Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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ihn sein »«gemeiner Helden - muth so weit, daß er sich vor demmeer - port zu Rhodis präsentirte, und die Türcken durch vielpraviren zur Wacht ausforderte; als nun 6. galeeren mit denbesten Türckischen Matrosen, soldaten und Janitscharen besetztauf ihn losgiengen, kam es nahe an dem port zu einem über-aus hitzigen aefecht, welches bis in die finstere nacht wahrte,darin« dem Groß - Prior zwar auch eine galeere in den gründgebohret ward, er aber hingegen zwey der feindlichen zu gründrichtete, ein anderes eroberte, und die drey übrigen in die fluchtjagte. Nun war da freylich die eingelegte ehre sehr groß, weilaber dabey sehr viel war gewaget worden , und zwar ohne Hoff-nung etwas damit zu gewinnen, auch wurcklich viel tapfereRitter und soldaten verlohren gegangen, so wollte die fach denalten Ordens - Rittern nicht in allem gefallen. Als er daraufwieder zurück nach Franckreich gekommen, wurde er zum Gene-ral der galeeren dieses Königreichs an. 1^7. ernennet. In sol-cher würde führte er einige zeit hernach seiner schwester Mariader Königin in Schottland , hülfs-völcker zu. An. i?6r.wohnte er der Wacht bey Dreux bey. Als er nun daselbst dengantzen tag gefochten, und in einen heftigen schweiß kommen,seine bediente sich aber nach geendigter Wacht, um ihm diekleider zu ändern, nicht finden liessen, und darneben bey an-sang der nacht die luft sehr kalt wurde, überfiel ihn ein seiten-stechen, woran er nach sechs Wochen seinen geist aufgeben mu-ste. Man mercket von ihm an, daß er aller orten eine grosseanzahl spionen unterhalten , und viel gelegenheiten ausgespähethabe , den feinden seines Königs und ordens auch an entferntenorten schaden zu thun; wie er dann noch an eben dem morgen,da die Wacht bey Dreux sollte gehalten werden, versicherte,baß, so fern er dabey umkommen sollte, ihn nichts mehrers ge-reuen wurde, als daß er nicht vorhero noch einen auf Rhodisgefaßten anschlag ausführen konnte, von dessen glücklichen aus-schlag er ohne den geringsten zweifel versichert wäre.

La« , bist. ile Älslrs. O'^r-r/a, Kc. *

franctscus II., Marggraf von Mantua , aus dem HauseGonzaga war Friedrichs I. söhn und ein berühmter kriegs-held. Die Venetianer vertrauten ihm, ungeachtet seiner jugend,ihre armee an, da er sich in dem treffen bey dem fluß Taro, oder,wie es von den Franzosen genennet wird, bey Fornoue, sehrwohl hielt. Nachgehends hat er sowol den Venetianern als demHertzoge von Mayland, und dem Könige von Neapolis gedient.Endlich brachten ihn die Franzosen auf ihre feite, und LudwigXII. trug ihm in dem kriege wider die Spanier um Neapolisdas commando auf. Weil er aber vorher immer wider Franck-reich gewesen war, ward ihm nicht getrauet, und gar schuld ge-geben , er wolle die feinde nicht genugsam beissen. Als er dißmerckte, stellte er sich kranck, verlreß also mit manter die armee,und zog auch die Italiänische reuterey nach sich. Hierauf ist erKaysers Maximiliani I. und des Papsts Julii II. General, aüchGonfalonier des Kirchen-Staats gewesen, da er sich denn allezeitverständig und tapfer erwiesen, und sonderlich durch seine groß-muth und frenndlichkeit die soldaten zu gewinnen gewußt. Erstarb an. 1^29., und hinterließ drey söhne und drey tochter.

eEc/r», Üb. II. legg. Ärcc/ tM. ülsntua. ?oAevr». tust. Lomsg»äes Lours äs I'Ilsüe.

