Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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dn/L7^, rc. Die Häfen an dem Ocean sind Brest, Bla-se P»??' ^ Leon, Luqon, Röchelte, Brouage, Havre

Die ^Dleppe, Calais, St. Valeri, Treport, Bayonnc rc.Aas di-> AAellandifchen meere sind Marseille und Toulon, rc.deren "lid mäßigen städte anlanget, so zehlen einige

Ar»!, iv ' ""b rechnen ;oooo. kirch-spiele, dazu unter KönigSDie Werung bey 20. Millionen seelen sollen gehöret haben.Won. ^'tabt des gantzen Königreichs ist Paris, darauf folgenAir,^vuioust, Bourdeaux, Rouen, Poitiers, Orleans,dintz jiW ^ Grenoble und andere, die unter einer jeden pro-aiich j'lvnverhejt angeführet werben. Nicht weniger hat esMerjca m^e" ländern feine Unterthanen. Also besitzet es inals ' Heu - Fra»ckreich, einige von den Karibischen insuln,^N Li^'pupe, Martinique rc. nicht weniger die nord-seite/k^lvla, und andere, wie denn auch in Africa den süd-»e» >j.^.' von Madagascar. Das land hat durchgehends ei-vorrath an körn, wein, öl, wandeln, feigen,H schtwk'-, tz, Hanf, saffran, vbst-früchten, vögeln, aller,»s und grossem viel), rc. neben dem bringet es al.

M>vea?n' ,'vas zu erhallung des menschlichen lebens gehöret;

^ch Kayser Maximilianus einstens vernehmen lassen,Meiaun^^Eonnte GOtt seyn, fo sollte ihm sein ältester söhn in'»Frq,,^. ^Kayserlichen throns folgen, der andere aber KönigMs werden. Doch leidet es Mangel an metallen, gold,^n>der».Zeichen, welcher aber durch die häufige besuchungM. Mumien, manufacturen und anders reichlich ersetzet^>llden ^5U"tvsen sind arbeitsam, erzeigen sich gegen die!?»»?>, VMich, sind dabey hitzig und zum kriege geneigt,Hehre«,N nicht viel verdrieslichketten ausstehen. Ihr geist istAeii, «.Mls lustig, und vertiefet sich nicht gern in subtilen din.M g/M sich ohne langes nachfinnen nicht begreiffen lassen;Ms adln»!!"'., "uch sehr wollüstig und unbeständig sind, wel-xi sehr ihre kleidung bezeugen kan. Über dieses sind

Listen.uch und höhnisch. Wenn wjr ihren eigenen scri-^elchr j« „ wollen, fo sollen die anständigsten lugenden,My»»'"vdern Europäischen ländern nur einzeln, bey ihnenMy «»"Eintreffen, eine jede aber hauptsächlich in einer ge-»,»d g.Nintz-u finden seyn, als z. e. die Teutsche freyheitMgkest i» Mweit in der Picardie; die Schwedische großmü»

, Ita, äniN'upagne; die Polnische Munterkeit in Languedoc;^GG»""Uwe klngheit in Provence; die Spanische gravität«„L.', v>e Schweitzerische treue in Dauphins; die Grie.?>d dj° <-,>ch>agenheit und spitzfindigkeit in der Normandie;gliche arbeitsamkeit in Burgund. Was die äns-

Mich «„^assenheit ihrer Personen anlanget, so sind sie gemei-t. "»losen . mittelmäßigen grösse. Übrigens sind die.'Ursprünglich eine Teutsche nation, wie bereits un.n-.^vürffn ^^ancken erwehnt worden, welche sich die Gallierk,, Sie und ihren nahmen anzunehmen genöthi-

»Ucher ri.fM mvehlten an. 417. oder an. 420. einen König,Vchie jn ch"^Mr zeit, als der gründ zu der Fränckischen Mo-Wiffen.^Ulen gelegt worden, regieret, und PharamundusMia „-x^bwol dieses, ob Pharamundus jemals über den. "'lohnmWen sey, einige vor fehr ungewiß halten. Doch>,»b»ahmCambray, Tonrnayundgautz'Nieder-ilussen Somme und Scheide ein. Nach sei-«»e a„f"tlgen Hintritt setzte sich sein stief-sohn Meroveus dieNfir uu' welche er den rechtmäßigen erben gebracht hatte.

