746 ger
hero seine Collegen zur eintrachtigkeit vermahnet hatte. Er warsehr freygebig gegen die armen, und hatte den rühm einer sonder-lichen frömmigkeit. Unter seinen schriften sind die vornehmsten:Äeäicstiones 8acrce, welche in die meisten sprachen übersetzt wor-den ; 6s Legitima 8. 8cripturse Intsrpretatione; Loci Lommu-nes Ideolog. ; Lnekiriäion Lonfolatorium morti opponenäum;Exercitium kistutis; Lpkorifmi 8scri; Loinmencar. in Darmo-niamDistoris: ssvang.; 8ekola Lonfolatoria; ssxplicatione8 Lv-m-xeliorum Domiriic. ; Netdoäus 8cuäii Tdeol.; DexaäeeL8 Di-sput. ; Dsrmonise 4. Lvsngelilisrum; Ossputationes Tdeologicrecontra Dogmata kapslia ; äpdorifmi sskeologici, Lontroverliasin Lenest lftofsica occurrente8 , continente8; P,ellarminu8 Or-tdocloxiL Telti8; Dilpmstionss Ifsgogiese; Lonresso Latkolicg;8acrks Domilise in kerieopa8 Lvangsl.; Lnnot. in kropdetamLmv8 <L lonsm ; Lomment. in Oeneiin ; ännot. in sspilt. luäse;iinnot. in Lpiü. aä Debr. Lomment. super I. L II. Lpiüolsmketri. memor. Ikeol. tkeatr. p. 467.
vit. sskeol. fen.
Gerhardus, (Johannes Ernestus) obbemeldten Johannissöhn, war zu Jena an. 1621. gebohrcn, und trat im 16. jähreseines alters die 8 tnäia tlcaäemicL an, da er sich anfangs zu Dil-herrn, damaligem Professors IM. und Orat. hielt,darneben aberJoh. Tobiä Mazori8 , Stahlii, Balth. Cellarii, Joh. Musäiund Christ. Chemnitii bediente. An. 1640. gieng er nach Alt-dorff , allwo er sonderlich in Orisntalss>u8 Hackspanen hörete.Darauf wendete er sich wieder eine zeitlang nach Jena. Hier-nächst that er einen kleinen tour nach Nieder-Sachsen,Helmstädt,Leipzig und Wittenberg.Nach diesem gieng er wieder nach Haufe,und wurde an. 164;. Magister. Von dar an legte er sich erst rechtauf die Theologie. An. 1646. gieng er nach Wittenberg. wurdean. 1649. allda ääjunkku8 kbilosoplü-e , und kam zuMarpnrgsowol als Upsal bey bestellung der Profession der Orientalischensprachen in Vorschlag. An. 1650. nahm er eine reise nach Hol-land , Franckreich, Burgund und der tschweitz vor, und machtesich die treflichsten bibliothecken und erkänntnis der verschiedenensecten in der religion wohl zu nutze. Kaum war er von seiner rei-se zurück gekommen, so wurde er an. 1652. Professor Distoris-rum zu Jena, und das folgende jähr Doktor Tdeologire. MitCatharina Elisabeth, des berühmten Meäici,Christophori Schel,Lammen, Wittwe, zeugte er zwey söhne, Joh. Fridericum undJoh. Ernestum, (von dem unten besonders) nebst zwey töchtern,Sophia Elisabeth und Maria Elisabeth. An. 1655. wurde er ineinem jähre Professor IbeologiT und Magniiicus. Er war in densprachen und der kirchen-historie sehr wohl erfahren, und starb aneinem hitzigen fieber den 24. ftbr. an. 1668. Seine schriften sind:Dsrmon. Linguar. Oriental.; Dssputstionum sslieol. kassieuM;I-ocorum ssksolog. sspitome; äe 8spultura Mof>8 ; LorsserssusL Oissenssi8 sseligionum profanarum ; äe fcclefi-e Lopticse Or-tu , krogressu 8: Doktrina. fpMe, mem. Hieol. tdeat.
vit. sskeol. ^en.
