Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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Forcatulus, (Petrus) Königlicher krokeftor der Mathema-tic zu Paris/ lebte in demXVI. Lculo, und war von Neuer mLanguedoc gebürtig. Er lehne mit grossem rühm / und starbunter dem Könige Henrico III. von Frankreich. Man hat vollihm einen tractat von der Rechen-kunst in üblichern/desglei-chen eine Französische Übersetzung des Euclidis / der Feldmeß-kunst des Orontii Finäi rc. L« , bibl. kMg.fts iöript. lM. XVI. O« <Lc.

Forcatulus, (Stephan) ein bruder des vorhergehenden /erlernte die Rechte zu Toulouse unter Arnolds Ferrerio, undward auch nachgehends daselbst krolsssor, wobey er Cuiaciumzum Competenten/ und dabey das gluck hatte / daß er in diesercharge wider alle sein verdienst dieiem grossen Juristen vorge-zogen wurde. Seine schriften sind von seines bruders söhne,Francisco Forcatulv/ gesammlet, und an. izyz. m fol. zu Pariszusammen gedruckt worden. Das vornehmste darunter ist äsOrftlorum Imperio öc vkilosuphis lih. VII. Ein anderes ist ?SNU8ssuri8 Liv. Lo. Er suchte / so gut als es ihm möglich war / esdem Cuiacio nachzumachen , und die Römische gelehrtheit mitder wissenschafft in den Rechten zu vereinbaren / er blieb aberjederzeit weit zurück. *

Force / (la) ein ort in Perigord rechter hands an der Dn-rance unterhalb Bergerac gelegen. Es war vor diesem eineMarggrafschafft/welche aber zu grinsten Jacobi Nompar äs Can-mont/ Marschalls von Franckreich/ an. lü;?. zu einem Hertzog«thum und Pairie erhöhet worden.

Forchheirn / eine stadt und vortrefliche vestung nebst einemschloß in Francken/ allwo sich die Rednitz und Wesent vereinigen.Sie gehört dem Bischofs zu Bamderg / liegt auf dem Wege zwi-schen Nürnberg und Bamberg/ z. meilen von dem letztgedachtenorte. Er soll schon zu des Kaysers Caroli M. zeiten, als welcherdaselbst etliche mal Ostern gehalten / in ansehen gewesen seyn.Wie denn auch der Kayser Lotharius an. 871. einen Reichs-tagdaselbst angestellet/ dergleichen an. 8yy. ebenfalls der Kayser Ar-nolphus gethan. An. 8y8. wurde daselbst dem Hertzoge Ludwigaus Bayern die Kayser-würde aufzutragen / hingegen an. 1077.den Kayser Henricum IV. selbiger zu entsetzen beschlossen. Imübrigen lichten einige / daß daselbst Pontius Pilatus gebohrenworden. Lolmogr. Trans. TaffarMr, Trans,

isäiv.

Forchtenstein / auf Ungrisch Trskno, ist eine Grafschafftund vortrefliche berg-vestung in dem Oedenburger Comitat inNieder-Ungarn an den Oesterreichischen grentzen gelegen, welcheder Ungarische kslstinus. Nicolaus Esterhast / als sie ihm derKayser Ferdinandus II. / indem sie nebst Eystnstadt an Oester-reich verpfändet gewesen / erblich geschencket / fast von gründauferbauen / in den stein-felsen ausarbeiten und starck bevestigenlassen/ dahin auch an. 164z. seine beste fachen geflüchtet/ undwird noch anjetzo der schätz und das Archiv der Esterhasischenfamilie mit einer guten besatzung allda verwahret. Är/t-et.Hun§. p. 492. Huris. p. 167. mils.

äec. III. T. I. p. rr.

* Fords/ oder Fordeham/ Fords n, Fordun, (Johannes)

ein Engellander, war am ende des XII. Isesul! Abt in dem Cister-cienser-kloster Forda, in der landschafft Devonshire, und schriebVitara 8. Wnlttisi; Ilomilias ; Lxpolitionem in fsrsmiam;super Phrenos ssremire ; IntraäuÄorimn eorunäsm ; äs Iri-xller Lrnse ; 8ermone8; äs Lontemtoribus Nunäi; Lcla gnrs-äam Kegis soannis; in rfttimam pLrtein Lantisorum , und äsL'ücnrmento tllmri8, welche dinge in Engelland noch in manu-script liegen. cle lsript. ftnZl. sent. III. p. r;8-

Lrit. p. 940. 0«rtr». äe seript. eeel.

