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auch zu selbiger zeit von dem Könige in Schweden knegs-dien-ste angetragen , die er aber ausschlug, weil er mit dem Komgein Polen, auf welchen die kriegs-rüstungen zielten, nicht zer-fallen wollte. Vielmehr entschloß er sich noch eine reise zuthun / welche er an. 1607. antrat/ und erstlich an dm Kayser-lichen Hof nach Prag / und dann ferner nach den Niederlan-den / Engelland / Schottland und Franckreich grenz / kam auchan. 1608. glücklich wieder nach Hause. Am 1617. hielt er /zum gedachtnisse der religions-änderung Lntherl, ein iubel-fest/ und in dem folgenden jähre trat er an fernes verstorbenenbruders Philippi stelle die regierung zu Stettin an / verglichsich mit stinen übrigen brüdern in der gute , und trat demjüngsten unter ihnen/ Ulricv/ das Stift Cammm ab. Hieraufließ er sich sehr angelegen seyn / die regierung wohl zu verwal-ten / und nebst kirchen und schulen auch das gantze land in gu-ten stand zu setzen / weswegen er bey icderman sehr beliebt war.Weil auch zu derselbigen zeit die Böhmische unruhe angieng /hielt er nebst seinem vetter Hertzog Philipp Juli» / der zu Wol-gast residirte / einen Convent zu Wollin / und beschloß das landin guten defensions-stand zu fetzen / welches auf dem general-land-tag zu Uckerniünde bestätiget wurde. Er nahm sich auchdes vertriebenen Hertzogs von Curland Wilhelmi an/ und schick-te für ihn Gesandte nach Polen. Endlich wurde er den 2;.nov. an. 1620. an der tafel plötzlich mit einer kranckheit über-fallen / daran er den 27. desselbigen monals seinen geist auf-geben muste. Seine gemahlin war Sophia / eine tochter desChurfürsten zu Sachsen Christian! I./ mit welcher er keine lin-der gezeuget. , vom Pommerland. W.
Andere printzen dieses Nahmens:
Franciscus von Bourbon / Hertzog von Montpensier, warein söhn Ludovici von Bourbon des andern / Hertzogs vonMontpensier / rc. den er mit seiner ersten gemahlin Iäcobinavon Longwic gezeuget hatte. Er führte bey leb-zeiten seinesvatters den titul Printz Dauphin von Auvergne / befand sichbey der belagerung der stadt Rouen an. 1,62., und 7. jährhernach in den schlachten bey Iarnac und Montcontour/ erwiesauch sonst bey vielen andern gelegenheiten seine tapferkeit; wieer dann deswegen an. 1574. das commando in Dauphins nie-derlegen muste / weil Catharina von Medicis / die den Printzenvom geblüte ohne dem nicht günstig war / besorgte / er möchtedurch seine unverdrossene tapferkeit dem krieg auf dieser feite zugeschwind ein ende machen. Dem Hertzog von Anjou / Fran-ciscv / führte er einen succurs in die Niederlande zu / und befandsich auch bey dem vergeblichen anschlage des Printzen auf Ant-werpen / den er jedoch aus allen kräfften widerrieth / als ihmder Printz selbigen auf der brücke kurtz vor der ausführung ent-deckte / sich auch/ um keinen theil daran zu haben / zurücke zog.Bey Henrico lll. war er auch gar wohl gelitten/ so / daß er ihnan. 1580. zum Ritter der Königlichen orden machte, undals Ambassador nach Engelland schickte / um des Hertzogs vonAnjou heuralh mit der Königin Elisabeth richtig zu machen.Nach seiner Wiederkunft/ da die Ligistischen Unruhen angegan-gen waren / hielt er es beständig mit dem Könige, und schlugin unterschiedenen rencontren die trouppen der lägue in Tou-raine/ Poitou und Normandie an. 1588.< wohnte darauf derVersammlung der Stände zu Blois bey / und begleitete KönigHenricum zu der belagerung der stadt Paris / nachdem er vor-her in der Normandie die sogenannten Gautiers oder das rebel-lische land-volck gedämpfet hatte. Nach Heinrichs III. tod hiel-te er sich an König Henricum IV., dem er ansehnliche bienste lei,stets / sonderlich in der Normandie , in welcher provintz er Gou-verneur war. Er zog sich endlich in der belagerung von Rouendurch seine viele bemuhungen eine kranckheit zu, an welcher erzu Lisieur den 4. iun. an. 1592. starb, da er kaum 50. jähr altwar. Er hinterließ einen einzigen söhn Henricum von Bour-bon , der den titul Printz von Dombes führte, und noch beyleb-zeiten seines vatters an. i;88. das Gouvernement von Dau-phins erhielt. Er war ein eifriger bekenner des Catholischenglaubens, und meynte es mit seinem vatterlande aufrichtig.Doch sagt man , daß er mehr ehrlichkeit, hertzhafftigkeit undtreue, als verstand besessen, und dahero nicht allemal großgeachtet worden. Oavr/a.
