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der Zusammenkunft zu Canosa/ und in den folgenden zerten ver-richtete er mit gutem fucceß noch unterschiedene Gesandtschaff-ten an die Franzosen, an die Teutschen (insonderheit an dieSachsen) und an die Mayländer. Auf diesen seinen reisenließ ihn Henricus IV. in arrest nehmen/ und drunge darauf,Laß er sich vor Den Gegen-Papst Clementem III. erklären sollte.Ais er aber auf keine weise darzu zu bewegen war / und vielhohe vorbitten vor ihn einliefen/ ward er wieder auf freyenftiß gestcüet, worauf er zu Rom den 6. dec. an. 1077. starb.
< 7 i/rcco». o/äor».
Gerhardus, Bifchoff zu Hildesheim, war ein Baron vonBergen aus dem Stift Minden/ und bishero Bischofs zu Ver-ben gewesen. An. 1)64. erhielt er durch Päpstlichen NachdruckLas Bißthum Hildesheim / als sich, das Dom-Capitul widerseine wähl setzte. An. 1)67. gerieth er mit dem HertzogeMagno IvrguLw von Braunschweig in einen krieg/ und hat-te niemand auf seiner feite; da hingegen sein feind sich mitdem Ertz-Bischoffe zu Magdeburg / demBischoffe zu Halber-stadh den Fürsten von Anhalt / den Grafen von Mannsfeidund den Grafen von Barby rc. in ein bündnis eingelassen.BeyDinckler unweit Hildesheim kamen beyde armem anein-ander/ da that Gerhardus ein gelübde/ daß er der heil. Mariaein güldenes dach wollte machen lassen / wofern er den siegDavon tragen wurde. Es war aber des feindes armee noch 2.mal so starck als des Vischosss; dem ungeachtet erhielt der-selbe den sieg/ erlegte nicht allein i; 00. mann auf der stelle/worunter in die 100. vornehme vom Adel gewesen/ sondern be-kam auch eine grosse anzahl gefangene/ unter welchen HertzogMagnus lorguaws selbst war / der sich mit einer grossensumma geldos ranzioniren / und deswegen ;. Herrschafftenverkauffen muste. Es war auch der Halberstädtische BifchoffAlbertus gefangen worden/ und weil derselbe ein subtiler 1.0-xicus, Gerhardus aber ein guter OlLtor war/ so pflegte manDamals schertz-weise zu sagen: Die üoZie» wäre von derLketorica überwunden worden. Aus den andern gefange-nen lösete Bifchoff Gerhard so viel geld / daß er das Carthau-ser-kloster vor Hildesheim und die 2. schlöffer Steinbrücken undColdingen dafür konnte bauen lassen. Er ließ auch das thürm-lein auf der Dom-kirche zu unser lieben Frauen mit Ungari-schem golde zur erfüllung seines gelübdes überziehen. Endlichstarb er an. i;y8. Gpangenbergs Sächs. chron. -l/sc/kerr
Ililäeg. Mletrop.
Gerhardus Melenüs, Bifchoff von Angouleme / warvon Bayeux gebürtig / und ein söhn Giraldi. Seine meritenbewogen den Llerum und das volck zu Angouleme/ ihn an ih-res Prälaten stelle zu beruffen / welcher kurtz zuvor gestorben.Nach selbiger wähl gieng er nach Rom / allwo Paschalis II.das Loneilium Latemnenle an. III2. hielt/ und ließ so sonder-bare zeichen seines Verstandes von sich blicken/ daß, nachdem erein gar leichtes mitte! vorgeschlagen / wie sich der Papst voneiner dem Kayser gegebenen parole, die investitur der Bischöf-se betreffend/ los machen könne/ alle Bischöffe / so daselbst ver-sammlet waren / einhellig riefen / daß solches der H. Geistdurch seinen mund geredet. Dieses nun zu exequiren / weiles dem Römischen stuhl so verträglich war/ wurde er zu demKayser geschickt/ erhielt auch nachmals die Legation von Ama-ranten, welches eine sehr wichtige stelle war / weil ausser dendreyen theilen von Aqnitanien auch In Touraine und 1 » Bre-tagne darinnen begriffen; Gelasius II. Calixtus II. und Ho-norius III. confirmirten ihn darinnen; aber weil ihm PapstInnocentius II. solches versagte, wurde er sehr verdrieslich, daßer auch deshalben dem Gegen-Pavst, Petro äs Leonis, sonstenAnacletus genannt, anhieng, welcher ihm die gedachte Legationließ. Nichts war ihn hiervon abzuziehen vermögend, sechstenBernhardus that sein möglichstes, war aber vergebens. EsWird gesagt, man habe ihn todt in seinen bethe gefunden,gantz gelb und geschwollen, und zwar um das jähr n;e.Auch wird vorgegeben, er sey Ertz-Bifchoffvon Bourdeaur, undsein leichnam, aufbefehl des Päpstlichen Legaten, wieder aus-gegraben worden, welches von Bernhardo, Abt von Bonne-ral, behauptet wird. Besly aber.und einige andere widerle-gen solches, welches sich auch auf die Historie der Grafen undBifchoffe von Angouleme gründet, so Labbeus ediret hat. s'-rm-6sII. Lkrist. tnm. II. p. zZl- Lal'l'e , tom. II. bibl.
