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lion zwischen beyden damals in den Niederlanden kriegendenCronen Spanien und Franckreich offerirt, und nachdem sol-che acceptirt worden, nebst seinen mit-consorten, (unter wel-chen er, als bey dieser Deputation nach Franckreich Chur-Sachsens wegen der erste, das Direktorium gefuhret,) mitzuziehung der daselbst sich befindenden Engell - und Holländi-schen Gesandten, eine so wichtige angelegenheit dahin beför-dern helffen , daß man die artickul des zu Aachen hernach pu-blicirten friedens völlig und ohne einige erfolgte änderung zuParis vorhero abgehandelt. Nachmals ist er in verschiedenenReichs - Commißionen zu grossem nutzen der interessenten ,bey den Häusern Hanau und Anhalt, gebraucht worden. An.1672. führte er auf dem Ober-Sächfisthen Kreis - tage abermaldas vireÄorium, und half die zwischen dem Kayser und Chur-Sachfen geschlossene alliantz auf richtigen fuß bringen, da ihnbann der Kayser in den Freyherr»- stand erhoben. In dennächst-solgenden jähren Hat er sowol bey Verschickungen als aufKreis-tagen neue proben seiner treue und klugheit abgelegt. An.1679. befand er sich zu Lunden in Schonen als Meäisror vonChur-Sachsen bey den friedens-tractaten zwischen den beydenNordischen Cronen. An. 1680. wurde er zweymal nach Ber-lin , und einmal nach Dessau in wichtigen angelegenheiten ver-schickt. In eben diesem jähre machte ihn Churfürst JohannGeorg ID- zu seinem Ober-Cämmerer, und an. 1686. zum ge-heimen Raths-Virector, gleichwie ihn dessen Nachfolger zum ge-vollmachtigten Landvogt des Marggrasthums Ober-Laußnitzan. 1691. bestellte. An. 1689. bekleidete er bey der crönung zuAugsburg die stelle eines Principal-Abgesandten, und ließ sichnachgehends zu mehrmaligen Verschickungen und auf ange-stellten Kreis-tägen mit grossem rühm gebrauchen, bis er end-lich an. 1702. den 2z. aug. sein leben beschlossen, nachdem er,Wie gemeldet, 5. Churfürsten zu Sachsen successive in unver-rückter treue bis an das ende seines lebens gedienet. Er hattegemahlinnen: Die erste Hedwig Elisabeth, Vitzthuminvon Eckstedt, gebahr ihm drey töchter und einen söhn. Zweytöchter sind in einem zarten alter wiederum verschieden, diedritte aber, Maria Sophia, so dem Königlich - Polnischenund Churfürstlich-Sächsischen Rath, Kreis - Hauptmann undVice - Steuer - vireölori Haubold von Einsiede! verheurathetgewesen, ist erst an. 1700. verstorben; der söhn aber, JohannGeorg, auf Chemnitz, Bretting, Königlich-Polnischer Cam-mer-Herr, hat sich mit einer von Mezeradt, die an. 171?. ge-storben , verheurathet, und mit ihr 2. töchter gezeuger, die an-dere gemahlin, Eva Catharina, gebohrne von Günterodt,machte ihn zum vatter dreyer töchter, davon die jüngste baldverstorben; von den beyden übrigen ist Christina Sophia demFürstlich-Gothaischen General-Wachtmeister, Jobst Melchiorvon Wangenheim, und Hedwig Catharina dem Königlich-Polnischen und Chur-Sächsischen General-Wachtmeister, AdamAdolph von Utterod beygelegt worden; die dritte gemahlin warHenrietta Catharina, gebohrne Freyfrau von Friesen, derenche mit 7. söhnen und 6. töchtern gesegnet worden, wiewol5. söhne und 2. töchter wiederum verschieden. Die eine loch-ter, Johanna Eleonora, Gottlob Ehrenreichs Freyherr» vonGersdorf gemahlin, ist an. 1702. gestorben. Die übrigenlöchter sind: i.) Charlotte Justine, eine in der Griechischen,Lateinischen, und heut zu tage florirenden Europäischen spra-chen , wie nicht weniger in der Poesie und Theologie »vohlge-übte Dame, welche erstlich an Graf Georg Ludwigen vonZinzendorf, Königlich-Polnischen und Chur - Sächsischen ge-heimen Rath und Cammer-Herrn, und nach dessen tobe an denKöniglich-Preußischen General-Lieutenant Dubislaff Gneo-mar von Nazmar vermählt worden; 2.) Rahel, welche GeorgChristophen vonBurgsdorff beygelegt worden; und ;.) Hen-rietta Sophia. Von den söhnen siorirten an. 1718. 1.) Gott-lob Friedrich auf Baruth, Buchwalde, rc. der Königlich-Pol-nischer und Chur-Sächsischer Hof - und Justitzien-Rath, wieauch Assessor des Kayserlichen Cammer-Gerichts zu Wetzlar,und nachgehends Königlich-Polnischer und Fürstlich - Sächsi-scher Merseburgischer würcklich - geheimer Rath worden; 2.)Nicolaus, Freyherr auf Hennersdorff, Königlich - Polnischerund Chur - Sächsischer Hof und Justitzien - Rath. Rayserl.Barc>nats-äi/>/o»ra, so an. 1672. Nie. von Gersdorf ertheiltworden, rmnal. 8ax. re8 gell. kricl. XCiIK.
