Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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kgnder FranMschen arm« nachSavoyeu, undwchn,zendx» j dem treffen zu Avein, und in den kurtzdarauf fol-stiit den belagcrungen vor Corbie, Hesdin und Ärras

den,^V^AwLudovicus XIII. demtode näherte, und man anjlvey A?uerhand Verdrießlichkeiten besorgte , wurden ihm dietUnaüNn^-chePrintzen von ihrer Frau Mutter zur verwah-Köniaz , und dabey allen Edelleuthen und Garden deslederwon'vhlen , ihm durchgehends zu gehorchen; weswegenivindn^, °srmeynte, dieser Herr wurde bey der vorstehendentheil «»Umreit und vormundschafft der Königin den gröstenlang»^ regierung haben; allein er wußte diesen guten an-rrstjjch A mit genügsamer conduite zu unterstützen, liesse sichderursal, 'lebes - Händel ein, welche ihm zuletzt viel verdrusiU»ia>Wn, sonderlich da ihn die Madame äeMontbazonMzarin, ^ killen regierte. Wie sich indessen der CardinalPrilitz"'"! der Königin gunst geschwungen, konnte es dieserMe« luden , und vermeynte ihn auf einmal von Hof zuKehrfehlete ihm aber ein solches so weit, daß er viel-hab«nd?n gefaßten argwohn eines wider den Cardinal vor-der, gefährlichen anfchiags gefangen, und in dem schloßsunftr ^nnes verwahret ward. Da saß er nun bis in dasMsnM'entflöhe aber eben zu der zeit, als der haß des?ege» Parlements wider Mazarin auf das höchste ge-stlier. diente alsobald zu einem starcken zunder für dieseskcli/i- '^le dabey seine Manieren und reden sehr populär wa-, bae?» t>hte man auch sonsten noch alle Versicherung zu ha-tvider diesen Cardinal einen unversöhnlichen haß tra->en cr^,'darum er auch bey dem gemeinen volck einen gros-schalte, und selbiges nach seinem willen in bewegung^iseie v - rite. Seine feinde nennten ihn deswegen spotts-Kersib,°Ä , musten aber sehen, daß er durch diesen

^rirer ' sten, darneben aber zahlreichesten theil des volcks ,Milk »„ 5 ^ von Paris wäre. Als sich hernach auch derSonde mit den andern Printzen vom geblut widerMnt-" ^'klaret, hielte es dieser Hertzog ebenfalls mit ibnen,Mribt- „ch wol einigen feldzügen bey,-wiewol man allezeit

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I.'. er bringe der gemeinen fach einen grösser» nutzen,Mee. reinem Parisischen pöbel bliebe, als draussen in der" verfiel er des rangs halben mit sti-von Nemours in Uneinigkeit, wel-

He>ll sch^rinert dieser zeit r

?e zy,g» ,gev dem Hertzvge von ucemvuev m unrun^icu, ivct-M Ixtz.K" verschiedenen malen beygeleget zu seyn schiene, aberWvssxn Au einem zweykampf ausschlug, darinnen NemoursMag „x.^urde; indessen ob man ihn gleich nicht für garNeiße« !st"g hielte, so wußte er doch noch die rechte zeit zui My ^ srieden mit dem Hos und Mazarin selbst zuer yss».!?. d hernach ertheilte ihm der König die üirvivancsAfr-^dals - stelle von Franckreich, woraufuna, 'ä^te, allein daselbst in seinem untei

er an. 1664.

''Seryss^'.egeite, allein daselbst in seinem unternehmen auf^vde jaUnicklich war. Jedoch schlug er die Türcken das fol-Tunis und Algier. An. 1669. gieng er nachM »a^ Wen vrt wider die Türcken zu behaupten, und that>,»/ der ankunft mit seinen Franzosen einen starcken aus-eik sie a-ss anfangs glücklich anließ, aber endlich nach einerb-»K kW,Nnienen heftigen Unordnung und consternation zud,? ".sinnl geriethe, da auch dieser Hertzog sein 1 e-

»MgentlUbn hatte, ohne daß jemand der entronnenen vona-» ? den Uen art seines todes bericht geben konnte, ja da man/»datte ,en nicht einmal seinen leib zu finden das vergnü-äs Is miaorite äs Lonl8 XIV. U