oouv. N8ct.
Gerhardus Msgnus, oder de Groot zngenannt, war ge-bürtig von Deventer. Als er zu Paris in der Sorbonne gutekunclamentÄ m der Theologie gelegt hatte, wurde er zu Utrechtund zu Aachen Lsnomcu», verließ aber diese geistliche üsnsü-cia, um ein besseres leben zu fuhren. Er fieng darauf an zulehren als Omsoinis, wollte aber niemals Priester werden , in-dem er sich darzu unwürdig schätzte. Er stiftete in seinem vat-terlaude eine communion geistlicher Personen, welche die fu-gend nicht allein in der Lateinischen spräche, sondern auch inguten sitten und in der gottesfurcht unterrichten sollten. Die-se lebten vor sich, und zwar von ihrer arbeit, worunter die vor-nehmste war, soäises abzuschreiben, und wurden kmtrs 8 VÜR«OMMUM 8 genennet. Diese Congregation breitete sich nachmalsdurch die gantzen Niederlande aus, und wurde durch den Papst,lichen stuhl confirmiret. Die LIerici so darinnen aufgenommenwurden, thaten keine gelübde. Er starb im 44. jähre seines al«
st-'
ters den 2a. aug. an. i;84. und hinterließ LroteMlonem^
vericüsa krixäie-wione ; äs 8mäio in Lacris I.ibns; ^kropoüw , welche tractate sich unter den npLnbus villmä ä Kempis befinden. Seine übrige schriften 'E» , -
den Niederländischen bibliokhecken in manuscript.
T'z-o/rr«/ « äe origine Loonobli 6c Longreg. ^ ^
in cbron. sä an. i;84- L/ia,///, vic:i 1'bowLxis c. 8. L y. -nrove^
Gerhardus, Thom zugenannt, war aus der angelegenen insui Martmgues gebürtig, und gieng aus^nach Jerusalem, allwo er Guardian des Hospitals ,aber Sltster und erster Großmeister des Iohannster - ^wurde. Die kaufleuthe von Amalphi, einer stadtM^ „dckMgreiche Neapolis, nachdem sie von dem Bumamv^heikAbumansor, Califtn von Egypten und Syrien, ^erlanget, den gottesdienst in der kirche zu Jerusalem M ^baueten um dasjähr der Jungfrau Maria zu ro pillkirche, welche man die heilige Maria der Lateiner nennestselbige von den Griechischen kirchen zu unterscheiden l 'MMselbst alles in Lateinischer spräche gehalten wurde.auch daselbst ein Benedictiner-kloster, unter der amm p eisdie Mönche der fremden pilgrime pflegen sollten, ^ WNonnen-kloster zu St. Maria Magdalena genannt, ffxten.weiber zu pflegen, welche nach dein gelobten lanor ^Nachdem nun die devolion der gläubigen sich von °
gemehret, fand der Abt zu St. Marien der Lateiner, w
ein mitte! aus, ein hospttal zu bauen, um dasewnt vergaspilgrime zu logiren, und der krancken zu warten, n>m, Miffdessen administrativ» diesem Gerhards, welcher »^lletugend und seines eiftrs wohl gelitten war. Dreses Hospitals wurde St. Johanni dem Täuferweil dafür gehalten wurde, daß Zacharias, Johanmv MBan diesem orte gewöhnet hätte. Als Gottfried vondie stadt Jerusalem an. ivyy. einnahm, fand man o>^ ^hard, welcher annoch über das Hospital bestelletfängnisse, indem man ihm schuld gab, er habe de» .