*Fordham, (Johannes) Bisthoff zu Durham in Engel-land , verwaltete an. i;7y. das Decanat zu Bath und Weites,als er an. i;8i. zum obgedachten Bißthum eingeweyhet wurde.Er besaß solches 7. jähr, war auch ein jähr Schatzmeister vonEngelland, muste aber an. i;88. wegen seinen mächtigen fein-den am Hof, die ihn als den Urheber der entsponnenen aufrnhrangeschwärtzt hatten, den Bischöfflichen sitz räumen, ward je-doch bald wieder dahin zurück beruffen, und noch in eben demjähr den 27. stpt. nach Ely versetzt, wo er den 19. nov. an. 142z.gestorben ist. 6a^ir>i-r. äsTpils. Lnglis. k. I. p. Z26. 448.k. II. p-izz.

ssOXOIOIOI V, ein opfer, da man der Tellur! zu ehren deniz.apr. eine tragende kuh opferte, denn das heisset Kos koräa.

/.a/ur-ver, äs lultr. c. ;o.

^ Fordingbridge, eine Engelländische stadt in der Graf-schafft Haut, an dem ffuß Avon gelegen, welcher von Salis-vury nach Chnst-Church lauft. Sie ist zugleich die Haupt-stadtin selbiger gegend, und liegt etwan 7;. Engelländische meilenvon Londen ab. E

* Fordingiano, lat. Torämgiannm, sonst eine stadt, anjetzoein seiner flecken in Sardtmen, fast m der mitte der insulnicht weit vom fluß Thyrso. Bey den Alten hieß sie ftgu°e

HipliiLiiX.

* Fordon, oder Fordun, lat. Torännimn, ein ort in derkleinen Schottländischen landschafft Mernls nicht weit vommeer, drey meilen von Brechin, und 15. meilen von Aberdeen,war ehemals wegen der hier begrabenen reliquien des H. Pal,ladii sehr berühmt. Es war auch der Schottlandisthe üistori-

cus, Johannes von Fordon, daher gebürtig.

xag. 940.

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in der letzten helfte des XIV. Lculi, und verfertigte 8-AniLvu, wozu er viel alte Nachrichten , inscriptionen um ^tzen in Engellaud gesammlet, und in Schottland die » ^ sa-tuln und geschicht-bucher durchgangen. Er hinterließ v',

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an. 1722. zu Oxford in fünf octav-banden herausden. LÄ. Lruä. 1724. ment. maj. «e»

1725. mois ksvr. xgvk

1'LVL(M. (Is) oder besser zu sage», ^in ä-I'ssvegue, ein gewisses Haus in Paris, ohnfern St.

LAuxerrois, an dem strand der Seine, also genannt,diejenigen, so zum Bißthum gehörten, vorzeiten ihr vrv-backen liessen, und die leuthe es zu thun verbunden wE'sie eine gewisse tare bezahlen musten. Es war ein z>vt"LZ z,i-osen der nemlichen art, ebenfalls dem Bischoff von P» ^ in-ständig , in der straffe, genannt äs l'Lrbrs lss. und nocy Ausderer bey St. Eloy , in der sogenannten straffe äs l'^E' undist das kors 1'Lvegue in ein gefängnis verwandelt woror -hat auch eine zeitlang den tittil von einer öailliass geh" .Michder Vogt im nahmen des Bischoffs von Paris gerlcht 9" „ siehat. Carolus Molinäus und andere Rechtsgelehrte' ' anstattvon diesem Hause reden, haben sich des Worts I'omm^bsi ge-kurriu8 bedienet, womit sie ehender auf das gericht, so voihalten worden , als aus den ursprünglichen gründ oe» ^,esvon dem obgemeldten zwing-back-vfen gedeutet, ulwmit dem andern vermischet haben, wie es Hadrianus"in seiner XoririL dslliw anmercket. ^ ^

