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müssen. Was die regiments-form anlanget, so sind die bür»gerinz.ordnungen eingetheilet, davon die erste aus den ge-fchlechtern im alten Limburg, die andern aus einigen alten ge.schlechter», Gelehrten, vornehmen kaufleuthen, und so fort,welche in dem Frauenstein zusammen kommen; und endlichdie dritte aus den ädrigen bürgern, so aber bereits von an.i6i6. wegen eines gefährlichen aufstandes aller anfpruche zumregiment sich begeben müssen, bestehet. Was die degebenhei-ten, so sich allhier zugetragen, betrift,. so hat Carolus lVI. an.794. eine zufammenkunft von Bifthoffen aus Teutschland,Italien und Franckreich, wider die irrige Meynungen Elipandipnd Felicis, desgleichen wider die Verehrung und anbätung derdilder, gehalten. Eben dieses ist von dem Kayser Henricoan. 1007. geschehen, da der gründ zum Bißthum Bamberg ge-legt worden. An. ,240. ist fast die halbe stadt zu aschen wor-den, als sich eines Jüden söhn zum Christlichen glauben bekeh-ren wollte, und darüber die ^uden so erbittert wurden, daß sieselbst fener anlegten. An. i;c>s. hat der aufgethame Mayn dießeinecne brücke mit einer so schnellen geivaltsamkeit inehren-theils zu gründe gerichtet , daß in die zoo. Personen, so dar-auf gewesen, ihr leben eingebussei. An. i;i4. wurde sie vondem neu-erwchltm Kayser, Hertzog Friedrich von Oesterreich,-n. 155». al>er von Chur-Fürst Moritzen zu Sachsen und sei-nen Allürteu z. Wochen lang sehr hart belagert. Nicht we-niger hat sie von dein Schwedischen General - Major HansVitzthum von Eckstatt, der in Sachsenhausen mit seinem volckelag, als sie sich an. 16,z. zum Pragcrischen frieden bequemet,viel erlitten. An. ,6ir. hat sich zwischen dem Rath und derbürgerschaffk grosse Uneinigkeit angesponnen, die einige jährenach einander gewähret, und grosse zerrüttung verursachet,darüber auch die Jüden sämtlich ausgejaget, doch an. 1616.durch Kayftrliche erecution wieder eingeführet worden. An.,710. ist die Iuden-gasse völlig abgebrannt. An. 1719. hat siedurch abermaligen brand noch ein viel härteres erlitten, indemfast alles, was zwischen dem L. Frauenberge und der Fahr-gasselieget, die Thöngis-gaffe und fast die halbe Schnur-gasse, imrauch aufgangen; und das iahr daraus ist abermals ein grossestheil dieser Iuden-gasse von neuem abgebrannt. M
vi» öiiroll lss. lik>. ll. sunsl. kraus. coussü.
Impsr. tom. ll. äs urbib. Impsr. p. 6;.
ckrou. Isass. p. 55. stert-r,,, lik. kll. rsr. 6erman. Orej/rr. äs
urb. und in der Franckf. chron. 77aAH
ö-L. Franckenbergs Europ. Herold. Lecsner, chron. vonAranckfurt am May». *
franckfurt an der Vder, lat. krsncokurtum sä Oäsramoder Viaärum, eine ansehnliche stadt und Universität l-1 derMätclmarck, wird auf der oft-feite von der Oder, auf denübrigen feiten mit sehr schönen garten und wiesen umgeben.Sie hat nur alte maurcn und walle, aber zu behauptung despasses hat man an. i66z. jenseit der Oder-brücke eine vesteschantze angelegt. Ehemals war sie eine Hansee-stadt, und nochjetzo treibet ge starcke Handlung in Pommern, Schlesien undPolen; hat auch drey messen, und fast lauter mit gcwölben, fürdie kansteuthe versehene Häuser. Unter den drey kirchen ist dieSt. Marien - kirche wegen der vielen begräduisse die merck-würdigste. Unter den weltlichen gebäuden das Rathhaus.Es wird von den neuen scribenten ohne gründ gemeldet, daßge an. ,40. von den Francken, welche unter ihrem