;66
fre
wurde dieses land/ samt einem theil von Aergow um Arau her-um/ die Grafschafft Rore genannt / wie denn das schloß No-xe / als sitz der Grafen dieses nahmens / an dem platz ge-standen / da nunmehro das Rathhans zu Arau stehet. Es kam,nach abgang dieser alten Grafen, in den schirm, und folglichan. 1007. mit gemalt in die beherrschung der Grafen zu Al-tenburg / welche hernach von Habfpurg genennel worden. BeydiefemHabfpurg-Oesterreichischen stamme sind diese Freyen Aem-ter geblieben, bis an. 141?., daErtz-Hertzog Friedrich, wegender flucht Papsts Iohannis XXIII. aus dem Loncilio, fo zuCostnitz damals versammlet war, in acht und dann gerieth ,aller feiner länder entsetzet, und die Eydgenossen wider ihn inHarnisch gebracht worden, also, daß die Luccrner Surfte unddie Freyen Aemter zu ihren Handen genommen; als sie aber die-selben für sich allein behalten wollten, widersetzten sich die Can-tons Zürich, Schweiß, Unterwalden, Zug und Glaris, und prä-tendirten, in krafft gemachter abrede und Vergleichs, ihren an-iheil daran. Das land Ury aber wollte zu behaltung dieses lan-des nicht einstimmen, noch theil daran haben, vermeynende,man werde es wieder muffen heraus geben, weswegen die vonSchweiß und andere ihrer sehr gespottet haben. Der streitwurde für die von Bern, als Schieds-Richter, gebracht, welchedenn für die gemeimchafft gesprochen. Also wurden die FreyenAemter von obgesagten sechs orten alle r, jähr bevogtet, undnach langem der Canton Ury endlich auch in die gemeinschaffteingenommen. An. i;ry., als die Reformation sich erhebt,haben 9. gemeinden aus den Freyen Aemtern sich zu dem Evan-gelischen glauben bekennet, und Prediger von Zürich begehrtund erhalten, anbey auch mit gewehrter Hand verhindert, daßder neue Landvogt von Unterwalden nicht in das land kom-men können, woraus der erste Cappeler-krieg entsprungen ist;in welchem, wie auch in andern, an. 15 ;i. sie den Zürichernwider die Catholische Orte angehangen, musten aber nachverlohrner schlacht und erfolgtem frieden bey Cappeln, dessenübel entgelten, den Evangelischen glauben fahren lassen, undgrosse geld-buß erlegen. An. 16;;. haben sie sich zu der bauren-rebellion verleiten lassen, sind aber, nach anzua der völcker vonZürich , Bern, Lucern, und der länder, auch nach dem fürdie bauren erfolgten unglücklichen treffen bey Wolenschwyl, baldwieder zum creutz gekrochen. An. i6;6. und 1712. in den zwi-schen Zürich und Bern einer seits, und den 5. alten CatholifchenOrten anderer seits entstandenen einheimischen kriegen, mustendie Freyen Aemter viel von raub und brand erleiden, und son-derlich im letzter« sind sie von Zürich und Bern occupirt, auchin dem den y. und n. aug. an. 1712. zu Arau wiederholtenfrieden, in krafft des zweyten artickuls, also getheilt worden,daß nemlich von Lunckhofen an bis aufFahrwangen eine liniegezogen, mithin das untere theil den beyden Löbl. Orten Zü-rich und Bern allein (jedoch des Löbl. im krieg neutral geblie-benen Orts Glarus rechte in allweg vorbehalten) abgetreten,das obere theil aber (darinnen das kloster Mury gelegen) den7. alten Orten vorbehalten und gelassen worden. 2^«r. L«.
sä k. snn. Lkron. msnulcr. ?. I. sä
srm. 1007. leg. A k. II. sä sän. 141;. üb. I. p. ;6o.
