Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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und 8ynäicus in ermeldter stadt, hatte sich wegen seiner be-redrsamkeit und vortrefficher erfahrung in staats-sachen, daheroauch vieler rühmlich versehener Gesandtschafften an den Kö-niglich-Französischen , und andere Chur-nnd Fürstliche Hofe,wie auch an die Cantons der Eydgenoßschafft, um die dama-lige Straßburger-Republick sehr verdient gemacht, starb an.1673. Sein bruder Johann Ulrich, auch 8/näicuz da-selbst, hat der stadt ebenfalls ansehnlich-nnd nützliche dienstegeleistet, sintemal er mit den beyden Cantons Zürich undBern den alten bund erneuert, und von denselben eine schönemannschafft zur besatzung erhalten. Er verbliche den 8. apr.an. 1678., und also in gleichem jähr, als sem bruder. JohannMichael, ein dritter bruder, war Rathsherr i» Colmar, undhinterließ einen söhn, nahmens Johann Ulrich, welcher beydem geheimen Lollsslo der XV. in Straßburg erster 8ecreta-lius gewesen, und sich durch/eine langwierige und getreuedienste bey der stadt nicht wenig recommendirt hat. Er lebtebis an. 1716., seines alters 62. jähr. Dieses letzt - gedachtenbruder Johann Jacob, ebenfalls ein Rechtsgelehrter, undder stadt Rath und Lävocatus Oensralis, hat auf gleiche weisbey wichtigen gelegenheiten als Deputirter gedient. Diesesgeschlecht wird^noch dißmal unterhalten und fortgepsiantzetvon Johann Jacob, ssleäicins: 0. vbgedachten JohannUlrichs söhn, und Johann Jacob, des letzten, Johann Ja-cobs söhnen, deren jener .1- v. D. und beysitzer des grossenRaths in Straßburg ist, dieser aber Obrist-Lieutenant in Kö-niglich-Dänischen bleusten. *

/Fridegodus, ein Engelländischer Benedictiner-Mönch,war ein Diaconus, und lebte zu ausgang des X. tXLllli. Erverstund nicht nur die Lateinische, sondern, welches damalsvor etwas sehr seltenes gehalten wurde, auch die Griechischespräche, und schrieb Viram 8. Wilssiäi. Lreliiepilcopi Lbo-lacenlls, in heroischen versen, wovon Mabillonius einen theildem sseculo keneä. III. k. I. p. 169. und das übrige dem 1».culo IV. k. I. p. 722. einverleibet. Oudin will ihn auch vorden Urheber eines andern getichts, äs komiücibus L 8aEisLcclsllse <L agri 'lssioracenüs, halten, welches Thom. Galteinem Alcuino beygeleget, und unter den ksripwr. 15. KittorissLnglic. an. 1691. zu Oxford drucken lassen. äs kcrixt.

ecclsk. tom. II.

* Friderict, (Johannes) ein kkilolozus, gebohren zuWolfihausen, einem dorfe inFrancken, an. r;6z. den?, oct.war anfangs in der Thomas-schule zu Leipzig LonreÄor, nach-gehends sseÄor zu Annaberg, ferner kroksssor kloguenricLund kb^kisus zu Leipzig, woselbst er auch in Lsccalsureumbleäicin-e promovirt, nachgehends kroksssor OrXLX I-illgussund üiüoriarum daselbst, der sächsischen Mendiatcn Lpbo.rus, der Academie Decemvir, des grossen Fürsten-Lollegii Lol-legiatus, und der schule zu St. Nicolai sssÄor worden. Erstarb an. 1629. den 8. decembr. und hinterließ: blsgopkoniamkerkrcsm, Leipzig 1628. in 8. äs optimo sssZiminis Ltaru ks-xrsm kriacipum Lorssultationsm; ksneg^ricum kecularem;Orstiones. Götze, elo§. pra-coc. Doät. Vogels Leipz. annsl.