* Gerhardus, (Johannes Andreas) ein söhn des berühm-ten Johannis Gerhardt, und bruder Johannis Ernesti, warzu Jena an. 16)4. den 22. april gebohren, und nahm unter sei-nen Privat - Lehrern dergestalt zu, daß er sich noch gar jung un-ter die zahl der studenten aufnehmen ließ , und an. 16^ r. unterPl. Olbio äe Lono lL Malo disputirte. Von Jena begab er sichnach Wittenberg, und vertheidigte daselbst unter Quenstedio ei-nige sätzeaus der Politic. An. i6;z. kehrte er wieder nach Je-na , und disputirte nicht allein unter seinem bruder Johanne Er-nesto, äe Lyra, perfmum liege, sondern hielt auch in gegen-wart der Hertzoge zu Sachsen, Bernhardt und Friderici, einegelehrte rede äs.sureconfultk. Hierauf besuchte er an. 16^. dieUniversität Giessen, und als er daselbst sich zwey jähre aufge-halten , that er eine reise nach Holland , und nachdem dieselbevollbracht, kam er wieder nach Jena, nahm daselbst den Do-ktor - titul an, und übte sich sowol im disputiren , als lesen. An.1661. besähe er Franckreich und Engelland, und da er zurückkam, sahe er sich in dem Cammer - Gericht zu erpeyer um, wieauch zu Wien bey dem Reichs - Hof- Rath, da er an. 1664. den6. jul. den titul eines Lomitir palstini erhielt. Nachdem er sichhierauf in Ungarn und zu Regenspurg umgesehen, ward er nachZerbst als Fürstlicher Anhaltischer Hof - und Regierungs - Rathberuften. Nach n. jähren wurde er auch Fürstlicher Coburgi-scher, und nach der theilnng auch Altenburgsscher Hof - und Re-gierungs - Rath, und starb zu Altenburg an. 1680. den 1r. sept.Unter seinen schriften sind: DsscurM äe Parlaments 6'älM , in-primk karilino, Jena iü6y. in 4. äs 8upremi8 Imperii fuäieiiz,ssulico -L Lsmersii Jena 1664. in 4. Frantz von Sales anfüh-rung zu einem gottseligen leben , ins Teutsche übersetzt, und häu-fig vermehrt und verbessert, Franckfurt am Mayn 1677. inErdm. Rud. vwa^ok. Lsrksräi, c. 14. p. 2yo. kegg.
Gerhardus, (Johannes Ernestus) ein söhn des obgemeldtenJoh. Ernesti,wurde an.1662.demy.febr. zuJena gebohren.Nach-dem ihm sein vatter im 6. und die Mutter im y. jähre starb,nahmsich Johannes Andreas Gerhardus, Hof-und Regierungs - Rathzu Zerbst, seines vatters bruder, seiner an, und that ihn an. 1674.in das 6;mn»lium zu Gotha, und an. 1677. in das zu Gera,bis er endlich an. 1679. wiederum nach Jena gelangte, und da-selbst seine lluam fortsetzte. Von da begab er sich nach Altorff,und horte Sturmium, ingleichen Kötenbeccium. An. 16g;.wurde er lVlsZisser, disputirte auch äs Immacsrislirsts klemis.Ob er nun gleich entschlossen war, nachdem er sich von Altorff
g e r
wieder nach Jena begeben hatte, daselbst sogklch i^rt,Theologien fortzusetzen, so wurde er doch daran gey . Pdem er sich wol ein halbes jähr wegen unpäßlich"» r« Mjt,ten muste. Inzwischen hatte er doch bequeme gelA^^M^ure MmrX <L Lenrium, ingleichen in chire Public" ^ hatil ^Und in )urs Hcelefinssico Lynckerum zu hören, Mvl ^auch an seiner geschickltchkeit nicht ermangeln lasten^der 8ocietnte üifguirentium in Jena, als auch ^Äußerestssruäi'rorom fipfienlikus . das seinige beyzutragen» Mhat er, so bald er von seiner kranckheit restitusst w ^ M>e»
ssheoloxicis Bechmanni, Velthemii, und vor ßm>'°
Lektionen in Tkeologiit sshetic-i, polemics Ul>d'
besucht, und insonderheit zum öftern gerühmt, daß". Mri LoIIegÜ8 prgkkicis oder kietatin , so derselbe an- ^ geMArnds wahres Christenthum gehalten, grossen "ssWjckckapfet. Seine gelehrsamkeit suchte er auch andern M MLollegiin, LxercirÜ8 biblick und Difput-lrionibu8 p ^ .