üb. VII. p. 200. b. cbron. msauler.
lib. XX. c. 7. L 9. LL lib. XXVll. c. Manifest devffadt Lucern, äs sn. 16;;. *
Freyenbach, ist ein dors, gemeind und kirchspicl, oben amZürich-see, im Canton Schweiß gelegen, dahin auch Pfässi-ckon und Wolrow gehören, und zusammen die Vogtey in denHöffen genennet werden. Die Hohe Herrlichkeit darüber ha-ben die Grafen von Rapperschwyl gehabt, aber die Züricherhatten die mannschafft daselbst. An. 144;., als der CantonSchweiß, mit hülsse der 6. übrigen, wider Zürich kriegte, ha-ben im may einige aus Zürich, Rapperschwyl, Grüningen, rc.in die 7000. mann starck zusammen gezogene völcker sich inschiffen über den see gelassen, die zu Freyenbach gelegene 100.Schweißer überfallen und zurück getrieben; als aber die obdem dorf am berge beym panner gehaltene landleuthe den ih-rigen zu hülsse gekommen, wurden die Züricher gezwungen,den rückweg zu suchen. Beyderseits blieben ;o. mann auf demplatz. 5/r,»rz>/. üb. VI. x. 144. , abron. ms-
nulcr. k. III. all Arm. 144;. p. m. 478. *
* Hrevenhagen, oder Frienhagen', eine stadt, oder fleckenin der Grafschafft Ziegenhayn in Nieder-Hessen, dem Gra-fen von Waldeck gehörig, welche vom ackerban lebet. Schnei-ders beschmbung des alten Sachfenl. x. 9;. Hamelmann,opp. p. 78.
* Frevenstein, oder Fxyenstein, ein schloß nicht weit von
Lucern gelegen, hat ehemals ftme besondere Freyherren gehabt,welche unter die stlfter und Wohlthäter des klosters St. Urbanim Aergöw gezehlet werden, und sowol im schifte, als auf demHelme, einen löwen zum wapen geführt haben. StumpfensSchweitzer-chronick, VII. 8-p- *99-
* Frevenstem, oder Fryenstein, war ehemals ein schloß amberge Jrchel an der rechten Hand der Toß m, Canton Zürich,auf einem weimgedürge, oberhalb dem dorfe Rorbis , wovonman noch einen starcken thurn von quaderstucken stehet. Eshatte von diesem schloß ein Freyherrliches geschlecht den nahmen,so einen lowen und einen zweig mit blättern im schifte führte,aus welchem zwey Helme ruheten, aus dem vordem wuchs einhalber lowe hervor, und auf dem andern war eine mütze zu
fre
sthm. Aus diesem geschlecht skrirke an. IN?N. ' AlsI2Z2. und lange hernach Heinrich, an. i;i2. JobM" ' MKayser Ludwig IV. die stadt Zürich in die acht erklär 'unterschiedene benachbarte von Adel sich solches zu »u? ^ dieten , thaten an. iz;8. die von Zürich eine streistrevvon Edling , und zerstörten nebst andern schlossern aumstein. Doch wurde es wieder aufgebauet, und nacyder Freyherren von andern Edelleuthen bewohnt.des alten Zürcher - krieges hatte es ein Edelmann / .A KittetKünfth. An. 1441. zog Heinrich Schwend von
«SL
. zog Heinrich Schwend vv.. .und Vogt zu Kyburg , vor Freyenstein, wegen eweo ^sitzenden gefangenen, und brachte es den 28. nov. ^!" ..Mdce-einwerffen zur Übergabe, da denn das volck die hauftr'te, und des armen gefangenen vergaß , also daß er r.weil das feuer um sich griff, nicht gerettet werden ^ „„pSeit der zeit hak das schloß wüste gelegen , die Gen ^Herrlichkeit aber sind zu der veste Alten-Tiefen gefttMden. Stumpfens Schweitzer-Historie, V. ;6. x. .hsteü
Freyenthurn, ein vestes schloß und marckt-flecken/ nner ansehnlichen Herrschafft, in Crain, dem Grafen vonstall gehörig. Miesi
Freyenwalde, oder Frienwalde, ein ort in ver . vetMarck Brandenburg , an den grentzen der Neuen"
Ucker - Marck, an der Oder sechs Meilen von Berlw " ,
Er ist wegen gewisser mineralischen wasser bekanm 'welche sich daselbst befinden, und wider vielerley bNw „ ot"gen gut seyn sollen ; daher man sie auch von enmvten hat zu befuchen pflegen.
