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2 schlechter, als ein armer Land -Edel-
Mej»j4?chelffen muste. Doch Hartwig von Reventlow, einvom Adel, griff ihm anfangs unter die ärme, und7m,e„ x'^that er sich dergestalt hervor, daß man ihm den zu-Ntlvtv grossen beylegte. Als an. 1 z 1 z. jetztgedachter Re-Mn^gen empfangener grossen beleidigung Ädolphum VI.Aa,d Holstein - Segeberg, umgebracht halte, nahm ersdeyhE?? dessen hinterlaffenschaffk besitz, und gerieth dadurch" »M, daß die erwehnte Hinrichtung nicht ohne seinÄelta^'chrhen, zumal weil Adolph vorher nach seinen lan-NtzlxMt hatte. Doch Adolphi bruder Johannes III. wi-nebst GrafAdolphen von Schaumburg und dend> ^gefan ^wer Gerhard bekam den Grafen von Schaum-i erhielt an. izao. einen merckwürdigen sieg wider
Nkr jyMrfen, und an. i zrr. schlug er sie gleichfalls , erlitteM. Zuletzt-gemeldten jähre eine ziemliche Niederlage vonbchl,Man. i;2;. feinerfchwester mann, EricusH. Hertzogs.Jx,„ Wg, starb, und dessen hinterlassener söhn, Waldemar,Me„ kktMge von Dänemarck, Christophoro II. gar sehr ange-Al»,. ",^d, nahm er sich mit solchem Nachdruck desselben an ,7 leine 1)^5' Christophorus abgefetzt, und hingegen WaldemarkÄ M-»." f»f den Dänischen thron erhoben ward; da dennAchtern Gerhard das Hertzogthum Jütland undssH, -Liebst der würde eines Gouverneurs von dem gantzenb! Doch da an. 1; ;c>. der Graf Johannes III.
KjMien linie den vertriebenen Christopyorum wiederbrachte, und die Dänen denselben wieder vor ihren, muste Waldemar sich nach Schleßwig retiri-/«Mäch Gerhard ihm solches land wieder abtreten, wo-,?Se sa äsunen und Jütland, wie auch mit baarem gelde,."chen -ttion gegeben ward. Christophorus, um sich an ihmNde« x,'.'überzog ihn an. izz2. mit kriege. Allein der König?!>-PMrn, und verlohr nicht nur in dem treffen seinenI-AeyxMen, Ericum , sondern auch nicht lange hernach sei-M „Jäheit, indem ihn in der provintz Laland zwey Edel-s, 7 »!ch d-il^uthet gefangen nahmen. Wiewol nun diese vor-^^scn Gerhardo dadurch einen gefallen zu erwei-so befahl dennoch derftlbige, den König ohne ver-lassen, welches auch würcklich erfolgte. Nach-, horus II. an. izzz. gestorben, und dadurch einiL stls?"' >n Dänemarck entstund, griff Gerhard so weit umWed-^ ?l>r konnte, und brachte sonderlich in Jütland un->»N, k, "rter unter seine botmäßigkeit, war auch darauf de-Mk,1^7 er stjuer fchwester söhne, dem gedachten Waldemar,N>id, f i den Dänischen thron verhelffen , oder wenigstensE dv» Pfands - weise inne hatte, gegen den erblichendA» schleßwig vertauschen möchte. Allein mitten unterward er, nebst seinem Capellan, und einem'J'ahmens Heinrich von Wittichofen, den 21. mertz^.H^Nchelmörderischcr weise auf seinem bethe ermor-Mlex war ein reicher Inländischer Edelmann, Nilswelcher aus verdruß, daß er ihn vor seinenA? er Ä sollte, mit ungefehr 60. mann, unter dem schein,^ Gräfliche garde ablösen wollte, ihn überfiel, undein^" hinrichtete. Er hinterließ von feiner gemahlin,>ixA' einx„/ochter Johannis III. Hertzogs zu Sachfen-Lauen-,/kkqn, lohn, Henricum, welcher den zunahmen des eiser-seine erste sorge seyn ließ, den tod seines vattersSk>,?vrde' Werden» noch in eben demselben jähr den 1. nov.ÄEg>ll^, ^ 3 epftn, auf dem schloß Saldingenburg gefan-
V ^Sen n a dald darauf Viertheilen, die stücke aber auf 4.U^ey s^ß. Ausser diesem Henrico dem eisernen hatte erSäbeln *me,Nicolaum, oon dem ein besonderer artickul, undVerg. ^von den-, man nichts merckwürdiges findet. Span-
V 5 ry f chauenburgifche chronick, Iss>. III. c. 16. kol. 12z.
