Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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Dänemarck gemahlin; Ernst Augusten und Dorotheen Magda-lenen , zwillinge. Er hatte vor seinem tobe diese verordnunggemacht, daß nach seinem Hintritt im Lüneburgischen zwey vonseinen söhnen regieren sollten, nemlich der erst-gebohrne Chri-stian Ludwig zu Zelle, und der andere Georg Wilhelm zu Ca-jenberg, auch daß, wofern einer von den ältesten brudern ohneerben verstürbe, alsdenn der dritte, und auf erfolgten fall auchder vierte zu der regierung gelangen, und also jedesmal zweyregierungen, eine zu Zelle, und die andere zu Calenberg seyn,hierbey -aber der älteste allezeit die wähl haben sollte.cliron. Lrunluic. k. II. p. 462. lVirlchelmannö stamm-und

Regenten-baum derHertzoge von Braunschw. com-

msnt. ckereb. Lueo.

Georgius wilhelmus , Hertzog zu Braunschweig undLünedurg, Hertzog Georgens , von dem der vorhergehende ar-tickul handelt, und Annä Eleonora, Landgräfin von Hessen-Darmstadt söhn, war den 16. jan. an. 1624. gebühren. Seinejugend brachte er mit studiren und auf der reise nach Italienund in andere länder rühmlich zu , besprach auch an. 1660. denKönig in Engelland zu Breda. Nach seines vatters und dessenbruders Hertzog Friedrichs tode bekam er das FürstenthumHan-nover oder Calenberg. Als aber an. 1669. auch sein ältererbruder, Hertzog Christian Ludwig, erblos starb , ereignete sichwegen der succeßion verdrieslichkeit. Denn der dritte bruder,Hertzog Johann Friedrich, der bey dem tode seines bruders ge-wesen war, führte sich als den einigen erben auf, und nahmderentwegen das schloß und die stadt Zelle sobald in Pflicht, ließauch unsers Hertzogs befehle, an der Cantzley, Archen undRathhaus abreisten, und zog die Aemter, fö unserm Hertzogschon schuldiget hatten, gleichmäßig an sich. Wogegen sichder Hertzog auf das vätterliche testament von an. 1641.berief, nach welchem die beyden Fürkenthümmer Zelle und Ca-lenberg einander gleich gemacht worden , und zwar so, daßjedesmal bey ereigmtem erbfaü der älteste Hertzog in der ältestenlinie freye wähl haben sollte, eines von beyden zu erwehlen,oder mit dem, so er schon besitze, zu vertauschen; solch testa-ment mäste desto gültiger seyn, weites durch den erb-vertragder ältesten brüder und den eyd der junger« bestätiget worden.Der streit wurde nicht nur mit der feder geführt, sondern manfieng auch von beyden feiten an volck zu werben. Doch diebenachbarten und anverwandten Fürsten, sonderlich der Chur-fürst zu Brandenburg, brachten durch ihre Vermittelung diefache an. 1666. zu Hildesheim zu einem vergleich , nach wel-chem unser Hertzog Georg Wilhelm das Hertzogthum Zellenebst den Grafschafften Diepholt und Hoya, Hertzog JohannFriedrich aber das Calenbergische und Grubenhagische mit ge-wissen bedingungen in besitz nahmen. An diesem jähr 1665.schickte unser Hertzog, nebst seinem jungern bruder HertzogErnst Augusten, den Holländern 12000. mann wider den un-ruhigen Bischofszu Münster. An. 1668. aber sendete derselbeden Venetianern einige trouppen in Candia wider die Türckeu,und als an. 1672. der Reichs-krieg wider Franckreich angieng,zog er persönlich zu selbe, schlug an. 1675. die Franzosen beyder Contzer - brücke, half Trier erobern, und den Marschalläs Crequy daselbst fangen. Als hierauf Schweben mitFranckreich in genaue alliantz trat, und eine diversion in derMarck machte, fiel unser Hertzog in das Bremische ein, underoberte an. 1676. Stade, welches er aber nebst dem übrigeneingenommenen lande bey erfolgtem frieden wieder an Schwe-den abtrat. Er bekam auch mit der stadt Hamburg streit,welcher dahin gerieth, daß an. 1686. die Hertzoglichen trouppenin derselben gebieth und die.sogenannten 4. lande einrückten.Die stadt mnste nun so viel nähern kauf geben, weil sich zu glei-cher zeit die Dänische armee näherte; ja es kam dahin, daßeinige trouppen des Hertzogs von der stadt gutwillig eingenom-men wurden, wie er denn schon an. 167-. wider Dänemarck,und ferner hernach an. 1697. und 1698. wider die innerlichenUnruhen dieser stadt beygestanden. In dem aufs neue ange-gangenen Französischen kriege haben unsers Hertzogs völcker zureroberung Bonn und Mayntz viel beygetragen. Derselbebeförderte auch an. 1688. die descente des Königs Wilhelmsauf Engelland, gleichwie er schon an. i6üo. Carolo ll. beyge-standen hatte; und wurde an. 1691. von demselben mit demRitter-orden des blauen Hosenbandes beehret, und an. 1698. inseiner residentz besucht. Als an. 1689. der letzte Hertzog vonSachsen - Lauenburg ohne männliche erben abgieng, wär un-ser Hertzog unter den übrigen competenten der glücklichste,mdem er das land, so Chur - Sachsen schon in pössefiion ge-nommen hatte, mit seinen volckern besetzt, und würcklich be-hauptet. An. 169;. zerfiel er mit Dänemarck wegen bevesti-aunq der Lauenburgischen stadt Ratzeburg; doch als der KönigChristian V. im begriff war dieselbe zu boinbardiren, kam es zueinem vergleich, nach welchem dre fortification damals geschleift,nachqehends aber wieder reparirt worden. Auch hat sich derHerkvg an. 1697. mit Chur-Sachten so verglichen, daß ihmgegen erlegnng I looooo. Rheinischer gülden die vantze erbschafftüberlassen worden , doch so, daß selbige nach abgang dcs ge-samten Hauses Braunschweig - Luneburg, männlichen stam-mes , wieder an Chur-Yachsen zurück fallen sollte. An. 1700.ließ er einige völcker zu den Schwedische» stoffen , und in dasHolsteinische einrücken, wodurch der Travendalische friede be-fördert wurde. Schon an. 1692. wurde unserm Hertzoge von