» , kill. äs soms XIV. *

ta! g>ar ^»b Maria I., von Rovere , Hertzog vonUrbi-Si«;!. >°hn Iohannis von Rovere, Hertzogs von So-, und Iohannä aus dem Hause Montefel-ß??, Ngtzm !?""er bruder, Guido Ubaldus Hertzog von Ur-an, ihn , weil er selbst keine kinder hatte, an sohnsfolgte er demselben an. 1508. in der regic-k,..'ves van°»I 1 ^Ee das Hertzoqthum an das Haus Rovere.bÄ^nen?» dvuder war Papst Julius II., welcher ihn zum„Mle, von Rom, und hernach zum General der Kirchede^/vlaendä der krieg wider die Venetianer angieng,

stn^tzva da sich der Papst mit diesen verglichen, wider»a-' gefük »°5 serrara und seine Vundsgenossen, die Franzo-kN desV^t ward. Es gieng aber dabey nicht allerdingsBullen, der zwar oft seinen Generalen befahlSeiM's tbo ^gen, welches aber der Hertzog von UrbmoV^eii enm,. gröste Hinderung der Päpstlichen angele-»ste»CavN von der Uneinigkeit zwischen dem Hertzvgevon Pavia, der als Vice - Legat bey der ar-^»ibn vorft weit, daß der Hertzog den Cardmal,KstMlen vor Ä^^^vathcr hielt, auf eine zeit gefangen nachRoÄd'Ste, führte, da sich jedoch derselbe leicht

an v,"? voriger gemalt bliebe. Als aber an. i;n.Kr,gNe» arm-- I^nde übergieng, und der Hertzog mit dersilAni stnq8"ense,ben aus dem Wege gehen muste , von^av-z-siadt. j»^dre schuld dem Cardinal beymaß, weil der-^kaekAn aukunf?^ er als Legat commandiren sollte, bey der»M, daß „ ?^lassen , ergrimmte der Hertzog darübervbkyM mit rinn-» ? Cardinal kurtz daraus zu Ravenna auf?ls e?S thal s,ÄfV Hand ermordete. Ob nun wol der PapstM ,'n ej„e Äfl erzurnet war, nahm er doch bald hernach,''chev^kadea^Ulche kranckhelt gefallen, feinen Nepotcn wie-^vlckr^n Jedoch hatte er das commando der Päpst-" ver fortsetzung des krieges nicht mehr, ent-

