544
fra
f r a
te, den ersten nahmen trug, selbiger aber nachgehend^ je mehrund mehr eingeschrencket wurde, bis er endlich einer einigenprovintz verblieben; so ist auch klar, daß sich ein gleiches mitdem nahmen üuürm, Usuliris, LotttsrinZis, und andern, zu-getragen , deren ein jeder anfangs einem viel grosser» strich lan-des gegeben wurde, als heut zu tage also heisset. Hierauf be-kriegten sie unter ihrem andern Könige Clodione, welcher nachdem Pharamundo zur regierung gekommen, zu ansang des V.keculi die Thüringer sechsten, nöthigten sie, einen lahrlichentribut zu geben, und machten Difpargum zur residentz. Obnun gleich die scribenten hierinnen nicht einig sind, was dieseseigentlich vor ein ort gewesen, indem ewige solches vor eine Ton-gerische vestung jenseit des Rheins ausgeben, und entweder vorDiestheim und Duysdorg in dem Brabantischen, oder vor He-nisberg im Iülichisthen lande halten, andere aber eine Thü-ringische grentz-vestung bissest des Rheins (da nemlich diesesReichs grentzen einen viel wettern begriff als heut zu tage hat-ten ) zu seyn erachten, und sowol vor Dietesburg in dein Bu-chenwalde alS vor Desenberg in Westphalen ausgeben; so sinddoch die meisten der meynung, daß es Duisburg am Rheingewesen sey. Aus Thüringen gieng Clodio über den Rhein,ward zwar anfänglich von Aetjo, dem Römischen General,unversehens bey einer gasterey überfallen, und mit ziemlichemVerlust aus dem selbe geschlagen, erholte sich aber bald wieder-um, als AetinS anderwärts zu schaffen hatte, gieng von neuemüber den Rhein, zog durch den Kolenwald, so ein theil desArdenner-waldes ist, und eroberte erstlich Dornick, nachge-hends aber Cammerich, an welchem letztern ort er eine zeit-lang verblieben, und sodann bis an den Somme-ffuß alles landeingenommen, auch zu Samarobriva die residentz aufgerichtet.Sein Nachfolger Meroveus setzte sich sowol in Thüringen alsin Gallien je mehr und mehr veste, brachte sich auch in solchenzustand , daß die Königliche gewalt nicht so leicht von dem volckbeschnitten werden konnte. Unter seines sohns Childerici regie-rung ergab sich das meiste, was zwischen der Seine und Loi-re war. Doch trug unter allen Merovingischen Königen Clo-doväus der grosse das meiste zu der Hoheit der Fränkischen na-tion bey; denn er besiegte an. 487. die zu Soissons, machtesich an. 492. die Thüringer zinsbar, und schlug die Aleman-nier bey Toldiach an. 496. bis aufs Haupt. Weil nun Clodo-väus vor dem erhaltenen siege, als seine schlacht-ordnung schonsehr anfleng zu manchen, ein gelübd gethan, die Christliche re-ligion anzunehmen, wenn er in dem treffen glücklich seyn wür-de , so hielt er auch sein versprechen, und gab mithin» gelegen-heit, daß nachmals die Könige in Franckreich den littst des Al-lerchristlichsten erhalten. Nachdem nuü also die Alemannierzu paaren getrieben, und samt allen ländern, so sie bisher ein-genommen, unter der Francken gewalt gebracht wurden, galtes den Burgundiern, welche sich zu einem jährlichen tridut ver-stehen musten. An. 507. muste Aquitanien gleichfalls sich un-terwerffen , und das jähr hernach schlug er seine residentz zu Pa-ris auf. Mit den zwey geringen Herren zu Cöln und Camme-rich , welche auch aus der vorigen Fränckischen Könige geblütentsprossen waren, und die er bis daher in ihrer freyheit ge-lassen, machte er nicht viel wesenS, sondern ließ den einenmeuchelmörderischer weise hinrichten, den andern aber gefan-gen nehmen , und ihm mit dem best den köpf