Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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mal das Fräulein Hedwig vonHohenstauffen znr gemahlin über-kommen haben. An. 12;;. heurathete Heinrich von GersdorfBrunonis von Querfurt tochter, und schenckte ein dorf demkloster Marienthal. An. 1260. reisete GrafRudolph von Hab-spurg , ehe er Kayser worden, von Breßlau nach dem Elsaß,da ihn denn auch sein weg nach Baruth führte. Weil ihm nundas geld aufgegangen , schoß ihm Heinrich von Gersdorf;oo.gülden vor, welche dieser an. 127;. gedoppelt wieder bekam.Ja der neue Kayser erkennte diese wohlthat so hoch , daß ersein Hans mit dem Gersdorfischen geschlechte genauer zu verbin-den suchte; denn er vermählte die schöne Rostnam von Gers-dorf an seiner schwester söhn, Gottfried von Hohenstauffen, wel-cher mit ihr fünf söhne und drey tochter gezeuget. Von denletztem ist die eine an des Kaysers druders söhn , Albertum,vermahlet worden. An. 126;. befand sich Christoph von Gers-dorf auf dem turnier zu Regenspurg , und führte mit der Prin-tzeßin Helena von Burgund den vorrcihen. Ihm folgte indem tantze Sigismund von Gersdorfmit Graf Ottonis zuStollberg und Aschersleben tochter, nachdem er vorhero einesonderbare probe seiner tapferkeit abgeleget. Wilhelm vonGersdorf, ein gelehrter mann, und zu St. Gallen in derSchweitz Professor der Hebräischen spräche , hat gedachtem klo-ster yrooo. gülden verlassen, sich aber dabey ausgedungen, daßman diejenigen Personen, so sich aus seinem geschlechte in ge-dachtes kloster begeben würden, vor andern zu hohen amternbefördern sollte; desgleichen, so einer darvon den nahmenWilhelm führte, sollte man ihm ein roß mit aller zugäbe, <c>o.gülden werth, verehren. So war auch unter diesen bedingun-gen, daß, wenn eine von Gersdorf, nahmens Anna Rosina,wie feine mutier geheißen, heurathen würde, das kloster ver-bunden seyn sollte, ihr 1000. gülden zum heuraths-gulh zu scheu-chen. An.1429. ward Abraham von Gersdorf bey des HertzogsPhilippi von Burgund beylager in den orden des güldenenDliesses aufgenommen. Er hatte fünfsöhne, unter denen Wi-gand und Johann an. 1477- nebst dem Hertzog Carolo von Bur-gund aufder wahlstatt geblieben, Peter aber bleßirt nach Nancygeführet worden. An. 1572. im julio sind etliche hundert Perso-nen , alle des hoch-adelichen geschlechks von Gersdorf in Zittauzusammen gekommen, da sie sich sollen verglichen haben, diestreitigen Händel in ihrem geschlechte selbst durch mittels-personenzu vertragen, da denn zugleich ihre nahmen, stamm-häuser undschlösser mit fleiß verzeichnet, und in Verwahrung genommenworden. So hat man auch zum gedenck-zeicben ihr wapen da-selbst anmahlen,und solches an. i6n. erneuern lassen; wie denndie damals aufgerichtete gefchlechts - Verträge noch vorhanden,und kaum 8°.jahr verflossen sind, daß man sie abermals erneuernwollen, wiewol das werck ins stecken gerathen.

