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N. Heinrich Tacken, einen Lsnonicum bey der Dom - kirche, zustimm Rath, sonsten aber that er alles selber, was zu seinemErtz - Bischöffllchen amte gehörte, da seine vorfahren sich ihre Vi-csrios gehalten. Als an. 1440. Churfürst Fridericus klacickus zuSachsen ihn mit krieg überziehen wollte, gab er dessen Gesand-ten zur antwort: Im bin kein kriegsmann, ich will baten,und mein amt bestellen, und im übrigen GOtt lassen vorMich kriegen und streiten; aufweiche antwort der Churfürstgesagt: S<r sey GOtt vor, daß ich den bekriegen sollte,der GOtt zum beyftand hat; worauf alsbald tractaten ge-pflogen , und alles in der gute beygelegt worden. An.1451. kamder Päpstliche Nuntius und Cardinal nach Magdeburg, undtheilte das jubel-jahr aus; bey seiner zuruckknnft nach Rom sagteer zum Papst, er habe in Teutschland nur einen rechten Bischofs,ziemlich diesen Fridericum zu Magdeburg, gefunden. Um dasjähr 1460. hatte der Ertz - Bischofs einen streit mit dem Stadt-Rath zu Magdeburg, welcher die sogenannte Herren-Messe nichtauf dem neuen marckt, sondern in der alten stadt wollte gehaltenhaben. Daß auch die bürger nicht allemal die beste meynunggegen ihn müssen gehabt haben, lasset sich daraus schließen, weilsie einst einen kerl im Ertz - Bischofflichen Habit auf einem esel inder stadt herum geführt, und einen andern mit einer grossen keu-le voran geschickt, welcher aufNieder - Sächsische spräche aus-rüste : Herr Bischop will gi nieth up her gan, so will ickjuw mit dußer kühle up de platte flau; ingleichen: Bischoplaet bin pralen sien , die kühle soll sin datt letzte erve-in; womit angedeutet wurde, daß er eben ein solches ende solltezu gewarten haben, als Ertz - Bischoff Buchardns III., den ei-nige zeit vorhero die Magdeburger mit der keule im gefängnistodt geschlagen hatten. Es starb aber Ertz - Bischoff Fridericusan. 1464. zu Calbe. Sein exicapkiuin in der MagdeburgischenDom - kirche lautet also :
krselulis eximii jscet kie Corpus krickeric!,tzui lex claullrorurn, lux LIsri, psx xopulorum.
LAlal. llrckiex. ö-lsgcl. Spangenbergs Mannsfeldischechronick. xrimaws Nogckek. L Netroxol.
in orig. Leickling.
Fridericus, Bischoff zu Utrecht, war eines vornehmenHerrn in Frießland söhn, und lebte zu den Zeiten Kayser Lud-wigs des frommen. Der BischoffNicstidus zu Utrecht, des-sen ansticht er anvertrauet war, trug ihm die wichtigsten Verrich-tungen in seiner vioeces auf, und nach dessen tode wurde er anseine statt zu der entledigten würde erhoben. Zwar wollte er an-fangs in die wähl nicht willigen, doch aufbefehl des gedachtenKaysers nahm er selbige an, und ließ sich in dessen gegenwarteinweyhen. Nachdem er nun sein amt angetreten , verrichteteer solches mit grossem eifer, und bekehrte die einwohner, welchenoch an den Heydnischen greueln hiengen, gleichwie er auch ei-nige irrgläubige, welche der ketzerey des Sabellii und Am bey-fall gaben, auf guten weg gebracht, auch seine übrigen zuhörervor dergleichen gift zu bewahren, eine deswegen von ihm aufge-fetzte Drift der gemeine zu erklären, den Pfarrern anbefohlen.Endlich ist er, nachdem er das heilige amt verrichtet, durch zweyMörder, welche des Kaysers Ludovici andere gemahlin Judith,die er durch feine heftige predigten wider die blut - schände be-strafet , soll bestellt haben, an. 8;8. umgebracht worden. Dochwollen andere die Kayserin vor unschuldig halten, und sagen,daß diese beschuldigung von ihren söhnen herrühre.
msrtxwlog. snnal.
