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retiriren, weil ihm Herbert sehr nachsetzte. Er suchte bey demGrafen von Anjou, Gottfrido Martello, schütz, allem dieserwar von Herberts eingenommen, daß er Gervasium nichthörte. Damit sich nun dieser Prälat rächen möchte, gewanner die einwohner, und brachte es dahin, daß sie Herbertumverjagten, und den jungen Hugonem vor ihren Herrn er-kannten , welchen Gervasius mit der Bertha, Thlbawl Grafenvon Bleis schwester, und Alant, Printzen von Bretagne,wittwe, vermählte, welcher Gervasium auf seinem schlösse be-lagerte , ihn auch unter dem schein einer reconctkatlon herausbrachte; als er sich aber seiner person versichert hatte, hielt erihn gantze 7. jähr gefangen, bis ihm dieser Bischoff das schloßüu Loir abgetreten, und versprochen, nicht wieder nach Manszu kehren, welches er bis anhero vor den jungen Hugonem be-sessen hatte. Dieses bewog Gervasium, daß er sich zu demGuilielmo LonyuTüors, Hertzog von Normandie, wandte,Welcher ihn sehr wohl aufnahm, und ihm eine jährliche pen-sion reichen ließ. Als zu eben selbiger zeit Guido von Cha-tillon, Ertz-Bischoff von Rherms, verstorben war, wurde ervon dem Könige Henrico I. aus Franckreich an dessen stellegesetzet, da er auch an. 1059. den König Philippum I. wel-cher damals nicht älter als 7. jähr war, in gegenwart seinesvatters consecrirte. Nach Henrici tobe, als Philippus unterdes Grafen von Flandern vormundschafft anfieng zu regieren,wurde Gervasius Reichs - Cantzler. Endlich, nachdem er dasErtz-Bißthum Rheims 17. jähr, und die siege! von Franck-reich iL. jähr verwaltet hatte, starb er den 2. jun. an. 1072.L-vva/A»-. , cles Lveqncs cis Aans.
Gervasius , (Christianus) ist sonsten unter dem nahmenMMer Gervasius bekannt. Er war aus dem kirch-spiel Ven-des in der vioeces Bayeux in Normandie gebürtig. Als erohngefehr i;. jähr alt war, schickte ihn der Herr von Vendesnach Paris, daß er dem Dauphin Johanni, des Königs Phi-lipp! V-llelii söhne, einen sehr schönen wind-hund bringensollte; dieser Herr, als er in dessen Physiognomie und mineetwas gutes befunden, ließ ihn in dem LoUegio von Navar-ra studiren, da er denn in der Medicin dergestalt zunahm,daß er Königs Caroli V. erster öl-äicus wurde, wie er dennauch LanomLus der kirche zu Paris war, und an. einKollegium auf der Universität zu Paris gestiftet hat.
tz,, cie la krance.
* Gervasius, ein Abt aus dem Prämonstratenser-vrden, undGeneral dieses ordens, ein Engelländer von geburt. Er stu-dirte zu Paris, und wurde daselbst zum voökor creirt. Er be-gab sich zum ersten in die Abtey St. Inst unter die Prämon-siratenser, (St. Just aber liegt in der vicLLss des BißthumsVeauvais.) Der Abt Balduin, welcher ihn und seine gefchick-lichkeit erkennete, bediente sich seiner die Theologie zu leh-ren, welches er mit so glücklichem fortgana unterfieng undtrieb, daß diese Abtey bald wie zu einer öffentlichen schulewurde, wohin die Mönche