cv-or-re/-. Ac.
8^ciscus von Bourbon, Printz von Conty, Souverainvon Chateau-Renard, rc. Ritter der Königlichen orden, Gou-verneur von Auvergne, Paris und Dauphins, der jüngeresöhn Ludovici I., Prmtzens von Conty, wurde den 19. aug.an. l?;8. gebohren. Er befand sich an. 1577. bey der erstenVersammlung der Stande zu Blois, und an. 1580. gab ihmKönig HenncuS III. den Ritter-orden. Nach dessen tobe an.1^89. wandte er sich zu der partey des Königs von Navarraseines vettern, und bewies darauf m der schlackst bey Jvry undbey andern gelegenheiten semetapferkeit; doch wurden ihm an.1592. von dem Hertzog von Mercoeur bey Craon in Bretagneeinige trouppen rnintret. Er starb zu Paris den n. aug. an.1614. Er hat 2. gemahlinnen gehabt, doch nur eine tochtergezeuget, die auch frühzeitig gestorben. Sem natürlicher söhnNlcolaus, genannt von Grammont, war Abt zu St. Etiennezu Bassa in Saintonge, und starb an. 1648.
ÜIsmoirsL 6e Davr/«.
/Ml-o/. xenssl. ksm. Lall. *
fra
Franciscus von Bovrbon, Graf von Vendome, b^ne'Converfan, rc. ein söhn Johannis II. Grafen von 2-^,ll.wurde an. 1470. gebohren. Er begleitete König Earomw ' ^in dem zug nach Neapolis, und wiederum in desselbense nach Franckreich, bewies seine tapferkeit in derFornovo an. 149;., starb aber bald darauf in eben diele'»^an einer kranckheit zu Vercelli den oct. Mit seiner gewMaria von Luxemburg, Gräfin von St. Paul, zeuge»rolum Hertzog von Vendome, Königs Henrici IV. grovA. ^r-Franciscum, dessen in dem folgenden artickel sollden; Ludovicum, welcher Cardinal und Ertz-Bifchoff zuworden, und andere. ^aii-
Franciscus von Bourbon, Graf von St. Paul undmont rc. Hertzog von Estouteville, Gouverneur von Agonie,und Isis äs krause , ein söhn Francisci, Grafen von Neu 6.wie bereits erwehnet worden, wurde zu Ham an. j jyoct. gebohren. Er gieng an. i?i6. mit KönigItalien, und ließ seine tapferkeit in der schlackst bey A'L^^nsehen, da er von dem berühmten Bayard zum Ritter geiw.^11wurde. Nachgchends entsatzte er Mezieres, so die Kavkbelagert hielten, nahm Mouzon und Bapaume ein, wu^in der schlackst bey Pavia gefangen, machte sich gleicywv'list bald wiederum ledig, kam nach Franckreich, und »
wtayianv, uiw war vaicivn ansangv ,ryr gmrrarv,ihn aber zu Landriano Antonius äeLeva unversehens>'len, und ihn darüber seine soldaten verliessen, wurde er s^Mydern mal gefangen, und nicht eher als bey dem CaNw'' ^vertrag auf freyen fuß gestellet. Nachmals dienete erdem Savoyischen kriege an. i;;6., begleitete den Daupo „,iMentsetzte Landrecy, starb aber darauf zu CotignanRheims an. i?4t. Mit seiner gemahlin zeugete er etm> ^mit ihm gleiches nahmens, Hertzog von Estouteville, '
, msmoir. /avE. Lc. /xyesk
