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fi»E -E^keichte. Als nun der Printz diese Driften durchsähe,lk» >j, suchen von schlechter Wichtigkeit/ doch sagte er / könn-^uew dienen / welcher aus den Niederlanden nachF^elsen müste. Weil nun dazumal Schonewall nachNch reisen sollte / wurde Gerhard mit dahin zu ge-»tqy Mchet , um dem BirvN/ Gouverneur von Cam-le cibx/Mr bricfe zu zeigen. Er nahm es zwar auf sich/ lang-- wieder in den Niederlanden an / und brachte voneinige briefe an den Printzen / wegen absterben des!l> DAvon Alengon mit. Diese briefe empfieng der Printzkillen, auf einem bethe liegend / von dem bösewicht / derMle.w-siandnisse nach/gern damals seinen mord vollbrachtM er nur eines dolchs mächtig gewesen wäre. Nach-sthl der Printz wieder nach Franckreich zu gehen be->hn> g V>et / bat ihn Gerhard um einen zehrpfenning, der»v>l sofort gereichet wurde. Vor dieses geld kaufte ertrabanteN ein paar Pistolen. Zwey tage hernach /m NiL^a ?<>. jun. an. 1584. als der Printz tasel hielt/ kam"vch sei« ^ Wieder zu ihm/ und forderte einen paß / worbey7^. furchtsame und stammlende zunge seinen bösen'">t verrathen hätte. Dieses bewog des Printzen ge-Vch/e'-Zl fragen/ wer doch dieser kerl wäre, dessen böses!»itW'M viel gutes von der Person versichern wollte. Jm-tz»gx ^ blclt der Printz tasel, und dieser Gerhard stund so^ thür, bis jener aufgestanden war, und aus demUe ein sehen wollte. Hier gieng er ihm entgegen, undAlliken wltvergifteten kugeln geladene pistol, welche demKt L" unter der lincken brüst hinein fuhren, daß er sofortMvli, Mck. Sobald er den schuß gethan,, warf er das^n,lL llch, und eilte durch die Hinterthür über die gaste,'»d°?u, daß er bereits auf den wall gekommen war, undN w.wasser-graben springen wollte, zu welchem ende erblasen versehen hatte, um desto leichter über zuM ih» ,?u- Allein die trabanten zogen ihn zurück, und brach-ja nahegelegenes schiffer-haus,und sodannMess 7' Daselbst wurde alsofort der Rath zusammen ge-und diesem der mörder vorgestellet, welcher alsobaldk forderte, mit dem erbieten, alles sonder zwang
^ vonSu. Diesem zu folge, gab er ein schriftlich bekennt-Me wie er nemlich bereits vor 6. jähren den entschluß" Printzen zu ermorden, als aber ein falscher berichtflick als fty ihm ein Gasconier zuvor gekommen, hattesfv, A Mann Desprss, des Grafen von Mannsfeld 8ecre-'/ienste eingelassen. In währendem solchem bimsteUdie kMren, daß der Printz noch lebe, dannenhero wäre erAM»ss°r,ge gedancken gerathen, hätte oben bemeldte brief-»la«L sich gestecket, und wäre im mertz an. 1584. zu Trier;lh^Mt. M.-iill-brrwelselbafftia gewesen, ob
M. Weil er aber noch sehr zweifelhafftig gewesen, obvollbringen sollte oder nicht, hatte er sein vorha-
Ali-D Jesuiten entdecket, welcher ihn nicht allein darinnensondern auch ihm , so er sein leben darüber lassen
E"igey Lswrsse seligkeit versprochen, ,a, das,ein nähme den^hen De beygesetzt werden. Letztlich hatte er ihm auch''wiche,, anschlag dem Hertzoge von Parma zu offen-es« welcher gestalt hätten noch andere Jesuiten, und> ,», jh,, u Franciscaner-Mönch zu Dornick, ihr äusserstes ge-A ckej, seinem mörderlichen vorhaben zu starcken. Al-noch gern ein mehrers heraus locken, wollte,G>l a>»..Nuth, daß der bencker den morder auf die folterlk>v , ba er denn ferner bekannte: wie er dadurch zu.Hertz^Mthum zu gelangen verhofft hätte, welches ihm auchParma, ais welchem der vortztz treflrchwohlN: derwrvchen, und