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mit der erstem aber Lridovicum, der ihm in der Chur-wurdegefolget; Hermannum Ludovicum, welcher zu Bourges inFranckreich, woselbst er sich studirens halber aufhielt, den i.jul.an. 1556. ertruncken; Johannem Casimirum, der nach seinesältern bruders tode die administration der Chur und vormund-schafft über dessen söhn sich angemasset; und Christophorum,der in der schlacht auf der Mocker-Heyde, wie vorhin gedacht,sein leben eingebüßet, iVna». Kill. üb. XXVIII. Xxxvi.k. KVII. KXII. kill. kalkt. p. 284. leg. kill.
LLclek. kalkt. p. 169. veerr,-, snnsl. Lnsksxtist. sä sn.Arnolds ketzer-hist. k. II. üb. XVI. L. 17. §. 1;. Mög.
LvlleÄ. kslst. eäits s tt/reZro <L x^c/ro. IVAa«, , A
orst. äe kriä. III. *
Fridericus IV., mit dem zunahmen der aufrichtige, warein lohn des ChurfürstenLudovici, und Elisabethä, Landgrä-fin von Hessen, des Landgrafen Phtltppt tochter. Er wurde den5. wart. an. 1574. gebohren, und gieng nur in das 10. jähr,als er an. 1? 8?. den 12. oct. seinen vatter verlohr, da denn we-gen der vormundschafft ein heftiger streit entstund. Es hattenemlich Lndovicus seinem bruder Johann Casimiro, dem sonstdie vormundschafft zukam, im testamente noch ;. andere mit-vormünder zugegeben, als Georgium Fridericum, Marggra-fen von Brandenburg, Ludovicum, Landgrafen von Hessen, undLudovicum, Hertzog zu Würtemberg, wodurch er verhindernwollte, daß Johannes Casimirus die Reformirte religion nichtwieder einführen sollte. Johannes Casimirus aber wollte keinemit - Vormünder leiden, warb auch in der administration derChur und vormundschafft von dem Kayser bestätiget, woraufer nicht allein die Reformirte religion einführte, sondern auchFridericum IV. darinnen auferstehen ließ. Es fehlte auch an sol-chen leuthen nicht, welche Johannt Casimiro gar harte anschlä-ge wider die Lutheraner gaben, welchen er doch nicht weiterfolgte,als daß einige Prediger,die sich ungeachtet aller erinnerun-gen des schmälens und verketzerns auf den cantzeln nicht ent-halten wollten, das land räumen musten. Da nun dieser L-l-minilirswr an. 1592. starb, fehlten etlvan noch 2. Monate, daßFridericus nicht 18. jähr alt, und also majorennis war. Nichtsdestoweniger wollte seines groß-vatters Frideriei III. noch leben-der bruder Richardus zu Simmern die vormundschafft undadministration der Chur über sich nehmen, welches aber wederFriderico noch seinen Räthen, die sich abermal einer religions-veränderung befürchteten, anständig war, dahero Fridericusohne bedencken die regierung selbst antrat. Gleichwie aber Jo-hannes Casimirus ohne erben starb, also kam dadurch das Für-stenthum Läutern und das Amt Neustadt wieder an die Chur-fürstliche lande. Fridericus selbst ließ ihm auch sehr angelegenseyn, sein land in aufnahm zu bringen. Zu welchem ende er an.1606. die siadt und vestung Manheim zu erbauen anfieng, undselbige den Niederländischen flüchtlingen zu bewohnen verstatte-te , wodurch dieser ort mit einwohnern bald angefüllet wurde,wiewol dieser Churfürst den vestungs-bau bey seinem leben nichtzu ende brachte, den aber endlich dessen enckel, der ChurfürstCarolus Ludovicus vollendet hat. Sonst ward Hauptsächlichauf anstiften dieses Churfürsten an. r6io. die bekannte unton derProtestantischen Reichs-Stände zu Hall in Schwaben geschlos-sen , deren endzweck war, die Protestantische religion nebst demreligions-frieden zu vertheidigen; in der Jülichischen succeßions-sache, Chur-Brandenburg und Pfaltz-Neuburg in der poffeßiondieser lande zu beschützen, auch sich sonst der Protestirenden,die der religion halber bedränget waren, anzunehmen. Wasaber selbige union nach sich gezogen, ist aus der Historie desdreißig-jährigen krieges zur genüge bekannt. Chur-Pfaltz mach-te sich bey dem Kayser nicht wenig, sowol hiedurch, als durcheinige andere dinge verhaßt, davon sein söhn und enckel die wür-ckung recht empfunden. Er selbst aber starb an. 1610. den 9.sept. Sonst war dieser Fridericus ein grosser liebhaber der Ge-lehrten , wie er dann nichts ermangeln lassen, die Universitätzu Heidelberg in guten flor und ansehen zu bringen. Seine ge-mahlen war Louifa Juliana, Wilhelmi Printzen von Oranientochter, mit welcher er nebst einigen töchtern Fridericum V. derihm in der Chur-würde gefolget, und Ludovicum Philippumzu Simmern und Lautem gezeuget hat. rv>«E,,kili. lib LIV.
