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frieden zu schliesset,, in welchem eine Heurath zwischen dem Her-tzog von Orleans und der Kayserlichen Printzeßin ausgemachtwar , welcher die Niederlande zum heuraths-guth sollten gege-ben werden. Hingegen that Franciscus auf Mayland undNeapolis verzicht, versprach auch alles wieder zu geben , was erin diesem kriege erobert. Damals war eine grosse femdschafftzwischen Francisci beyden Printzen, und seiner maitresse. DieHertzogin von Estampes, die es mit dem jüngsten hielt, meng-te sich dergestalt in den Handel, daß sie dem Kayser Espernai undChateau-Thierrj verrieth. Mit den Engelländern, welche in-dessen Boulogne erobert, wahrte der krieg noch ein jähr fort, esward aber auf beyden feiten nicht viel gethan, obgleich die Fran-zofen mit einer ansehnlichen flotte in see grenzen, und an. 1546.,da beyde theile des krieges müde waren, kam es zum frieden.Einige monate drauf aber nahm des Königs kranckheit über«Hand, die ihm schon lange von einem unheilbaren geschwüre, soer vor vielen jähren von einer maitresse bekommen haben soll, zu-gestoßen , und wiewol er sich selbige anfänglich durch jagen undyerumreifen zu vertreiben gedachte, kam es doch endlich zumlager, auf welchem er den z 1. mertz an. 1547. starb. Er hattevon seiner ersten gemahlin, Claudia, drey söhne und zwey töch-ter bey jähren gesehen. Von jenen starb der älteste,Franciscus,an. i;; 6 ., von welchem hernach, und der dritte Carolus an.L;4z., daß also Henricus, welcher ihm folgte, allein über-blieb. Von den tochtern ist Magdalena an den König in Schott-land Jacob V., und Margaretha an den Hertzog von Savoyen,Emanuel Philibertum vermählt worden. Mit der andern ge-mahlin Eleonora, welche ihn überlebt, hat er keine linder ge-zeugt. Er war ein Herr von fehr guten eigenschafften, lebhaff-tig, klug, und scharfsinnig , von gutem gedächtnisse, beredt,tapfer, gütig, großmüthig , offenhertzig, prächtig und freyge-big. Das aufnehmen der gelehrsamkett in feinem Reiche ließ ersich absonderlich angelegen seyn, stiftete die Königlichen Profes-sionen und die Königliche druckerey zu Paris, legte herrlichebibliothecken an, und hatte stets Gelehrte um sich, mit denener vornemlich gerne von der natürlichen Historie redte. In re-ligions-sachen hielt er es, ungeachtet der damals sich erzeigendenänderungen , beständig mit dem Römischen stuhle, drang aberdoch dabey , zu beylegung der religions-streitigkeiten, immerzueifrig auf ein LonciUum. Die graufamkeiten, welche unterseiner regierung öfters gegen die Protestanten verübt worden,sind nicht fowol ihm, als dem Cardinal Tournon und anderndergleichen Ministern zuzuschreiben, wie man denn vorgiebt, erwäre willens gewesen, Melanchthonem nach Frankreich zu de-ruffen, hätte in vielen stücken eine bessere meynung von denProtestanten gehabt, und würde sich mit denen in Teutschlandbefindlichen näher vereinigt haben, wenn ihn nicht gedachterCardinal darvon abgehalten hätte. Einige sagen gar, er seyeinmal resolvirt gewesen, nach art des Königs in Engclland seinReich dem gehorsam des Päpstlichen stuhls zu entziehen, wel-ches aber hernach durch die Heurath seines sohns in die Päpstlichefamilie hintertrieben worden. Bey allen seinen tugenden hatteer die fehler, daß er in beobachtung seiner angeleaenheiten , woihn anders keine grosse noth triebe, allzu nachlaßig war, denWollüsten zu sehr nachhieng, seinen favoriten zu viel traute,und seine Heimlichkeiten nicht allzuwol zu verbergen wußte, daheres denn gekommen, daß er meistentheils in feinen Unterneh-mungen , auch in denen sechsten, die sich anfangs wohl anlief-st!,, unglücklich gewesen. Absonderlich war er demfrauen-zimmer fehr ergeben, und sind unter feinen maitressen fürnem-lich die Gräfin von Chatean-Briant und die Hertzogin vonEstampes bekannt, mit denen er aber keine kinder gezeugt. Ammeisten ist zu verwundern, daß er ungeachtet feiner pracht, derkostbaren gebäude so er aufgeführet, der gefchencke, so erüberall reichlich ausgetheilt, der schweren kriege, so er ge-führt , und der vielfältigen land-plagen, mit denen Franckreichunter ihm heimgesucht worden, doch noch bey seinem abster-ben einen schätz von vier Millionen cronen hinterlassen.