KönigSunnone II. aus Scythien gekommen, zum angedencken ihrerübcrfurth de» heutigen nahmen bekommen. Doch ist gewiß,-aß sie eine alte stadt, indem man allda alte mit verbranntenmenschen - knochen angefüllte topfe nebst andern anliquitätenfindet. An. irzz. ist sie durch Gedinum von Hertzberg, mitbewllligunq der Marggrafen Iohannis I. und Oktonis IIl. oderIV., der söhne des Churfürsten Alberti II. zu Brandenburg,von dem ober - thore bis an das Gubenische erweitert worden,gleichwie sie auch von ihnen die stapel-u»d niederlags-gerech-Üqkeir erhallen. An. i;i8. wurde sie von dem MarggrafenWalbemaro bevestiget. An. i;r6. that sie -er Papst in dendann, weitste den Bischofs zu Lcbus, welcher die Polen widerdie stadt eingehetzet, und dadurch zu grossem verderben deslqndes gelegenheir gegeben hatte, gefangen genommen; daheroauch m 28. jähren weder predigt gehalten, noch die Sakra-mente ausgetheilet wurden. An. N48. wurde sie von demKayser Carolo IV. und 14. Fürsten, seinen bunds - verwand-ten im kriege, welchen Ludwig der Römer wider den fal-schen Waldemarum und dessen helffer führte, vergeblich be-lagert, und an.-4)2. haben die Hußiten, an. 1450. die Po-tz» und Preussen, und an. 1477. der Hertzvg Johann vonSagan gleichfalls davor abziehen müssen. An. 1506. den27. ayr. wurde von dem Churfürsten Joachims I. die Univer-fftäl zu stände gebracht, nachdem sein »aller alle anstauen be-reits pyrhero darzu qemachet, und ist der Bischofs von Le-bns zu ihrem Cantzler, Erhalter und Patron, ConradWimpina aber von Buchen aus Francken, zum ersten Ke.cwrenvehlet worden, darauf man sie an. 15,3. nachherAugsvurgischen Confeßion eingerichtet, und mit mehrern kro.ffeffonb.us und emkünften versehen. An. 1620. hat der Re-Mmirte Christophorus Pelargus, den ansang zu
-er religivus - ändern»,g allhier gemacht. An. 1626., ,629.Wd iüzl. nahmen die'Schweden diese stadt ein, lind gleich-gram verlohr sie durch krieg, Hunger, pest und ergtessung der
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Wasser in;. oder 4. monaten in die »000». menschen. ^^44.I6zz. bis an. 1640. ist die stadt 5. mal erobert, und eru aw ab»wieder an Churfürst Friedrich Wilhelm von den SekM" ^getreten worden. So hat auch an. 1666. der brand »4- - ge-ruinirt. Ohnweit der stadt ist ein brunnm, der die V">worffenen fachen mit einer steinernen rinde überziehet- - .Mässsript. krsnsof. Is-ss, belchr» »memorsnäa krancofurtana. . .
* Franckius, (Christoph) war zu Nürnberg am ^git-gebohren, und wurde, nachdem er zu Allorff, -Ich"/,. Mtenderg und Leipzig studiret, auf der neuen Acadeime u ^erstlich Professor tzogiesL, nachgehends aber .->er»
äkor und Professor, wie auch krocancellariu8, lttio 0 .tzogs von Schleßwig- Holstein Kirchen - Rath. Sem ^folgte an. 1704., nachdem er 8pesimeu Lontroverns ^>7
sleiick ImtherariX cum ssemoulirantibub; kxercitatiou
^snäslmnus, L ünci - lämbursluanas geschrieben. ^ ^memor. ssbeol. ^ »nd
franckreich, lat. LsIIia, ist eines der schönsten ländckgrosteu Königreiche in gantz Europa, so zwischen dem ^