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dem Kayserlichen Hof die neunte Chur-wurde angeckag ^ ^che er aber, weil er keine männliche erben halle, dender Ernst Augusten zu Hannover überließ. Er >ta^

28. aug. an. 170;. Er war nicht nur von durch?verstände, klugheit und tapferkeit, sondern auch w 1«"alter bey solchem vigueur des leibs, daß er sich st? ,jähre vor feinem tode mit der parforce-jagd zu dwer",

Seine gemahlin war Eleonora, eine tochter Alechw" gr<>Mres, Herrn zu Lolbroire und Olbreuse, aus ewe>adelichen geschlecht in Poitou, welche sich wegen^^ «M.

Reichs - Fürsten-stand erheben ließ. Sie starb den -1722. da sie 8z. jähr alt war, mit ihro hat erzeuget die Printzeßin Sophiam Dorotheam, die"": §hE.ihren vettern , Georgium Ludovicum, nachgehch^ »eririo?.sten von Hannover und König von Groß-Britannm h ye>"Han. 1694. aber wieder von ihm geschieden worden ' A s>

nov. an. 1726. auf dem schloß Aalen plötzlich >.

glers hist. labyrinth, n. 690. p. i;<-9. Hamburg-" vl-1709. x. 27;. leg. 6erm-inia krinoip-

x. 94. sg. An. 1669. kam in 4to heraus: BerE ,

Hertzog Georg Wilhelmen competirenden Lkrafft dessen Sr. Durchl. des Herrn bruders HE? zu opLudwigs Fürstenthümmer, Graf-undHerrsthM^gg gc"".berechtiget. Dieser bericht findet sich auch in 2-Uu "

berechtiget. Dieser bericht findet sich auch in Eunvveste Europäis. Potentz. gerechtsi 2. theil, x, äs üsw xubl. Luroxre x. 999.