memoires. Dt,
insmoires Lc. *
. Franciscus n., war Heinrichs II. söhn, an. 1544-den 20.ian. gebohren,und bestieg den Französischen thron an.izzy. nachsemes vatters absterben. Unter seiner regierung stetigen die par-teyen, die schon bey seines vatters leben entstanden waren, an,viel unruhe zumachen, wozu sein alter absonderlich gutegele-genhelt gab, nach welchem er zwar Cron-fähig, aber doch nochzu jung war, ohne beystand zu regieren. Die Königliche Mut-ter hielt es nnt den Guisen, dadurch diese fehr erhoben wurden;damit aber geschahe dem Conetable von Montmorency fowol,als insonderhelt den Prmtzen vom geblüte grosser Verdruß, in-
massen denn jene bmd alles nach ihrem willen anstellten, diePrintzen vom geblute vom Hofe entfernten, und sie zu keinen be-dienungen kommen liessen. Absonderlich ist der beseht merck-würdiq, der bald im ansang der regierung auf der Guisen an-stiften heraus kam, vermöge dessen alle, die was zu suchen hat-ten , bey strafe des stranges inner wer und zwanzig stundenvon Hofe musten, womit sie des Adels los zu werden gedachten,der ihnen hätte im wege seyn können. So war auch der jungeKönig qäntzlich von ihnen eingenommen , daß keine Vorstellun-gen nichts halfen; wiewol man ihm brieflem Wider die Guisenstlbst.in sein bethe steckte, worüber er zu unterschiedenen malengewünscht, daß sie sich eine zeitlang von Hofe entfernen möchten.Dahero geschahe es endlich , daß die Printzen vom geblute und
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sonderlich der von Cond-, der Reformirten partey nahmen, h,ches zu den ersten innerlichen kriegen in FranckreichDen ersten lcrmen machte die sogenannte zusammen-verw,^rung von Ambosse, hinter welcher der Printz von Conoe'^j-sollte, und die dahin ihr absehen hatte, daß man fichder. Osen erstlich zu Blois, und hernach zu Ambosse, wohmmit dem Könige auf die erste Nachricht von solchembegeben hatten, bemächtigen wollte. Zu welchem endeten gemacht waren , daß von allen feiten her trouppensollten; allein die fache ward zuerst durch einen Advocalen,sich der Hugenotten anführer Renaudie vertrauet ham,hernach von einem Edelmann, nahmens Lignieres, verr ^der noch dazu alle austasten und adgeredte marsch - jchtsdeckte; und also konnten die zusammen - verschwort > ^ausrichten, ob sie gleich versuchten das schloß zu Amvvu ^gewalt einzunehmen, und wurden sie nicht allein da,auch unterwegens, da sie von allen feiten her zu dem ^ten sammel- platze im anzuge waren, zurück gemeoc«^h-streuet, und die gefangenen, sonderlich die vornehmsten w, Li-stet) hingerichtet. Indessen wurden in des Königs nahm" jDerge befehle ausgegeben, .welche die gegen die Refornurltt» D,gebrauchte härte zu mäßigen schienen, und greng auch ^nigliche multer mit ihnen gar wohl um, damit man >schläfern, und sich der Printzen vom geblüte bemächtigen ^te, zu welchem ende eine verfammlung der Grossen rm >zu Fontainebleau angestellt ward. Nun kamen zwar ^hjy,der König von Navarra, noch der Printz von Conps .