Von denen , so absonderlich in der Laußnitz floriren, habensich die aus dem Hause Tauchrttz im XIV, Laul» gemeiniglichGerhardisdorf genennet. Die stamm-tafel dieser brauche wirdvon Carpzov mit Nicoln von Gernstorf um das jähr 1,99. an-gefangen , und bis in das XVIII. steculum fortgesetzt. DasRitter-guth Tauchritz aber hat Balthasar vonGersdorf an. 16 n.an die von Warnsdorf verkauft. Die stamm-reihe des HausesLautitz wird mit Erafmo von Gersdorf um das jähr 1 ;o->. an-gefangen. Dessen söhne waren i.) Christoph aus Sohland,welcher den Hennewaldischen äst angefangen, so in seinemurenckel Christoph Ernsten an.1667. erloschen. 2.) Erasmus II.auf Lautitz, von dessen söhnen Nicol dem kriege gefolget, undan. 1617. in Schweden unverehlicht gestorben; Caspar, Jo-seph und Heinrich sind an. 1620. von den Böhmischen bau-ren erschlagen worden, als sie auf dem weissen berge vorPrag glücklich entkommen; Michael ist in dem gedachten jährezu Glossen im bade ertruncken, sein söhn aber, Nicolaus ausGlossen, an. 164z. zu Reichenbach erschossen worden; Hansauf Kittlitz hat seinen stamm beständig fortgepflantzet; Peterhat Radmeritz und hernach Malschwitz besessen; seine söhneaber, von welchen Caspar Sigmund in einem zweykamps um-gekommen , hoben ihr. gefchlecht nicht fortgepflantzet. Chri-stoph ist ein groß-vatter gewesen (i.) Hans Ludwigs zum See,welcher an. iszg. in seinem Hause von einem von Zabeltitz er-stochen worden. (2.) Christoph Gottlobs auf Lautitz, König-lichen Dänischen Oberst-Wachtmeisters. (z.) Friedrich Ferdi-nandsauf Kötitz, dessen enckel Christian Ludwig auf Glossenund Schöps, Königlich - Polnischer und Chur - SächsischerRath und des Fürstenthums Görlitz Landes - Aeltester, lebtenoch an. 1718. und hatte zwey söhne. Das Haus Meffers-dorf hat Wlgand von Gersdors aus Meffersdors, Stemkir-che, Wallwltz, Grentzdorf, rc. ein urenckel Nicols von Gers-dorf aus dem Hause Lmda, der um das jähr i e;o. gelebt, auf-gerichtet. Er vermahlte sich mit Catharina Magdalena vonGersdorf aus dem Hause Hennewalde, einer schwester des abge-dachten Christoph Ernsts, und zeugte mit derselbigen 1.) Ma-ximilian Leopolden, auf Ober-Gerlachsheim, Königlich-Polni-schen und Chur-Sachsifchen Oberst - Lieutenant, der noch an.17-7. ohne Ander gelebet. 2.) Christoph Ernsten auf Plißko-witz, Kdnigl. Polnischen und Chur-Sachsischen Cammer-Herrn,und Gegen-Händlern des Marggrafthums Ober-Laußnitz, einenvatter von vier söhnen. ;.) Carl Felix Ernsten , der als Ober-ster über ein reqiment drägoner in der schlacht bey Pintschow ge-blieben. 4 .)Wigand Adolphen auf Ober-Gerlachsheim, wel-cher an. 170s. als Landes-Aeltester des Fürstenthums Görlitzverstorben, und einen söhn hinterlassen. 5.) Christoph Gott-

lob aufWigandsthal, Meffersdors, Grentzdorf, Des

Neugersdorf, Straßberg, Heide, rc. KöiUgktch-W"ss WoWChur-Sächsischen Obersten; von dessen söhnenKöniglich-Polnischer Oberster und InlxeckorvonGeorg Adolph, Königlich-Polnischer und, Chur-^,!. E

Kriegs-Ralh, und Carl Ernst,Dragoner-CapttalN wor ^^

dem Hause Horcka, welches Bartholomäus von Ger AMeintritt des xvi. üecull aufgerichtet, flortrte an. o b

Ernst aus Reichenbach , Landes-Bestallter, und ^ AriistPaulsdorfOberst-Wachtmeister, deren valterGeENeichenbach an. 171;. als Hauptmann und K „l A HeiErius verstorben. Der Urheber des zweigs zu ZimperSigmund von Gersdorf auf Halbendorf gewesen. M ,ckel, David aufRocklitz und Bischoff, ward ein vaner^,^Mchiors auf Taubenheim, dessen söhne waren Adolph 0°Alt-Köten, Oberst-Liemenant; David Heinrich uut^gch,^seinen äst sortgepflantzet, und Johann Christoph ant ""Christian Gottlosen gezeuget, welcher Königlich^' tUChur-Sächsischer Ober-Rechnungs - Rath worden.spar Christophs auf Zimpel, Tauer, GeWtz, xAcllebÄund Tschorne, Chur-Sächsischen Raths und Landevon dessen sechs enckeln nach ansang des XVIII. ! Mb L«'Gottlob in Rnßischen diensten Major, und David o florss^pitain von der cavallerie gewesen. Aus dem ha"ssL„ »re"",,um das jähr 1590. George von Gersdors; cheistHans auf Kan war Rittmeister, und hinterließ Ast" >pEauf Kay, Kreusche, Gerkowitz, Weißtg und Losten ,als Chur-Sächsischer geheimer Rath , General - A'

