Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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brachte meistens den tag in dem caffee-hause, und die nacht aufdem ObfervLtorio zu , und konnte kein frauenzimmer leiden,daher er auch unverheurathet gestorben. Sein bildnis »st mdem Jnvaliden-Hause zu Greenwich zu sehen.un. 1720.

Flandern , eine provintz und ansehnliche Grafschassl inden Niederlanden, welche von den Lateinern klanäkis, undden natürlichen einwohnern Vlaanderen genennet wird. Siegrentzet gegen »norgen an Hennegau und Trabant, gegenabend an das Engelländische und gegen Mitternacht an dasTeutsche meer, gegen mittag aber an Artois, Hennegau undeinen theil der Picardie. Sie begrastet fast alles , was zwi-schen der Nord-see und Schelde gelegen »st, und wird beut zutage in das Oesterreichische, Französische und HolländischeFlandern eingetheilet. Zu dem Oesterreichischen gehören diestädte Gent, Brügge, Da», , Bianckenberg, Ostende, Nieu.port oder Sandhoft, Deynse, Cortrick, Audenarde und Den-dermonde, desgleichen die Grafschafft Alost oder das land vonAelst, und endlich das land von Waas, worzu der König vonFranckreich in dem Badischen frieden an. 1714. nachfolgendestädte, vestungen und Aemter abgetreten : Dornick, Menin»Verge , Furnes, kort Knock, Loo, Dmnuyden, Wcrn ,Rosselaer, Pooeringen, Warneton, Comines und Warwick.Zum Französischen Flandern gehört jetzund das Amt Douay,die Castellaney Ryffel , Winorberaen, Bourbourg, Lassestund Belle Baillieul. In dem Holländischen Flandern ist dieHaupt-stadt Sluis, die übrigen sind SaS von Gent, Hülst, rc.nebst dem gebieth die 4. Aemter genannt, und die insul Cad-sandt. Ausser diesen ansehnlichen orten sind in dem lande ei-ne unzehliche menge von kleinern , und zwar so nahe an ein-ander erbauet , daß die Spanier, welche mit ihrem KönigPhilippo II. in Flandern kamen , glaubeten, das gantze landwäre nur eine einzige stadt; wiewol von dieser zeit an durchdie vielfältige und verderbliche kriege grosse Veränderungen da-rinnen geschehen. Ebedessen war eine andere eintheilung deslandes , darinnen man Teutsch-Flandern hieß, wo die städteGent, Brügge, Wem, Ostende, und andere angrentzendeorte liegen. Das Kavserliche Flandern begriff in sich Aelst,Gertrnvdenberg, Dendermonde und Ninove; gleichwie manzu dem Französischen Flandern Ryssel, Dornick, Douay unddie benachbarten orte zehlte. Wer dieses land zum ersten be-herrschet , kan man so gewiß nicht sagen, doch ist gewiß, daßes lange zeit seine eigenen Grafen gehabt, welche von Bal-duino dem eisernen, der vonCarolo Lslvo, seinem schwie-ger-vatter, darzu gemacht worden , ihren Ursprung haben.Nach deren abgang kam dieses land an Hertzog Philipp denkühnen von Burgund, Königs Johannis in Franckreich vier-ten söhn , durch die getroffene Vermählung mit Margarethe»,Ludovici III. Niüsni, Grafen in Flandern, tochrer. Beywelchem Hertzoglichen Hause auch diese Grafschafft geblieben,bis auf Carolum Ludscem, dessen erb-tochter Maria deinRömischen Kayser, Maximilians I., vermählet worden, dadann die gantze hinterlaffenschafft an. 1477. völlig auf das Oe-sterreichische Haus gefallen, welches sich nach der zeit sehr ve-ste darinnen gesetzct, als der gefangene König Franciscus I.in Franckreich zu Madrid sich aller daraus habenden rechte be-geben müssen. Gleichwie aber diese Grafschafft unter den Rö.mern bereits viel ausgestanden, also wurde sie nachgehends vondein Kayser Henrico III. sehr hart mitgenommen , weil Bal-duinus V. ins Hennegau eingefallen, da doch solches unterdas Reich gehörte. In den letzter» kriegen zwischen Spanienund Holland, desgleichen zwischen Spanien und Franckreich,kam sie so gar von ihrem vorigen aufnehmen herunter, daßsehr viel von den einwohnern nach Engelland sich begäbe»,.So wurde auch durch den Westphälrschen, Aachischen undMemägischen frieden sehr vieles dem Spanischen Hanse ent-rissen. ' In dem letzter» Spanischen succeßions-kriege riß zwarFranckreich anfangs alles an sich, allein nach dem bey Ramillyan. 170s. Alliirter feiten glücklich abgelauffenen treffen schütterenGent und Brügge das jvch freywillig ab, Ostende und ande-re platze aber wurden gleichfalls darzu gebracht. In» übri-gen ist das land von der natur sehr wohl versehen. Die tustist sehr gemäßiget, das erdreich fruchtbar und die wassersehr fischreich. Das land wird durch drey Haupt-flüsse, dieScheide, Leye und Dendre bewässert, dardurch gute vieh-weyde hervor gebracht wird. Wie man denn sehr fette ochsen,fruchtbare schaafe , und dauerhaffte Pferde darinnen findet.Die einwohner sind zu den mechanischen künsten sehr geschickt,Und haben von ihrem feinen leinwand und tüchern gute Nah-rung.