Franciscus von Bourbon, Graf von Anguien, GbUve ^von Hennegau, Piemont und Languedoc, der jüngsteroli von Bourbon, Hertzog von Vendome, war zu lro» ^che1a Fere den 2;. sept. an. 1519. gebohren. Er gab w.Ws''merckmahle seiner tapferkeit an den tag, daß ihm Machst denan. 154;. die armee und flotte anvertraute, welche AchtenTürcken Nizza belagerte, wiewol er dabey wegen den p beyeinstallen auf Französischer feite und wegen seiner Mv ^heeBarbarossa in einige Verachtung kam. Im folgen^ ^ ye"übergab ihm der König das commando in Piemont, ' ^jevervon den Franzosen bisher gar schläfrig geführten rrnv ^„pilebendig machte, und die Kayserlichen bey Cerisoles amschlug, wiewol er sich dieses sieges nicht recht gebrauche'' xecsondern bald darauf beseht empsieng mit dem gromN ^ Aeimarmee zurück nach Franckreich zu kommen, weildamals auf zwey feiten vom Kayser und Könige ^4^angegriffen ward. AIs der Königliche Hof im wmler, ' p siwzu Röche - Guyon war, und die abwesende junge Ps» piEmit bestürmung eines castells von schnee gebaut, eu»' und de°ten, wurde der Dauphin, der das castell vertheidig»,..^Graf von Anguien, der es angriff, weil der letzte emm Armtheil über jenen erhielt, uneinig, und da kurtz dara» - ^en.Uvon Anguien im schloß-hofe faß,' um sich zu erholen, ^>p>i^
Dauphins leuthe, und zwar, wie einige melden, e> ei"''Cornelto Bentivoglio, vielleicht ohne feinen vorbewuv jav»kästen aus dem fenfter auf den Printzen, der ihn w,»seines alters, da man von ihm die groste Hoffnungschlug. ör'ti-r/Eb'.
? lib. II.
o"t,
Franciscus I., Hertzog von Bretagne, Graf»"« A Ioh""an. 1414. zu Vannes gebohren, succedirte stwem vM,,pg d'"ni V. an. 1442. Er leistete an. 1446. die lehns-tz' ss'»orE'König in Franckreich Carolo VII., und da es jem' ^e" ^sonst immer mit Engelland gehalten, machte er w «„gell""1449. ein bündnis mit ermeldtem Carolo VII- wwe'^j^zukündigte auch diesem Reiche so gleich den krieg Uegidi^ulö,te die streit:,ache, die er mit seinem jüngern bruder mu-te, und dem Engelland beystnnde, (davon der artm ^chzulest .ein söhn Johannis, und Hertzog von Bretagne'„e pest"^wie auch die von den Engelländern weggenom.^A dcn'^,Fougeres, viel beygetragen. Der Hertzog kMUs ' e, Sfolgten kriege tapfer, eroberte von dem feinde ^"?(,«pere " "veirCarentan, Gaurat, Fougeres, Avranches, uno » ppcher ^starb aber an. 14;-». an der Wassersucht, nachdem ^äfftet, hiHermelins-orden, und die Carthause zu NanteSghinterließ von seiner andern gemahlin Isabella , d" §
I. in Schottland tochter, Margaretham unddie erstere an Hertzog Franciscuin II-, nachwal^
Bretagne, die andere an Johannem II-, Vlcom^^^.^plil ivermählt worden. Ihm folgte also in dembruder Petrus. <L nur- " , irl^' ^
«,e/, bitt. äe krance tom. II. so!. 116;. HY4-' üE/<il>'Franciscus II-, Hertzog von Bretagne, der^, ivMd'yAchardi von Bretagne, und Margarctha von Or»» x^g,eru"b' 2;. jun gebohren, und führte vor ft'nec g
Grafen von Etanwes und Vertus. c,
14;den
titul eines vvu vrwuwco u»vnem vetter Arthuö lll. an. 14; 8., und leistete a