Forertus , (Franciscus) ein Dominicaner - MönA^heii,von Lisabona gebürtig. Durch seine wissenschafften mabsonderlich aber in der Griechischen undHchrcuMn,. -er die wohlred'enheit verknüpfte, brachte er sichsehen , daß ihm die vornehmsten stellen seines orv „Mde»»tragen wurden. So hakte er auch auf dem Lons-im»» eran den grösten geheimnissen keinen geringen anthenauf beseht der daselbst versammleten Bischöffe l-icuE ^^5»rum Lsnonicarum Lrevisria ; äanmLtN kiSälionlS l>tLarsloMm, und einen Catechismum nebst 2. andern Idens verfertiget. Endlich als die schlacht zwischen venworffenen Könige von Pvrtugall, Antonio, dem MU-und den Spaniern, welcher er von ferne zusähe, essf

wohl für den erster« ablief, kostete es den ForeriuM, artt

eifrigen Portugiesen das leben, und zwar am 9'^. ^

wie Eli nach der Niederlage Israels von den PhilistA"' KlMesse seinen stuhl, worauf er saß, über einen haum"auf rücklings nieder, und erstarrte so gleich , daß erverlohr, welches an. izgo. geschehen, da er nicht h»« ^ Mjähr alt war. Auster den gedachten schriften hat man.^, ve>anmerckungen über den Esaiam, die 12. kleinen Pr°v«uiä> ^Job, Psalmen Davids, schriften Salomonis, das ^Weisheit, und Jesus Sirach, wie auch dieubrU'' yilt.Propheten, Jeremiam, Ezechiel und Daniel, rc. s,, ^"'

üb. (,XX. äs lsripr. Vom. 01

hihi. tbestr. >Lc. *

Forerus, (Laurentius) war von Lucern aus der K^ie-gebürtig, und trat in dem 20. jähre seines alters m jghr r».tät JEfu, da er denn 6. jähre die Philosophie,

Theologie gelehret,, auch etliche jähr die stelle em^ch cEauf der Universität zu Dillingen versehen. Er M "zeit LeÄor bey dem in seiner geburts-stadt besindlm)"gewesen, und darauf bey dem Bischoff zu Augspurgler worden. Ein scblaaflusi beförderte leinen tod,„.^.tz^au

ler worden. .

78. jähr gelebet, »»„ ouru, vic» wweegegebene schriften einen grossen nahmen erworbenhilft. 8.

Ein schlagfluß beförderte stinen tod, ')et, und sich durch viel wider die Lutheram^

her

ibl-8.^l. - - E

* Forest , (Johannes) des Königs mahler und Ätri Forest, welcher gleichfalls ein mahler gewesen. ,

die weit den z.jan. an. 16; z., und starb erst an. A,?' n"ew «Meister war äu Mole, welchen er in vielen st"V ' yeM/ ,er es sechsten nicht geglaubet, übertreffen hat. perstust,,^er seine kunst gründlich und nach gewissen satzr'' h^that er seinen geist über diß mit einer grossen betti ,ves>rgezieret. Sein Umgang war lebhafft und angcMb"gen er beständig von einer menge vornehmer «nsleuthe besuchet worden. Er that zwey reisen ab-

blieb das erste mal gegen sieben jähre daselbst; das» Alas ^aber verfügte er sich auf das ansuchen des A^ d,ese» .yiM8eLretsrü Marquis von Seignelay dahin.nister kaufte er eine grosse anzahl gemahlde vo densten meistern ein. Es war vielleicht kein man>> 1welcher,ich besser aufdie wcrcke der mahler verst^xve,^er von jederman als ein oracul darüber raths P'v^brige mwenn man auf seinen fleiß, seine erfahrung mio x, zu ^mercket, so war in dem gantzen ihm wohl m» ^^gleichen. Cassano , ein berühmter mahler zu4' -yjelle, X,-einst zu Paris gefraget, was er von diesemantwortete: s un Titt-uw. ovew 1a meäeüm» »