Fridericus, Bischoff zu Utrecht, war ein Freyherr vonBlanckenheim, und an. i;?;. von dem Papst zum Bischoff zuStraßburg, wider des Dom - Capituls willen, gesetzt worden.Sein geitz brachte ihn dahin, daß er die Unterthanen mit vielercontribution, und die Geistlichkeit auf andere art beschwerte.Weil er nun deswegen sehr verhaßt war, wandte er viel geld auf,ein anderes Bißthum zu erlangen. Endlich sieng er an. iz?2.milder stadt Straßburg einen krieg an, konnte aber selbigen nichtausführen, absonderlich da die stadt sich mit dem Kayser durcheine summe gelbes ausgesöhnet hatte. Unterdessen war Frideri-cus durch diesen krieg in grosse schulden gerathen , und da diesoldaten auch wollten bezahlt feyn, handelte er in solcher nothms gcheim mit dem Papst, daß er das Bißthum Straßburg mitdem Stift Utrecht vertauschen möchte, und zog an. izy;. heim-lich davon. Die Utrechter sind mit ihm sehr wohl zufrieden ge-wesen, und Hafer bey den Niederländischen scribenten ein beson-deres lob. Er ist an. 142z. verstorben. Wegen seiner bösen ge-wohnheit, da er bey Gottes lunge zu fluchen und zu schwörenpflegte,ist er insgemein Fridericus Lunge genennet worden, öu-
L'ätctl. V-Pilc. 1i.rgsnt.1r. llllrsj. Hr/lorre «HrH-ee -je
ssvri-e^.Hertzogs Elsaßische chronick. K^a,äeLpils.vItrsje6.
Churfürsten und pfaltzgrafen am Rhein:
Fridericus I., Churfürst und PfMgrafam Rhein, mit demzunahmen Victoriolus, der steghaffte, sonst auch der böfeFritz, genannt. Sein vatter war Ludomcus der bärtige, seinemutier aber Mechtildis von Savoyen. Nach seines ältern bru-ders Ludovici tode bekam er die vormundschafft über dessen hin-terlassenen söhn Philippum, weil er sich aber entschloß ohne ge-mahlin zu leben, und diesen Philippum zu seinem erben anzu-nehmm, bekam er die Chur- dignität und regierung eigenthüm-lich. Der Kayser Fridericus III. war zwar nicht damit zufrieden,weil solches wider die güldene bulle lief, doch weil Philippi mut-
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ter und die Land - Stände barein willigten, auch d-A-Aarncolaus und die übrigen Churfürsten ihn vor einen ererkannten, behielt er diese dignität, so langer lebte.auch gleich an. 1471. von dem jetzt - ermeldten Kayser merkläret wurde, achtete er solches doch nicht, weil sichte"^ ^gleterstund, die execution wider ihn auf sich zu nehmen. A» hMbey Heidelberg ein vestes schloß an, welchem er den » ^ek-Trutz - Rayfer soll gegeben haben. Er hat im übrige»'schiedene kriege geführt, darinnen er allezeit gluckn«)Anfänglich hatte er mit den Grafen von Lützelstein, -chchvWilhelmo, zu thun, welche er aus ihrem lande weglas» . Die-
weil sie beyde im exilio ohne erben stürben, zog er am .fe Grafschafft an sich. Nicht weniger hat er Ludovicu» ^Zweybrücken, seinen anverwandten, der es mit seme"'hielt, die Grafen von Leiningen, den Bischoff von Sv» ^ perandere zu paaren getrieben. Am merckwürdigsten aoeikrieg, den er wegen Diethero, Grafen von Jsenburg w'^>D,e-fürsten von Mayntz, führte. Denn als der Papst dielen Hrum, weil er ihm nicht versprechen wollte, ohne des WMflensens die Churfürsten niemals zu beruffen, vor keinen »ev" > p a«von Mayntz erkennen wollte, sondern in den bann tyai, .dessen stelle Adolphum von Nassau bestätigte, geriethenvm, perdarüber in einen krieg. Nun war derKayfer, der ve»Pfaltzgraf von Zweybrücken, der Marqgraf vonGraf