Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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Ü>"r.>^ gleich dessen söhn, Otto HenricuS, noch am lebenZ man hatte bereits an. 1524. durch VermittelungaufFreysingen sich dahin verglichen, daß Frideri-^ l>var ^nslang diese Chur - würde haben sollte. Nun wur-At, gs.^co Henricus von etlichen wider Fridericum angehe«Niva Amue er es aber dennoch bey der geschehenen trans-M bx2^bewenden lassen , also erkennete er endlich selbst,Wder .^^hur-würde zu seinem eigenen grossen nutzen von,.j. Vr geführet worden. Es suchte zwar auch zu dersel-be <ider ,,j^ube!mus, Hertzog in Bayern, die investitur, konn-erhalten, hingegen erlaubte der Kayser Friderico,x Reichs - apfel in das Pfältzische wapcn zu versetzen,

^durch absetzung des Churfürsten Friderici v. in»ch ist transferirt worden. Im übrigen, nachdem

Nte„ k^uuis lang vergeblich bemühet, die religions - streitig-sc^.dlege», und sein vetter, Otto Her

Msth-

Otto Henricus, der Prote-

Ucus ^lrgion nicht ungeneigt war, hat sich endlich Fride--Ä oarzu bequemt, und durch Paulum Fagium, denMtlj»!« Burg zu sich beruffen, dieselbige religion an. 1546.

neingeführet. Hierdurch nun wurde des§ M z^ogenheit gegen ihm, sonderlich durch anstiftenGran-M ejyu.Mlich vermindert, worzu noch weiter kam , daß erM - Stände Gesandten geschickt, und sie um bey-

hatte, seine vermeynte prätension aufDänemarck.dessen^ 7)'worinn er aber seinen endzweck nicht erhielt. Un-Wosse« 'As sich der Kayser wider die Schmalkaldischen bunds-l°>N de», k wte, ließ sich Fridericus angelegen seyn, die Stande,Nst abrunde begriffen, mit dem Kayser wieder auszusöhnen;^Memk.«chts erhalten konnte, schickte er dem Hertzoge vonWkdev« M ?oo. reuter und 600. fuß - knechte, vermöge eines"uhuisses zwischen ihnen, zu hülffe; denn sonst hatteR- milcht mit in den Schmalkaldischen bund eingelas

Nich^A volcker nun hielten sich bey Jngolstadtgegen die Kay-Mxxj. M wohl, daher Carolus V. eine grosse Ungnade aufkr>eg?!??arf; doch, nachdem der Kayser anfänglich in die-nst' war, wurde er wiederum mit ihm ausgeföh-

xUeg.gxUw fridericus persönlich zu ihm, um Verzeihung zujh^7„dlelmehr sich zu entschuldigen, und sind nachgehendsZ. andere mit dem Kayser wieder ausgesöhnet wor-

,»,^rh an. 1548. das Imerim auf das tapet gebracht<i!?i auf-rr kein bedenckcn, solches anzunehmen, damit erN-i;ch j^ue den Kayfer beleidigen möchte. Endlich starb erk Ch!,»?- 74 -jähre feines alters. In seinen Heurathen hat^eniaUchrst sonderbare ssr» gehabt, sintemal er viel anschlä-Meera^k aber ihren fortgang nicht erhalten. Zu ersti°'^klü,p^Loffnung zu des Kaysers Carolischwester, Eleono-