Harald Huitfclds Dänische Reichs-chro-j,,«.' ^il. Dsn. üb. VII. p. 428. , dick. Dsn.
"3N. 6er-,>.-A. sslor. Ilsnis.
ÜG Me sof,«b VI- Graf zu Holstein und Hertzog zu Schleßwig,! 5 «llvr ?,?^raf Henrici II. des eisernen, hat sein Haus in?>!»,. sein?« ^chi. Nach seines vatters tobe an. 1 z8i. stundI' vtss«ss"dern unter der vormundschafft seines Vettersrd erstlich an. IZ88. nach dem tode Henrici, desei^Herk« Schleßwig aus des Königs Abels stamme,§V^em.^gthum Schleßwig von derKöniqin,n DänemarckMsg cx. und ihrem Printzen Olao VI. belehnet, nachdem erSühnen und das übrige, so sein vatter pfands-abgetreten. Als hierauf an. 1 zy->. die linieNM Holstein - Kiel mit Adolphs VII. ausgieng, fiel?l>em^icv>a„^ol an ihn, seine brüder, und seines vatters.""w, durch dessen an. 1400. und seines bruderserfolgte todes - sälle, er endlich gantz HolsteinÜ? Bav^^nmen die drey Aemter Pinneberg , Hatz-A»e??dyrg Mede , so an seine vettern, die Grafen vonAli, Jttid^ lomen' ererbte. Doch als er an. 1404. den todMa» ler das, ^rti an den Dithmarsen rächen , und dieseMaN. I? wch bringen wollte, ward er auf solchem zug!»->>onferneraemahlin Catharina, HertzogsMagnrtochler, hinterließ er als unmündige
Adolphum VIII. Gerhardum VII. und eine
c»» ///. Theil»
Gerhardus VII. Graf zu Holstein, nach dem tode seines vat.ters Gerhardt VI. an. 1404. gedohren, stunde seinen brüdernHenrico III. und Adolphe VIII. Hertzogen zu Schleßwig undGrafen zu Holstein, wider die Danen bey, und ward von denHansee - städten zum Obersten dabey gebraucht. An. 14; r. heu-rathete er Agnes , Bernhardt Marggrafen zu Baden tochter, diewegen eines geschehenen falls fast um zwey monate zu früh mitzwey Zwillingen Henrico und Catharina nieder kam; daher Adol-phus VIII. der nach Gerhards antheil landes strebte, gelegen-heit nahm, die gemahlin zu beschimpfen, wodurch er verur-sachte , daß sie hierauf nach Hause gieng, und Gerhard aus dernachreise zu Emerich am Rhein an. 14ZZ. starb; der ZwillingHenncns fiel ohnweit Gottorp ins Wasser, welches wol nichtaus blossem versehen geschahe. Spangenberas Schaumburgi-sche chromck, lib. IV. a. 14. x. 20z. legg.