Succeßion der Grafen von Flandern:

Um das jähr 8<k>. Balduinus I. der eiserne. starb an. 877878. Baldmnus II. der kahle. 91 g

918. Arnolphus I. der grosse 966

mit ihm sein sohl» Baldmnus III. 961964. Mit Arnolpho I. Arnolphus II. 988

98y. Baldmnus IV. der barttge. io;4

10,4. Baldmnus V. Auo. 1067

1067. Baldriinus VI. von Bergen. 1070

107°. Arnolphus III. der unglückliche. 1071,071. Robcrtus l. von Cassel. 109;

»09;. Robertus II. von Jerusalem. im

Um das jähr m». Balduinus VII. mit der art. starb an- 7n18. Carolus von Dänemarck. ,1,8

"27. Wilhelmus Xormsnnus.r >28. Theodvricus von Elsaß. ,.yi

i>68. Philippus von Elsaß. „4

1191. Balduinus VIII. der hertzhaffte. . ,20z

119?. BalduinusIX.KayserjuConstantinopei. 4

1206. Johanna. .27;

1244. Margaretha I. .

Wilhelmus von Bourbon Dampler^-;

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127 ;. Guido Dampierre.i;o;. RobertusIII.

Ludovtcus I.i; 2 r. Ludovicus ll.

1,46. Ludvvicus III. Ualsnur.i;84. Margaretha II.

Philippus von Franckreich.

1404. Johannes der unerschrockene.

1419. Philippus III. der gute.

1467. Carolus II. der kühne.

1477 . Maria.

Maximilianus I. der Kayser.

1482 . Philippus IV. von Oesterreich.i;o 6 . Carolus III., und als Kayser der V.

Philippus V. oderII. als König inSpa^gnieu.

, 598 . Elisabeth« ClaraEugenia.i 6 ; 6 . Philippus VI.

166z. Carolus IV.

1700 . Carolus V. und als Kayser der VI.

174 ». Maria Theresia, Königin in Ungarn.

, ckron. Llsndr. antig. VI->ndr- ^

cls (lomitat. klsndriX. smiLi.

klLndri'il iliullrsts. gensal. Lomit. kl-mdr.

»Uviersi

Flandrinus, (Petrus! gebürtig aus der vioeceserlangte »regen seiner wissenschafft in den geistlichenxor-an. 1 , 71 . von Gregorio XI. den Cardinals-Hut. Erhero öec»nu 8 zu Bayeur, hierauf Ludirore cii ssuotLferencl-irius unter gedachtem Papst, welcher ihm die starbRaytnundi Neophyti zu examiniren auftrug. Endnmer zu Avignon den 2 ,.jan. an. i; 8 ». »n. > 1 ^'

Lard. 62 II. 6 ^c. ,

Flanß, eine adeliche familie in der Marck Brandenwelche an. 926 . dahin gekommen, nachdem die Wenve"^Ksi-vertrieden worden. Hans gieng an. 1461 . mit den»scheu Hertzoge Wilhelino in das gelobte land. Georgs L„radmann zu vpandau, Hans, Hauptmann zu Besitz, nn» Da-waren an. i; 6 z. mit dem Churfürsten zu Brandenburgchimo, auf dem Kayserlichen wähl - tage zu Nan««

May». Hennig, so um das jähr 1620 . als Chur-A -.xtge-burgifcher Ober-Schencke gelebet, hat das geschlecwpsiantzet. Marck. thron. 3 NNLI. E,os

Flassans, ein kleines dorf in Provence in der D^Äebek >Frejus, davon der alte Poet Taraudet, so an. > 154 -v yeiüstinen nahmen führet. Er verfertigte ein getichte, -

titul, LnseiZnemenL xour eviter Ie 5 trsbilons ^ ck»velches dem Fvulques von Ponteves sowohl geW^^-piger:tn stück landes von Flassans geschencket. N>aV ^ ihn

ihm ein iiucc »anves vyn 2iastans geicyencre».stgnalirte er sich bey dein Kayser Carolo IV., zu wE ^hge-die Königin Johanna I. in einer gewissen comiMv>>^,,rMfchicket hatte. Es ist der nähme Flassans auch durA-^cul»d»im von Ponteves, Herrn von Flassans, indembekannt worden. Dieser stellte sich zum hauA ^schwornen rotte erhitzter junger leulhe vor, welchen ^ fl,i»die Protestireuden in Provence verbunden, mnste.Öftren-grosser »»oth endlich in die insuln St. Margaretha

Kill. kost. krovinc. iV. A«-

kikl. Kill. kill. ds krov. k»>- '

Flathom oder Flatholmes, eine Engelländische im" ^sich der ftuß Severne in das meer ergeußt. . -^hr ge-

Flavianus I., Patriarch zuAntiochien, war ein'^^kst,schickter mann, der bereits, da er noch kreskycsr w» >. ,

che zu Antiochien regieret hatte, da Meletilis v.erM.welchem er auch nachgehends bey annoch wahren^» - »evndes Paulini folgte. Dem Papste Damafo , welM ^ p,ejeden andern Occidentalischen mit Paulino hielt, war» ^awähl fehr zuwider, konnte sie aber nicht verhindern- . M,bezeugte daseoncilium, so »nan an. ,82. zu Co»stan»ndaß Flaviani wähl »nit genehinhaltung aller OrttNiMN ^ ge-schösse, die damals zu Constantinopel versammlclgewc'schehen sey. Unterdessen bemühete sich Flavianus ^ 9-^wohl vorzustehen, und verjagte die Messalianer ausces. Als auch die einwohiler der stadt Antiochien I ^tteN ieinen aufrnhr an dem Kayser Thcodosio fthr vergriff^'that er deswegen eine reife nach Constantinopel > « Meinen general-pardon für dieselbe stadt. Die span»'" starb'Antiochien continuirte noch, sintemal Paulinus, eycEvagrium zu stmem Nachfolger " "

sich gegen Flavianum widrig - -

daß er nach Rom kommen fvllte, welches er

sintemal Paulinus/ PM;er benennet, begeheKl