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tesdienst halten dorften. An. i?n. trat er, als Churfürst zuSachsen, nach des Kayftrs Josephi tobe, das Reichs - Vica-riat an, unterredete sich am 2. may zuJaroslau wiedrum mitdem Czaar , und ließ, nachdem der Konig von Schweden dievon dem Römischen Reiche beliebte Neutralität verworffen , unaug. seine völcker in Pommern rücken , welche mit hulffeder Russen und Dänen alles bis auf Stettin und Stralsundunter sich brachten, diesen letzter» ort aber wegen allerhand Hin-dernisse vergebens berenneten. An. 1712. begab er sich m Per-son nach Pommern, und vermochte den Czaar, daß er von be-laqerung der stadt Stettin abstund, und sich entschloß, die m-sui Rügen anzugreiffen, welches aber doch nach der Hand unter-blieben. Dahingegen gluckte es dem Schwedischen GeneralMagno Steenbock, daß er am-o.dec. die Danen und Sach-en bey Gadebusch aus dem selbe schlug, worauf der KönigAugustus mit etlichen loo». mann wieder nach Polen gieng,und an. r?l;. viel schwere artillerre nach Pommern sendete,durch welche Stettin dergestalt beängstiget wurde, daß es sichim folgenden monat octobr. an die Mitten ergeben muste.An. 1714. beschickte er den zu Braunschweig angestellten ftte-Lens-congreß , welcher sich aber, weil die Schweden die saitenzu hoch spannten, fruchtlos zerschlug. An. 1715. ließ er 8000.mann nach Pommern marschiren, welche im jun. zu den Kö-nig!. Preußischen trouppen stießen, und den 12. julii die stadtStralsund berenneten , auch derselben so zusetzten , daß sie am24. dec. durch capitulation, wobey sich jedoch die garnifon mei-stentheils zu kriegs-gefangenen ergeben muste, übergieng. Ineben diesem jähre lösete er die Grafschafft Mannsfeld von Chur-Hannover wieder ein, und ließ bey dem Kayser Carola VI. dieReichs-lehn in empfang nehmen. An. 1716. den;. april fander sich zu Dantzig bey dem Czaar ein, und wohnte den 19. aprildem beylaaer des Hertzogs von Mecklenburg«Schwerin bey.An. 1717. ließ er seine völcker, welche seit an. 171-:. mit denconföderirten Polen viele Händel gehabt, zu folge des auf demReichs-tage den 1. febr. errichteten schlusses, nach Sachsen ge-hen, und nahm folgends von dem Stifte Naumburg besitz,nach-dem sich der stämirüstrslor, Hertzog Mauritius Wilhelmus, zuder Römisch-Catholischen religion bekannt hatte. An. 1718.schickte er dem Kayser, unter dem Hertzoge Ioh. Adolphs vonSachsen-Geissenfels, 6000. mann zu hülffe nach Ungarn; an.1719. aber hatte er das vergnügen, daß sein einziger Printz sicham 20. aug. mit des Kayftrs Josephi ältester Printzeßin, MariaJoseph«, zu Wien vermählte, und am 2. sept. zu Dreßden sei-nen prächtigen einzug hielt. Er ertheilte auch in diesem jähredem Schwedischen Abgesandten, Baron von Sparre, eine pri-vat-audientz, und verglich sich an. 1720. über gewisse Prälimi-narien zum Nordischen frieden, worauf er den Fürsten Lubo-mirsky nach Schweden sendete, dem Könige zur Crone zu gra-tuliern. An. 1721. am 22. jul. bekam er von dem damaligenCron-Printzen und nunmehrigen Könige Christians VI. vonDänemarck, zu Dreßden eine visite, welcher sich aber nur denfolgenden tag daselbst aufhielt, und sich am 7. aug. zu Pretschmit der Printzeßin Sophia Magdalena von Brandenburg-Culm-bach vermählte. An. 1722. im april überfchickte ihm der Kay-ser das güldene Vließ, und im decembr. ernennte er den Bischvffvon Ermeland, Theodorum Potocky, zum Ertz-Bischoff vonGnesen und Primas des Königreichs. An. 