Gerhardus öeliwosus, ein Graf von Oldenburg, war GrafTheodore des glückseligen von Oldenburg söhn. Er bekamnach des vatters tode von seinem ältesten bruder Christians dieGrafschafft Oldenburg, womit er aber nicht zufrieden war,sondern wollte auch wegen seiner Mutter etwas von Schleßwigund Holstem haben; doch ließ er sich mit ;4°°°. gülden abfin.den. Er that den benachbarten , sonderlich aber den Hambur-glschen. Bremischen und Luneburgischen kaufleuthen viel über.last; allem Ertz-BischossHenricus von Bremen eroberte an.1481. Oldenburg, und nöthigte rhn, daß er in ein klosier ae^hen, und die Grafschafft seinen kindern übergeben muste
ckron. Olclsnb. , arborse. Zsnenl '
Gerhardus, (Ephraim) waran. 1682. zu Girsdorffindem Furstenthum Brieg gebohren , und nachdem er den arundseiner studren zu Brieg und Breßlau gelegt, gieng er an 1701nach Wittenberg, von dar an. 17--2. nach Leipzig, und alsdanrrnach Ima, an welchen orten er sich der Unterweisung Schure,sieisches, Olearu, Titll, Hambergers, Struvens und Treü-ners mit gutem nutzen bediente. Nachgehends legte er sich aufdie Nechtsgelehrsamkeit, und ward an. 1709. Hof-und Rea.elrungs - Advocat zu Weimar, und nachdem er zu Halle den üc>-6or - titul erhalten, kurtz daraufäävocatu« orclinsnu« im Land.Gerichte zu Jena. An. 1717. berufte ihn der Rath von Nürn.berg zum Professors Inliitutionum nach Altorf, welche stelle erannahm, und die ihm zu Wittenberg angetragene ?rokssslonausfchlug, auch das jähr darauf, nemlich an. 17-8. zu Altorfan einer durch sein fleißiges studiren zugezogenen kranckheit ver-storben, ehe er noch die Hochzeit mit 0. Johann Jacob Banerstochter, mit der er sich verlobet, vollziehen konnte. Er hat un.terfchiedene vssxumtione« gehalten , als IntroclucHonem m M-storism Philosoph.; velineseionem Philosoph. Lstiormlid' - äsI.egs Lurin Lgninia ; äs 8ervituribu8 in ülLienäo consistsnti-hus; äs Mww vuelli, Lc. Sonst hat er heraus gegeben einenunvorgreiflichen begriff vom Verstände und Willen des men-schen ; Dehnest. luris Hsstur<rli8; Einleitung zur Staats-Leh-re; Dellnestionem .suris Livili8 ssomsno - 6erm. Le Eielrdr.te Zeitungen, 1718. ?. II. * coclcyr.
Gerhardus, (Johannes) wurde zu Quedlinburg, allwosein vatter Bartholomäus Gerhard ein kstrieiu8 war, an ic8r.den 17. oct. gedohren, und an. izyy. aufdie Universität Mit.tenberg geschickt. Als er hier zwey jähr die Theologie studirthatte, steng er an. 1601. aufeinrathen einiger seiner freunde an,sich auf das 8n,äium Mäisuin zu legen doch da er an. i6or.aufdie Universität Jena kam, und sich seines gelübdes, welcheser im iz. jähre seines alters gethan, erinnerte, kehrte er wiederzu dem 8tuä,o ssheologico. Nachdem er nun iUsgilisr worden,begab er sich nach Marpurg; von bannen er noch das folgendejähr wieder zurück nach Jena kehrte, und zugleich die Adiuncturbey der philosophischen Facultät bekam. An. 1606. da er seineNeäit3tione8 am ersten an den tag gegeben, wurde er zu derHeldburgischen Superintendur und zugleich der theologischenProfession auf das Coburgifche Oynmslium beruffen; dannenbe.ro er auch noch dasselbe jähr auf Hertzog Johann Casimirs Un-kosten Dossor worden. Nachgehends wurden ihm viel hohe äm-ter aufgetragen; allein gedachter Hertzog wollte ihn nicht wealassen, sondern vertraute ihm nach unterschiedlich mit ihm ge-thanen rehen an. 161;. die General - Superintendtir in demHertzogthum Coburg. Doch willigte er endlich in die demstlbi.gen aufgetragene theologische Profession zu Jena, und bedieltihn nur zu feinem Kirchen - Rath. Er hatte aber kaum daselbstsein amt angetreten, so bekam er aus Preussen vocation ru demPomefanifchen Bißthum, auch wurde er nach Prag, Leimig,Wittenberg , Straßburg, Rostock, Helmstädt, So a in See-land , Upfal m Schweden, mgleichen nach Marpurg, Ha-n.burg und Halberstabt beruffen, und ihm die Weimarische Ge-neral - Siipermtendur zum dritten mal angetragen; er aberblieb rn Jena, und machte sich um selbige Academie so verdient,daß er ihr nebst andern ansehnlichsten dienstm von den Sächsi,sehen Mtrirc>ribu8 die Herrfchafft Nhenda und das Ritter- guthApolda zuwege brachte, um aus selbigen die ssssrss der krofss-sorum zu nehmen. Der Churfürst in Sachsen selbst bediente sichoft seines raths, und wurde er öfters zu den Zusammenkünftender Theologen abgeschickt. An. 1609. verheurathete er sich mirBarbara, einer gebohrnen Neumeyerm, an. 1614. aber mitMaria, Johann Mattenbergers, Meä. Dock. und Bürgermei-sters in Gotha, tochter, mit welcher letzten er zehen kinder erzeu-get hat» Er starb an» i6z7. an einem hitzige» sicher, als er vor-
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