franciscus I. von OrleanS , Graf von Longueville undDunois, ein söhn Johannis des ersten stamm - vatters des Hau-ses Longueville, war einer von den vornehmsten Partisanen desHertzogs von Orleans Ludovici, seines vettern, als solcher an.1484. unter währender Minderjährigkeit des Königs in Franck-reich Caroli VIII., wider die Regentin unruhe erweckte. Er rie-che ihm, sich an des Hertzogs von Bretagne Francisci II. favo-riten Ländois zü halten, wider den der Adel des landes denFranzösischen Hof zu hülffe geruffen hatte; da er aber an demwar öffentlich zu brechen, kam der Hof dem Hertzoge von Or-leans bey zeiten auf den hals, und Graf von Dunois muffe nachAsti in Italien, so dem Hause Orleans zuständig war, ins exl.1mm gehen. Er brachte es aber bald wieder dahin, daß ihm er-laubt wurde nach Dauphins zu kommen; so bald er da war,»engen die intriguen von neuem an, und ehe mans sichs versähe,kam es zu einem krieg, welcher aber vor die Hertzoge von Bre-tagne und Orleans unglücklich lief, indem der ersie fast seinesgantzen landes beraubet, der andere aber an. 1488. in der Wachtbey St. Auvm äu Cormier gefangen wurde. Der Graf entsetz-te noch zu allem gluck Nantes, worauf endlich einfriede zwi-schen dem Hertzog von Bretagne und König Carolo VIII. erfolg-te ; weil aber der Hertzog bald hernach starb, gieng der kriegvon neuem an, ivelcher aber gelegenheit gab, den Grafen nebstdem Hertzog von Orleans mit dem Hofe auszusöhnen. Dennweil der Koma die erbm von Bretagne, die sich schon mit demRömischen Konrg Maximilian verbrochen, zu heurathen such-te , böte ihm der Grafsemedlenste hierzu an, mit dem beding,daß der Hertzog von Orleans auf freyen fuß sollte gestellet wer-den. Dieses that derKonlg , woraufder Graf gleichfalls sei-nem versprechen nachkam, und nebst dem Printzen von OranienJohanne II. die fache zum glücklichen ende brachte; aber nochvor der völligen Unterzeichnung des Heuraths - contracts an.1491. mit tode abgieng, zu grossem leydwesen des Hofes, we-gen feines grossen Verstandes , und seiner tapferkeit. Seinenachkommen siehe unter dem wort Longueville.bist. äs krsnce will. II. col. 1466. 147?. 1485. 14-6. i;r;.

fra

8rancistu-I.,SforzavderSf<>ctta, warAcobiS^

za natürlicher söhn, an. 1401. gebohren. Siehe.

(Jacvbus) Der König Ladislaus machte ihn an.

Grafen von Trimacino, und nach seines vatters todega» ^dieKonigin Johanna, als dem ältesten von seinen söhne«" ^dessen guther. Er machte sich von seiner ersten jugend an,seine tapferkeit und kriegö - wiffenschafft einen nahmensen ihn denn nach seines vatters tode dessen armee zuAerwehlte. Hierauf zog ihn der Hertzog zu Mayland Pv V.MMaria an sich, und machte ihn im 2;. jahreseines an»Heerführer gegen die Venetianer; weil ihm aber dlß atMayländern viel neider machte, legte er selbst das Mlnieder, und behielt blos ein unter - commando, weM». Mje

