Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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pichen ferner geringen capacität oder schlechten^»dler s- .» ^"ler seiner regiernng Narbonne von der Bur-^vlilge Gundebaldo ausgeplündert worden. *schEMtchafft/ (Deutsche) ist eine anzahl gelehrter undWer leuthe, weiche sich zusammen gethan und ver-lest w.,K ber Verbesserung der Deutschen spräche zu arbeiten.° SMvm,„ ^Et hat ihren ansang erst in dem XVII. ürcu-Ü^cn Der erste gründ ward an. 1697. gelegt von ei-

Mixt M.^"den, die theils in Görlitz gebohren, theils daselbstNiM^len. Daher hieß sie anfangs die Görlitzische poetischeAle»E/ "t. 3 hr anführer rst der berühmte Johann BurchardMff^j.M>vestn. An. 1717. ward der gründ zu einer gesell-,^>itz knü. ^bliotheck geleget. Man fieng an nicht alleiü von?>^crn a> lMnde, sondern auch andere landsleuthe zu mit-""«unehmen. Man nennete sie nunmehro die Deutsch-Gescllschafft, und gab an. 1722. von ihrem

V sich ^"'uuer Lateinischen schrift Nachricht. An. 1727. fiengA lest n« ^ Deutsche Gesellschafft zu nennen, und hat von7a» a,,? sich je mehr und mehr ausgebreitet, also, daß nicht^c» lbn^Mig, oder auch aus Sachsen; sondern fast ausKgjjl'M Deutschlands, nicht weniger auch aus der Schweitz,mschj^-s find angenommen worden. Diese haben insgesamt

Übersetzungen, wie auch einige aufsätze, sowol in ge-als ungebundener rede, zumachen, und einen theilzu sammeln und heraus zu geben ange-kiq/„ U"ter dem titul: Der Deutschen Gesellschafft in Leip-Wpsstz lchriften und Übersetzungen, in gebundener und un-lchreib-art, wovon bis an. 1741. drey bände in 8 ./ltisch-,,-l'knmen. Zu diesem kamen an. i?;-. Beytrage zurs't, »."vtstorie der Deutschen spräche, Poesie und beredtsam-'Kch/M's gegeben von einigen Mitgliedern der Deutschen Ge-"> Leipzig; welches eine art gelehrtes tage - buch ist,schern s?""icht nur auszüge aus alten und neuen DeutschenNe^chet, sondern selbige mit besondern abhandlungenNedisgV.m die Deutsche Litteratur, Critic, Ticht-kunst undMuffenden malerten mischet, auch zuweilen die le-j^Nes-i. . lmg eines um die Deutsche spräche rc. verdientensJ-Ducket. Es sind hievon bis an. 1741. sieben bändeInhalt-^28. stücke in sich halten, gedruckt worden. DerLvrentz Mvßheim , 88 . Pbeol. vocior L krof.rc. war damals Präsident der Gesellschafft, undAvr n oph Gottsched , krokeilor zu Leipzig, als derselbenMiliz d-Ate insgemein die feder. Man hat auch ein ver-K11. bucher-vorraths dieser Gesellschafft in den druck ge-x Lehrern, ist von allem diesem nachzusehen: Nach«.^eng j Verfassung der Deutschen Gesellschafft in Leipzig., ^t-lebendes gelehrtes Europa, k. II.

Seiet,grifft, (Deutsche) in Bern, ist ebenfalls eine an-/Sizh-Aler und scharfsinniger leuthe, welche sich zu glei-ch die Leipziger, verbunden haben. Sie wurde

dA a,z k" Bern angerichtet, indem sowol aus dem politi-A»en „^sschen - und gelehrten - stand verschiedene geschickteiisUli n^üeiigen, sich wöchentlich einmal zu versammeln, undt«."er streben, durch was für mittet die Deutsche sprächeh? lich °,„^noßschafft möchte verbessert werden. Sie erwehl-iÄ von-Ü Vorsteher, und nahmen bald darauf einige Ge-M ti'..Bnstl zu Mitgliedern an. Ungeachtet diese Gesell-iger lamE,/eine schriften heraus -gegeben, ist sie doch schonS ^ipsta § bekannt worden, also daß Herr krok. Gottschedj/!Stiet § derselben den siebenden band seiner beytrage zu-? GzÄ' Es stehen auch einige Nachrichten von derselben> UH o "Ehen gelehrten zeitungen, und dem HelvetischentzjMsxn Neuenburg in der Schweitz.

