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von Mantua. Nachdem er unter Petro Pomponatio zu Bo-nomen die Philosophie studiret, begab er sich nach Brescia, undnahm daselbst den Benedictiner-orden an. Zu gleicher zett legteer sich auf die Theologie, und schrieb verschiedene getlchte mItaliänischer spräche; da er sich denn sonderlich Virgilmm zummuster dienen ließ. Immittelst begab er sich einige zeit aufsland, und verfertigte allda unter dem titul Mcsromca em ge-ticht, in welchem er Lateinische und Italiänische Wörter un-ter einander setzte, auch oft aus beyden sprachen ein Wort mach-te. Diese gab er unter dem nahmen lvierliiu Loccai heraus,und brachte sich sowol durch diesen neuen seltsamen und lächer-lichen lhlum, als die sich darauf nicht übel schickende lustigeeinfälle, der vornehmsten Herren gewogenheit zuwege, machtesich aber zu gleicher zeit bey seinen ordens-brudern nicht wenigverhaßt. Doch fand er in Sicilien seine bequemlichkeit, wel-ches er aber nach zehen jähren wiederum verlassen, und sich nachCampesio, ohnweit Bassano, in em kloster gewendet, darinnener an. 1544. in dem 50. jähre seines alters sein leben beschlossen.Einige sagen, er sey von fernem vatter nach der Wiederkunftvon Bologna, weil er da mehr der Poesie, als den ernsthafftenstudien obgelegen, sehr übel empfangen worden, weswegen erdavon gegangen, in der welt herum gelauffen, und, nachdemer eine zeitlang ein soldat gewesen, zuletzt gar nebst seinem bru-der ein einsiedler worden, zu welcher zeit er den nahmen Theo-philus angenommen, da er sonst Hieronymus geheißen. Seingrab wurde mit grossen lob-sprüchen, in Griechischer, Lateini-scher , Spanischer und Italiänischer spräche, beehret. Ausserabgedachten RsnromLis hat man von ihm noch unterschiedeneandere Lateinische und Italiänische getichte. TL-oma/Lr. in «log.
, äial. äs Nalc. Lr/erae. tom. I. xag.
i;y. L 462. *
* Folerius , oder FoUertus, (Petrus) ein Neapolitani-scher kstriciu« und Rechtsgelehrter, von St. Severino gebür-tig , lebte in dem XVI. sssculo , und schrieb kra<Ncam Oimi.nalem kexni Xesxolitani, Venedig 1558. in 8. und 1582. in 4.krsxin Lenluslem, ib. 1559. in 4.1569. in 8. und i;84- Lä-äitiones säXnb. Äarantss Lumen Lcivosstorum, ik. 1568. in4. Cöln 1598. TiiMr KiKI. Xspol. bibl. cur.
bibl. Loälsj. bibl.
Folieta, siehe Foglieta.
Folieto, (Hugo von) ein Mönch in dem kloster Corbey,soll von Innocentw II. zum Cardinal gemacht worden, und umdas jähr n4t. gestorben seyn. Man hat von ihm ein werck in4. büchern, welche den titul führen : äs Llaullw Nrnerisli,Lpirituali, änimre <L karaäiü. äe scrixt. eccleft
purpura äoäta lib. I. p. 7;.
Foligini , Fultzino, lat. kulginimn, kullinium, eine klei-ne stadt in dem Hertzogthum Spoleto, an dem flußTopino,war eine volckreiche und wohlgebauete Handelsstadt, ehe sie an.170;. durch ein erdbeben ruinirt wurde. Sie wird von einemPäpstlichen Legaten regieret, und hat ein Bißthum, welches un-ter den Päpstlichen stuhl gehöret. Ehemals war sie eine langezeit unter der herrschafft der Terzi, welches einige mächtige bür-ger des orts waren, die ihre macht mit blutvergiessen unterstütz-ten, und sehr viel familien ruinirten. Allein an. 14;«-. nahmder Cardinal Viteüeschi die stadt ein, und ließ den letzten vondiesen Tyrannen hinrichten. An. i-gr. wurde sie fast gäntzlichvon den einwohnern zu Perugia zerstöret, weswegen sie vonMartins V. in bann gethan wurden. Strabo, Plinius undAppianus Llexanärinus gedencken dieser stadt. L/o»ck. lib.xvill.
biK. äelcript. Irsl. ZSVM. ,/^o/E, äst
Vekcovi äi koligno; äilcorlo bist. äsUa cittä äi koliguo;Lkron. äei Velc. Oovem. e polsstä chests cittä, bibl. Dmb.Lc.