, in kill. kslst. chiing. , in memor.
ecclek. kee.XVII. lib. I. c. 66. Ludolphs schau-bühne, c. 2 .Ac. XreM. für ik vie L Is mort äe körnte Irüisne. c?op-
orstio in okitum kriä. IV. KI. ksl. *
Fridericus v.> war vorhergedachten Friderici söhn, zu Aberg an. ^bohren, und ward in seiner lugend eine zettlebey dem Hertzog von Bouillon zu Sedan erzogen. Als ivatter an. r6ic>. gestorben war, entstund zwischen dem Pfegrasen von Neuburg und dem von Zweybrücken wegenVormundschafft em streit, rüdem ,ener wegen der nächsten rwandtschafft, dieser aber wegen des testaments dazu gehöwollte. Doch ward der Iweybrucklsche durch den Kayser rChurfürsten dabey geschutzet, behielt auch die vormundsch,bis zum 18. jähre des Churfürsten. An. 1612. gieng dieser nEngelland, um die Heurath mit der Königlichen Printzeauszumachen, davon man sich vor dre umon , an welcher iPfältzische Haus grossen antheil hatte, viel Vortheil verspraEs waren zwar diesem feinem absehen die Spanier sehr zuwttwelchem zu gefallen selbst die Königin und der Graf von Nchampton dagegen arbeiteten. Allein der Printz von Waüis
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förberke s-Ibiges. lmd ob er gleich währenderlenckte sich doch der König selbst auf diese feite, ss'bcylager den 14. febr. an. 161;. vollzogen ward, wv ^Churfürst im april mit seiner gemahlin nach haute eran. 1614. die regierung selbst übernahm. An. 161?- tWorms, weil die bürgerfchafft die Juden eigenlnaM'^schgetrieben, und allerhand gefährliche irrungen d,e
ben und dem Rath obhanden waren. Da hingegen «^ ge-Churfürstliche besatznng die bürger zwar zur ruhe iilw. 1horsam ihrer Obrigkeit angehalten wurden; der Chmwigegen dem ihnen gethanen versprechen gemäß M emf'»Kayser durch schreiben bemühete, daß sie nicht mochrc» 'gen werden, die ihnen so schädliche Judenschasstnehmen; es kamen auch vornemlich durch dieses Furt» N ei-gung und vermittelst eines Kayserlichen spruchs, die taw ^enen solchen stand, daß die gerechtigkeit ohne wettereren freyen lauf erhielt. An. 1618. bekam er mtt demzu Speyer zu thun, weil selbiger zu Udenheim vestunsanlegte, die sowol gegen der stadt Speyer freW" Mst bzkderen Schutz-Herr der Churfürst war, als auch I.ff Edencklich schienen , indem sie denen zwischen dem BU ^ MChurfürsten aufgerichteten vergleichen zuwider wsffauch gar verdacht entstund, als ob die Spanier stMwercke steckten. Deswegen rückte der Churfürst mtt S ,Hand vor den ort, bemächtigte sich desselben ohne M ^ Eund schleifte die neuen vestungs-wercke, ließ aucherklärung öffentlich heraus gehen, deren zwar derseinige entgegen setzte, so aber damals nicht geaatt"
Das meiste und wichtigste von seinen geschäfften aber, er,wol in dem unions-wercke der Protestanten, X peiEgleich seinem vatter, das Haupt war, und damtt er l'^ j„ oe>des Haufes Oesterreich auf den hals lud. Denn ob zwzusammenkünsten der Vereinigten eigentlich nicht» LV'
