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hielt er die Abtey Mkre-Vams äs Llsirs Fontaine in der Dicv-oes von Chartres, und starb endlich zu Paris den i. febr. an.17;in einem alter von 78. jähren. Seine schriften sind Ll-sa^8 äulkeZne äs L01Ü8 ls 6iauä; Hiüoire äs Lraucs , welchein drey folianten, und auch in sieben duodez-bänden gedruckt;Vie äu Laräinal ä'lkmbosse, avec un parallele äs8 Laräinauxcslsbres , cju! out gouverne I'ktat; und anders mehr. VvNseinem eigenen leben hat er fünf gantz unterschiedene befchrei-bungen aufgefetzt, worinnen viele besondere dinge enthaltenseyn sollen.
* Genebaldus, Bischoff zu Laon, war St. Remigii, desbekannten Ertz - Bischoffs von Rheims , schwester - söhn.Ob er schon verheurathet und seine frau noch bey lebenwar , so machte ihn doch erstbemeldter sein Vetter zum Bi-schoffe; ja ihm zu gunsten trennte er die stadt Laon und ihrgebiethe von Rheims ab, um ein besonderes Bißthum darausaufzurichten. Also wurde an. 497. dieser theil von dem Ertz-'Bißthum abgerissen, und gehöret nun in prima inllantia untersich sechsten , da es zuvor einen theil des Ertz - Bißthums aus-machte , und zu dessen Episcopal - vicece» gehörte. Dieserjunge Prälat gab aber darum sein eheliches recht gegen sei,ner frauen nicht auf, und zeugte als Bischoff noch zwey lin-der mit derselben, nemlich einen söhn, Latro genannt, undeine tochter, so er Vulpeculam zu heissen beliebte, in welchenbeyden nahmen der Bischoff auf den heimlich und gleichsamgestohlner weise mit seiner gemahlin gepflogenen beyschlaf unddarauf erfolgte so zu reden furtive empfängnis zielte. Nach derHand aber bekehrte er sich, (ob er damals schon alt gewesen, istungewiß, ) und beichtete seinem Vetter dem Ertz-Bischoffden begangenen fehler. Der H. Remigius, welcher nicht ge-wöhnet war mit den kirchen - satzungen schertz zu treiben, setztedarauf Genedaldum ab , und auferlegte ihm eine siebenjährigebusse, nach verfliessung welcher zeit er ihn wieder in seinBißthum einsetzte. Genebaldus versähe hierauf sein Bißthumwieder etliche jähr, bis nach an. 549. und sein söhn Latro fol-gere ihm auf dem Bischöfflichen stuhl. Dann dazumal war dievrdination, sonderlich in Gallien und Germanien, noch keineausgemachte Hindernis und förmliche trennung der ehen, ob-schon die Priester-ehen verboten, und wider die kirchen-fatzungenzu lausten beglaubet waren; und folglich, dieweil das Sa-krament der ehe durch das Sacrament der vrdination nichtaufgehoben worden, und das mmrimomum ratum, obschonnicht legitimum bliebe, konnte man dergleichen linder als rechtgebohren, und als solche, die auS einer wahren ehe erzeugetworden, ansehen, und die dispensation leicht erhalten werden :Ja es will verlauten, als habe Latro ohne solche dem vatterriachgefolget. Doch wann dieses dem also , so geschahe es auchwider die kanonischen reguln, und ehender per conniventiam,als baß es keiner dispensation nöthig gewesen. ss«ro».
biü. cle krance. vit. 8arickor.
