Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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ihnen versetzt gewesen, erblich erlanget. Von ihnen ist Frauen-stein letzlich an. 1648. durch Churfürst Johann Georgen I.wieder an die Churfürstliche Cammer gelöset, und hernach un-ter die Churfürstliche Aemter gerechnet worden. Es scheinetden nahmen etwas von einer alten capelle daselbst und wall-fahrt zu St. Marien zu haben / gs. unserer lieben FrauenStein. Im dreißigjährigen kriege haben es die Kayferlich-Holckifchen an. iS;r. den 9. sept. in der nacht erstiegen, undfast alles niedergemacht. Le-Ve» üemm. p. 106.

, proär. Äitn. p. 169. tkestr. k. II. x. 14.

topogr. 8r>x. lup. p. 82.

Frauenftein, ein schloß mit einer Herrschafft in Bayern,an dem Inn, so nach abgang der Herren von Fraucnstein, andas geschlecht von Frauenhof, von demselben an die Hertzogein Bayern, und an. 14;?. an die von Baumgarten gelanget.

prost. Mln. stammb. ?. I.

*Frauenstein, ein schloß im Gurger-viertel des Ertz-Her-tzvgthums Crain, zwischen St. Veit und Kreig, den Freyherrenvon Gabenhosfen gehörig.

Frauenthal,. ein kloster der Cistercienser-Jungfrauenim Königreich Bohmen , eine stunde von Teutsch-brod gele-gen, so an. 1265. von 2. adelichen schwestern Utha undLud-milla, vermuthlich aus dem Gräflichen haust von Berka , ge-stiftet , und von Ottvcaro dem König in Böhmen in schütz ge-nommen-worden. An. 1424. verwüsteten dieses kloster dieHußiten, und tödteten allda die geistlichen Jungfrauen. Dochhat sich der ort noch bis heutigen tages bey dem orden erhal-ten. r.) Ein Frauen - kloster, im Canton Zug, unterhalbCham, am wasser gelegen , Cistercienfer-ordens, so an. 12; 1.durch Ulrich Freyherr von Schnabelburg gestiftet, und alses durch unglück in abgang gekommen, durch die Edlen vonRüsseck und Hünenberg an. 1400. erneuert worden.

- esLcZr-. LVst. 8. p. y;. *

* Frauenthal, ein im bauren-kriege zerstörtes und seither»secularisirtes Nonnenkloster, nicht weit von der Tauber unddem stadtlein Creglingen in Francken gelegen, und dem Fürst-lichen Hause Brandenburg zuständig, von welchem, und zwarvon Brandenburg-Culmbach, selbiges vor einigen jähren demStifte Würtzburg unter gewissen bedingungen versetzt worden.Es soll dasselbe schon in dem XI. Iseculo fundirt worden seyn,und liegen darinnen die Hohenloh-Brauneckischen Herren begra-ben , welche auch vermuthlich dessen stifter gewesen,

Crst. §. p. 9;. Ülo-

nalkeriol. 6erm. Imp. 181.

Frauenzimmern, ein vormaliges Jungfrauen-klvster Ci-stercienfer - ordens, im Würtembergischen Zabergöw ohnferndem städtlein Giglingen gelegen. Es ist solches an. 12,6.von Hermann von Lodenburg, Bischofs zu Würtzburg, gestif-tet , aber an. 148;. mit dem kloster Kirchbach, dem kloster Masriencron einverleibet worden,t'z/?.*

Frauget, von andern Franset genannt, ein FranzösischerEdelmann aus einer Gasconischen familie, hatte sich unterdem Marschall von Chatillon in vielen geleaenheiten sehr ta-pfer gehalten, daher man von seiner geschimichkeit eine gutemeynung hatte , und ihn an. 1522. nach dem enrsatz vonFontarabien, als man die besatzung, welche unter dem ta-pfern Lude eine 1;. monatliche belagerung,ausgehalten, aberdabey durch Hunger und wachen aufs äusserste war abge-mattet worden, zum Commendanten in dieser vestung mach-te. Als er aber an. 1524. dieselbe ohne noth an die Spanierübergab» ward ihm zwar das leben geschenckt, er aber nebstallen seinen nachkommen des Adels entsetzt. Siehe den artiekulFontarabien. *