Folioth , (Gilbertus) Bischofs zu Londen, war anfangsLsnonicus reZulsris 8. Lugultini, hierauf Abt zu Leicester,ferner Bischofs zu Herford und Londen. Seine beförderungsoll er dadurch, daß er es mit dem Könige Henrico II. widerSt. Thomam zu Canterbury gehalten, zuwege gebracht haben.Er starb an. n8?., und hinterließ einige schriften, als: proLaula Legis; Luper Lxecutione Äanästi; Inveiftivam in 8.Tkoinam; Vita» aliquot 88. ängli« As. <8:
äs script. Lngl. äs Lpilc. Lngl. ^oA«,, äs ILü.
lLat. üb. II. c. 52.
* Folioth, (Robertus) Bischoff zu Hereford rn Engelland,wurde mit bewilliaung des Königs vom Dom-Capitul erwehlt,nachdem der Bischoffliche sitz sechs jähr unbesetzt geblieben, undan I I 74. eingeweyhet. Er war erst Lrcbiäiacouu 8 zu Orford,batte wohl studirt, und sich in Franckreich mit Thvma Becker,den er auch einige zeit zum schwer allda gehabt, wohl bekanntaemacht/ doch hat er nicht durch seine Vermittelung, wie Ba-8 aus dem Lelando vorgrebt, sondern erst nach dessen tobe dieRiscköfflicke würde erhalten. Er starb den 9. may an. nzs.
Mldbinterließ äs Lacmmentis antign« Legis lib. I. nebst etllchen
predigten. ÄE 6-^»' äs^iLox^.V.I.P.
^oikerus Simonis, war anfangs Schul-Lsctor, nachge-hends abe?Bmaermeister zu Sneck ln West-Frreßland, und leb-te um das jähr 1494. Er hat eine chromck von Fneßlanb ver-fertiget. äs script. kris. T-A äs Hist. Lat. bb.III. P.640.
Folkingham, ist eine marck-stadt in Lmcolnshtre rn Engel-land. ^
Folkstone, ist eine marck-stadt nicht wett von Dover m der
fol fon
Engrllälidlfchen provintz Kcnt, fo vor jcitm s. kirch-spirlkdie aber anjetzo in eins gebracht worden.
* Foüinus, (Hermann) ein Frießländer, war zu am»des XVII. Leculi voöt. Äeä. und Stadt-kbylicus ZU -vgenbnsch, wurde aber von dar als krokellor Neäicmse ^Cöln beruffen, und starb daselbst an verpest. Er hat aexeüifsrs, Antwerpen 1618. äe Lauterüs orationes 2z.
äe Mtura -L Lumtione kebri8 psälculariZ, Cöln l6rr. «na ^chen Llgebram L äritbmeticsm Zxutbeticgm, ib. eoä- «geschrieben. bibl. Lelg.