Landgrafen von Dessen l

Georgius H. Landgraf von Hessen, Darmstablwargebohrenden 17. mart. an. 1609. Seinvauss^ Iov ^gras Ludwig V, seine Mutter Magdalena, ChE^oyl/,^Georgens zu Brandenburg tochter. Er wurdegen, und empfieng an. isiz. als er nur g. jahrass egEMgras Georg Friedrich zu Baden in Französischer, ss" Zr Nz.aber in Teutscher spräche an den Heßischen grentze«-. ,,,heil. Schrift in verschiedenen sprachen, war auw ^IlissormiL, LsomserkÄL, LeosrLplssLis, ingleichesi. ^und andern Fürstlichen exercitil» wohl ünterwn'r.^fIod^den i;. junii an. 1621. eine reise unter der auMss,, Miss ACasimirs zu Erpach an, kam zuerst nach Brüssel, wLNiederlanden um, gieng von bannen in Fraucnc>, pM ^Spanien, langte den 16. oct. an. 1621. zu Madrw ^von dar nach Lisabon. Als er von bannen am F

begriffen war, litte er aufder see stürm,merlich nach Marseille, und gieng durch die L>chw^ Mzurücke, erhielte aber zu Crailsheim die nachrichl,von Graf Ernst von Mannsfeld zu Darmstadtgesanglich weggeführet worden, wannenhero er ^ Ägieng, und bey dem Churfürsten von Sachsen schlick' "gung negotiirte, woselbst er auch bis an. 162z-selbigem jähre wohnte er dem Collegial-tage Mbesprach seinen vatter wieder, und gieng mit lhw. ,Dreßden. An. 1624. that er eine reise in.Ich'^ fai? AllckRom, besprach daselbst Urbanum VIII. und rm W irinchI, flck

wieder in Darmstadt ein. Er that hierauf neo> ^ perle" ,an. 1629. wiederum eine reise nach Dreßden , v . -r-daselbst den 9. jan. mit der Chur-Sächsischcn w? 'Asse» ?- „MEleonora; weil aber oftgedachter sein vamr hxx,«julii an. 1626. verstarb, wurde das beylagerseiner angetretenen regierung den 1. aprrl an. .vollzogen. In demselbigen jähre celebrirte er va pcherAcademie zu Marpurg, richtete auch u"Er«vrg'^,ÄeriEgrafWilhelmV. zuCassel, wegenchcnMM^einen vergleich auf, und rcftituirte dre «r dem ^ -,Fen,zu Speyer ihm zuerkannte Aemter "iSchmalkaldcn und der Nieder-Grafschafftder stadt Marpurg , so er behielt. An. ^l°-^^.Collegial-tage zu Regenspurg bey , auch an. reisi,

vent zu Leipzig. Als nach der bey LeiMS nabEp pilkschlacht die Schwedische armee sich ly-»AtE

> person zu den: Könige Gustavo, naM^^,e dre

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ihm einen gewissen vergleich auf, und verl si^Me l)tat, muste aber indessen in seine an dem ' «,«>

vestung Rüsselshaim Schwedische besatzung ^des Königs tode that er an. läza.eme vorst^M Äselbst ihm von den Kayserlichen Gesandten vo^ xsswurde, um den Churfürsten bereden , mn^^„yten^ ,,sde zu machen. An. 16; z. schickte er st"^,Mrn, , "ÄSchwedischen Reichs - Cantzler, Graf O?em g.cnS ^ Edemselben einige Vorschläge thun. An-,^Hxeßden, ^ Eder Nordlinger - schlacht abermals u^,,, hewchA ,vnÄChurfürsten zum frieden mit dem fayssr r» ^ IHMendlich an. 16;;. zu Präge geschlossen ^ E

hierauf durch Kayserliche begnadigung er 0

so Schwedische partey hielten, znge^E ^,,dem Westphalischen friedens-schlusse reftumr^ und.Ajssel»',oehielt er den titul eines Grasen von Meno ^ ^vor sich und sein Haus. Nach stin-s veters,^^ prM^ d"zu Cassel, an. 16,7. erfolgtem todtl'chm H,M