bjz .^vens war der Urheber der Merovingischen linie,k?8viq°» 7 ci. oder 52. gedauert. Denn weil Meroveiw'Mfien sich ergaben, und das regiment denan ^>1, dng Aru überliessen, verlohren sie dadurch sogar ihrk^ 7 ;i. j,, ° Dwlnus Chilbericum III., den letzten dieser linie,d»« lUy, tz^.' "vster stieß, worauf Pivinus aus einem Her-,,»x lei»en,T» der Francken zu Soissons an. 7; 2. gemacht,sik? Kvninü Carolo ül. aber zu dem Carolingischen Kayser»sik- lwar der gründ gelegt worden. Carolus N.

iÄ' allein "?ss^ich durch seine grosse siege in das gröste an»M selb?'' '"ne Nachfolger waren um so viel weniger" ge-likc?"»der erhalten, je mehr die schädliche vertheilnng»aMk; d "? ""Mäßige regierung bey ihnen Unordnung ver-heb «"^v.denn solches um so viel leichter mcht langder Can-.P'f.Weyer üsculorum Hugo Capetus, der ur-des lek,°» buchen linie und Vormund Ludovici des fau«D^sick n? dem vorigen stamme, zu sich gerissen,au?2» der ^uen nachkommen in drey zweige getheilet.dis^"wl,„n"M>uglsche von gedachtem Hugone Capeto an bis

»s H-M «Snm, d-- BÄ-Kch-«» VI.

x"lv lll-, und derjetzt-griinendeBourbomschevonte,?, ^ bench.„ ."Uf gegenwärtige zeit gewähret chat. Was>0ess,Mrift, unter allen diesen Königen von Franck-

>i,q, 1 "»stig ae nen solche unter eines jeden Königs artickul»lcdidiesem Ä Werden. Doch ist zu mercken, daß vor,rey aLe>vesen. .Aiche der Könige gemalt bey weitem so großkiÄMer diesen neuern zelten. Denn erstlich hat.als ?' ^wlm§is die Verweser der provintzen erblich

Capetiiälander von der Crone abgerissen, daß,8>8e»a«' nls die kam, die Könige nichts vor sich

schep?»le>, 0^, " .^aafschaffren Paris und Orleans, und den^h,ft°« Seifte ,,?ichAnlieiL, oder den landes-strich, der zwi-»drj«p» blvz ib»-,. ^ire lag; die Hertzoge und Grafen aber,wgs g. vom Könige zu lehn, und thaten im1 r wollten. Da auch diese nach und nach ent.

