und notis versehen. Währender die-ser arbeit war sie in die Academie zu Padua, äs sticovrati ge-bannt, aufgenommen , und ein jähr vorher 168;. mit A.Dacier, einem difcivelchresvattersverhenrathet. Schon vor-her hat sie zur ehe gehabt Jean Lesnier, einen buchführer vonSaumur, Welcher die meisten fchriften ihres vatters gedruckt,aber von so bösem Humor war, daß sie sich von ihm weg undzu ihrem vatter begeben. Nach vollzogener Heurath mit Nr.Dacier thaten sie Miteinander eine reise in Languedoc, undnahmen allda beyde, kurtz vor abschaffung des edicts zu Nan-tes, mit abschwöruttg der Reformlrten religivn, die Papistischean, welches geschehen zu Castres an. 163;. Hierauf haben siegemeinsamlich unterschiedliche wercke verfertiget, als an.1691. ^.eüexions Uorsies äe l'Lmpereur Älare-Antnnm , undbald darauf etliche leben äes bommss illustres äs klutargus.Sie wollte in dieser arbeit mit ihrem ehemann fortfahren, undauch die übrigen leben übersetzen, allein ein neues project un-terbrach ihr beginnen. Von jugend an hatte sie eine sonderlicheaffection zu Homer», nahm sich deshatbm für eine neue und
fev fei»
weit zierlichere Französische Übersetzung, als alle vorigemit gelehrten notst zu publiciren: nach verfliessung isv' Lyan. 1711. kam zum Vorschein die 111 a 8 in III. wm. weicyc ^grossen streit, betreffend die meriten der alten und neuenbenten wieder erreget hat. Sie nahm mit grossem "U 5partey der alten und sonderlich Homeri an, antwortete „äs 1 a Mothe an. 171;. in einem werck, Laulc8 äs 1 a Loriupäll Laut, genannt; und hernach dem k. Harduin,nach ihrer meynung den Hoinerum nicht wohl deftndlM ^einem andern , intitulirt: Homers äsksnäu sontrs 1 '^sO Mäu k. Haräoüin. Endlich an. 1716. stellte sie an das tafl et,auch die OäMam in III. tom. auf gleiche weise ausger»wiewol der vertust ihrer einigen sehr liebreichen tochter,che sie mächtig beklagte, fast das werck ins stecken gevr«hätte. Als sie sich hierauf ruhig setzen wollte, griff sie hawschlag-fluß an, und nahm sie weg den 17. aug. 1720. m ^68. jähre ihres alters. In was für grosser Hochachtunggelehrte Dame sowol bey hohen Fürstlichen Personen, ais»^der gelehrten weit gestanden, bezeugen so viel ansehnliche vtificationen, schöne bücher, dedicationen, und beweglichemiria kuuebria, unter welchen vor andern gelobt wird die 7"Nische elegia des A. Fraguier, so derselbe dem Älr. Dotter «geschrieben hat. Jak»-», ^anv. 1721.