* Fravitus, oder Flavitus, phrabitus, Frabitus,

Frauftius, Flavius, Flavitas, Fravidus, Fravitta,Fravtta, ein vornehmer Gothischer Herr, hatte eine Röme-rin zur gemahlin, und zugleich mit dem Römischen Heydni-schen glauben Kaysers Arcadii partey erwehlt, welche er mitsolchem eifer Hielt, daß er seinen eigenen landsmann Ericul-phum deswegen ermordete, und Gainam in einem see-treffenerlegte, weil sie mehr vor ihres vatterlandes Wohlfahrt besorgtwaren. Diese besondere treu belohnte der Kayser unter andernwohlthaten mit der Bürgermeister-würde zu Rom. Er sollein tapferer, kluger und erfahrner Feldherr, und zugleich voneiner besondern redlichkeit gewesen seyn. , liegst,

x. 2i. , IV. 20. feg. V. p. 796. legg. , VI. 6.

fall. all an. 401. gllk. 4. II. 8.

Von Bünans Teutsche Reichs-hist. x. i. üb. m. §. 14.-.p. 8,2. Lgg. Masco» , gesch. der Teutschen , VIII. 9.

, oder Betrug, eine gewisse göttin, welche vonden alten Heyden angebatet ward, entweder, wenn sie willenswaren jemand zu betrügen, oder wenn sie sich dergleichen vonändern zu befürchten hatten. Sre bildeten sie unter einersehr ungeheuren gestalt ab, indem sie »m gesichte wie ein schönjung weibs - bild aussähe, dem leibe nach eine sprenglichteschlänge vorstellte, und einen scörpions - schwantz hatte. Ihrgesichte bedeutete den scheinbaren vorwand, dessen man sich ge-braucht , wenn man einen betrügen will, der sprenglichte leibwar ein zeichen her verschiedenen listigen räncke, deren man sichzu solchem zwecke zu bedienen pflegt; der seorpivn-schwantz aber

fra fre ^

bedeutet, die bvöhcit, die sich allezeit jm gründe ciueS de^Aschen Vorhabens befindet. hntagm. »neig. , Ms

Fraustadt, ist eine kleine stadt in der Groß -Woywodfchafft Posen, hart an den Schlesischen fl „ Hn.zwischen der stadt Glogau und der Polnischen Lissa fl^Nderla-1706. im febr. erlitten daselbst die Sachsen eine grosse mge von den Schweden. . ^.^ce-

Fraxinetum, eine berühmte höle, worinnen die „ Ajenen im IX. und X. liLculo sich zu verbergen Fra-

heutigen stribenten wissen nicht mehr, wo eigentlichdiev ^xinetum gewesen, dessenLuitprandns sehr oft gedenct",verschiedene dieses nahmens in Spanien sind; Frarrittiu ^4Fraßineto ist auch eine stadt in Italien am flusse P?, M,Valencia und Casel, und allhier soll, nach Baron« mev>die höle der Saracenen gewesen seyn. Allein Cho»» Bcher die Historie von Dauphins geschrieben, will hab»'/- stehet,in Provence gewesen, an dem orte, da jetzo Fran^» der-Wiewol nun kein zweifel ist, daß die Saracenen mr^ gpgleichen sichere zufluchts - örter gehabt haben, so «r yerwiß, daß ihre berühmteste höle in Provence gewestu U Kä-ser zu, in der vimLes von Frejus nahe bey dem Golw^ ^ Dmaldi, allwo noch heut zu tage ein ort, welcher wH sod>eLisxlner genennet wird, und mit Wäldern umgeben »f' AMeinwohner les Msure« zu nennen pflegen. Wilhelm Hvon Provence, vertrieb die Saracenen gäntzlichlande, und verstörte die höle Fraxinet an. 98°.lik. V. L VI. in ckron. ^

kill. äs krov. Siehe Bargemon. fl>eib

Frea, war eine göttin bey den alten Sachse?des abgotts Wodans,welche bey den Lateinern so MahM'»uz. Ohne zweifel hat von dieser der Freytag stmen'

cie gelt. Longob.