abschlagen.Die Gothischen völcker machten ihm etwas mehr zu schaffen,allein sie konnten dennoch in die länge seiner macht nicht wi-derstehen, und an. 507. wurde ihr König Alaricus von diesemClodoväo einige meilen von Polsters geschlagen und gelobtet.Sein ansehen wurde noch mehr vermehret, als ihm der Kay-ser Anastasius den littst eines Lonlulis und llstricii ertheilet.Was nach dem tode dieses grossen Königs vorgegangen, undwie sich die noch übrigen Gallier nicht sehr wider die Franckengesetzet, sondern aus Verdruß gegen die tyrannischen Römerder viel gelindem regierung der Francken unterworffen , kanunter dem Worte Franckreich mit mehrerm nachgclestn wer-den. Nur dieses ist noch zu erinnern, daß, was ihre regiments-form betrift, selbige die wichtigsten fachen auf den Reichs-tä-gen, die mehrmals auf dem freyen selbe gehalten worden, undwobey das volck die freyheit zu urtheilen hatte, abhandelten.Weil sie den überwundenen völckern ihre vorige litten und ge-stehe stehen, nicht aber ihre eigene gleich den Römern hochmü-1h,g aufdrungen, so erwarben sie sich dadurch gar leicht die ge-wogenheit der fremden nationen. Es ist aber unter ihren ge-stehen sonderlich das Salische bekannt, darinnen unter andernden weibern verboten wird, sich einiger erbschafft anzumassen;welches aber, so man den natürlichen verstand und klaren inn-halt des gesttzes ansehen will, nur von allodial-güthern undvrivat-erbschafften sollte zu verstehen seyn, wie von vielen ge-lehrten Franzosen selbst gestanden wird. Dieses und die übri-gen qefttze sind von 4. danu erwehlten männern, Wisogast, Bo-dogast, Salogast und Windogast zusammen getragen worden,welche nachqehends Chilbcberttis und Notarius verbessern undvermehren lassen. Zu der Christlichen religivn hat, wie vorgedacht, Clodoväus den gründ gelegt, welcher sich mit den vor-nehmsten aus der Ritterschafft laufen lassen; da dann, alsClodoväus zur taufe getreten, der Blschoff Remlgius zu Rheimsin diese merckwürdigr worte ausgebrochen: Rcamber! bietedemüthig deinen köpf dar, und bäte an, was du zu-vor verbrannt haft, hingegen verbrenne, was du zu-vor angebatet haft. in vim War. nxucl
äs xeü. rr»nc. lib, ll. c. iv. -rlnrm/«». HstarcrK». bb. XVL.
0 . 18 . üb. XX. c. iy. M. XXVII. c. 8 -vsnstal. Ich. I. L äs bell. Lotst. Ich. I.Lotst. list. I. Kx.
ci- de'l°cio bsll-
L in oiiginib-,
Le öco. in still. L red. kranc. kkotoma»»«', M
LsIIilZ. Lz-iFrtr«,, in Lnaftas Lstilclerioi I. luminwu^
in untiguitst. ftegni Tkuringici.mstibus antiguitÄt. krancic. LatceM, in kruäent. ßur. rxrole§om. L L. leät. 6 . *
francken, lat. krsncomLUNd krancia orientalis, riar^^sehnliche und vortrefliche landschafft in Tentschland iamn ^Mayn, welche gegen süden an Schwaben und Bai)»" ^ja-gen osten an Böhmen, gegen norden an Hessen undgen, und gegen Westen an die Unter-Pfaltz und dasMayntz grentzet. Sie ist einer von den 10. kreisen des 0und begreift in sich die Bißthümmer Bamberg, Wurtzvn^,,,Aichstädt, das Teutschmeisterthum, die Fürstenthumm»reuth und Anspach, und ehemals das Hertzogthumwelches aber uunmehro zum Ober-Sächsischen kreise S»wird, ferner die gefürstete Grafschafft Henneberg, ouschafften Schwartzenberg, Castell, Wertheim, Loweultt'"^Mhenlohe, Erpach, Rheineck, Derbach, Geyer, MWdie freyen Reichs-städte Nürnberg, Rothenburg,Schweinfurt und Weissendurg. Das gantze land ist ^jt-bar sowol an getreyde als wein-wachs. Jenes bring« " per,tägige theil, dieses aber das mitternächtliche häustg Mso, daß man auch andere provintzen damit versorgen r» sF-dem Bambergischei. wächset auch eine ziemliche inens^v ^sein holtz, und sowol in diesem als den übrigen dlstrm^^g
