Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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--H h!!! N^chafft dessen unmündiger söhne, worinnen ihmUe„ /f/Mrltche Hof beyfall gab, des verstorbenen Land-

M. Z//ve aber, Aemilia Elisabeth, conservirte sich bey der

^>l gerieth er mit selbiger in einen harten krieg,

Nch vg>> ^ Casselischer stite den an. 1627. getroffenen ver-Mach,,-iwungen achten wollte, in welchem kriege auchK,l ^ und Marpurg nebst andern örtern verlohren gienge.Alge über die Kayserliche armee zu hülffe kam , wurdenAlchx 'bis auf das schloß zu Marpurg, wovor der Kay-

da,,, 'dtarfchall, GrafHoltzapfel, abziehen mustc, undU>> sch,'!f «wem ihn ein balcke, welchen eine stück-kugel ausAug, 'ftiaem lofament abgerissen hatte, für den köpfwahrlich verwundet wurde, wieder erobert. Jndef-» Ig land, weil auch die Schwedische armee sich da-Nerr/Fyr mitgenommen. Nach aufbruch beyder armeen,s^dera." General-Lieutenant Eberstein, Kirchhayn, Rau-N» und Blanckenstein wieder, schlug auch den Lassest--N iNit^nl-Lieutenant Geysien bey Ziegenhayn, der, als erMex^Nl Schwedischen General-Maior, Graf Löwenhaupt,z.'s. «^"lliret, dieses Landgrafen völcker bey Franckenberg

N, siegte. An. 1647. ward ihm Kirchhayn, Kintz-"ckenstein , Hohenstein, die Catz und Rheinfels wie-

N Herkamen. Dieser krieg daurete so lange, bis fleh end-8 Ernst zu Sachsen-Gotha ins mittet schlug, welcher!?>e m,.'Wde theile zu Cassel mit einander verglich , wobeyKkpli.'Ustchafft Nieder - Catzenelnbogen, wie euch die stadt, ^lis.-Nrrlohr, welches nachmals in dem Westfälischenski^V asi^uNie bestätiget wurde. Er restaurirte hierauf denunter gewöhnlichen solennitätcn die vonDerß.ä'er fundirte und hernach auf einige jähre sufpendirte>Kl au? K Giessen, befand sich auch daffelbige jähr zu0 !. lvgs,„Kurfürst Carl Ludwigs von Pfaltz beylager. An.itL besn^? rr dem Reichs-tage zu Regenfprirg persönlichtz,Meden ?7 an. 1654. den Churfürst zu Sachsen, ließ un-Landes - ordnungen publiciren, erhielt auch von

'e>l avas Privilegium , daß unter der summa von 1000.-..'«So /einen landen keine appellation gültig seyn sollte.

»n verfertigte er sein testament, und nennte ChurfürstiKgcgf g sgen II. Hertzog Augustum zu Sachsen-'

lqfgWen II. Hertzog Augustum zu «sacylen-Halle und, ..Abrechten zu Brandenburg-Anfpach zu dessen exe-hierauf den 11. jan. an. 1661. früh morgensbetroffen, woran er auch 8. stunden darauflk°s.?vn f7sshat z.Printzenund 12. Printzeßinnen gezeuget,EAlllc, 'Wen 24. ktndes-kinder erlebet. Ihm folgte in der^dtS lgh^^hn Ludwig VII. äe red. 8uec.

Landgraf von Hessen, An söhn Ludovici VI.w Dorothea, Hertzog Ernstens von Sachfen-Gotha

r;. april'an/i 66 y 7 gebohren. Als fein ältererV/'sch? I/rung angetreten, erwehlte er den krieg, nahm die

leist^ ^ton an, wurde hernach Kayserlicher General-, -ud?,, ""d hielt sich inJrrland, in den SpanischenUngarn und Piemont überall tapfer. ErlktAejst-/ "I Spanien , und wurde Königlicher Ober-ßq, Ed?«'Eammer - Herr, Grand von Spanien und Rit-M, Vliesses, und zuletzt Vice-König von Catalo-S 7 . erwarb er grosse reputation in tapferer be-Barceüona. Weil aber die FranzosenVAi»,,^uf das äusserste zusetzten , und solcher von denÄApity A/ntsetzt werden konnte, muste er endlich den 10.