ihn an Christoph AssonvMe addres-Den U, diesem wäre er zu dem Printzen gekommen, da eri HderMdachten mord so vcste vorgesetzt gehabt, daß, wenndL» mit ;oooo. trabanten wäre. umgeben gewesen ,s^rlvelM hätte ermorden wollen; dabey er im geringsten, es sey ihm im Himmel eine herrliche belohnung«er^'m übrigen möchten sie nach belieben verfahren, in-E anfangs die rechnung gemacht, daß er wiederEr hätte sein vorgesetztes werck glücklich ausae-er Awehro möchten sie gleichfalls ihrem amte nachle-sie "e. sich einmal dem tobe ergeben, und achte kerneVM d,>^e.sv grausam seyn wie sie wolle. Er ließ hier-lchi !,r halsAermgffe reue von sich spuren, sondern ließ sich
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ih^ih^'sstarrig vernehmen: er wollte, wenn der prmtzÜIvdes'L^ermorden, und sollte er eines tausendfa-warben müssen. Hierauf wurde er zum tobe ver-grausames urtheil über ihn gefallet. Da man
crr^ gelernet, und Mich oaourcy genehret, alsVoMr Zerren gnade gesuchet, und m,ch zu die-Sk, Sile» . verleiten lassen. Bald darauf aber ließ er sichV-r „schösse und glaube vestiglich, daß er, als ein stren-'hab? Ampfer der Catholifchen ktrche, den Himmel er-N^ilien "ud dgg xx diese marter und lebens-strafe nur- i <,ea?^n funden leiden müsse; er hätte durch diese
hiwni-, Am, sondern vielmehr verdienet, daß er gera-^^Wthen führe. Solcher gestalt wurde er, dem gespro-folge, den 4. Nil. zu Delft vor dem Rath-hau-"Xyde'«^ckte an einen aus dem gerüste stehenden pfähl' ivvann schlugen die hcnckers-knechte die Pistolen,
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Mit welchen er den mord-schuß gethan, vor seinen äugen aufeinem ambose mit Hammern zu blechen, machten selbigegluend, und druckten ihm die rechte Hand dergestalt zusammen,daß sie darzwischen gantz verbrannte.. Kaum war dieses ge-schehen, so ergriffen 2. hencker so viel glnende zangen, und zer,rissen ihm alle fleischlichte örter an armen, brüsten und wadenaufs grausamste, und zwar ;. mal nach einander, so dannlegten sie ihn auf eine banck, schnitten ihm das männliche gliedab, rissen ihm das eingeweyde aus dem leibe, und warfen esalles zusammen ins feuer. Nach diesem wurde ihm auch dasHertz, so noch starck gezittert, ausgerissen, ihm um das maul ge-schlagen, der leib in 4. theile aetheilet, an 4. stadt-thore aufge-hencket, und ihm letztlich der köpf abgehauen, welcher bey demschuld-thurne, allwo man ihn ergriffen, aus eine lange stanzegesteckt, kurtz aber hernach heimlich herunter gestohlen worden.In wahrender marter hat er nicht die geringste empfindlichkeitvon sich spuren lassen, also, daß man meynes, es habe ihn be-reits die folter gantz unempfindlich gemacht. Nach seinem to-be haben ihn einige bis in den Himmel erhoben, und zum Mär-tyrer gemacht, auch in allen Niederländischen Königlichen städ-ten sonderbare freuden-feste deshalben angestellet. ,
bitt. lib. I.XXIX. lib. IV. lik. XII. Nerst.
contm. x>. Lrso/, lulloir. metsll. ä'Hollsnä. ZieglekS schau-Platz.
(verhardsberg, OssLX . eine kleine wohlgebautestadt in Flandern,;. messen von Oudenarde an dem fluß Den-ver, gelegen. Sie ist von Balduino, Grafen in Flandern, an.1068. erbauet worden. Es befindet sich allda eine an. 740. ge-stiftete Benedictiner-Abtey, und weil man daselbst die reliquiendes heiligen Adrians Märtyrers von Nicomedien, verwahret,so wird dieser ort von einigen auch St. Adrien genennet.
wx>. circ. Lurg. monast. Oerm. fzst. Lolx.
p. ;2i.