172;. da er sich be-ständig in Sachsen aufhielt, wurde die verbesserte proceß-ord«nung zu stände gebracht. An. 1724. machte ihm der in Tho-ren entstandene tumult einige unruhe, indem die Groß-Bri-tannische , Schwedische, Preußische und Holländische Gesand-ten sich dieser fache essrigst anzunehmen geschienen. An. 172;.ließ er dem König von Franckreich zu seiner Vermahlung mitdes Königs Stanislai tochter, durch den Grafen von Hoymgratuliren. An. 1726. wurde sein natürlicher söhn , Mauri-tius , Graf von Sachsen, von den Curländischen Ständen zudes damals noch lebenden Hertzogs von Curland Nachfolger er-wehret ; weil aber die Polen damit keineswegs zufrieden waren,wurde die wähl caßirt, und auf einem Reichs-tage die künf-tige regierungs - form in dem Hertzogthum Curland bestim-met. In eben diesem jähre wurde er auch auf der rückreise vondtesem Reichs-tage zu Bialostock an einem bösen schenckel beth«lägerrg, und kam un may an. 1727. wieder in Sachsen an,dagegen ferne gemahlin am ;. ftptembr. zu Pretsch das zeitlichegesegnete. An. 1723. im jan. wurde er von dem Könige inPreussen und dessen Cron-Printzen in Dreßden besucht, im mayaber begab er sich mrt seinem Königlichen Printzen an den Ber-linischen Hof, nachdem kurtz vorhero alle bisherige mißhelligkei-ten aus dem gründe gehoben worden. An. 1729. machte erdurch ein öffentliches patem kund, daß man nunmehro allemit der Cron Schweden gehabte rrrungen durch einen gütli-chen vertrag völlig beygeleget habe. An. 17,0. im may ließ erseine armee, welche; 0000. mann starck war, unweit Mühl-berg an der Elbe in ein lager rucken, wobey sich auch der Königvon Preussen, nebst seinem Cron - Prmtzen, den ;i. may ein-gefunden, und übte dieselbe den gantzen monat jun. hindurchin den waffen, da dann zugleich auch viele andere sehens-wür-dige lustbarkeiten mit einer ungewöhnlichen pracht angestelletwurden. An. -7,1. schloß er mit Chur - Bayern einen beson-dern freundsthaffts - tractat, und erneuerte mit Chur - Braun-schweig die alte alliantz; mit dem Kayserlichen Hofe aber qe-rieth er wegen der Pragmatischen Sanction in einiges Mißver-ständnis. An. l7;r. im augusto, stellte er auch mit der Cron.
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arm», «m unter ihnen die kriegs - crercitien wieder eE^bringen, ein dem obigen ähnliches lust-campemenl o», ^
nova in Polen an, und schrieb hiernachst, weil die v ^henden Reichs-versammlungen fruchtlos zerrissen worve ^F,den jan. an. 17z;. einen neuen und aufferordentttcye»tag in Polen aus, begab sich auch, um die gemuthernen, von Leipzig, da er annoch dem ansang der w ve-rliesse mit beygewohnet, den 10. jan. des letzt-gedamm .Ir-rlicht ohne gefahr seines lebens auf die reise, und lang", ^halb sechs tilgen in einem kräncklichen zustande zuAls man aber von einem glücklichen ausgang o«2angefangenen berathschlagnngen auf dem Reichs-tage"Hoffnung geschöpfet, vermehrete sich der schade anlincken schenckel dermassen, daß endlich der kalte branschlug, worauf er den 1. februar. als er der connm«'^Senats mit der Land-Boten-stube beywohnen wollte, .liche verließ. Es verdienet dieser Monarch allerdUM^„ecirdie fürtresitchen Printzen, welche sowol in ältern vonzeiten gelebet, gezehlet zu werden, inmassen er nrchl« .Dv-der natur eine sehr ansehnliche gestalt, und eine M ^ ei-liche leibes-stärcke bekommen, sondern auch daneben -nnem grossen Regenten erforderliche gemüths - eigenjw"'^ Usich gehabt. Von seiner liebe zur gerechtigkeit, mE-Ikunsten und wissenschafften, in welchen er aucherfahren gewesen, geben unter andern die in >""1,, pieEeingeführte und von ihm verbesserte gerichts-ordnulMw ^ dieUniversitäten angelegte verschiedene neue krofsssonss,
