Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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schlecht zu Ludwigsdorff an. 159z. den 24. jun. gebohren, undbrachte es in der Gelehrsamkeit absonderlich in der Mathematiksehr weil. In seinen ersten jähren hielt er steh auf seinem gu-the Ludwigsdorff im Fürstenthum Oels bey seinem bruder, demer die administration der güther übergeben, auf, und erwiesan. i6;4. bey der damaligen Pest den inficirten Personen vielliebe, indem er ihnen mit den bewährtesten hulfs-mitteln dien-te. Weil er aber gar zeitlich besondere Neuerungen in der re,ligion zu lehren anfieng, und darüber mit den Predigern ineinen streit gerieth, auch über dem die krie'gs-unruhen darzukamen, begab er sich von bannen weg, und kam um das jähr164;. nach Dantzig, woselbst er von dem berühmten Narbs-matico, Johanne Hevelio, an den tisch genommen wurde. An.i6;o. kam er wieder nach Ludwigsdorff und starb daselbst an.1652., worauf er zu Oelse begraben worden. Der Churfürstzu Brandenburg und der Hertzog zu Oels trugen ihm ansetzn,liehe bedienungen an,, welche er aber nicht annehmen wollte,weil er besorgte, er mochte dabey in viel fünden verwickelt wer-den. Sein gröstes vergnügen suchte er in der correspondentzmit gelehrten leuthen, darunter sonderlich Athanastus Kirche-rus, Claudius Salmastus, David von Schweidnitz und an-dere waren. Unter seinen schriften sind Via veteeum 8ax>ieri-rum, oder weg der alten Weisen in 2. büchern, das erste vonder furcht des HErrn und ihren früchtcn, das andere, von derWeisheit GOttes und ihren kräfften; it. Mir Nach, oder eineernstliche und treuhertzige vermahnung an alle Christliche gemei.nen, zum heiligen und gottseligen Wandel, in dem vorbildeund der nachfolge Christi; Raphael oder lVleäicina Des mitvielen figuren; Xolce es iplum, oder von der erkänntnis seinersechsten; Getreue Warnung vor dem betrug der menschlichenVernunft in geistlichen fachen; 8pk-era Mystica- mit tabellen,Lateinisch; Oculo8 6äereu8, Teutsch ; Trias MMca, livs8psculum Lpocslxxticmn , Netaxb^lixum L Lxiüola Lkrono-metrics; it. von dem orte der seelen nach dem tobe, und andere.So hat er auch das leben Jacob Böhmens beschrieben, dener sehr hoch geschätzt, daher er unter die Böhmisten gezehletwird. Es ist auch zu mercken, daß er sich in einigen schrif-ten Amadeum von Friedleben den aufgerichteten genennet,und aus liebe zum frieden allen religionen hold gewesen. Ar-nolds ketzer-hist. k. III. c. 9. §. 6 . feg. Colbergs Hermet-Plalon. Christenth. k. I. c. 8- bist. eccl. c.

feg. 19. Schles. curios.

Franckenberger, (Reinholdus) ein LKronoloZus und Ui-üoricus des vorigen s-xculi , geb. zu Wittenberg an. i;8;.den 16. nov. von Andrea Franckenberger, welcher nach. unter-schiedlichen andern functivnen an. 1579. die krok. Lloguenti«und liistor. zu Wittenberg erlangt, und sich durch seineschriften bekannt gemacht. Reinholdus legte sich nach absolvir-ten Humanitäten auf die Medicin, ließ sich aber die Chronologieund Historie vor andern studien gefallen, reisete darauf durchFranckretch, Engelland, die Niederlande und Däncmarck, undwurde sonderlich auf des Taudmanns recommendation den für-nehmsten unter den Gelehrten selbiger zeit bekannt. An. 1616.wurde ihm von Churfürst Johann Georg I. die krok. ttiltor.zu Wittenberg aufgetragen, welcher er in die 48. jähr mitsonderbarem lob abgewartet. Er lebte in einer zweyfachen ehe;war ;. mal Xsdtor klniverlitatis, 8. mal Ilecanus kkilos. undcreirte i6r. ülagistms. In der Chronologie folgte er dem Sca«liger, dessen sonderbaren Verfechter er auch abgegeben, undstarb in dem jan. 1664. seines alters bey nahem go. jähr.Seine schriften sind: kunäamsnta vsrse Lbronologise 8cali-xerianre contra ketsvium Lc.; Oillcrtatio prolVeritate Obronol.8 ca 1 ig.; Lompenstium LkronoIoZi-e 8ca!iZeriano-kstavianL.in mem. kbilok cleo. VIII. *