Lrtz - Bischöffe, Bischöffe und andere geistlichePersonen:
(Zerhardus I. Ertz-Bischoff und Churfürst zu Mayntz, warein gebohrner Freyherr von Epstein, und befand sich, als einordens-mann in dem Barfüsser-kloster zu Erfurt, als er an.ir;i. erwehlet ward. Weil sein Vetter, Graf Dietrich zu Eber-stein (andere setzen Conradum, Freyherr» von Epstein) an.12;;. mit dem Hertzoge zu Braunschweig, Albrechten, zu thunHatte, so zog er ihm zu hülste, hatte aber das Unglück, daß er indes letztem Hände fiel, welcher ihn ein gantz iahr zu Braun-fchweig gefangen hielt. Er ward dahero genöthiget, vor seineranzion nicht allein das Amt Gisselwerder abzutreten, sondernauch loooo. marck silbers zu erlegen, welche considerable sum-me Hertzog Richardus von Cornnbien , Königs Iohannis inEngelland söhn, hergab, um sich dadurch einen weg zu der Kuy-serltchen Crone zu bahnen. Er ist an. 1260. zu Erfurt gestor-ben , und in dem Franciscaner-kloster begraben worden. N-rer. IVIog. Ich. V. c. ,6. I>. 842. kVinckelMannS beschr.Hess.,i>. 142. Lucä Grafen-saal, x. 2^4.
Herhardus II. Ertz-Bischoff und Churfürst zu Mayntz,war aus dem Gräflichen geschlccht von Epstein entsprossen,und erhielt die Ertz-Bischöffl. würde an. 1288. Nachdem to-be Kaysers Rudolphi von Habsburg erkundigte er sich genau,zu wem dieser oder jener Churfürst nicht inclinirte, da er dennihnen gleichsam in vertrauen zu erkennen gab, als wenn selbi-ger von den übrigen zu der Kayserlichen Crone in Vorschlagwäre, und dadurch zuwege brachte, daß ihm die sämtliche Chur-fürsten vollmacht gaben, einen Kayser nach seinem gefallen zuerwehlen. Hierauf fiel er über alles vermuthen aufAdolphumvon Nassau, mit welchem er vollkommen zu frieden war, so lan-ge er dasjenige that, was er und andere Geistliche verlangten.Da er aber anders sinnes ward, that Gerhardus das seinige da-bey, baß man Albertum, Rudolphi llsblpurgici söhn , auf denKayserlichen thron setzte. Als nun dieser auf dem Reichs-tagezu Nürnberg daraus drang, daß ihm die geistlichen Churfürstenden Rhein-zoll abtreten sollten, zeigte ihm Gerhardus sein jä-ger-horn, und sagte: hieraus könnte er, wenn er wollte, einenneuen Kayser blasen. Allein Albertus gieng ihm mit einer ar-mer zu leibe, und brachte ihn dahin, daß er diese gedancken fah-ren lassen, und um gnade anhalten muste. Nicht lange hernach,nemlich an. r;c>4- fand man ihn todt aufseinem stuhle, undmuthmaßte, daß ihn ein schlag-ffuß überfallen. Zieglers histor.schaupl. x. 17;. Spangenb. Mannsf. chron. x>. 124.
Gerhardus, von Regenspura, aus einem edlen geschlechkentsprossen, ward anfangs ein Mönch in dem kloster zu Clugny,hernach Prior daselbst, und endlich von Alexandra H. zum Car-dinal , wie auch zum Bischofs von Ostia gemacht. DiestvPapst schickte ihn an. 1072. als seinen Legaten nach Franckreich;da er denn aus einem 8511060 die verderbte sitten der Clerisey zuverbessern suchte. Gregorius VII. sendete ihn mit emem gleich-mäßigen character nach Spanien, allwo er wlder bleGelstsschen,die sich nicht recht verhalten, so s^^^Ä' '^n der
Papst vermahnen muste, der menfthüchen schwachheit etwasmehr eingedenck zu seyn, und gl-mMchtt zu verfahren. Nach.gehends gieng er als Legat nach Teutschland, von wannen eraber, auf des Kaysers Heurrcr IV. befehl, unverrlchteter fachenzurück kehren muste. Nach erfolgten» kurtzen vergleich zwischendiesem Kayser und dem Papst, präsidrrte er, als Legat, bey
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