Genebrardus, ( Gilbertus) Ertz - Bischoff von Air inProvence, war von Riom aus Auvergne gebürtig, und wurdein der Abtey Mauzac ein Benediktiner, gieng von dar nach Pa-ris , und hörte daselbst Adrianum Turnebum, Jacobum Car-pentarium und Claudium Sanctium. Er nahm in den spra-chen und allerhand wiffenschafften dergestalt zu, daß er vockorIReologice zu Paris, und Königlicher Professor wurde, auchdie Hebräische spräche profitirte. Gleichwie er aber vor dasWohlseyn der Catholischen religion/ehr besorgt war, also wurdeer einer von den vornehmsten anhangern der LiZus, welche un-ter dem vorwand der religion wider den Konig krieg führte,und erhielt durch deren Vorschub das Ertz - Bißthum zu Aix inProvence, welches er im septembr. an. 159;. in besitz nahm.Er redete in seinen predigten sehr heftig wider den König, undzog sich dadurch viel ungelegenheit über den hals. Als aberdie fache nicht nach seinem wünsch gehen wollte, gieng er nachAvignon, und schrieb daselbst ein buch, unter dem titul: äsLacrarum LIeciionum ^ure sä Lcclelice Oallicancx sseäintegra-lionem, welches, weil es wider die Französische kirche gerichtetwar, von dem Parlement in Provence auf des Königs besehtan. i;y6. den 2S. jan. zum feuer, er selbst aber zum exilio ver-dammt wurde. Jedoch vcrgönnete man ihm sich nach Semeurin Bourgogne zu retiriren, woselbst er Prior wurde, und deni;. mart. an. 1^7. starb. Die vornehmsten Cardinäle, Bi-schöffe und Gelehrten waren seine besten freunde, und bedauer-ten fein Unglück. Unter seinen übrigen schriften sind ssralluktioUNd Lommentarius in Plalmo8; ssrakkaw8 contra H-ereticosssntitrinilarios; LbronoloZia 8anLta ; läturgia Lpolioliea;Lc. Er soll auch das buch unter dem titul: 6nilie1mu8 ssof-lieu8 cle fiista Keip. LdrManN in sseZS8 iinpio8 öc luereticosLnimaclveriicme, herausgekommen, verfertiget haben.üb LXIX. NrMErct-a»«,, elog. 1>k. IV. p. 102.rom. !I. LIII. s«c. VI. LXVI. parts
III. clissert. n.
Genemuydm, siehe Geelmuyden.
Geney, oder Gennev, eine kleine bevestigte stadt in demHertzogthum Eleve, an dem fluß Nicrs, wo sich selbiger in dieMaas ergiesset, zwey oder drey Meilen von Eleve gelegen , unddem Könige in Preussen gehörig. Sie hat ihren nahmen von ei-nem alten geschlechte derer von Gennep, (von welchen Wilhelman. r;49. Churfürst zu Cöln worden) und ist vormals ein lehn
gen
von Geldern gewesen, nach der Hand aber an dieVrederode gekommen. In deren an. 14»?- geniE 'siel die halbscheid an Margaretham von Brederode, ss ^ pinhann von Jtinsberg vermählet wurde. Dieser Adem Hertzoge Wilhelms von Berg, welcher «m, sipEleve krieg führte, wurde aber in der schlachtbey ^von diesem letzter» gefangen, und gab die halbschew . Helmnep nebst aller gerechtigkeit für seine ranzion. D>e ui'erhandelte Advlphus von Gisbert und Reinhard vonan. 1441. für 70000. gülden, daß es also gantz anIn dem Niederländischen kriege wurde sie von den ^an. 1641. aber von den Holländern wieder eroo»».beschreibung von Eleve c. 12. .^t,
General bey den armeen wird eigentlich derjenige 6 p xjß,welcher über dieselbe das oberste commando fuhr"falls keinen über sich erkennet, als das sonverame »eines landes, oder die Vorsteher einer freyen Rss" daihm dergleichen charge aufgetragen. Es pflegt ", ,,»dE.Generals-titut den subalternen Häuptern einer armee, ^nach dem unterschied ihrer staffeln oder functionen, » KEschiedenen beyfügungen beygelegt zu werden. Bey ^ Ke>mserlichen armeen steigt man von dem Oberstenral-Wachtmeister oder General-Major; 2.) zum Gen» ^ zMMarschall-Lieutenant; ;.) entweder bey der u^a»»General-Feld-Zeugmeister, oder zum General vonv»rte, welche beyde den rang unter sich nach dem alter mge haben; 4.) ,um General-Feld-Marschall; i-).., <