Haus gehandelt ward, fo gab man doch dem.schuld, daß er nebst wenigen andern geheime animier ^die zur erniedrigung der Oesterreichs abzielten, .„g,eW'dacht noch mehr wuchs, als die Böhmische unruyeDenn da schienen theils die schreiben, welche von o > aso wol an den Kayfer, als an die Böhmischen Starm H ^wurden, also eingerichtet zu seyn, als ob sie bey dem Vzum frieden jenem droheten, und diese in ihrem vor ^^,1»stärcken suchten, theils sagte man, daß der Graf vou ,, denseid mit seinen unterhabenden völckern ausdruckum „„d pChurfürsten den Böhinen zur hülffe geschickt wordenauch derselbe von Savoyen aus keinem andern hczEChur-Pfaltz überlassen, und mit Savoyischem »r j„ «worden, als weil die beyde gegen das Haus .Oeilerr 'Heimen Verständnis stünden, und der Churfürst, ist
räume zeit feinen anschlug auf die Böhmische Crone» r
auch dieserhalben mit Savoyen etwas handelte. ^zum wenigsten gewiß, daß sonderlich nach des Kavst ^t »vz,tode an. 1519-, da der Churfürst das ReE^„r>i,Z ,nahm, unterfchiedenes geschahe, das wider Fervmhung liefe. Denn erstlich suchte der Churfürst 9 ?^ BU-chdaß der wahl-tag aufgeschoben werden möchte , M ,
scheu unruhen beygelegt, und die fremden völcker au . E.,,geschafft wären. Hernach war er auch feiner erwey^^nii!''^lich zuwider, indem er anfalle weise den HerM ss yock .hlaus Bayern, (zu dem er auch deswegen.persomw^jgsE^Matthiä tod eine reist gethan, weil eine Römischegesucht ward,) zu bewegen trachtete, daß er die Kam ^ne suchen möchte, selbigem auch, ungeachtet dw a> ^fursten alle auf Ferdinandum gestimmt, am wuv .^jge,seine Gesandten die stimme geben liesse. Es woue ^ ^ m ^er anfänglich selbst gerne Kayser gewesen wäre , jw ^zeitlich gemerckt, daß ihm die Protestantische relU ^eN'-fftestehen wurde, worauf er auch dem Hertzog von nw^Fihn so viel vester mit sich zu verbinden, eine zeiuai z LCrone gefchmeichelt. Um eben dieselbe zelt,
Kayser erwehlet worden, soll er es durch geheime ^pen i Aten und seine anhänger in Böhmen fo wett gebrauter dafelbst zum König erwehlt worden. Znm wr E,,jgckdie fache gleich nach der Kayser-wahl.aus, «nv ei» ^nahm die Bohmifche Crone auf beständiges emru^von seinen Räthen, und wie man meynt, stmer^.^,.n, .1 K
von seinen Räthen, und wie man meynt, Wee .^>11, ' Alin an, wiewol ihn unterschiedene Teutsche s ^len-als auch der König in Engelland fehr davon avi^ssen.-
hinterließ demnach den Pfaltzgrafen von ^
Statthalter und zog nach Böhmen, allwo er den w wcrönt, und fein ältester Printz zum nachfolge ^
Kurtz darauf wohnte er der rufammenkiintt v ^Nürnberg bey, allwo er als König angenommen ^,ch iw ^
reisen,um die Huldigung hiermachte sich auch unter
ing hier und da perib"ffA.Me absw^iid-
...er den Böhmen durch "v f" yen^,itck
der biider aus den kirchen nicht alle zu guten freu^Ap^xlich ward er auf allen feiten hart angegriffen. ^x,irtenfielen in die Pfaltz ein, und wurden von dest^igte ''„ g-egehindert. Der Churfürst von Sachsen bema^Men^,Laußnitz. Die Kaystrl. und Bayerischen aoe^grat sBtv Böhmen durch, da sich zwar anfänglich der