* Franckenburg, ein schloß und Grafschafft in Ober,Oe-sterreich, nahe bey Franckenmarck, welche ehedem von den Ertz-Hertzogen als eine Herrschafft besessen, hernach an. i;8r. vonKayser Rudolpho II. Johanni Khevenhüllern, Freyherrn vonLandscron, verkauft, und mit incorporirung der HerrschafftenKoge, Cammer und Summereck zu einer Grafschafft erhobenworden, von welcher zeit an die Grafen von Khevenhüller sol.che als ein Majorat besitzen. Von Hoheneck, deschreibungvon Ober-Oesterreich.

IhlM Rmistnd-", in SchÄm anVJ A K-» R-ll-n,

lich bevestiget gewesen, und in dem iahriaen^von dm Kayserlichen, bald von den Schweden erobert worden^Das schloß daselbst hat der Fürst von Auersderg ander aufzubauen angefangen. Lucä Schles. chöön ^-,-^a^^nstein, oder Vranckensteyn, eine alte Herrschaft-in? und schloß im Hennebergischen an der WerraMeinungen, undvon Eisenach, deren nab-cheil?um die stÄ gebrauchet wird. Sie liegt meist??.

am aütber^estllcn ^'e wevland dazu gehör!,

gen gulyer vesttzen theils der Hertzog von Meinungen in seiner

fra

Hennebcrgischen und Saltzungischen landes-portkyn,

Landgraf von Hessen-Caffel in der Kloster-Voigtey A -<,e->Breitungen. Das schloß Franckenstein soll ein desonvercschlechte, so im blauen selbe einen löwen mit umgekehrtse, und auf dem gekrönten Helme zwey flügel zum wao. ^führt, zu der zeit erbauet haben, als die FränckisiM»diese gegend unter ihrer botmaßigkeit besessen. lirM-lur. apuä koript. rer. 8axon. tom. III- ?. autä

winckelmanns Heßische chron. k. II. c. n. p- T'tzasFürstensaal, x. 1178. ksg. Sie besassen auch SaMM'schloß Mittelstein, und die dörfer über dem walde,.^,.>^jgEisenach, doch litten sie grossen schaden, als Landgraf r»in Thüringen ihnen den berg nahm, worauf er die jh,setzte, und bey erbauung der stadt Eisenach die einwoo>rer dörfer Ober-Städtefeld, Montzreid rc. rc. sich w ^ z. c-stadt begaben, und die flecken wüste liessen. kir/E -P.l2z6.segg. Es sind aber diese Herren von Franckeiiitewder bald darauf ausgestorben, und ihre Herrschafftenneberg gefallen, oder es sind unter den Herren von 0' . Ma--stein die Grafen von Henneberg zu verstehen. Dann ^sen Popponis IX. zu Henneberg dritter söhn, Ludcnm'diese Herrschafft von seinem vatter zum antheil, .„«et,

nachkommen haben sich Herren von Franckenstein Sfvon denen Heinrich an. 1177. das Haus Franckenstein ven^,Hjrschseld aufgelassen. Albrecht und Ludewig von »r-.jnftnstein eigneten an. 1217. dem kloster Königs-Breitnngr H^t.und güther zu. weinrichs Henneb. kirchen-und DUC/ ^Schles. cur. k. II. v. 627. Ein anderer dien ^

mens lebte an. 129;. und Ludewig mit seiner gemaGn Annathild an. i;i?. Spangenb. Henneb. chron. H-^rw^ -von Franckenstein war an Theodoricum von Leißmg Mwelcher sie aber aus liebe zum kloster-leben verließ, "'i gpvadieselbe an. 1296. iVIant. cliplom. bist. bcisn. num-