fürstlichen residentz, und andern orten, aufgefuhrre pv - ^ Mdige gebäude, »»verwerfliche zeugen ab. An sernem Eer es so wenig an guter ordnung , als an einem mKöniglichen pracht, und an allerhand meistens sirilirc>-> ,nwohl ausgesuchten lustbarkeiten ermangeln. Jw t»
den grösten gefahrlichkeiten erwies er eine ausnehmen st-yo
keit und unerschrockenheit, wie er denn auch durch Mhafftigkeit und besondere großmuth, womit er m Ifu ^ Bwieriaen und so vielen Unruhen ausgesetzten rcgterunL.^ederwartigkeilen überwunden, feine feinde selbst in "uu^stelE',wunderung gesetzt. Er hat, ohngeachtet der lauge jg eobeschwerlichen kriege, seine länder und deren wovuav zeEsonderbares aufnehmen gebracht, und ist von ftrnennen mit einer so allgemeinen und beständigen liebe ver^ e.den , als sich kaum jemals ein Fürst zu rühmen gch Ehinterließ von seiner obermeldten gemahlin einen emzFridericum Augustum, der nach ihm Churfürst »V-M dw"und König in Polen worden: (siehe Sachsen.) Eaber hat er auch einige natürliche kinder gezeug», . ^ MI.) mit Aurora Maria, Gräfin von KönigsmarM.ter Conradi Christophen, Grafen von Königsmar«,ttum, Grafen von Sachsen, Köniql. Französisch " 14. w'Lieutenant, welcher an. 1696. gebohren, und.«».
Johanna Victoria Tugendreich von Löben vermaym/^hamaber von ihr geschieden worden. II.) Mitvon Boukom , des Polnischen Cron - Großtu ^ M .Francifti Fürstens Lubomirsky gemahlin, dre von vzur Reichs-Fürstin von Teschen erhoben, und nacyg^^gtgardem Printzen Frid. Ludovico von Würtemberg ^^set U-Kayserl. General-Feld-Zeugmeister, zur gemMn e -mden, Johann Georgium, ChevalierMaltheser-Ritter, Königl. Polnischen und Chus.c) Itst'L,General-Major, welcher an. 1700. gebohren. "chraftUdame Spiegelin i.) Fridericum AuguftuM, ^ Kail ^towsky, Königl. Polnischen und Chur - SachUUv um 0;.
von dercavallerie, Commendantender gmäs ^n- ''.M
in Polen stehenden Chnr-Sächsische» letd-garde, > Primärgebohren, und sich an. 1719- mit Louise/Amau ? ^rv. j-Lubomirska vermählet. 2.) Cathartnam, vw MN»^-Michaele, Grafen Bielinsky, Cron-Unter-Muu^edeN'^ekPolen , verheurathet, nachhero aber von ihm g >^ beym isiekfolgends Claudio Maria, Grafen von Bellega 0worden. IV.) Mit Anna Constantia, Grasin vo Apogebohrnen von Brockdors, und gewesenen gew,^
Magni , Grafen von Hoym ,. i.) Frtderwstum, Grafen von Cossel, Königl. Dvinssch^^.Sächsischen Obersten von der infanterie, ^
ren. 2.) Augustam Conftantiam, welche vec^j-;. jun. mit Henrico Friderico, Grafen von).)let worden, und an. 1728. den4. ftbr. E^u. -7^' Fdericam^welche an. ) 7 ° 7 ^.gebohren,AchinskY'
- den
-8. ftbr. Johann! Carolo, Grafen von
. ... .. ... . 17^7.
Polnischer Cron - Schatzmeister an. 17^ /- ^peMgestorben, beygeleget worden. V.) MC ... ,-7-nard, Annam
sieget worden. V.) M" v ^ 170?-/^»^
. .., Gräfin Orselska, ^s.^udovico-Msskstsi,
octobr. gebohren, und an. -7;«. Curolo Lud ^ächl'^rftvon Holstein-Beck, Königl. Polnischen und O) ^ebenGeneral-Major, zur gemahlin gegeben woroderic» Augustt. Europäische Fama rc- .
Röntge von Neapel und S'c
Fridertcus, war ein söhn Königs F^'^Aräsin 2s ^ten, der ihn mit Johanna von Claramonte,^ ^arowtino, gezeuget. Als der König in Fr-na^ an.