innen er sonderbare Zeugnisse seiner erudition sowo'" wE,als Bechmanno erlangte, wieder mitzutheilen, ss Aacliplausübung seiner geschicklichkeit that er eine reise du"" n"
dkMarck, Pommern, Mecklenburg,Holstein-Lun^^en''
Braunschweig. Er schrieb auch wider einen gewustn ^ M ^der die Lutherische und Reformirte religion auf el»e' , >
vereinigen gesucht, und fieng schon damals an, Mte' '-
sein groß - vatter mit andern sshsolosk gewe»,"" .«Bcolligiren. Wie er von der Gothaischen HerrOam ,^gt EPrediger auf der reise dieses Hofes nach Holland ,e>
de, hielt ihn eine nochmalige kranckheit davon ab. .Mpnsem fügte es sich, daß ihm fast zu einer zeit die lE j^anL,die kirchen und schulen des Gothaischen landes, uno ^vocation zu der professione Diitorisrum zu Jena, geiasrii stelle, zu dergleichen er schon vorhero in Kielkönnen, angetragen wurde, wovon er die erstere» erhUft,an. 1694. den kkkläum Doktork erlangte. An.eine vocation zu der krokeilione TkeologiR oräin^Msen, welche er denn auch endlich, nach eingehone'der theologischen Facultät zu Halle, annahm, davU
an seinen tod verblieben ; ohnerachtet er an Valen« ' (r,issstelle von der sämtlichen Jenischen Universität aUM^M'wurde. Sonst war er von sehr schwacher leivsführte ein exemplarisches leben, und bewies alle
«eoen, uno bewies '-.^»7-.z.i als auch in seinem dabey a pen ^fation, bis er endlich au-
sowol in seiner krokession,
Predig-amte und Catechifation, bis er endlich a"Hs,icyuA>>mart. verstorben. Seine schriften sind: Knrtze uu^ftrluunes büchleins , dessen tirul, der Lutherischen uns " ufMk,Religions - Einigkeit; Oissei-tstio äs chre sserch i BaE 5 pÜX, die er unter dem prseliäio Johannis Guilielnn ^halten , und einige andere Dissertationen So v»' L -i.nes vattersJohannis Ernesti Gerhardi 8v>Iogsn äe Dlo^icarum, darinnen die vornehmsten Oontrovs MI ^c-x abgehandelt werden, vermehrter heraus SE hie ss'I ftkte ferner seines groß - vatters Lommentarium über
.
zwischen seinem groß-vatter und andern berüym"'^gewechselten theologischen send - schreiben ediren. vo ^auch ein OPU8 pgssorale unter Händen, welches " diesen^,det; allein der frühzeitige tod hat die herausgebun^^nck»'ten verhindert. in obitum.
* Gerhardus , (Hieronymus) ein Würtembcks^
und Vice - Cantzler, gebohren zu Hildesheim " ' LM,
lc>8. wurde, nachdem er zu Wittenberg stubj" _
gen einem neu - angelegten Lollegio der stipenvim ^ ya> Lss,
worauf er daselbst in Dokkorem .suris promovlrer-
derlich kurtz vor seinem ende des Brentii Lown,- > piav "Mr.
sig gelesen, und ist zu Stuttgard an. i;74- oen - ^br-
ben. . vit. fureconsslt. oratio ^
Lerkaräi, Tübingen 1575. in 4. M,ricö
* Gerhardus dloviomagus , ein so ha ^ !
Hauers, war Hof-Prediger desKaysers Carou MeeisMeckeine Holländische Historie, izro. Lpiilokm ä- ^ gilb ,Latalogum L Dittor. Lpifeoporum ssrajectenu
wercke, welche in Scriveril Latavia Mustracs 1äe Dill. Dar. III. . ^wapaN-^M
Gericke, oder LhTr!cn8, (BartholomaMseine ß D
r4..aug. zu Zerbst gebohren , allwo^e^au^^
den 24. aug. zu Zerbst gebohren , allwobis in sein achtzehendes jähr tractirte, hernach bM vic vozu Wittenberg aufgehalten, allwo er l"ssÄ,mshelp ?5 hink^men Mob, Wesenbecium, Neust , und ApeA'Mret, worauf er sich nach Straßburg begeben zN
Gifanii und Joh. Stürmst unterricht zu sM'aN.?Len^
wuanu unv ^oy. comrmil uncctiltyt s« ",-.m ^
hierauf eine reise nach Franckreich , und n<w §>asBourges unter Cujacio den Doktor-tttulat^^^^cc ^ d>e,ahr ward er zum Professors.Mix aufdas neustum zu Zerbst beruften , fünf iaht hernach Flir!^ ^stelle eines Hof - und Justitzlen - Raths bey ^ n-oznL stsshann George von Anhalt-Dessau ,
1604. das Cantzler - amt kam, welche b^e ^ EylonNende verwaltet. Er schrieb unter dem ^,zlebc-
lona äe Godentus, ein ^empeltivum Suss . gg N> ^oder Lommentsrwm sä Däikkum . . Küss ^ E
Llsmcst..in Loä. Dermox. Zerbst 1602. M