lib. VII. §. 66. Üb. IX. §. 92. lik. XIII. §. 41. L lib. XVIII. §.26.59 - 81- 6c in retzus Laroli Ouüavi lib V. §. 54. Xova
ack an. 170;. p. ;6z. in centur. lemin. cru-
ckit. p. 44 - öc 4^. Monatl. auszüge, an. 1701. m. jan. x>. 21.
* Gersdorf, (X. von) ein gelehrtes frauenzimmer ausSachsen, welcher man den »rahmen der zehenden Muse beyge-leget hat. Als Joh. Gelenms, ssecior des O^mnalii zu Dreß-den, die OpulLula der berühmten Schurmännin wiederum auf-legen lassen, hat er denselben die getichte und briefe der Frauenvon Gersdorf beygefüget, Lw/rori,. , tom. VII.
rag. 2 ) 4 .
Gerson, oder Iarson, (Johannes) mit seinem rechten zu-nahmen Charlier genannt, von einein dorfe m Champagnenicht weit von Rheims, woselbst er den i4..dec. an. i;6;. ge-bohren, war zu seiner zeit wegen seiner frommlgkeit und ge-lehrsamkeit so berühmt, daß er auch Doclor Lkrikianissmrusgenennet wurde. An. 1^77. schickten ihn seine eitern nach Pa-ris , woselbst er sonderlich Petrum äs Miaco, so hernach Car-
dinal worden, 7. jähr gehöret. Er war anfangs ein perdes Navarrischen Lollegü, wurde an. N82. M s>e!ssbeologorum aufgenommen, und an. i; 92 . Pari- '
bald darauf Cantzler der Kirche und Universität z» ^weichem amte er mit solchem rühm vorgestanden,überhaupt Lancellgriu§ ist genennet »norden. .scher dnversetzte er sich mit grossem ernst Johanni ?mvo,
Mordthat, so man an Ludwig Hertzoqe von Orleansvertheidigte, wodurch er den haß des Hertzogs von ^
«nd seiner partey auf sich gezogen. An. 1408. wm«ris »vegen der spaltung Mischen Benedicto x»u-m ^ Esriv XII. ein Loncilium gehalten, da sich denn lpessangelegen seyn ließ, es dahin zu bringen, daß BepA ^ aussich der Päpstlichen würde begeben mochte; dergleiMt ^5.hernach bey Alexandre V. gethan, welchen man am -cilio zu Pisa, aus »velchem Benedictus und Gregor'abgesetzt worden, errvehlet, jedoch dadurch das m Mvermehret hatte. An. 1412. entstund zu Paris, w« grEdamals noch sehr auf des Burgunders feite war,tumult, bey welcher gelegenheit diese faction ihre ^ halE
' " ' " ersättigen^gettE^M
Gerson mit dessen tobe würde zu v». - ^
wenn er sich nicht etliche tage an einem verborgen« 4, yi>gehalten hätte. Doch wurden seine güther geE^is ÄUfein Haus übel zugerichtet. An. 1414. begab erl>E ^
gesandter auf das Concilium zu Costnitz, »voselbst er,angelegen seyn ließ, den zustand der kirche,zu ver ,weil er sahe, daß durch die Päpste die befördern^. ,verhindert wurde, schrieb er seinen tractat äs ^kapL ab sicclssta. Er hatte säst das gröste «a,
sem Loncilio, und muste dessen äesrsta und ", Nr per v g»verffen; doch hatte er diesen Verdruß, daß die cem«cultät zu Paris, die auf sein anstiften wider guss d,