ral-Lieutcnant, welches die höchste kriegs - bedrennns ^ A',nur einem allein cvnftrirt wird. Bey den armeenscheu Reichs-Fürstcn, ingleichen bey den NordllMn cufindet man ordentlich eben diese Lucius, nur daß d>»nes General - Feld - Marschalls die höchste ist / Oberstman bey einigen auch noch Brigadiers zwischen ocnund den General-Majors hat. Unter den FcanMM»pen sind i.) die Marschälle von Franckreich , (den» shMeines Connetabels, so chedessen bey den armeen die n KBWesen, hat man seit an. 1627. aufgehoben);ral-Cvlvnels , nemlich der über die infanterie, welche . ,^ocisco I. in der persvn des Moisseur cle Faix nachdem Ezuerst aufgerichtet, aber von Ludovico Xl^-.des Hertzogs von Espernon, als des andern dieses 0 ^ r»dieses amt getragen , seit an. iü6i. supprimirt m/Sch' -c;über die leichte reuterey , zum dritten der über dre gEund Graubündtner, und viertens der über die ^die General-Lieutenants; 4.) dieFeld-Marstham.^recliaux cle Llamp ; ;.) die Brigadiers, hcrnacy Kss^sten, rc. Auch auf den Französischen flotten ist mjce-Ä^sral gebräuchlich. Denn nach den Admiralen uno "ralen folgen unterschiedene Lieutenant 6enerauX unavalea, auf welche hernach les Lüefs cl'Llcaäs^'.j her l>,,über dieses hat der König von Franckreich einen Gem» tleeren , nebst einem unter demselben stehenden G»n ^ hM §nant. Der titul eines Generalißimi, welcher so filc »als einen, welcher über alle andere Generals m/ ^Cardinal von Richelieu eingeführt worden, Ä
mando der Französischen armeen in Italien W
Venetianer pflegen zu kriegs-zeiten einen Geuerm'^fiFer » ^Capitain-General über ihre sce-macht zu erwehich- pje g" ^
haben sie beständig einen Gcneral-kroveäitoruv»^flotte, und, wenn krieg ist, einen General desGeneral der galeazzen, ingleichen einen ausmu': ' pstral, welchen sie Oeneral äi visbarco nennen, wc> layd lM!>pen zu commandiren hat, so man von der flott»^
en zu commandrren hat, so man von der >wn»um eine oder die andere expedition vorzuneh-m an ^wird auch noch das epitüewn General , ^h daßansehnlichen kriegs-bedienungen gesetzt Ziffer,sagt General-Äuditeur, General-Kriegs-Zahlmom
Adjutant, General-Kriegs-Lommissariu8, Gen Mrmeister, und so weiter. äe fle l» ^
cle Vensse. Kr/k. ck« ^ ...
Milice kr. * ^ ^
General der galeeren in Franckreich, .T sldmi^jsdienter der Cronc, welcher auch sonst den tim^, wem,^Levant führet. Er hat die aufsieht über die werd^ diedem Königlichen Hafen zu Marseille aufbehMselbige in dem Mittelländischen meer zu flebrm ^ jsi, ngaleeren für den grossen Ocean , wo ebbeyno 1 Aen""''bequem geachtet worden. Er hat unter sich de" „, den ^ he-nant.der galeeren, die Commandeurs der cscad"üor und den Intendanten von den galeeren, 0»" anEchlEständig residirt. Sein wapen bestehet m eM ein ga-chen er hinter dem schild führet. Andreas Do»fe-scher vom Adel, wurde um das jähr »525. A'^ranssM^ >h>'leeren ernennet, er verließ aber an. i; r8. die o ^ley, und gieng zudem Kaystr Zarolo v. .AperEzum Printzen von Amalphi machte. ^eyte-
foldncauo kam an seine stelle, welcher Hen""'niglichen orden, Seneschaü von Guienne uno ^nant bey dem Gouvernement von g
war. Antvmus Escalin, sonst der Caprtam L'eaBaron äs la Garde, Ritter der Konigilchea
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