51. grad Istiruä. und dem 15 und ;y. grad longic. rew ^ a»unter der 2ona rempsrara lieget. Abendwärts stgn" dstdas offenbare welt-meer, und mittagwärts an Spanen ^Mlttellandische see. Gegen Mitternacht grentzet es an r ^derlanbe und den sogenannten Caual, gegen morgen.",Me»Teutschland, Italien, Schweiß und Savoven- Aps-sondern es von Italien ab , das Pyrenäische gebürge vunien, und der Rhein von Teutschland. Der umfangioLo., oder wie andere wollen 1200. Französische me"en ^yeinDie länge hat ohngefthr von dem meere an bis gegenetwas weniger als zoo., die breite hingegen 28?- ze>'scher weilen. Was die alte eintheilung des lanvcs z>'. gal-ten der Römer betrift, davon kan unter dein artia» . yerlien nachgesehen werden. Jetzo wird Franckreich, " ^ ir-von dem Könige Ludovico X1U. gemachten ordnung'
Haupt-Gouvernements eingetheilt, deren Depntlrteget sind, den Reichs-Versammlungen als gliedmasten "zuwohnen. Diese Gouvernements haben unterschiede'' xecgeringere Gouvernements unter sich; und weil die 2 -^,0längste fluß ist, auch mitten durch das Königreich v Mde»daß dadurch selbiges fast in zwey gleiche theile sMe a»wird, kan man füglich diese Gouvernements am - Me»betrachten, daß deren vier auf der rechten feite omgegen Mitternacht, und vier auf der lincken feite M* peßmdie übrigen vier aber um denselbigen herum und »die'ufern liegen. Die vier ersten sind Picardie, Icv „ sMPIsIs äs krance und Champagne. Die vier st!>77aiiD^Guienne und Gascvgne, Languedoc, Provence und ^
Die übrigen vier sind Burgundien, Auvergne um ^Bretagne und Orleannois, welche Gouvernemem» ^ ka>wie gedacht, wiederum andere unter sich haben. >> JlEman sich selbige in folgender ordnung leichter vorstellt -viere liegen gegen norden zu, und grentzen an die .. vy'/Picardie, Normandie, Ibis äs kr-inse und Champ^^, M,,.liegen in der mitten des Königreichs, und grentzen a» „ebst ds^
als Bretagne, Orleannois, Burgundien und Lvomwn
vergne; die vier übrigen aber liegen südwärts na«)und Garvnne zu, als nemlich Provence, Dauph"^ ^ Aschoiiund Guienne. Ferner wird Franckreich nach den ^ ^rz»L,lichen sitzen eingetheilet, derer 13. sind ohne AviE'^ P«c>-rechnen; sie führen aber folgende nahmen: Lyom ^«ourdE^Rheims, Cambray, Rouen, Tours, Bourges,
Auch, Toulouse, Narbonue, Arles, Air, Embrun, Ertz-Bsanqon und Aldi, welches letztere erst an. 1676. zu e>m,^,',ni>>'schöfftichen sitz erhoben morden. Unter diese ErtzAAjßth>M'gehören 109. Bißthümmer. Sieben von diesen LEmern prätendiren die ober-stelle, als nemlichBvurges, Narbonue, Rouen, Bourdeanr und ^ndlimwol Lyon allein diese ehre würcklich geniem'.. .. ,esiet^
Franckreich auch nach seinen 14. Parlementern cE
den, als da sind, das Parlement zu Paris, wclch^, Mi>die gröste «urisdiction hat, sodann das zu Touiom^^ MvGrenoble, Bourdeaux, Düon, Air, Reimes « 7^^ letz'Besangon, 1'Jsle, Perpignan und Colmar , fuhck'^bisher nur den nahmen von einem Loulsä wuvund Gehören im übrigen unter diese unzehlich v>o' Aie u ^nere gerichte, Aemter, Vogteyen und derMM '-Mversitaten von Franckreich sind: Paris, Touiv^gideaux, Poiliers, Orleans, Bvurges, Ca/'s„y ÄvEst,Cahors, Nantes, Rheims, Valence, rie
Was ferner die vornehmsten gebürge inckran" .^gen ^sind solche ausser den Alpen und PyrenaiM" » p^, ^Sevennes, so von den alten 6ebennis genenm ^ derderg Jura oder St. Claude gegen die Schwel? » ^erc ^,,0Vogesus gegen die vioeses von Langres zu uu" Aj,ronM ^Die vornehmsten siüsse sind die Loire, Rhone- ^^
Seine, welche noch unzeblich viel andere klein ^ MNmen. Die Französischen insnl» sind Belle-Jsie Poltou^.jn-nischen kusten, Noir - Mvustier an den kusteii vv ^ „„0 Z.insul Rhs und Oleron gegen der landschafft A ^ x,ie >5^tonge über, rc. Alis der Mittelländische» sse ' yen rul ^Hieres, St. Marguerite und L>t. Honor«