Nach Caroli II. tobe hat er sich des folgendenKaucl, >f?"ien , Caroli III. Interesse sehr angelegen seynnicht allein bey der eroberung von GibraltarAj/c st,Niesen, sondern auch, als die Franzosen undHA tgtzf'^n ort an. 1705. wieder zu erobern suchten, den-,?/stndiret. Als aber König Carolus III. inUvn/iesex "Mre mit seiner armee vor Barcellona rückte,s.j^vste General den 14. sept. in der bestürmung von^s-b./esch^/den lassen. Denn als die unsrigen schon inM^n gedrungen waren, schrie die feindliche' A Nis« on OsrloL tLiLLw. Der Printz näherte sichn,üg^'"ng, daß die feindseligkeiten nunmehro völligiy k)» ' allein ein Französischer bauer schoß heraus,M .^glück fuß oberhalb dem knie, und zwar zu

Ue» kracht.. Haupt-ader. Hierauf wurde er in einMus Ur.und verbunden, weil aber das blut nicht zu^in/esterk-Vchmendirte er dem Lord Peterborough das^ GeoxV ""ht zu verlassen , und starb kurtz darauf.«vns todeo-fall.

.^rggraf zu Baden:

lan.an^dericus, Marggrafzu Baden-Durkach, wargebohren. Sein vatter war MarggrafÄst/ Eein'«^ Anna, Pfaltzgraf Ruprechts von Veldentz?<lr/^Wunk-/Er verlohr er an. i?77- und ward erstlich^ ven, hernach aber von seinem ältern bruderwo//Aedrjch erzogen. An. 1600. zog er in Un-MhstvÄves dem entfatze von Canischa , wurde auchM, Ävdvwkl 7!^^ und sonderbaren beredtfamkeit von dem«Mem "vv 11. nicht allein in sonderbaren gnaden gehal-, /// vom Könige Henrico IV. in FranckreichMdp. ,^cher einsten den Marfchatt Bassompiere in/i/. Theil»