von verschiedenen orten kamen,und auch 8 seculsre 8 aus allen benachbarten viosLelen zusammenflössen, um sich von Gervasio in der Gottsgelehrtheit belehrenzu lassen. An. 1195. ward Gervasius zum Abt von St. Justerwehlet, und während der gefanaenschafft Philippi äs Dreuxzum Bischoffe von Beauvais, welche stelle er mit grosser klua-heit und Mäßigkeit versähe. Er nahm sich bey dem Papst Co-lestino III. eines gefangenen Bischoffs an. Er gieng aus dendefehl dieses nemlichen Papsts hin, die streitigkeiten, die sichbey der erwehlung des Abts von Corbier ereignet hatten, bey-zulegen. An. n 9 y. verfügte er sich von St. Just nach Tbe-nailles, auf die bitte des Ordens-Generaln Petri, um ihm inseiner amts-verwaltung mit rath und that an die Hand zu ge-hen. In dieser Abtey verfertigte' er seine Lommenwrios überdie kleinen Propheten und die Psalmen. Er ließ in einem bändedie predigten, so er an verschiedenen orten und über allerhandgattung materie gehalten, zusammen sammeln. An. 1206. er-wehlte ihn sein orden zum Abt und General über die Prä-monstratenser, in welcher Verwaltung er fortfuhr den nahmensowol eines geschickten und gelehrten Lehrers, als auch eineseifrigen und wachtbaren Hirten und Vorgesetzten zu behau-pten. Er wohnte auf befehl Jnnocentii III. an. 1215. demLateranensifchen Loncilio bey, da der Papst ihn zu seinemGroß-?vsnitentisrlo machte, und zum Haupt über die Creutz-züger in Franckreich. Er erlangte über diß, mittlerweile er znRomLewesen, die Abteyen zu St. Alexis in dem Romanischen,und Vt. Quirino in der viosces von Reale, wie auch das Biß-thum zu Seez in der Normandie. Doch machten alle diese eh-ren-stellen ihn der demuth nicht vergessen, und wußte er im-mer die lugenden emes vornehmen Kirchen-vorstehers und ei-nes frommen Mönchs beyzubehalten und zu vereinigen. End-lich starb er im oct. an. 1228. und ward in der Äbtey Sillybeerbiqet, welche auch aus dem Pramonstratenser. orden ist.Seine grabschrift lautet, wie folgt :
Lnelis me genuit , nukrivit , 8anÄurIuün8, Ikemolium Lrsemonffrstumgue äsäers.
nomen ^ mitram , tumbsmttw Iocu8. Oretur, ut clewr Ix-ritU8 3Üri8.und singet nicht so fast sein lob als seine ehren-stellen ab. Vonallen wercken Gervasii ist nichts gedruckt worden als ferne briefe,dafür der kmer Hugo, Abt zu Estival und Bischoff zu Ptole-mais in Portikus, an. 172;. gesorget Hat / torn. I. lacr. sn-tiguit. münum.
ger ges
* Gervasius Vorobecvsoli., sonst such clo Canker^ ^Nannt, worein Benedictiner-Mvnch, und lebte umI2OO. Er schrieb cie Lombuüione öc Ilepsrscione l>M
HcclsliL sn. 1174. welche schrift von Rogerandern heraus gegeben worden. Desgleichen ^ ^ssses?Leu velLriptio Ditcoräisrum inter Nongekos ^ äLsläuinum ärcinep. polt sn. n84- Lbronicatannisi, 8LXonikr>8 dlormsnnib xeüarum , ss ' dwan. 1199. An dem ende dieses buchs verspricht Ge ^ ^ vft'zweyten theil, von welchem aber nicht bekanntHanden sey, oder nicht, üüu« kontiLcam Lammn. - s».