* Äriderici, (Johann Arnold) ein Nsäicus, war den 24.

juni?an. iü;7. zu Alcenburg gebohren, studirte zu Leipzig undJena, und wurde darauf an dem letzten orc Dovkor und krok.Meäic. wie auch kkskicus zu Altenburg. Er starb den 12. dec.an. 1672. an einem stein, der 14. loch gewogen , und hinterließverschiedene Dikputmiones, als: äs Molo Laltrsnki kell Dung-l-rico' äs kosmioa blaturse Wraculo; äs Lonvulkions inkerio-ris MaxiUX; äs kluore albo Uulierum , Lc. vit-s

krokess. Merss.

* Äriderici, (Petrus) war gebürtig von Hummerschen, ei-nem land-guth unweit Geilkirchen im Hertzogthum Jülich ,und an. 1654. den r;. oct. gebohren. In den orden begab ersich an. 167l.au, tag Maria Heimsuchung, und nachdem erdas Novitiat-jahr gehalten, that er an eben demselben tagean. 1672. profeß. Hierauf empfieng er an. 1679. die Priester-weyhe, und wurde an. 1681., unerachtet er noch unter demUggiüro dlovitiorum stunde, in das damals erneuerte 8emi-narium iZsneäiÄinum zu Cöln geschickt. Von dar rufte ihnsein Prälat Nicolaus an. 1684. zurück, und setzte ihn zumUagistro Xovitiorum und DeÄors , wie auch zum Beicht-vatter im jungfräulichen kloster St. Cyriaci. In solchenstellen blieb er bis an. 1696. da der gefürstete Abt von Cor-vey / Christoph von Bellinghauscn, ihn inständigst zu sich ver-langte, um die jungen Edelleuthe an solchem Stift in derTheologie zu unterrichten, welche function er fast i;. jähremit so grosser geschlckuchkett als treue versehen, bis er von demiekiaen'Prälaten an. i7°8-in das hiesige kloster zurück zu keh-ren. befehliget wurde. Und welker 200. reichslhaler mit sichbrachte, gab er dieselbe dem kloster unter den bedingungen,das der Prior von den rahrllchen mteressen ein und anderenützliche bücher in die kloster-dtbliotheck anschaffen sollte, wor-Är auch mit bewilligung des Pralatens und sämtlichen Con-vents e n förmliches Instrument aufgerichtet wurde. Endlich

wiewol auf eine kurtze zeit, ma/en er an. 1720. am ;. ,unnmit tobe abgieng. Es hat im übrigen dieser kmsr das lob,daß er sehr fleißig, und dem studiren emsig ergeben gewesen,wodurch er auch bey seiner sonst ziemlich guten constitutivn

fri

. vermsa»

sich zuletzt einen gar schwachen und kräncklicheni leib v- ^chet. Eine probe von seinem gerühmten fleisse kanvon ihm in manuscript bey dem kloster vorhandene kvrkrkorä. litt. III. 2. n. ;6.

* Ändertet, (Valentin) ein kbiloloZus, gebohren zuSw ^

kalben an. r6;o. den 28. apr. von geringen eitern, w" v ^zum messerschmieds-handwerck angehalten, studirte HernLeipzig, und schlug unterschiedene vocsriones in letm>terlande, um in Leipzig befördert zu werden, aus. V. xesdaselbst Assessor der philosophischen Facultät, wie Agrossen Fürsten-LollsKü LolleZiaws , und wurde erst60. jähre zum Professors Debr-ese Dingu-e berußen,er in Dicentistum ssbeoloZise promoviret , und un. *7 /eint-28. apr. an seinem geburts-tage gestorben, nachdemge philosophische und philologische DikM-nionss, Motzet,eine Theologische äs 8wcu xurorum naturalium ^

Er legirte in feinem testament etliche looo. gülden Oliven»frey-tisch in der communität, und zu einem fond der Lac-kaffen in der philosophischen Facultät. Götze, elc>§- kDoät. MkcsIIan. rom. III. p. 220.

Römische Raystr: ^

Äridericus I., ksrbarossa, wegen seines rothen b»s.jgkUzugenannt, war ein söhn Hertzog Friedrichs des elu^jcherzu Schwaben, aus dem Hohenstaufifchen geschlecht,ihn mit Judith , Hertzog Heinrichs des schwartzen >" xe ertvchter, an. 1121. gezeuget. (b) In seiner jugenvschon grosse proben seiner tapferkeit ab, und defano^ ^,g

dem

147- (c) Als sein vatter an-^

dem Kaystr Conrado III., seines vatters bruder

nach dem gelobten lande au. ^.. ^ „

starb, folgte er »hm in dem Hertzogthum Schwaben ,hielt sich so wohl, daß Kayser Conradus III. ihn mst ""seines eigenen fohnes auf dem tod-bethe zum Reim»- z«

ger vorschlug, (s) Dieses verursachte, daß er an.