wichtigen fachen an chtt geschickt. Er begab sich an. 1608. indie müsn der Prvtestirenden , und wohnte an. 1610. demConvent zu Halle in Schwaben bey. Durch obbemeldten fei-nes bruders an. 1604. erfolgten tod bekam er die MarggräsiicheBadifche Reichs-länder, indem schon an. i;yi. seines andernbruders Marggraf Jacobs unmündiger söhn auch gestorbenwar. Er residirte zu Durlach, und war ein eifriger beken-ner der Evangelischen lehre. An. 1610. widersetzte er sich nebstandern unions-verwandten des Hertzogs Leopolds von Oester-reich armee im Elfaß, befand sich an. 1612. auf des KaysersMatthiä wähl-und crönungs - tage zuFranckfurt amMayn,machte auch in selbigem jähre mit dem Canton Zürich undBern ein bündnis, und nahm seinen vettrr Marggraf Phi-lipp zu Baden, welcher den Badifchen landes - antheil mitgemalt behaupten wollte, gefangen. An. lüig. half er Chur-fürst Friedrich dem v. von der Pfaltz des Bischoffs von Speyerneue vestung Udenheiny nachmals Philippsburg genannt, zer-stören. An. i6iy. war er bey dem Convent zu Nürnberg,diente in dem Böhmischen kriege der unton, und zog sich indas Breißgau wider des Ertz-Hertzogs Leopold! völcker. Alsaber an. 1620. die union getrennet, überließ er seinem ältestensöhne Marggraf Friedrich die regierung, brachte ein corpo zu-sammen , und führte dem vertriebenen Churfürsten von derPfaltz zum besten wider den Kayser Ferdinandum II. die Waf-fen. Er stund Graf Ernsten von Münnsfeld in dem treffen beyMngelheim bey, wurde aber den 7. may an. 1622. von demKayserlichen General Lilly bey Wlmpfen geschlagen, nachdemder Lilly eine ein der nachbarschafft gelegene hohe eingenommen,und sich deren zu seinem mercklichen Vortheil gebrauchet, auchdarüber ?. wägen mit pulver in dem Marggräflichen lager durcheinen unglücklichen schuß in die luft geflogen, und bey dessenarmee eine grosse Zerrüttung verursachet. Der Marggrafwurde hierauf in die acht erklärt. Er hielt sich dahero zuGenf in der Schweitz und in dem Savoyischen auf, brachteauch an. 1626. mit hülffe der Reformirten Cantons wieder-eine armee zusammen, mit welcher er einen anschlag auf dasElsaß machte, so ihm aber fehl schlug. An. 1627. aieng er inHolland, und als er daselbst keine hülffe fand , in Danemarck,allwo ihm König Christian IV. einige völcker untergab, misswelchen er in dem Mecklenburgischen agiren sollte. Er mustesich aber auf des Hertzogs von Frtedland annaherung in dasHolsteinische ziehen , da er von dem Kayserlichen GeneralGras Heinrich Schlicken abermals geschlagen , auch ihm ;2»stück geschütz, 4;. sahnen und standarten abgenommen wor-den. Nach diesem brachte er die übrige zeit seines lebensmeistens zu Genf zu ; kam jedoch , je nachdem das kriegs-glück sich anließe, zuweilen wieder in seine lande. Er warsonsten ein Herr von ungemeinen gaaben. Die Evangelischelehre bekannte und vertheidigte er eifrigst, und unterließ nichts,wodurch er dieselbe befördern konnte. Er hatte die Bibel z8.mal völlig durchlefen, und zum 5 y. mal bis zum beschluß desPsalters gebracht. Er war der controversien wohl erfahren,und bewilligte auf verlangen Hertzog Francisci von Vaudemonkan. 1Ü12. ein Lolloguium zwischen beydfeitigen Ibsologiszu Carlsburg halten zu lassen. Es kam aber dieses nicht zumstände, dieweil man sich der conditionen darüber nicht verglei-chen können , zumal da des Hertzogs Ibeologi verschiedeneartiLulos meistens nsgativos aus der Prvtestirenden lehre zusam-men getragen, als unter anderm, daß die ehe kein sacramenksey, daß kein segfeuer sey, daß die Catholifche kirche nicht dierechte sey, rc. und dabey prätendirt, man sollte ihnen die stellein der heiligen Schrift weisen , worinnen diese artickul miteben den Worten und tsrininl8 enthalten, ohne daß man darü-ber discuriren , oder einige folgen aus einem texte ziehendörfte; inmassen sie änderst keinen beweis annehmen, undzum exempel das fegseuer so lange vor wahrhafftig halten woll-ten, bis man ihnen einen text in der heiligen Schrift zeige,worinnen deutlich geschrieben stehe: Es rst kein fegftuer. Erwar ein grosser liebhaber der gerechtrgkelt, dannenhero er sichnicht nur bey bereits angetretener regierung von einem seinergelehrten Räthe in surs infornnren, sondern auch, weil er inseinen landen verschiedene ungleiche Rechten und gebräuche ge-sunden, ein besonderes Lorpu» von Rechten und Ordnungen for-miren, die alte ordnungen erneuern , verbessern, Und in druckausgehen lassen, welche in den gesamten landen noch in uLstnd. Er machte auch in publlcis viel heilsame Verordnungen,theilte seinen Rath in gewisse Lollegia, prasidirte meistens in.person in dem geheimen Rathe, last die Processe und anderswichtige lachen fleißig durch, schriebe vieles mit eigener Hand,und sahe alles sechsten ein. Er verstünde nebst dem Teutschensein Lateinisch, Französisch und Italiänisch, und redte solchesprachen meistens fertig. Die nülimria verstund er vollkom-men, und hinterliesse verschiedene Lommenmrios von der knegs-kunst, worein er alles, was zu dieser wissenfchafft dienlich seynmag, nicht sowol aus alten und neuen büchern, hauptsächlich,aus den discurstn der vornehmsten krMs-verstandrgen dama-liger zeit, auch allerhand relationcn, sekis, Plans und risse«nach eigener erfahrung zusammen getragen , zumal aberseine eigene gedancken und anmerckungen , eigenhändig beyge-schrieden, und solches werck "»'^ 17 -^^ Herren söhnen dedi-ciret hat. Seine erste gemahlm war Iulmna Ursula,Friedrichs

Wild-und Rheingrasen tochter ,dle er an. 1^92. geehlichet, und

an. 1614. durch den töd verlohren, worauf er noch selbiges

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