mer-Herr und Amts - Hauptmann zu Torgatt, -ss. g„ie .Mutschen, an. 1678. zu Torgau verstorben. ,Malschwitz, so den Freyherrlichen character erv"'

mit Nicoln aus Malschwitz, Amts-Hauptmann ve» ^rer>a

sehen kreises, um das jähr 1517. angefangen. ;

gleiches nahmens, Kayserlicher Rath und Gege"'der Ober-Lausitz, starb an. 16; 1. und hinterließ

i.) Gottlob Ehrenreich ausKaupe und Bolbmtz, ",

fischen Rath , Cammer - Herrn und Ober - Awts - AKEwelcher an. i688.,gestorben, und Christian Frtedrlcy^^sists,,

Klux, Rattwitz, Bolberitz, Salga, Dobschk, rc. PsssstNDerselbe war an. 1718. Königlich-Polnischer und ^ jg,scher Cammer-Herr, Vice-Ober-Hvf-Richter zu L"p^cht>ß'Justitzien - und Appellations-Rath, wie auch gevo"'Abgesandter aufdem Reichs - tage zu Regenspurg, "stritt18. oct. an. 172;. mit tode abgangen, und hat AU,

einem söhne sortgepflantzet. 2.) Nicoln, des H.-A,edlen Panner und Freyherr« auf Baruth, rc. dv>^' E st, -men in dem folgenden artickul zu finden. Aus d-w vWitz stammen her Benno Sigmund, Kriegs-^^Mchß!"^Wolf Abraham, Königlich-Polnischer und Chuv^pEzRath, welcher Lnvoys in Holland, und an. ^8-,

Engelland gewesen, und den z.sept. an. i7stst-stehest

zeitliche gesegnet hat. Aus dem Hause Vuchw^M A'jo

XVII. Lculo Otto Heinrich Land-8)-nclicus und WS v'

dent des Land-Gerichts in der Nieder-Lansitz

Hause Gudeborn flortrte an. 1620. Adolph/LandesA^iy n,

in der Ober-Lausitz. Aus dem Hause Aattitz ,ji

Adolph Kayserl. und Chur-Sächsischer Rath,

mann und Ober-Amts-Verwalter in der Ober-LawAchckM

vermuthlich ein vatter Hans Wolfens gewesen , .ss^jus.^z

Chur-Sächsischer Rath, General-Kriegs - L-om"'ssx,

Landes-Hauptmann in der Ober-Lausitz an.

dem Hause Ruhiand war Heinrich von Gersbors ps ^ ^

tzog Moritzens zu Sachsen Hofmeister,

Hauptmann zu St. Annenberg und endlich E « ristd > ^des Ertz-gebürgischen kreises. Er besaß DobrnwV Pesse jsian. i;;7. Zu anfange des XVII. ÜLLUU hat^Gersdorf aus dem Hause Baruth in ThUngM ^MdU,

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.gevl-eben. .(2,) Georg RudolpH, '"E Mgeko'"

_ .. ... g «'Vssvvs'

lich-PreußischerOberst-Lieutenant vor Kaystrsn^^men. (;.) Heinrich Günthern, Königlich-dstj^üche erd^AMSächsischen Oberst-Lieutenant, der keine w"Ä^„ßischestgelassen. (4.) David Gottlieb, KönigstchE'" per be" Mraln und Obersten über ein regiment granadier^ ^,8» l'.stxhgklin unterschiedene güther besitzet, und noch an. ^ MMit des Königlich-Preußischen Staats-Raths -n >er einen söhn und eine tochter gezeuget. .... eben^.'je ka"

In Meissen hat sich diese ansehnliche farMe ^jestr

schon in den ältesten zeiten seßhajft gemacht. Z. Krvstst.^slestman öl. Andream von Gerstors aus dem ""-"grosse" » <,elv/welcher zu Leipzig VKeoloZiX kiokelVor, des sLollegii Lollegistus, und an. 1425. .^st^gritzens^sttz, Iv^fen. Ernst von Gersdors war Churfürst dz^fner geht"sen Krieqs-Oberster, Joachim aber dessen geocher letztere an. 1547. als Gesandter nach A pen d"^Emüsse, um die Königliche Printzeßin Anna vv ^ Mst,ßschtl>sierkoa Anaustum ru werben. An. 1718. ,st S"ep

Hertzog Äugustnm zu werben. ° An. .stoph als Amts-Hauptmann zu Schweimtz >"Cbur-kreffe^

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