von Wurtemberg, und der Bischoff von Metzfeite, dem allen ohngeachtet trug Fridericus kein beden»^'Ludovico dem reichen, Hertzoge zu Bayern , Diew^sthM»anzunehmen; ja als es an. 1462. bey Seckenheim zu am»» vKkam, war Fridericus fo glücklich , daß er nicht allem eukommene victorie befochte, sondern auch den Bsschon male>^^Georgium und Carolum, Marggrafen zu Baden, pBUlricum von Würtemberg , nebst vielen andernEdelleuthen gefangen bekam. Nun wurde zwar dieserauthorität des Kaysers beygelegt, doch musten siA?!^usneu theuer genug ranzioniren, und der Churfürst T»ew sse MJsenburg versetzte an. 146z. die sogenannte VeE100000. gülden an Fridericum, bey dessen posterttat n» ^ M»auf den Westphälischen friedens - schluß verblieben.über dem noch viel andere güther durch krieg anals das Amt Boxberg, welches er den Herren von ^ Mingleichen Türckheim, welches er den Grafen vonLem» wauch das Amt Böcklenheim, welches er dem PsalMM». ,44c.vico zu Zweybrücken abgenommen. So hat er auw »^ güD"die Graffchasst Löwenstein für 14000. Rheinische E.,'sieEvon dem letzter» besitzer Ludovico an sich gekauft. ^MlEro, als er an. 1462. mit consens seines brudern soh^/merund der anverwandten, auch Land - Stände, La-
chen Dame, nahmens Clara von Tettingen,mit derseibigen zwey söhne gezeuget, auch denselbM»» yon Tdene Herrschafften gegeben, wurden diese Herrschamgedachtem seines bruders söhne Philippo mit der Granwenstein verwechselt; und also stammen von diesem S „0»^Grafen von Löwenstein und Wertheim her. Er staro 0 ^ ^an. 1476. , äs reb. golk. kr»a.
, kill. kslät. p. 226. leg. Leaärr» , genesloß. ^ >ioS. ..ivenll. Mertli. <Ls. T'a/rr^Ai, kill. kulst. l!cürfl».Ä
Fridericus II., Pfaltzgraf beym Rhein und W^glE"dem zunahmen der weise, wegen seines verstanoe» , ^ Mbey den Protestanten der fromme , wegen sewer
religion , war ein söhn Churfürst Philippi des am ^ o» .
von Margaretha, Hertzogin in Bayern. Er war v Hot" ^an. 148;. gebohren, und wurde in seiner jugeno .pst ,nKönigs in Spanien,.Philippi I., geschickt, daß er va,.^^ ^lerhand anständigen Übungen und sitten auftrzogen wden studien brachte er es nicht weit,, weil das pa^ A,tte^
von
schickt, daß er für unvergleichlich zu seiner M o" peM ^p,wurde. Die ersten proben seiner tapftrkeit legte er ^
derischen und Venetianischen kriege ab. Nach dem pei> ^pi, bey dem er in grossen gnaden gestanden, war ^ältestem Printzen Carolo , der nachgehends umer ^ ihn Sp^der fünfte dieses nahmens war, Hofmeister,, woru^^ ^ pen».
Wilhelmuö von Croy, Herr zu Ehievres und ArO. ^ ^
te, der es auch durch seine Verleumdung dahm vra ^ ^ st, e» ^diesen Hof verlassen muste, sonderlich, da trEsilB
Caroli schwester, Eleonora, und sie hinwieder zu m Hyl
bar wurde.
an. 1519. Carolum V. zum Römischen
in den wichtigsten geschafften brauAte, undheil zum Reichs - Vicsrio, auch an. 1528- ru"rvncte.^c-ommilLrio oder Präsidenten des Reichs-tageS v pan ^sonderheit bediente sich der Kayser seiner zu beyieg»» Kenentstandenen religions - streitigkeiten, wie er denn a m'» p,eaufdem ReDs - tage zu Auqspurg das meiste dmw ^yma'Protestirenden Ständen tractirel. Über dem^"^gesE,„Reichs - armee wider die Türcken commandirr,« seum^.daß der Turckische Kayser Svlymann, so daw e»^ An-Ab-kunft horte, die belagerung der stadt Wien auch» pek^pe,succedirte er ftmem verstorbenen bruder Ludovre iv»