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snnsl. II. 9. lo. XI. 16.17. Als sich nun Germaniens im jährChristi 16. an der Weser gelagert hatte, und Arminius mit denCheruskern an der andern feite des stroms stund , hielten beydebrüder über den fluß mit einander Unterredung , wobey aberFlavius, da ihm Arminius bey gelegenheit des verlohrnenangs, welches Flavius in einer schlackst eingebüsset , die diensteunter den Römern , sein dabey verlohrnes aug , und die Pflichtgegen sein vatterland, vorhielt , so hitzig ward , daß er Pferdund Waffen forderte , um Arminium anzugreiffen, woran ihnaber die Römer verhinderten. Sein söhn , den er mit Catu-meri ober Actnmeri, eines Cattischen Fürsten tochter, gezeu-get, hieß Italus. Masco» , geschickste der Teutschen, Ül.rr.IV. 10.27. Von Bünaus Teutsche Reichs-Histor. k. I. 11b. I.x. 167. 212. lib. III. §. ;o. p. 740.
* Flavius , ein tapferer Römer und Tribuaus ?iedi8, derseinen iands-lenthen mit einer tapfern that einsten aus einer au-genscheinlichen gefahr gehalsten. Denn als Hannibal in einemtreffen mit den Römern die elephanten an die spitze stellte/ undsie unter die Römer wollte eindringen lassen / ergriff unser Fla-vius die sahne / und stieße einen elephanten damit vor denköpf / daß er sich umkehrte / und / da ihm die andern folgten,des Hannibals gantze armee in Unordnung brachte / die her-nach Marcellus leicht vollends überwinden konnte,
in lVlsrcello x. zi;.
* Flavius Fimbria, i Cajus) war cZusellor, da der Bür-
germeister Valerius Flaccus wider Mithridatem krieg führte,brachte aber den Bürgermeister in Bithynien um , machte sichselbst zum General / und gieng mit der armee vor Troja. Daihn aber die Trojaner als einen mörder nicht einlassen woll-ten , belagerte er die stadt, und eroberte sie in eilf tagen. Da-her/ als er sich einsmals rühmte / daß er die stadt in eilf tageneinbekommen, die Agamemnon kaum in zehen jähren mit 1000.schiffen / und der armee von gany Griechenland einnehmen kön-nen / antwortete ihm ein Trojaner: Sie hätten jetzo keinenHector gehabt / der für sie gestritten. In Troja hatte Fimbriaentsetzlich mit morden und brennen gehauset / auch der götzen-tempel nicht verschonet / doch soll der tempel der Minervä indem feuer unversehret geblieben seyn. Nun aber kam ihmSylla auf den hals / daß er in äusserster noth nach PergamuSfliehen muste / da er in dem tempel des Aesculapii sich erste-chen wollte; weil aber der stich nicht tödtlich war, muste ihmsein bedienter den rest geben / welcher erst seinen Herrn / her-nach sich selbst ermordete. ÄraL-,, XIII. p. 887- ,
äs beUi8 Mtkriäat. I). 2H. I,ucuII. 49;.
ür» , äs vir. illustr. 70.
* Flavius / zu Melphe gebohren, erfände nach dem bericht
etlicher Gelehrten den compaß an. i;v2. da doch andere behau-pten/ man habe schon lange vorher einige wissenschaffl von dessengebrauch gehabt / so bleibet diesem Flavio wenigstens die ehreüber/ denselben verbessert/ und in Vollkommenheit gebracht zuHaben. , in kkilijipo kulckro.
* Flavius Scevinus / er ergab sich gantzlich der Wollustund lrägheit; dabey war er doch ein Römischer Rathsherr /und indem er dem fleisch allein nachhängete, so ließ er sich auchdurch eine aufruhr hinreisten / und machte sich der Verschwö-rung PisoniS wider Neronem theilhafftig. Seit der zeit / daer sich darinn eingelassen/ nahm er einen dolchen aus dem lern-xlo 8sluri8 in Hetrurie«/ oder wie andere wollen/ aus dem tem-pel der kortunse in der stadt der Ferentiner / und trug ihn nachder Hand allezeit bey sich / als das werckzeug eines grossen Un-ternehmens / bis er mit den andern mitverschworenen zur ver-dienten strafe gezogen worden; so geschehen im jähr Christi 6;.Hlc. Lnnal. XV. c. 49. A1;.