* Freyhan, eine stadt und Herrschafft, ist ein ftcc Mnigliches bnrg-lehn in Schlesien , so ehemals zu offHerrschafft Milttsch gehört. An. 172;. besaß dassewe.L D»Christiaria, Gräfin von Strattmann , gebohrneAlmeslo, Tapp genannt; hernach erkaufte es der AssMff"Königlich - Polnische und Chur - Sächsische Generals §schall, Graf von Fkemming , von dem es seine b.'"!ffmahlin, Thecla, des H. R. Reichs gebohrne Furstw " bst.zivil, nachhero vermahlte Fürstin von WieSniowiM
Freyherren, siehe Baron. zlveS
* Freyling, ein schloß in Ober-Oesterreich, wU siegelfMeilen von Lintz, in einer überaus fruchtbaren gM'' ^t e»und den Herren von Kauthen zugehöret. An.
Hans Schifte käuflich an sich gebracht, worauf es Mkommen bey nahe ;c>o. jähr besessen, bis es GeorgSchifte Gcorgio Ludovico, Grafen von Sintzendort /welcher es nebsi der dazu gehörigen Herrschafft Ioya>> Herrvon Kauthen gegen die von ihm kurtz vorher vv"
schafft Peyerbach, überlassen, von Hohenea, vOber-Oesterr. rom. I. x. 497- gt»
* Freymäurer, krsncs-IVlslIons, ist der nähmewissen geseüschafft, welche insonderheit seit an.
worden. Sie hat zwar in Engelland schon langer Adoch in einer solchen Verfassung, daß ihre beschaiftu^ ged«^ständiges geheimnis geblieben ist. Weil sie sich ,
tem jähr auch in andern ländern hervor zu thun »so hat man genauer auf sie gemercket, indemdaß es eine fache von Übeln folgen seyn mochte. M
deckte , daß sie schon in verschiedenen der vorMv E
ihre logen, oder sogenannte verfammlungs-ortevermeynte zu gleicher zeit eine gewisse eydes-formm »haben , mit welcher sich die Freymäurer vor aue>-verhelung der in ihrer geftllschafft vorgehenden V»» fiM kbinden. Indessen ward eine seltsame befthreibu'» ^^r ^bräuche bekannt , die sie in einweyhung ihrer „jcht aden sollten. Hieraus wurden solche versammlungc aulein von dem Magistrat zu Amsterdam verbotenvon den Herren Staaten selbst unter dem ;o> " ..^ständ^i,. verschiedene „gem-
eine Verordnung abgefaßt, worinnen
dtt, daß dergeftiWaK bnd. Es wird untera»v"-' ^„.^72?. z,r Lonben oder Verordnung^ AN
Londen allein ftven^^'!^ ? Hauter gedruckt wordom D
-Ober-Haupt, unftr vA ,,?°?steher , alle aber em aM" ^E ,ahr in einer Großmeisters, Üben'
abgewechselt wird ^"Versammlung entweder bestaWet ^
sie einander erkenne? L"^/üder hassen gewisse zerchen, valrgionen und ftcten galten die Personen von allegültig erkennen, und ^ mir die regeln der Mora^allein die Atbeill?» ... Übrigens als ehrliche leuthe lebc«/für gültige Makieder ^^brachter der gesetze ausgeno'nM ,^
merfort in Enaellanv' ^Abessen daurte diese geselssM^,,^zum Ober-Mein-^^ aüwo an. 1727. der Gras von A.,glie-der sich auf 4-? worden, auch die anzahl
bie Freymäuttr bat. In Franckreich wurden ^ ^
Paris sollen ^die ^^nge gefunden. Die erste
blerauf verschieden- Zauber aufgerichtet Haben. Es ^0
obwol schärft /zbssands - Personen in diese gesellschnu^wen, bliebe ?^ordnungen barwider b^^E'
he an verschiedene?^ fleftüschafft immer. Ein gleiche-Holm. Indessen"^" vften Teutschlands , wie aMb l"-. ,msr
aus, akft daß n»n diese brüderschafft allezeit
v nun auch »n Constautinopel dergleichen oer^^^