viesp» chat Fridericus abermal einen versuch, war aberunglücklich. Hierauswurde ihm Maria, Her-Jülich tochter und einige erbin des Hertzog«NiMlast- angetragen, weil er aber gar zu lange darüber be-Senekm!. sie an Johannem III., Hertzog von Eleve,Km MfkansUmg des Kaysers Maximiliani I. verheurathet.ji,7>sers§" "Maria, verwittibte Königin in Ungarn, und desv^hvssniin^ ^itte schwester, in consideration, worzu manhZ8ey maMe, damit er es durch seinen bruder dahinzu».'allein U?, haß Ferdinandus möchte Römischer König wer-U and°x,^aelg hatte keine lnst darzu, und gab vor, daß sie sichj>A »vn qü^al nicht verheurathen wollte. Margaretha, eineN hülff? ?§^rrat, kam auch in Vorschlag, doch sie wurde,lM Hedwi« eanvellani, dem Hertzoge von Mantua zu theil.8en »Niderj/. 1 "Zr tochter des Polnischen Königs Sigismundi,»Züy qrgW selbst etwas auszusetzen, weil er sich bey derselbi-"es heurgth.guth vermuthete; dahero diefe an Ioa-»ij' Hiera,,f^h"^W'sten zli Brandenburg, verheurathet »vor«Uward ihm die schwester des Hertzogs von Calabrten/Mt-schätze von öoooc». ducaten angeboten, indemEanckrei^ unschlußig war, wurden ihm von dem KönigeV und Printzeßinnen, die von Navarra, die vontktz^erhx Uw vvn Vendome, nebst einer ansehnlichen ausstat-l„,?bzjch "wen, damit man ihn von der Oesterreichischen par-ab^lersib' wvchte; doch Fridericus ward nur herum geführt,i>^ der Hcr^rschertzte er auch die erste gelegenheit. Es sollCudnMabt .. v°n Bayern, Wilhelmus, die meiste schuldheuram U ^iese heurathen heimlich hintertrieben haben.

sH^annin iii^.an vor ihnchas Königreich Däneinarck wider

tn^rM ws,h?haupten wollte. Doch es folgte nichts darauf,

wühe'ü^ache^vergeblich,

peses wercks wandte. Er zeuF'

HZ K kmder. Im übrigen sich er mit herrlichen ge.

hM^Megen seyn, und zierte daMdtgeu ^ rek.

"Ä. esgc, in 1 II. Lcüsräu. ' «re«,, ^ ^ I.

^ l'kZ. jerder Chur.