Luguliino , Lnglorum üxoüolo, usgue aci siuberc ^
1205. obüt. Es werden noch andere seinerdie aber noch nicht gedruckt worden. ^
meä. L ink. Matisi. ^ ^,
Gervilius, Gervillo, letzter Bischoff zu E
söhn Geroldi, Ertz-Bischoffs zn Worms undMayntz, welcher zuletzt den degen ergriffen, uiwno und Carvlomanno wider die Sachsen zu ft^^enaber in einer schlacht mit allen den seinigen todt Mw.W'den. Das Bißthum Mayntz wurde hierauf dlestm imGervilio von Carolo Martello, wegen seines vam^,<,n<Mleisteter dienste, geschencket. So bald er !-
gieng er gleichfalls unter Pipini armer wider v eselbe, um den tod seines vatters zu rächen. .^en «
die Fränckischen und Sächsischen völcker einander en ^rücket, der fluß Weser aber den angriff verhmderle, lm,Gervilius einen seiner bedienten in das SachmA - ^ emüber gcschicket haben, um den mörder seines vatt^ ^ xcs>vschen; als der diener hierauf von demjenigen, o» W mgen befragte, erfahren, daß er es selber wäre , bm kur?nahmen feiues Herrn gebaten, daß er mochte am ^gespräch zwischen beyden lagern zum Bischoffe o,. hjnmen; dieser, so sich nichts böses versähe, begab im.Bischoff, ward aber von demselben nach einemsprach mit einem verborgenen schwerdt durch den u -dabey der Bischoff diese Worte soll gesagt haben:
runi, auo patrem vinclico ck»rum. Weil NUN
erfolgten scharmützel die Sachsen ohne dem den e
gen, wurde von dieser meuchelmörderischen chm.„jficiw W
anfangs kein Wesen gemacht; als aber der hdll'. ^,arf
ches erfuhr, fieng er an darüber zu eifern, und m '
schoff nicht nur vor, daß er dem jagen und vog^^a, > f
hienge, welches keine Bischöffliche Verrichtungen
dern er behauptete auch öffentlich, daß niemano § am
seyn könnte, der seine Hände mit blut besudelt ya^
ausfpruch unterwarfsich Gervilius, gab an. TA-m SvE^il
auf, nahm mit einer Provision in der Grafschollm
vorlieb, und starb an. 759. Mit ihm nahm
Mayrm ein ende, und wurde aufanordnung KS«
an. 745. das Ertz-Bißthum von Worms,
keit des orts, nach Mayntz verleget, und erwey>
nifacius zum ersten Mayntzischen Ertz-B>sthbff ^
, in ckron. , äs Lpiic. jvgschch ^ <il>
Gerumenha , eine kleine stadt in der Portusischafft Alentejo, in dem district von Elvas,dem fluß Guadiana, gelegen. Anstatt des ehenm vmit 17. thürnen, welches der König Dionysius^ ^ ew^^lic-lassen, hat man in den neuern zeiten diesen ort ,^c,stion und mit 4. halben bastionen bevestigt.cls xorwgM p. 795. §l>^
Geryon, ein söhn Chrysaors, welcher em^esz. an der Spanischen feite gelegenen msuln, B« ^x>,cg ichsa genannt, so jetzund Majorca, Minorca «KecY^albesEs hat dieses anlas zu der fabel gegeben, ,
der hätte. Andere sagen, man habe dem oe",s gc -l»;. leider zugeeignet, weilbrüder dresis M,e>' pBdie so einträchtig mit einander gelebet, daßeSL^on.' Kr>e>hätten sie nur eine seele. Man sagt, dieservon dem Hercule getödtet worden, als er siw melE/chrochenland geleitet. Es ist ein ort zu Pavra, A. P'Hhos!Orsculum Lervoniz hiesse, heut zu sage abdck jilstnennet wird. Joh. Clericus hat diese fave'.'^uf b'^Mcischen spräche dergestalt erkläret: Als Hf", «ern ^.aebe'l-ÄGades kam, fielen ihn z. Haussen von emiE^ ge^ §,er aber schlug, und dieses hat den Gnechen a^^chMsagen, daß er ein monttrum mit ;. köpft» >ch§esta»Phönicier exprimirten es in ihrer spracht «,,Wt, tE'
Uelolcll rLllo grobem, welches so Viel vem^ tzt - t
köpfe ihrer einwohner geschlagen. Wenn man^ ^Mv Mvor ein nomen proprium nimint, kan ma» ^ ftbU -jp Eyhatköpfe Gereoms getödtet. Es wird a e'» s M
ryon habe einen Hund gehabt, welcher 6^8 r ^
cken der fremden geheissen, we ches Clenc s ^ vPhonicischen'Wörtern gere cluttka, auszuieg pockdie in obiger spräche eben dieses bedeuten, w^Krter d^x pickdaß wenigst solche setzung oder ordnung d ^^chen^/. Fcischen oder auch andern alten OrtentalitMf' > nis.gewöhnlich oder natürlich ist.
wm. I. p. 27^. * a 7 arkwMft,t
Gesalricus, Alarici bastard, wurde zu §
zum Könige der Bothen erwehlet, regn»