^0aber diebriefe, die man von ihnen auffieng, und dieeher zeit sich ereignende Unruhen in unterschiedenen pr^ ge-da auch so gar Lyon bey nahem in der Reformirten E»rathen wäre, brachten den König in solche forcht, dav ^ Al.geschlossener Versammlung sich von FontainebleauGermain begab. Endlich, da sich der König vonund Printz von Conds bereden lassen nach Orleans zuf" perallwo dem vorgeben nach in kurtzem eine versamnm ^ jaStände sollte gehalten werden, ward der letztere aiio"^!/arrest genommen, und der König war also gegen >U,.f seEdaß er öfters sagte, die natürliche Vernunft, Forcen Aerhaltung und die sorgfalt vor das gemeine beste ersorv ch. Mne exemplarische bestrafung des Printzen, daher ihm " Z»des Königs wissen und willen der köpf abgesprochen zu
dem halte man ein gewiß glaubens-bekä'nntnis -
welchem sich durchgehends alle einwohner des KoMgr* ^kennen sollten, und deswegen man bereits drey M'im ^ wendert, die in allen provintzen herum ziehen musten, >7.^ches Mittel man die Reformirte lehre auszutilgen geoauelein ehe das todes-urlhetl an dem Printzen vollstrea^nEkonnte, ward der König gehling an einem Haupt -» ' Mkranck - das er schon lang gehabt hatte, und starb v» ^ yec»vor dem anfange der Versammlung der Stände,
1560., und ward zu St. Denis ohne ceremomenwelchen fehler man dem Hertzoge von Gusse, als Ove^ pwster zuschrieb , worüber so gar an den Königliche» >mv^,hen,quill wider ihn angeschlagen ward. Ausser diest»welche durch der Guisen Herrschsucht, und anbey wM'Eg
ligion erreget wurden, ist zeit seiner regierunggen, ohne, daß er einst mit der Englischen Komgm „stalEfast Händel gekriegt, welche sich der Schottischen -b^hli» Aannahm, da hingegen Franciscus (theils seiner etU'S
gefallen, theils auch, weil er gegen die Elisabethbeschwerungen hatte,) hülfs-volcker wider dieselbe »aft»land schickte, worüber von Englischer feite ein mann , wE,kam, darinnen jedoch altes auf die GuisenAllein es ward die fache nach einigen vorgegangenen / t, n»ten zu Franckreichs schlechtem Vortheil und ehre beyge» v Dwol der dißsalls gemachte tractat nie ratifiaret worvKönig von «Lpamen nahm sich schon damals der 0 PrEsHandel an, und ward auf eine zeit am Hoft,vom geblüte zum schrecken, ein brief von ww f.» unrvMinhalts , daß er auf erhaltene Nachricht, wie emw u.köpfe den Konig vor untüchtig zur regierung au^g u ^entschlossen, ihn nebst seinem Reiche in besch^inn Amen. So sehr aber auch unter ihm auferAlrun^rvil,«» Mschen religion gesehen ward, konnte dennoch ^AanckreiwLothringen mit einführung der Inquisition «ndurchdringen. Man kan von ihm wegen seiner wL ^jgenentzen regierung, in welcher er noch dazu nichts ihw .x,
neigt gewejen. Im übrigen ward jem ge>"Hal er LU^stets kräncklichen zustand sehr geschwächt, siMm ^ gcw.00dig eine beschwerde im Haupte hatte, und ansta» fa-
chen öfnung durch die nase, selbige durch dte oyre' ^ jflren Verstopfung endlich sein tob gewesen, wrewv» ^gen wollen, es sey ihm mit gift abgeholffen wo ^
init Maria der Königin in Schottland vermalst Z ftin^-el'aber mit ihro wegen seiner jugend und schwE ^gezeugt. Ub. XXI 1 I--XXVI.
Älemoires äe
Franciscus , Dauphin von Aanckrelch A an.Bretagne, ein söhn Königs Francrsck I., wu ^ g vonbohren, auch an. iz;r. zu Rennes zum H ? großMtagne gecrönet. Er war ein tapferer »no v