wm. III. p. r;6. *
Fevretus, (Carolns) Herr von St. Memi undward zu Semur inAuxois an. i;8z. gebohren. Sem „war Jacob Fevret, Parlements-Herr zu Dijon, den 0» ^rühmte Genebrardus, Ertz-Bischoff zu Air und Prior zu z.ser lieben Frauen zu tzemnr, katromim omnst>u8 rebu« "rum nennet. Dieser Prälat verlangte, daß Jacobus ihm >neu söhn mit nach Italien geben sollte; allein an deM'Asder zu seiner abreise bestimmet war, fanden ihn des ^seine bomestiquen todt im bethe. Bongarsius nahm dE M1602. den jungen Fevret mit nach Teutschland, und "rp pzu Heidelberg bey Godofredo, der ihn in sein Haus nahmalle sorge vor ihn trug. An. 1617. kehrte Fevretusnach Dijon, und verheurathete sich mit Anna BrEBeaulne , mit der er 19. kinder erzeuget. Er büßte16,7. wieder ein, und blieb nachgehends wittwer. Iuerwarb er sich als Aovocat ein grosses ansehen, so daß erRath der drey Stände von der provintz aufgenommen '^.icheAn. ,1629. kam der König Ludovicus XIII. nach Dijon /aufrührer zu bestrafen, da man denn unsern Fevrelumte, eine vorbitte vor dieselben bey dem Könige einzulegen, As-ches er mit solcher beredtsamkeit ins werck richtete, daß 0? ^nig nicht nur die schuldigen pardonirte, sondern avwLtscours zu lesen begehrte, und ben Fevretum zum Porile»Herrn in Dijon ernannte, welche gnade aber, weilseine praxin nicht verlassen wollte, in die würde eines Achen Raths und 8esretarii und in eine Pension von 90^'i As--verwandelt wurde. An. 1626. nahm ihn der brudernigs in seinen ordentlichen Rath auf, und an. i/r?-ihn der Printz von Conde zum Intendanten über leine u'lin Burgund, in welcher bedienung er auch bey des ^söhne, Louis von Bourbon, verblieb. Gleiche bestammv ^0er von dem Pfaltzgrafen am Rhein, Friderico CaWln ' ^r>.seiner gemahlm Amalia Antwerpia, Printzeßin vonSeine schrrften sind : äs slari8 kori Lurgunäici ijßeL?Iraite äs 1'stbu8 L äu vrai 8ujet äe8 ilxpsllations1äs ce nom ä'Hbub; äs OKciis Vitse bumanre stvs m ^^jpe»letrastisba LommsMarius. Erstarb zu Dijon an.alters 77. jähr. Zwey von seinen söhnen sind Parlemearen zu Dijon worden, und von seinen enckeln ist ebenw'Parlements-Herr zu Dijon, ein anderer aber in gleichzu Metz gewesen.
Feurs, bey den Alten knrum 8ssustgnorum. die pe»der landschafft Ober-Forez, an der Loire, an dem emirmLignons zwischen Lyon, Rvanne und St. Etienne. ^fgr.
* Feüftel, (Christian) kbil. A. und koetawar gebohren zu Zwickau, allwo er auch unter der ""A^jrer/des so berühmten Christiani Daumii eine geraume ze» ',^^und sich hernach auf der Universität zu Leipzig dersung des berühmten Ad. Rechenbergii und anderermänner bedienet. Er war anfangs Stadt-Predigerim Voigtlande, nach diesem Superintendent in . re»zuletzt Superintendent in Grimna, woselbst er an- Ä Dp-10. aug. in hohem alter verstorben. Unter seinen jwrn' ^00.Christ-Frieds erbauliche Welt und lehrende natur, ^
in 8. Lpistola aä Lippingium äs kruäitorum Oermaav^^NIgeti8 contra Hol. IVIarestum, Leipzig 1707. in 8. .
Tisch-gast beyder tafelChristi, Planen 1714. z. ^
aä 8tock6etum äs Incenäio Libliotkesse, ^E^Listigek
ssellanea lacra L eruäita, Leipzig 171;. in 8.
terricht vom Jubel-jahr, Leipzig 1717. in 8. Most» "Ax häi>^
Leipzig , 72;. in 4. und andere mehr, zu geschweige»
gen observationen, so er in manuscript hinterlassen. Hol-
. Feustklng, (Ioh. Heinrich) war zu Stella» ^^ncisternischen den 7. mertz an. 1672. gebohren. Sem va" scus, ein Prediger daselbst, starb ihm im zehenden A^^ ßy-alters, darauf er zu Rostock und Wittenberg d-e .„ Ie,-dirte. An. 1697. ward er Lastor und Supermtenvensen, und das jähr hernach voctor Ursolog,^, , tipp vo«nach kam er in gleicher bedienung nach Kewver», xa"