öcc. a„». in ftliis Dw-

6erm. ant. in gloss * «iNtde^

Fcechtus, (Martinus) aus Schwaben gebürtig -Heidelberg Licentistu«, und bald darauf um das ziiiuVrokellor HieologiL, worauf man ihn um das jähr Evornehmsten Prediger nach Mm berief. Als sich??Hr dMeine Uneinigkeit in der lehre vom heiligen Abendmam § MProtestanten anspinnen wollte, reifete er nebst A^rMustulo zu Luthero an. i;;6., und trat sehr mw .MMnung dieses letztem bey. An. 1540. befand er sich NA,, rc"und an. 1546. zu Regenspurg auf den daselbst angen» >-ligions - Unterredungen, worauf ihn der Kayser ^ § W lfeines amts entsetzte, und in das gefangnis wEn^sEweil er das Interim verwarf, und da er bald darammeynung aufs neue bestätigte, wurde er an ketrenA^e a''zu dem Kayser geführet. Nach seiner cntledigung ^istoEj-i->' 49 - denmart. erfolget, berief ihn der HerW t-mWürtemberg nach Tübingen, die Theologie dajeioi»«. pM.ren, welchem amte er auch bis an feinende an."'^ vustanden. Ausser einigen theologischen fachen hm ^ihm : In Wittekincli 8sxoni8 rerum ab HennLImperswiidus gelksr. üb. III. 8/erita». , 20^

in kilior. äugulis. vit. Tbeol- . ^

Freckleben, ein ziemlich hohes berg-schloß nebst,fe gleiches nahmens, in dem Fürstenthum Anvm ,Sandersleden an der Wtpper gelegen, und derlinie gehörig. Vor jetzo ist es ein Amt, so aus »M. x.rDrondorf und Meringen bestehet. Beckmanns ^

x. 40;. Abels Sächs. alterth. x.;?o.

Freculphus, war anfangs ein Mönch N ünachmals Bischoff zu Listenx in der Normanviestsculo. Man hat von ihm eine chronick m 2- per'erste begreift 7. bücher in sich, und gehet vorn antbis auf die geburt Christi, gleichwie der andere m 1 ^bestehet, und bis auf das jähr 600. reichet, ^ rveE^aufdruLoliciIü 8 zu Paris, Toursund Smssonshev^846. 849. und 852. gehalten wurden, und M gs

nem tode den rühm eines gelehrten und fron»»

Lat. csp. 9. exA. 64 '

läript. L in ckron. kiirtZvg.

, cie Hill. 1 . 4 t. lik. II. c. 28. ö^c. , K« -Freddo, siehe Acis, Aci. . srevedM

* Fredebura, oder Fredeberg, FredeboU^oß m xg,FriKeburg, Frtedeborch, ein Ziemlich vestA'SldeApt-Frjeßland nahe an den grentzen der Grafteyan. ,„w E pwelchesan.i;;9. Edo Wimecke,den die FriesenM ^ueumanne wider die Oldenburgischen erwehlten, - t x.u- zgfangen. Hamelmanns Oldenburgische chronm^ se^

ro.

ansang des ^v.iRcuu nocre ucren zu^'„vc>-'

ser aber Jngelburgam, Maurilii III-tochter, und gedachten Ockens von Brocke gemaYu^el,Ae.ujagte, und darüber mit ihrem oatter m Ej/pel""/nach Mauritii III. tode von dessen vatter, yje Mvf ref-die fache dahin verglichen, daß Focke UcketA^ feE i/.abtreten muste. ckron. Krem. »pucl6srm. tom. II. x. 7;. ibr«-,xpeN. ^

Hamelmann, I. c. 19. v. 186. .Hierauf hmau^^ststsehr aufgebracht, jagten Hocke Ücken zum i