Franckenland mangelt keine frucht, so zu bequemer
des menschlichen lebens nothwendig wäre. Hierzuunterschiedenen siüsse, unter welchen der Mayn und e»
die vornehmsten, nicht wenig bey. Durch die wald«mit dem schönsten wildpret häufig versorget. Die grm»unter sind der Speshart, Otten-und Steiger-wald, sie-auch der Thüringer-wald an den grentzen gegen mitternhet. Was die einführung der Christlichen religw» «' ^sie»land betrift, so ist selbiges ausser allem zweifel «nesin Teutschland gewesen, welches mit dem licht deo>^l)<u>'lii erleuchtet worden; und ob man schon so leichtpten kan, daß vor den zeiten Pipini und Caroli ^ M donlschein durch gantz Francken völlig ausgebrochen, l" 1 '°auch nicht gelangnet werden, daß sich nicht hin unv"was davon blicken lassen. Zum wenigsten ist wahNA hMdaß Clodoväus, da er sich in dem V. ürculo zu ^erveret, auch hierinn um seiner Ost-Francken ftllgkeu ^znct>'bekümmert haben. In den folgenden zeiten, da vaosche Reich durch die innerlichen kriege so hart m»gworden, mag freylich der eifer in ausbreitung .^giN'thums etwas erloschen seyn. Solchen nun.wieder u»' xeji-men, kam der Schotte St. Kilian nach Wurtzburg/ diedentz der Hertzoge in Francken, und beredte West«Heydnischen aotzen, den Mars, Pluto und andere zu ^ ,
muste aber s«n leben an. 688. elendiglich beschlresieu z.HMeada der Hertzog Gosbertus, welchen er wegen der v M,ia
Vermischung mit seines bruders hinterlassenen gemav .^ Ayr
na bestraft hatte, in West-Francken reiftte, diese gv"stin den Kilian mit zwey seiner geschrien umbnE'' Z gehendem pferde-staü, wo nun die kirche des neuen MM .begraben ließ. In dem VIII. fteculo kam E
mann, St. Bonifaciiis, richtete ein Stift zu ^u^M Ecund setzte, auf des Papsts Zachariä beseht, Burcha v ^ «>>Engeüänder zum ersten Bifthoff ein, dem die ^ Eunsere zeiten in linverrückter ordnnng gefolger. ^ r>enhat unter der regierung der Francken, welche ^ sich r.»manniern und Thüringern in dieses land gekomm jhcea 1 ?getragen. Selbige nun hatten, nachdem die Kv" 4 KraLin West-Francken aufgeschlagen, ihre Gouverneu wovund Hertzoge, wiewol bereits vorher» schon, va 1nung um den Mayn herum sollen genommen hau »^ Mvtzoge angeführet werden; welches jedoch in demgehenden art. aus wichtigen gründen in zweiftls^ c-sirsteaes wird aber die nachfolge der ersten FrancuM" Agender Massen erzehlet: Der erste, Genedaldus, u ^„v,zum Nachfolger seinen söhn Dagoberttim nachb«r^jecher seinem vetter Theodemiro die Römer und Gw"helffe». Sein söhn Clölius zeugte Marcomnum gel>^Fränckischen grentzen ansehnlich erweitert, uno a -den. Pharamundus, sein söhn, wurde zum «!» w»wehtet, und sagte den Römern den tribut auf. ^ftch^^san die feite sein bruder Marcomirus U- SLvauete ^Franckenberg residirte. Dessen »r-enckel SuM ch^ si> 0 ,fthloß Sunnaburg, und sein söhn Dtetled D'ettw ^ ^zu tage den nahmen Dettelbach führet. -stlichen HssM.
r>ie
ckel Hugobaldum, weicher für den ersten ^X^hen iev' hchin Francken angegeben wird, und an. 541. HUUU^V«EDer 5 te Hertzog nach ihm, Hcribertus, seines ;Hammelburg erlegen, und verfthied "w "^sberN-u ^Fsöhn Clodoväum nach sich lassend, welch r'A, ov«Trojanum gezeuget, davon der erstere, welcye^.^b Ga> yF
dessen concublne und zugleich seines brud«^ ^gebraw'wie oben erwehnt wsrden, St. Kibanum u"