ergangen war, von einigen darzu deputirtcn RlE«untersuchet, annulliret, und selbige sententz vonan »velches Johannes karvu« appeüiret, bestätiget" -dieses hatte sich der Hertzog von Burgund Joha",Mrden Hertzog von Orleans tödten lassen, walssE l>g^stadt Paris bemächtiget, daß also Gersonkommen durfte, begab sich derowegen durch die k>w yLyon, woselbst ihn der Ertz - Bischoff und seln Epg rr eeJohannes, Prior bey den Cölestinern, ausnahmom .die übrige zeit seines lebens mit Verfertigung alleE EEheund unterrichtung der linder im catechismo zubraw ^plötzlich, indem er bätete, den 12. jul. an. ^ »a ^viel schriften hinterlassen, als: äs Dsuäsleüinos; Nonotesssron Isu Xarmoliism ex 4 - seEsF-koteÜLi:e DsclsliskiLÄ , Isu äs Origins )ur>sbrum ; Declsrsrionem Lompsuäioläm Dochökuu zss'^,
corum , und viele andere, welche an. 1488. in vrEchsten mal zujämnrerl gedruckt, hernach aber Mm F
mehrter, sonderlich zu Paris an. 1606. auch "xx ^peli-die Vorsorge des D. L. äu Pin wieder aufgelegtwird ihm auch von einigen das bekannte buw -.hell' ,.Ll-riili beygelegt, »velches aber andere in zwetft'
, operibus ejus xr^misss. ^
äa«. /.a Oor« ä» D» Lr». ^
L?->«Fu«r. Lc. * AteckA-
Gerson, (Christian) ein bekehrter Jud, war m po»Lt,Hausen im Erk-Stift Cöln den 1. aug. an. Es'xestEs ^scher, eitern gebohren; als er ohngefehr das ^
welches ihm von einem armen weib versetzt g,,xch zuwas aufmercksamkeit durchlescn, wurde er dao» 7 yevs.jxet,mung des Christlichen glaubens bewegt, und i'^Wygan. 1600. zu Halberstadt taufen. Als er eE LMMs ld ckauch viele Christen in der Hebräischen undche, deren er sehr wohl erfahren war, wfterws'Mhieraus Diaconus bey Bernburg im Furstem^ er tw .Aund hernach ksstvr zu Dröbel. Sein leben rnwser lassen den 15. sept. an. 1627. als er von em« § i»
Hause fahren »vollen, und die Pferde von einem ve» ^upuje tiefen. Von ihm hat man in Teutsch tAMäÄ.AÄ'Talmuds fürnehmstev innhalt und wldeno xDas II. capitel der Oemara 8anbeärin, ge(.heN si.auf Teutsch übersetzt in 8vo. Die Gelehrten ^ »ydausrichtigkeit und wissenschafft in hervochrmm' ^legung der Jüdischen irrthümmer. B,s dapm . ugantzes Talmudisches capitel in eine bekannte siytzet worden. Beckmanns Anhält, histor- ^ ^
ss. Nms». Isso//. lubl- ^ ^l- jsi
* Gerson, der alte zugenannt, ein RabÄachet'^m r>e!»lo. Einige haben ihn von Mayntz siebartig E ^an sssucio'gewiß, daß er sich in Franckreich gesetzt, dleweititul giebt, Dumsn Lapftvitatis OaliicL. Er y«
NS8 hinterlassen, welche an. zu als pgw l Mworden. Bey seinen lebzeiten war er wenig t ^ satobe angesehen, und zweifelte man lange he em'der gesetze sollte angenoinmen werden, silS ss'.y
der mitte des XIII. stxculi einen emgang w-o-aiM
tzet seinen tob verschiedentlich, auf an.1o28.am wm isich auf 1070. Einer von seinen surnehmstm l > sehtder söhn Jecar, ein grosser Musieant, «nd v
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