^reEsoldaten geholffen, und ihnen brodl gegeben. El»>g^ ^ „MGOtt habe um feinet willen ein wunder gethan, WEdem man befunden, daß er brodt herbey getragen,über die mauren den Christen zuzuwerffen, man w".^pteGouverneur der Saracenen gesühret, da denn on Mstein worden wären. Obbemeldter Gottfried,in fteyheit gesetzet, besuchte das Hospital, und lW.reiche präsente. Im folgenden jähre stiftete Gerb" schiv^.hanmter-orden, schrieb eine regul vor, und nahm e^ cce>^.tzen ordens - Habit an mit einem meisten achl-eck^.,, ^-yen'an der brüst auf der lincken feite, welchen Habit er t>eEgen ertheilte, die sich in diesen orden begaben, und 'ss§xc,i,wohnlichen vori« auch dieses besondere geiuode"Christen wider die ungläubigen beyzustehen. G»» ,^l,rius und Jacobus äs Vitriaco sägen, daß das ho^von Gerhard LämiiMrstor gewesen, den nahmen ,
nis NesniohllÄrii gesühret, welcher Patriarch E Thmheiw'gewesen. Es ist aber solchem irrthum leichtlich 7, ^,1.weil in den schenckungs-bricftn, so diesem hssp'chdck Wertheilet worden, ausdrücklich gesagt wird, daß es ^
GOltes, seiner heiligen Mutter und St. v 0 >'^,r
gestiftet sey. Ju der ersten bulle, worinnen dlejee ^Papst Paschale II. an. mz. confirmirt worden /Großmeister Gerharden gerichtet gewesen, liefet m»te i Xenoäocbium , guoä in civiles ^erullilLM , , vati^ x,^^oiisnnix LsptiÜL SLLlsüsM inltituilii. WgS lbelanget, so kau man nicht zweifeln , er sey e>n n^' §ssen, mdem Hugo LLreliuüsniis, welcher um das x sirgeii-te, und Johannes äs Inä-igine solches ausdruckum'^iefe^Fgeschiehet auch dessen Meldung in dem fcherickiM . AM,^mondi, Grafen von Provence, welcher kurtz nPs/ns- ^s-von Bouillon seinem datiret ist. Er starb endlichdem er diesen orden 18. jähr regieret, und ham ^ an-ger Raimondum von Poggio. Sein leichnam §.
von Rhodis nach Manosque in Provenceallwo er viel wunder thun soll. LF«,, bm- ^
äs sterulglem. privileZes äs i ^ I>-
in manuelLL. kor/ci/e, kill. äs kroven
vom Johann,ter-orden x. 294- 4)5-
Grafen zu Holstein: ^ söhn
Gerhardus!. Graf zu Holstein , der Aasten dUAAdolphs IV. hat in der theüung mit seinem ^hanneI.Holstem undStvrmarn (ohne Wäger^nach dem tode seines vettern Conradi ^byrg g^jK l.Schaumburg erhalten, und seine residentz M.-/Al I^^vcilteN /men. Was er sonst verrichtet, ist in dem attm mzu lesen. Er hinterließ 2. söhne, dle M A ^cha, m Hoso daß der älteste, Gerhardus 1 l- dw Gr^schNll^^^, voder andere, Henricus I. aber den vatterüchen ^ 6^,,^stein bekam. ckron. 8ckaumb. k' s sey-
Heras Schaumb. chron. üb. III. L. i. x-Kick. rer. Usn. üb. VII. p. 726. leg. ApafSS
Gerhardus, mit dem zunahmen der Sroff^,^) vo^
stein, ein söhn Henrici, (von dem ein eigner
tochter des Grafen Florentii von Broncho . ^y N a
jähren stund es so schlecht mit ihm, das