I. c. tom. III. s>. 108;. An. 1269. übersiel A vck*Abt zu Fulda, das schloß Franckenstein, wegen der dar , c.übten rauberey, und zerstörte dasselbe. Spangen^'» M.II. 29. Schneiders beschreib, des alt. Sachsen!.

129;. belagerte und eroberte es Kayser Adolphus/ " E

solches dem Stifte Fulda übergab, daß es Ludovicus ,,ho

gebertus, Herren von Franckenstein, von demselben

empfangen musten. 5. apuä

rer. 8ax. III. p. zo6. Schneiders beschr. des alt. r7i'

p. 8 . Spangenberg, I. c. V. 5. Mannsfeld. cyro Allste

xag. ;2o. Berthold. X., der erste Fürst zu Henncberg/ sxAy,

an. r;;o. die Herrschafft Ludewigen und Sigboten v

ckenstein, seiner fchwester söhnen, ab. Luca I- c-

berg, I. c. V. p. 189. An. i;;z. empfieng,H""von> E

Fürst zu Henneberg, die Franckensteinischen

zu Hirschfeld in lehn, daß also dieses Stift bre Leb' ^

lichkeit, welche der Kayser Adolph dem Stifte

wieder erhalten haben. Spangenberg, I. c. V- 9

deschreibung der berg-.schlösscr, n. 27. p. ;2i. feg-

* Franckenstein, eine kleine stadt im Hertzogthuw ju-cken, welche Spinola an. 1620. eingenommen. ^rar. 6erm. contin. I. c. 22. .

Franckenstein, eine uralte adeliche nunmehro »all'che familie an dem Rheine, deren stamm-schldß w-u tEmens in der Grafschafft Catzenelnbogen gelegen, hat a"'dem Landgrafen zu Darmstadt zuständig ist. ineratb

948. gelebet, von dessen posterität ist unter andern n>e>Johannes Eustachius, Amtmann zu Ulm und AMv^^n >'cher an. isza. verstorben und 7. söhne nachgelasten / ^hawDom-Herren zu Mavntz, Würtzdurg und B.ambcrg hMCarl aber Bischofs zu Worms gewesen; die übrigen Mrihr geschlecht fortgepflantzet, nemlich 1.) Johann D»" ^hn NMayntzischer Ober-Amtniann zu Ammerbach, f-Mwhann Philipp, Chur-Mayntzischer Cämmerer unv y«wie auch Chur-Pfältzischer Ober-Amtmann zuzuerst den Freyherrlichen titul qeführet. »-

Sstheilet, und sich die von

d«e Freyherrkiche wüche genennet, welche

hrs gedachten Bartbels ' Dh'üpb sudwlg, eiNfreyen Ritterschafft «stter Rheinischen -It . ,^

(Chr,Mn Friedrich) war zu

gründ, hatt ^u''d legre daselbst in d u studien einen mdas stiniqe kam V, daß er durch den «

der Nicolai-schule 7rst»ck ^ ^iner geb»rts-nn^^

wobey er zugleich , und hernach Lonre ^,

^ .g.ercy o,e steile eines Sonnaöends-PredM s 7

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be. Nach diesem wurde er Lllellor der phlwi n^^egtN.^gtät, krokeckor batinX länZu« L stipeN^xß,'

grossen Fürsten-Lollegio , der Chur-SachMor desxpkorub, der Academie Oecomvir, und SS" ausser Mp-LelllÄM. Er ist an. 1679. gestorben , und y 1