siiccedirte. Sein vatter war Johannes der jüngere zu Sim-mern, Cammer - Richter zu Speyer, und feine mutter Beatrix,des Marggraftn Christophori von Baden und Hochderg tochter.Er wurde an. 1515. gebohren, und an unterschiedenen, doch derCatholischen religion zugethanen Höfen, als dem Lothringischen,des Bischoffs zu Lüttich, und des Kaysers Caroli V., auferzogen.Nichts destoweniger wandte er sich hernach zu der Protestanti-schen religion, nachdem er sich mit der BrandenburgischenMarggräfin Maria aus dem Hause Anspach vermählet hatte.In seiner jugend begab er sich in den krieg wider die Türcken,da er die stelle eines Reichs - Fähndrichs bekleidete. Hierauf re-gierte er als Gouverneur die Ober - Pfaltz, und endlich folgte erin der Chur - würde seinem vetter Ottoni Henrico. Weil auchzu dieser zeit die streitigkeiten wegen des heiligen Abendmahls un-ter den Protesttrenden sonderlich zunahnien, war er der ersteunter den Reichs - Fürsten, der sich zu der partey der Neformir«ten bekannte, wie er denn Tilemanno Heshusio seinen abschiedertheilte. Dieser Ursache halben wurde an. 1 ;6o. zu Heidelbergein gespräch gehalten, woselbst aufLutherischer feite Maximilia-nus Morlinns und Johannes Stösselius, an Neformirter feiteaber Petrus Boquinus und Thomas Erastus , ein üleäiLus,sich befunden. Der ausgang war dieser, daß der Churfürstnach der zeit den Reformirten noch eifriger anhieng, und diesereligion auszubreiten kymnslis zu Neuhaus und Amberg, auchzu Heidelberg das sogenannte LollegMm Lspienrise aufrichtete.Er hatte gleichfalls theil an dem Convent zu Naumbnrg, wel-cher an. i?6i. gehalten wurde, auf welchem man disputirte,ob man die veränderte oder unveränderte Augspurger - Confes«flon annehmen sollte. Hierauf ließ er an. i;6z. den Heidelber-aischen Catechifmum publiciren , welcher in der Reformirtenkirche ein gar grosses ansehen erlanget hat. In dem folgendenjähre wurde das berühmte Lolloguium zu Maulbrunn angestellt,dahin Fridericus Mich. Dillerum, Petrum Boquinum, Cafp.Olevianum, Petrum Dathenum, Zachariam Ursinum, Tho-mam Erastum und Guil. Tylandrum mit sich brachte, hinge-gen Christophorus, der Hertzog zu Würtemberg, JohannemBrentium, Jac. Andreä, Theod. Schnepfium , Balth. Bi-dembachium und Luc. Osiandrum. Hier wurde nun sonderlichvon der gegenwart des leides und blutes Christi dispulirt, dochwar der ausgang, wie gemeiniglich bey dergleichen Lolloguüsund vilput-nlonibus zu seyn pflegt; denn als man nachgehendseine Lxitomen dieses Lolloguii heraus gegeben, entstund darü-ber zwischen den Pfältzischen und Würtcmbergischen Theologisein neuer streit. In dem folgenden jähre iwurde auch aufbefehl dieses Churfürsten zu Franckenthal ein LollogMum zwi-schen den Reformirten und Anabaptisten gehalten, weil sich die-se in seinen und den benachbarten landen sehr vermehrt hatten.Dieses gespräch währte vom 28. may bis auf den 19. jun. unddoch war alle angewandte mühe vergeblich , weil keine parteyder andern weichen wollte. Der erfolg aber war dieser, daß,weil die Wiedertäufer keinesweges nachgeben wollten, man ih-nen verbot, in diesen landen ferner zu lehren. Sonst war erwegen der Reformirten religion bey vielen verhaßt, sogar, daßman auch auf dem Reichs - tage zu Regenspurg an. i;66. da-mit umgteng, ihn der Chur - würde zu berauben. Doch wur-de dieses , durch Vermittelung des Churfürsten Augusti vonSachsen, von ihm abgewendet. Den Hugenotten in Franck-reich kam es sehr wohl zu statten, daß ein so mächtiger Fürst inTeutschland sich zu ihrer kirche bekannte, indem er nicht alleinmit gutem rathe, mit vorbitte bey dem Könige und durch Ge-sandtschafft sich ihrer annahm, sondern auch an. 1567. unterdem commando seines sohns, Johannis Casimiri, ihnen 6000.mann zu Pferde und zooo. zu fuß zu hülffe schickte, welcher an.i;68. zu dem Printzen von Conde stieß , und nach gemachtemfrieden wiederum nach Hause kam. An. 1569. schickte Fridert-cus eine andere armee von ,4000. mann unter Wolfgang vonZweybrücken zu ihm, und an. 157;. wiederum eine andere ar-mee unter dem vorgedachten Johanne Casimiro , nachdem ermit dem Printzen von Condö eme alliantz geschlossen. Die gros-se liebe zu seinen religions - verwandten brachte ihn auch dahin,daß er Henrico Vnlelio, König in Polen, und nachgehendsin Franckreich, als er auf seiner reise nach Polen durch diePfaltz paßirte, die sogenannte Parisische blut - Hochzeit mit et-was harten Worten vorwarf, welches gespräch dann, sogarnachdrückliche reden und gründe in sich hält, von dem Chur-fürsten selbst verzeichnet , und in den sogenannten LoUeÄa-neis kslatinis befindlich ist. Nicht weniger ließ er auch seinesonderbare Neigung zu der religion darinnen blicken, daß er sichder Niederlande, da sie die Waffen wider Spanien ergriffen, ei-frigst annahm , wiewol auch seine Heurath mit Henrici vonBrederode wittwe, und das harte verfahren mit seinem schwa-aer, dem Grafen von Egmond , hierzu etwas beytrug. Erschickte ihm also seinen jüngsten söhn, Christophorum, an. 1574.zu hülffe, der aber unglücklich war, indem er noch dasselbe jährm der Wacht auf der Mvcker-Heyde riebst Ludwrg und Hern,rich, Grafen von Nassau, den 17. apnl das leben einbüßte.So erlaubte er auch den flüchtigen aus den Niederlanden sich zuFranckenthal niederzulassen, welches dem lande durch zuziehungvielen gewerbs und reichthümmer gar ersprießlich gewesen. Erselbst aber starb den 26. oct. an. *576. Seme erste gemahlinwar Maria, MarggrafCasimm von Anspach tochter; seine ande-re Aemilia, Humberti Grafen zu Neuenar tochter, Henrici vonBrederode wittwe. Mit der letzter» hat er keine kinder gezeuget,

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