* Fomannus , (Ortholphus) ein söhn Iacobi, der aus Ufürt gebürtig, und erst LonreLtor zu Schleusingen ,Diaconss zu Meinungen, dann von an. 157z. D^Aoblir-
sestor ,Iuris, wie auch LilelLr des Hof-Gerichts,stuhls und Loulistorii zu Jena, ingleichen Gräflicher Sch^U.burgischer Rath. Er starb an. 16)4. und ließ Lsncmmrn
ürium Lontroverstaruin; 8emicönturism tziuelkionum l»lsnesrum; Oecsäes Loutroverliarum äe 8uccellionibus »E,nopün suris ^uüinisuei, die zu Jena l6ro. in 4. zuM di'^,^mal ausgelegt worden, und anders mehr. Sein söhnnahmens war an^ 1598. zu Jena gebohren, und wurde, ^dem er zu Jena, Giessen und Königsberg studiret, uu^g.voctor-wurde angenommen, in seiner geburts-stadt zumsestors Ikiüoriclium und kosssos, nachgehends aber zuch^eii-«ssstors suris und Eeisore des Hos-Gerichts undstuhls ernennet. Er ist an. 1640. mit tobe abgegangen '
hat Lonclustone8 oe Lsucspiombus; OistertÄtionem ^
guirsnäs A omittenäa Loftestions UNd anders mehr M««sen. vitse krokelsorum seoensium. kVeiNktch
neb. kirchen-undschuleu-staat, p.41;. /.«ck-w/F. vimavmo.;.§.9.p.6z. -ei-
FONdi, eine stadt in Terra äi Lavoro, welche den u ^ner Grafschafft geführt, hernach aber zu ausgang des X" ' ^culi in favor Henrici Francifti, Grafen von Mattttsielo,nem Furstenthum erhoben worden. Sie hat ein BMMsL <>l>ches unter den Ertz-Bischoff zu Capua gehört, liegt PALM,der grentze des Königreichs Neapoli, wo sich selbiges amwenn man von Rom dabin reiset, mitten auf einer even^pBist mit anmuthigen Hügeln umgeben. An. 1594. wuroe > be-ben Türcken geplündert, und noch lang vorhero von ^räuber Barbarossa verwüstet. Es hatte dieser vor, 0. ^c,Gonzagam, eine von den schönsten Damen ihrer ,führen, und sie dem Türckifchen Kayser Solymanno M ^esgen, zu welchem ende er bey nacht einige von feinencommandirte, die sich ihrer in der stille bemächtigen iv"«lein sie rettete sich mit der flucht, und, wie einigeeMmelden, fast in dem Hemde, welches die fee-rauoer 0« »entrüstete, daß sie die stadt mit ftuer ansteckten. * ^ Ho«
* Foning, eine grosse stadt in der Sinesifchenkien, begreift in ihrem bezirck viele andere grosse "AhiEstädte. Darunter ist die stadt Tingten, in welcher vreeine kirche haben, die von den Dominicanern oeole« ^ MDer berg Talco ist auch darinn merckwürdig, weil Mherbst aus demselben eine quelle entspringet,,welchezeug, so darinnen gewaschen wird, blau färbet. -02äs lcr. 8ifl. apuä vol. III. «dla^
Fonseca, eine familie, welche in währendem §ascheu kriege, in der mitte des XVII. Lsuli, durch SAnetianischen Adel erlangt. Derjenige, welcher solche»«kauft, war ein reicher Portugiesischer kaufmarm, Abig einen banquier abgab, und von dem Komge u, sijsEwegen grosser geld-summen, die er ihm bey der E
unruhe in dem Königreiche Neapolis vorgeschosseneinem Marquisar daselbst war beschickt worden. tani^-einlassung mit dem Spanischen Hofe, und daß er keigister schaffen konnte, waren nicht geringe Hinderungzu Venedig gesuchten einschreibung in das güldene ^ sEdessen willfahrte man ihm dennoch endlich m amey» MchS^seines reichthums, als auch seiner guten auffuhrung'^pettEhends hat sich diese familie mit den vornehmsten oev ; ^ vfchen Adels befreundet. O,^, ville v-spNike p. 124. bist. äe Vcmle p. Pokch^
Fonseca, (Antonius) ein Dominicaner-Mö^vlegass lebte in dem XVI. Lculo. Er lehrte anfangs pemgie auf der Universität zu Coimbra, und wurde darumKönige in Portugall zu seinem ordentlichen PredigeA^^^rloMan hat von ihm einige anmerckungen über die^. . o«des Cardinais Cajetani, so dieser über die Bibel verte Fongleichen Lommentsrio8 über den Josuam, die oum nb 0.1ge und der Chronicke. E/. Tore. l^. r. '
bibl. Lc. ^.,M«er-O^Ä
Fonseca, (Christophorus) ein beredter Augm«n^^ 0^
war aus der vioeces Toledo gebürtig, und ftaro Lmoc1616. Seine schriften sind: L» Viäa äs Lbrm pabsc. aOiob; 8ermonL8 äe tzuarelma Lc. Ikorrer ,xull. ^k«ro». bibl. Lc- . ^.„^/»err ÜA
Fonseca > Figueroa, (Johannes äs) nn Dorm ^xqn ^
krokellor TbeoloLlse zu Toledo, war ein bru