Franckfurt den 4. martii zum Kayser erwehket, und 5- ge-nach von dem Cölnischen Ertz-BischoffArnoldo ge-

krönet wurde, (k) Hicrauf hielt er zu Merstburgdachtem jähre einen Reichs-tag , um die strciligtem" " ^0'Marggraf Albrecht von Brandenburg und Hem j ponns, wegen der verlassenschafft des Grafen Herm'^iinWintzeburg, desgleichen der beyden Dänischen P^"L/«wlegetz'und Suenonis , die sich um die Crone zanckten, v ^«jcht >/Das erste ist nicht geschehen, weil der Kayser «AUviel anthorität hatte, daß sich die parteyen nachge-spruch richteten. Der letztere streit aber ward der» ' ^gp»-

schlichtet, daß Canutus mit etlichen landschaffte» E

gen mnste, Sueno aber von des Kaysers hänben, ^ e>

die Huldigung leistete, die crone empfieng. ein Hi-

nein verwandten dieser beyden Printzen, gab er au«-^ ertzoqthum in Dänemarck. (8) Zu gleicher zeit verg> vchMwider einander neu-erwehlten Ertz-Bsschoffeu>ivdahin, daß sie alle beyde dieser würde sich begaben, Mvgegen den Bsschoff Gmcmannum zn Zeitz aufsers , der ihn auch hernach mit dem ring und u»v - ^ g»dafür verehreten. (K) Als er nun in Sachst!)/"/ Aegchruhe gesetzt, gieng er in Bayern, und ließ M ^ sich.",Ispurgzum andern mal crönen. (i) Von hier beg""

Würtzburg, daselbst die streitigkeiten wegen desBayern zwischen seinen vettern , Henrico ^ alleiss „Marggras Heinrich II. in Oesterreich, beyzulegen/kam der schluß erst an. 11,4. zu Goslar, und L Aav«^nicht eher als nach dem ersten Italiänischen M' ^„ve,an. 1156. aufdem Reichs-tage zu Regenspurg r» "Henrico Deoni das Hertzogthum Bayern AMarggraf aber zu einem Hertzoge erhoben , u», .de ob der Ens befriediget wurde. (I<) Auf ebentag zu Würtzburg an. n;4- setzte er auch de>> ^^ a-i ^Mayntz Henricum ab, und seinen Cantzler A,>w«sen stelle. (I) Hierauf machte er sich zu lem^Men AArzuge nach Italien fertig, darzu ihm d,e auftuv^oM ;länder und des Papsts klagen, daß die burger I" u gab^ihm noch den Kaysern pariren wollten, Low" ,

wie dann auch sonst durch gantz. Italien , ^"ustanv v,c,,eII. kein Kayser daselbst gewesen, ein verwirrter" e>g^indem die Unterthanen die meisten GrafenRepublicken angerichtet hatten. Als er »/>> ^4

1154. im nov. angekommen , ließ er nacy » „,,za h-n,Fränckischen und Teutschen Könige ohnweck steru»ErresDgmpis Ilancsliis alle lehns-leuthe durch kehe^Äc »c-um zu erfahren, welche wider den willen "ss" ^ dinspersvon diesem zuge zu Hause geblieben. Da de>w , ss^l-sache nicht allein unterschiedenen weltlichen vauch den Bischöffen Hartwico zu Bremen, ""^44berstadt ihre reZslis genommen wurden, (w) rebetz"er weiter fort in das Mayländische, brannte y,c ^

stadte Chiera und Asti aus, und eroberte an.den Mayländern in bündnis stehende vestung pacy./^er gleichfalls ln die asche legen ließ- DM^^ona Agker zu Pavra , welche stadt chm m eroberunL^^ ^e,icc-nden, seinen einzug, und wurde bastwi . (n,' ^ii-

her-

standen

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