vielem rühm verwaltete, daß ihn der Hertzog in die' -ist>er Visconti aufnahm , und seine Printzchin Blancamw.^^gemahlin versprach. Allein es entstunden bald zwlM«allerhand Mißverständnisse, die letztlich FranciscumVenetianische dienste zu gehen. Nun ward er zwar vevkem frieden auch wieder ausgesöhnt, und die gedachte »»Elung vollzogen, das mißtrauen aber nicht gehoben, siostman meynte, er habe vorgehabt Philippum vom throne»sen. Über diesem starb der Hertzog an. 1447., und wen »Mist-fcus, den er kurtz vorher wider die von neuem unruhM^,tianer zu hülffe geruffen hatte, mit einer armee im anM Mliessen ihm die Mayländer das commando, da er denn ^ .Mzwar glücklich führte, sich aber mit hülffe der zuflehenden armee, zuletzt selbst der stadt und desMayland bemächtigte, inmassen er denn an. 1450.zug daselbst hielt, und zum Fürsten angenommen wu»-^gführte das regiment sehr wohl, war auch absonderlich «A^oliaglücklich , daß ihm die Franzosen an. 1464. die stnol sichund alles auf Genua habende recht abtraten , woran« ^ verauch dieser Republick bemächtigte. Erstarb an. ^Wassersucht, nachdem er vorhero das Mayländische «eyU An-der zu stände gebracht. Er hinterließ von seiner gemay^fenleacium Mariam , der ihm folgte, Philipp Mariam/von Pavia; Sfortiam Mariam, Hertzogen von Ban, ^,vicum Morum, nachmaligen Hertzog ; Ascaniumeinen Cardinal; Octavianum, der an. 1476. ersöffe« pstlytam, die dem Könige von Neapolis; und ElisabE^fle ^dem Marggraf von Montferrat vermählt worden,auch viel natürliche Ander, von deren einem nahmen»^

tta die Grafen von Burgo - Novo hergekommen. '' MaoKor. Zeneal. Itsl. L llispan. , brltor- . . ^ W

lib. IV. V. VI. , bilior. Lenuenst üb. Xl.

elo§. viror. illullr. n

Franciscus II., Gforza oder Gfortia, HeEs ^ , ystbland, war Ludovici Mori söhn , an. 1496. gebotzn«kam in seiner zarten kindheit nach Teutschland, aw' JastNdurch die Franzosen aus seinem lande getrieben waro.hielt er sich auf, bis an. 1-^21. der Kayser und Papst wins Mayländische Hertzogthum einzusetzen beschloßen,mit Vertreibung der Franzosen zu wercke richteten, w«etliche jähre hingienqen, ehe er in ruhigen besitz seiner „kam ; denn es machten ihm nicht allein die FrarM' ä§ch v«das land so auf einmal nicht wollten entgehen lasten/ , M'zu schaffen, und trieben ihn zuweilen ziemlich m vierdern auch, als deren macht durch die schlackt bey Ugedämpft war, verzögerte doch der Kayser die levem' g pMvon einer zeit zur andern, schrieb ihm auch zu erlang H»den allerhand harte bedingnisse vor, welches am» r,-^,0 w.tzog bewog, sich in die damals obhandene ItaliamMder den Kayser einzulassen. Aber er ward durch 0».^ j„von Pcscara zeitlich verrathen, angegriffen, undschlösse zu Mayland von den Kayserlichen belagert,^yM«ihnen vorher alle andere städte und vestungen m dem ^ wschen einräumen müssen. Damals stund es daram, M, z»der Kayser des Hertzogthums gar verlustig erkläre« ' ^ erg rmal als er sich an. r c rs. nach einer harten belageruW Mden gezwungen ward, und gleichwol unter dem vm ^ pooihm der accord nicht gehalten worden, zu den mm nl PU,Endlich kam es bey der Unterredung des Kaysers ^ anst §

an. r529. dahin , daß er von demselben wieder iu g ^ da».nommen, und mit dem Mayländischen bestehen w Ko« 0er jedoch eine ziemliche summe gelbes zahlenzeit an hat er dem Kayser keinen verdacht mehr erwe»und ließ deswegen an. 1^4. einem seiner unterm" anglia genannt, der aber heimlich Französischer zivAh

nem Hofe war, den köpf abschlagen. Er wurde »/, ^ sta ,hierüber in neue wettlaiistigkeit gerathen seyn, ^ssina er»bald hernach an. 1;;ohne von seinergemahstnc.« Mr^zu hinterlassen, da er denn das Hertzogthum demflammte vermachte. Er war ein etwas leichtM»».»^. .und nicht der scharjsinnigste. b«llor.

/ba. L/apeSa, äs bello d/leäiol. lEg/7

Ital. L llispsn. ^ Past

franciscus von Vendome, Hertzog von Beau^^ - Ho

rmercien von Franckreich , war em soh« AhAnE

von Vendome, welchen er mit Franclsta von 2 ^ ^

get halte, und wurde an. r 6 i 6 . zu Parw seo»"