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weder auSsturben, oder unter den fuß gebracht, und ihreländcr mit der Crone vereinigt wurden, war doch die machtder Könige durch die Parlemente, ohne welche sie nichts thunkonnten, noch ziemlich verschränckt. So musten auch von zeitzu zeit die drey Stände des Reichs, der geistliche, adeliche undbürgerliche zusammen beruffen, und über die angelegcnheitendes landes gehört werden. Diese Reichs - tage aber haben seitLudwigs XIII. zeiten aufgehört, und sind seit dem auch durchdie künste der beyden Cardinäle Richelieu und Mazarin die Par»lemente so herunter gesetzt worden, daß sie jetzt dem König«schlechterdings zu geböte stehen müssen. Durch dieses wachs»thum seiner macht, hat auch Ludwig XIV. seine Finanzenüberaus erhöhet, und jährlich bis auf i;o., ja in gewissen iah.ren über 200. Millionen francken gebracht, da sie sich noch unterHeinrich IV. nur etwan auf,6. und unter Ludwig XIII. zumhöchsten auf etliche 70. Millionen belanffen. Ausser dem rech-net man auch, daß die Clerisey 104. und eine halbe Millionjährlichen einkommens habe. Was die menge der einwohnerbekrift, so rühmte der Cardinal Richelieu, welcher die genauesterechnung, als «ur immer möglich war, davon einziehen las.sen, daß Franckretch 600002. mann zu fuß und i;vooo. zupferde aufbringen könne, wiewol vielleicht seit Vertreibung derHugenotten an dieser rechnung etwas abgehen mag. Die reli.gion war vormals in Franckreich gemengt, nachdem die Re.formirten sich seit Francisco l. daselbst ausgebreitet, und nachvielen blutigen kriegen, unter Heinrich IV. durch das berühmteedict von Nantes endlich die völlige freyheit vor ihre religionS-übung erhalten. Ludwig XIV. aber hat sie an. -68;. nachaufhebung bemeldten edicts entweder gezwungen den Catholi,schen glauben anzunehmen, oder aus dem Reiche verjagt, daßalso nunmehr der Catholische goltesbienst in diesem Reiche al,lein im schwänge ist, wiewol hin und wieder noch heimlichviel Neformirle stecken, die sich auch nach der Hand bey ver.schiedenen gelegenheiten hervor gethan. Die Verfassung derFranzösischen kirche ist jedoch überhaupt also beschaffen, daß sichdieselbige mehrerer freyheiten als andere länder gegen die gemaltdes Römischen stuhls in äußerlichen dingen anmaßt, davonhäufige schriften am tage liegen. Zu ihren grund.gesetzen ge«hörte vormals die von Carl vil. verfaßte, und hauptsächlich inden schlüssen und) Verordnungen des Baßler Loncilil bestehendeLftnÄio kr-igmritics, die aber durch das Concordat unter Fran.cisco geändert worden, davon unter besondern artickuln nach;«»sehen. Ietzo hat der König macht die entledigten Bißthümmer,Abteyen und Priorate durch seine ernennung zu ersetzen, eskan auch ohne seine dewiüigung keine Päpstliche bulle im Kö-nigreiche gelten, so gehören ihm auch die einkünfte in Stif.lern, so währender vacantz fallen, da hingegen der Papst dieannaten zu gemessen hat, wiewol er auch dem Könige wegenseines rechts, so man l-, UeZ-iIs nennet, verschiedene streitigkci»ren erreget. Insgemein dienen die sogenannten freyheiten derFranzösischen kirche mehr zu Vergrößerung der Königlichenmacht, als daß sie der Clerisey etwas helffen sollten. Aus die,ser quelle ist auch unter Ludwig XIV. der streit wegen derPäpstlichen bulle vmgenitu» hergeflossen. Der König wollteselbige zwar angenommen haben, etliche Bischöffe aber sa-hen sie vor einen eingriffin die Französischen kirchen-freyheitenan, und appeüirten an ein allgemeines Consilium, welcher ap.pellation hernach bey erfolgter Veränderung des regiments vielandere Bischöffe, die Sorbonne und ein grosser theil der nie-drigen Clerisey beygetreten, denen es der Hos nicht gewehret.Unrer den Päpsten Albani und Conti hat sich die fach nicht wol-len schlichten lassen; wiewol sich der Hof, nachdem er eine Zeit-lang am meisten für die appellirende geneigt geschienen, undsogar alle Parlemente in Franckreich selbigem appel deyzufal-len bewogen, dennoch bald wieder sich für die bulle erklärethatte. Jedoch als der Papst Benedictus XIII. den thronbestiegen, der sechsten ein eifriger Thomist gewesen seyn soll,so liesse sich alles um so mehr zum vergleich an,. als die ap-peüirende immer versichert haben, wie sie nur für die lehr«Thomä und Augustini, welche in der bulle unter dem nahmender Quesnellischen Präpositionen verdammt schiene, waren be-sorgt gewesen. Vielleicht wirds anlas geben ein mehrers davonzu melden, wenn man im druck dieses lsexisi auf den artickulLMOMITII8 kommt. Der König in Franckreich läßt sich denAllerchristlichsten nennen, und wollen sich diesen nahmen ei-nige schon von Clodoväi I. zeiten herführen. Es ist aber wahr-scheinlich , daß der Ursprung solcher benennung von den Päpstenzuerst herrühre, die auch andern Königen bisweilen in ihren Zu-schriften damit ein compliment machten, und daß Pins II. die-sen titul Ludwig XI., zuerst gleichsam eigenthümlich beygelegt.Es heißt auch ein Koniq der erstgebohrne söhn der kirche, welldie Französischen Könige in Vertheidigung der kirche und desPapsts immer die fördersten wollen gewesen seyn. Die Fran-zösischen Gesandten wollen den vorzug vor allen andern Ge-sandten , ausser vor den Kayferlichen behaupten, worüber cSunter Ludwig XIV. mit der Cron Spamen streit gegeben. Je-doch ist Franckreich meistens im besitz des Vorganges, und hatauch , als deswegen dem Französischen Gesandten zu LondenGrafen ä'Estrades von dem Spanischen Batteville der bekannteschimpf geschehen, sich eine gar nachdnickliche satisfactionversthaffet D-e Königliche Abnag geschiehet seit Clodoväo I.zu Rheims von dem Ertz - Bischöffe daselbst. Es warten da-dey von Ludwigs Vll. zeiten an, dt« r». alten Pairs von dem

König-