* Flavius Splla, folgte aufBassum/ und war verletzte
krTkeÄus in Judäa. Er nahm die den Jüden einzig überge-bliebene vestung Massada weg. Die Verzweiflung der belager-ten gab ihm theils die ehre dieses siegs über einen fast unüber-windlich gehaltenen ort. Dann die garnison / da sie keine Hoff-nung, einiges entsatzes hatte/ riebe sich in der raserey sechstenunter einander auf. (Siehe den artickul Eleazar.) Es bliebenur eine alte frau und eine junge baase des Eleazars übrig /welche sich vor diesem abscheulichen morden gefürchtet / und des-wegen in einer wasser-leitung verstecket / und also erhalten / auchdes folgenden tages die gantze begebenheit Flavio erzehlet ha-ben. äs bell. .juä. lib. VIII. c. ;o.
* Flavona, oder wie es andere schreibe»/ Flammona,
eine Jüyrische stadt auf einem berge / wo ein starcker brunn ge-sehen wird/ welcher22. wühlen treibet/ ehe er auf die ebenelauffet. , äelcript. ItLÜT.
Flavy, (Wilhelm) war Gouverneur der stadt Compiegne,als dieselbe an. 14;°. von dem Hertzoge von Burgund, Phi.lippo, belagert ward. Wett aber das berühmte magdlein vonOrleans, Johanna ä Are, sich ebenfalls in der gedachten stadtbefand, und ihn verdroß, daß dieselbe bey den svldaten mehrgalt, als er selbst, so ließ er, da sie emsmals einen ausfallgethan, und die feinde ihr nachsetzten, den schlagbaum vor ihrzumachen, »vorüber sie gefangen und hernach verbrannt ward.An. i4iy. verursachte er auf eine gleichfalls unanständige artden tvd des tapfern Marschalls von Rieux, indem er denselben,da er durch Compiegne reisete, (blos deswegen, weil er einfreund und naher velter des damaligen Connetable war, wel«
fle
cher den Flavy einsmals beleidigt hatte) in arrest nehme", Äan einen mit der pest angesteckten ort bringen ließ.demnach wegen diesen beyden thaten vor ein gerechtes sei-richte an, daß ihn nach einiger zeit seine eigene stau g.nem bethe erdrosselte, , Kilt. äs kr-mcs, ro, -
x. 617. 628. .
Fleche, chklscks, lat. klsxm, eine kleine stadt mam flnsse Loire gegen die grentzen von Maine zu, welche.des von Henrico IV. daselbst gestifteten Jesuiter-Lollsgu der»,ist, allwo auch dieses Königs Hertz begraben lieget. ^
Flechier, (Esprit) Bischvff zuNismes inFranckreiM^.ner von den geschicktesten Rednern seiner zeit, ward den ^ran. i6;2. zu Pern in der Grafschafft Avignvn gebohren- ^zeigte gleich in seiner jugend ein besonderes verlangen " ccpoetischen und oratorischen wissenschafften, in welchen bM^zauch, unter der anführung des ?. Hercules Audiffret,' ^Vetters, dergestalt zunahm, daß er nachgehends in bcyoc'' ^sehr hervor gethan. Insonderheit machte er sich zu ParM xesein nettes Lateinisches getichte bekannt, in welchem er^MMcaroussels handelte. Er las des Balsacs und Bellak M^ jyfleißig, ob er gleich in jenen die hochtrabenden Worte, ,xe.diesen die aüzugrosse Verschwendung der beredtsamken ^,Die Italiänischen und Spanischen Redner las er zwar ^nennte sie aber nur seine schalcks-narren, und vermeynn,ihm selbige durch ihre lächerliche rcdens - arten denvon der wahrhassten beredtsamkeit beygebracht. Amwurde er durch recommendation des Hertzogs vonsier Inkormstor bey dein Dauphin , und schrieb diesem z Ayfallen an. 169;. die Historie des Thevdvsii