weder , weil ihm solches der Papst nicht geben, oder er selbstunter dem Vice-Könige von Neapolis, der vermöge des Päpstli-chen bündnisses mit Spanien bey der armee war, nicht stehenwollte. Währender zeit soll er mit den Franzosen wider seinenvetter geheime anschlüge gemacht, und durch sein land - volckden Päpstlichen soldaten, so aus der schlackst vor Ravenna flo-hen , haben auflauren lassen. Nichts destoweniger bot er demPapst nach dem Verlust bemeldter schlackst eine ansehnliche hüls«fe an, erhielt auch von neuem ein commando; brachte Bo-nonien wieder unter Päpstliche botmäßigkcit , und half dieFranzosen aus Italien vertreiben. Unter Leone X- änderte sichder zustand dieses Herrn gewaltig ; denn er reihte den Papstgegen sich, indem er nicht unter dessen Nepoten Laurentro vonÄedicis stehen wollte; und sogar seine völcker von der Päpstli-chen armee abzog, auch hernach König Franeiscum wider Leo-nem aufzubringen suchte ; dahero denn der Papst bey demvertrage, den er mit diesem Könige an. izi6. aufrichtete, sichdiß absonderlich ausdunge, daß er ihm den Hertzog von Urbi-no zu unterdrücken behülflich seyn, oder wenigstens das wercknicht hindern sollte. Diesem nach ward der Hertzog noch inselbigem jähre angegriffen, und weil er nicht im stände warsich zu vertheidigen, gezwungen, mit seiner gantzen familienach Mantua zu fliehen, worauf die Päpstlichen in wenig ta-gen das gantze land einnahmen, welches Leo dem abgedachtenLaurentro seinem Nepoten zur lehn gab. An. 1517. hiengzwar Franciscus Maria die völcker, welche nach dem friedenzwischen dem Kayser und den Venetianern nach Hause ziehensollten, an sich, und kam mit denselben den Päpstlichen sogeschwind über den hals , daß er sein land meistens wiedereinnahm, im selbe meister blieb, die andern Päpstlichen pro-vintzien gewaltig beunruhigte, und sich bey seinem Heere insolch ansehen setzte, daß die darunter stehende Spanier ei-nige von ihren vornehmsten Officierern, die wider ihn einenanschlug gemacht, durch die spieße jagten. Allein weil er we.der geld noch geschutz hatte, folglich nicht hoffen konnte, denkrieg in die länge mit Vortheil zu führen, sonderlich weil Franck-rrich und Spanien dem Papst beyzustehen anfiengen ; musteer es endlich geschehen lassen, daß seine völcker mit dem Papsteinen vergleich trafen, und ihn dergestalt mit einschlössen,daß er des bannes entlediget worden, die freyheit haben soll-te , sich mit seinem Hausrath, bibliotheck, geschütz und fami-lie sicher nach Mantua zu begeben. Bey dieser gelegenheit hatihm der König in Spanien dem Papst zu gefallen sein Hcrtzog-thum Sora im Neapolitanischen eingezogen. So bald alsLeo X. todt war , brachte er durch hülffe seiner freunde an.1522. wieder ein kleines Heer zusammen , welches jedoch zu-länglich war, sich währender ledigkeit des Päpstlichen stuhlssein land wieder unterwürfig zu machen , und Leonis Nach-folger , Adrianus VI., bestätigte ihn in dem besitz desselbenan. 152;. durch einen besondern vertrag. In eben diesemjähre machten ihn die Venetianer zum General ihrer armee,mit welcher er auch an. 1524. zu den Kayserlichen stieß, denFranzosen unter Bonnivet auf den leib gehen half, und Lodieinnahm. Eben dieses commando hatte er auch an. 1526.und die folgende jähre, da der Papst , Franckreich, Venedigund andere Italiänische Staaten wider den Kayser in bnnd-nis getreten waren. Ob er nun gleich nur die Venetianischenvölcker unter sich hatte , war doch sein ansehen überall sogroß, daß alles nach seinem Machten bey der gantzen ar-mee eingerichtet ward. Allein er that in diesen feldzügen nicht,was er konnte, ließ viel Vortheile mit fleiß aus den Händen,nahm meistentheils solche fachen vor , die zum Haupt - wercknichts dienten, und gab überall so viel zu erkennen , daß ernicht recht anzubeißen begehre, wie man ihm denn ausdrück-lich schuld giebt, daß er den zug der Kayserlichen auf Rommehr befördert, als zu hindern gesucht. Die Venetianer wa-ren auch einsmals gantz mißträuisch auf ihn worden, undhielten seine gemahlin und söhn gleichsam gefangen , wiewolsie ihn bald alles Verdachts entließen, und da er aus Verdrußdas commando niederlegte, ihn mit weit bessern bedingungen,als er vorher gehabt, solches wieder anzunehmen bewogen.Man meynt auch, er habe zu dergleichen verfahren von derRepublick selbst, die dem Papst nicht, getrauet, und mehr zuüberflüßiger behutsamkeit als neuen handeln geneigt gewesen,befehl gehabt, wiewol solches auch viel seinem hasst gegen dasMedicaische Haus, aus welchem der Papst war, beymessen.Als an. 1529. der friede erfolgte, ward er in demselben nah-mentlich mit eingeschlossen, und hat an. izzr. des Kaystrsangelegenheiten bey den Venetianern unterstützt. Er bliebauch ferner in Venetianischen diensten bis an seinen an. i;?8.erfolgten tod , welcher durch gift, den ihm fein barbierer bey-gebracht , soll seyn befördert worden. Er war ein hitzigerund unermüdeter Herr, und hat den rühm, daß er einer dergrösten Generalen feiner zeit gewesen. Die Repubkck Vene-dig hat ihm eine bild - säule zu Pferde von ertz wollen fetzenlassen, ist aber durch die nachfolgenden unruhigen zelten dar-an gehindert worden. Von feiner gemahlin aus dem HaustGonzaga hat er ausser einigen tochtern zwey söhne hinterläs-st» , Guidobaldum, der das Hertzogthum Urbino bekommen,und Julium, Hertzog von Sora, der hernach Cardinal wor-den , und an. i;78. gestorben. ssmis I^I.

L'rcrr-'A-rLL, ^üKor. vlll. LLHH. Hü. Hekranes

tvm. II. III. Le.

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