iVl. Wen. ^auch mittler zeit durch die der Königin Marien TherewI^,Madame 1» Dauphine, inglcichen der Hertzogin ci'A>gm xchdem Turenne, dem Präsident Is Moignon, dem Cantzn^eiielier, dem Hertzog und der Hertzogin von Montausierleichcn-reden in grosses ansehen gebracht, so nahm ihn an-die Französische Academie, an Mr. Godeau, Bischosss Mverledigte stelle zu ihrem mitgliede auf, und der Kömsihn anfänglich zum Abt von St. Severin und ordinairensenier des Dauphins gemahlin, nachgehends aber a». ^js«zum Bischvff von Lavaur und an. 1687. zum Bischoff vv' pjg,mes. In dieser letzten bedienung hat er sich durch seine ^keit bey den Reformirten ein grosses lob erworben, erimnicht sowol durch schärfe und zwang, als freundlE«erringen und unterricht zu seiner kirche zu bringen sEMoi"er denn von der art, diese leuthe an sich zu ziehen, ewen.dern brief an den König geschrieben. Er richteteseinem pallast eine Academie auf, worinnen er selbst gs«
und junge fähige leuthe in der Orswrm Lccleli-Mcs "st Ad-dern nützlichen wissenschafften unterweisen ließ. Er 0--^Uch den 16. febr. an. 1710. Seine schriften sind : vp- ^7,.NII18 Lommsnäoni 1669.; ch Irsäuckion äs cetts Vs ' ^jxd'welche Übersetzung vor eine der vollkommensten gehaM" ^ pe»äs Laübu8 Virorum illuffrium, 1680. welche beyde jmr 'Antonii Mariä Gratiani von ihm zuerst herausden; 1'Niüvire äs Tkeväole , 8ermon8 L8aint8, 1696. Es sind aber viel reden, briefe und E ^ z>Mihm vorhanden, welche noch nicht gedruckt sind , am>bände von briefen, die erst einige jähre nach seinem »ov *kommen. TVevatt« , 1711. nov. p. r- 48 ' „ r>l)s
Fleckenstein , das schloß und stamm-haus der H^gßgö'"Fleckenstcin und Dachstuhl, liegt im Unter-Elsaß >m stpMauf einem hohen fclsen , um welchen es auf eine ^
keinen andern berg hat. Heuricus von Fleckenstein rv ^ vo»942. in der Rothenburgischen turnier-rolle vor, § „in
der Ober-Rheinischen dunbs - genossenschafft zumdem kennzeichen des schwans erwehlt worden. gieiss/befand sich an. 969. auf dem turniere zu Merseburg,wie Wilhelmus an. 1019. dem turniere zu Trier bM.^Henricns lebte au. 12;;., von dessen zwey söhnen MU"
Henrico zwey verschiedene linien aufgerichtet worden.
Rudolphus wurde der stamrn-vatter der DachstEh^,
»ie. Er vermählte sich nemlich an. i;8y. mit Emaoe pe
nn» in tochUk, .niidkdi-
worden, welchen der Kanjer Fridericus III. an. ^4 7Freyherrn-stand erhoben. Von der zeit an sind sie"" ^.sonder". ^Stände aufgenommen worden, und haben einen 0,1 AM'aufder Wetterauifchen Grafen-bqnckzwischenfen und Ehrenfels gehabt. Er zeugte »uit Johanna,
Herrn Joachims von Winneberg tochter, Henrlcnm^, yon 0.^,Barbaram , seine anverwandtin und tochterckenstein, zur gemahlin hatte, nebst Henrico IV-'^Men^»nauischen bedienten, und Johanne, einem
cirer, so beyderseits ohne kinder verstorben, Georv^Meser wlirde von Margaretha, einer Rhein-Grafln < chräflN^ein vatter Ludovici, welcher mit Anna Sibv»" ' ,^et d>^Hanan, Philippum Wolfqangum gezeuget. ^^yinzwey gemahlinnen bey, Annam Alexandrinam, Hov ,Rappoltstem, und Mariam Magdalenam, FrE«yurfaxen. Die erste gebahr ihm 4. lohne, von wE ^ieg«.'M,gius zu jähren gekommen, und seine meisterenbracht hak. Als er hierauf zu Straßburg em pri^ r-"