Rafften, GeseUschafft-Voigt, Gesellschafft-Rö-Ig glich vey der alten Teutschen turnieren und Ritter-jpie-s« s?sr, ._,Denn weil der Adel nach den 4. ländernJingethei-

V 4 - , in Francken, Bayern und »Schwaben,

Vkes .^Zellschafften genennet wurden , deren jede ein be-WMnia . Rühret; so hatte auch jede ihren besondern Tur-tzjHMz.tzIfiter welchem ;. Gesellschassts - Voigte oder Ge-ll» "llte^'"ge stunden, daß also deren in allem 12. waren,ihr.' lveigssver Edelleuthe wurden Gesellschaffts-knechte genen-fhh.) kapss^ vas zeichen ihrer Gesellschafft an ihrem halse, anlijA ez ." oder an dem Hut tragen muffen. Ein Ritter

» »ch. >> Mldet, ein Edelmann aber weiß. tur-

h^^öeser,^ cls luclis Lguelt. L. 4. lib. XII. XIII.

^ Iüstus ) ein Oockor IbeologilL, War zu Es-!l ^allergischen an. 1601. den 6. jul. gebohren, under zu Helmstädt und Jena studirt, Prediger«rö^ver J!°olg, hernach aber General-Superintendent inan auch Ober-Hof-Prediger und Kirchen-Rath.M 18. sevt. und ließ kraxin vevotioni« ,

»' kicken XovillimL , Braunschweig 1642. in 8. Bibli-MENi,vh und N. Testaments; Trost-predigten zwey thei-Eiq in 4. Catechismus-Iehre , Halberst. 1694.8. welche viel Widerspruch gefunden, cvr/n-Nlx?"dach. Ulcberum , k. II. p. ;4I. in IL. Übung Christli-' Bra»»fD^burg 1648. in 12. von Auferstehung der- "nnschweig 1642. in 8. u. a. m.

cotol. bibl. 'I bsol. p. 4^4.

ll^ksnc-'

memor.

Ä koiv^'^^bus) der welt-berühmte IVleäicus,^utor, Teutsche pliniüs genannt, wur'' Theil.

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de an. 1516. zu Zürich gebohren. Sein vatter war Ursus,ein kürschncr; seine Mutter, Barbara Frickin, so gar ehrli-che leuthe, aber von geringen Mitteln waren. Die funda-mente seiner studier, legte er unter der anführung Thomä Pia«teri, Theodori Bibliandri , Petri Dasipvdii, Oswaldi Myco-nii und Joh. Jacobi Ammiani, welcher letztere ihn wegen sei-nes vortreflichen lngenii, um ihm desto besser an die Hand zugehen, in seine behausung aufgenommen. Nach seines vat-ters tobe, welcher in dem einheimischen sogenannten Cappe-ler-kriege an. i;;i. umkommen,) begab er sich nach einer aus,gestandenen schweren kranckheit nach Straßburg, und trat da-selbst bey Wolfgango Fabricio Capitone auf etliche monat indienst, um seiner Unterweisung in der Hebräischen spräche,darum er bereits zu Zürich einen guten ansang gemacht, de-sto bequemer zu gemessen , worvon er dann nicht geringen nu-tzen geschopfet. Nach seiner zurückkunft wurde er von demMagistrat mit einem llipenäio begnadiget, und in gesellschafftJohannis Frisii, den er bis in seinen tod als sein bruder gelte-bet, in Franckreich geschickt. Zu Bourges in Berry hielt ersich ein gantzes jähr lang auf, und weil sein stipenlllum nichtvöllig zureichte, half er sich mit privat-informationen noch bes-ser fort. Von dar begab er sich nach Paris, daselbst den ltu^äüs ebenfalls obzuliegen ; die liebe darzu trieb ihn an, nichtnur die dortigen Gelehrten, deren es eine grosse anzahl damalshatte, fleißig anzuhören, sondern auch alle Griechische undLateinische sutbores , die Poeten, Oraroreb, Hiliorico«, Me.ckicos, ?KiIoIogo8 «Lo- zu durchgehen, weil er sich auf seinenguten köpf verliesse und vermeynte, er wäre fähig alles zu fastsei,; indem er aber aus Mangel genügsamer anleitung keinengewissen endzweck hatte,, und nur damit seine lnst büssete, soerhielt er nicht die behörige frucht, wie er hernach solches inseinen schriften zur Warnung anderer junger leuthe selbst auf.richtig bekennt; doch riß er sich endlich aus diesem labyrinthglücklich heraus, und brachte es mit seinem »„ermüdeten fleißso weit, daß er von den Gelehrten seiner zeit Litsrarum M-rsculum genennet wurde. Von Paris gieng er nach Straß-burg , in der Hoffnung daselbst vermittelst seiner gute» freundeeine station zu erhalten, und publice oder privatim zu dociren,indem er aber damit umgienge, wurde er vom Schul-Rathder stadt Zürich nach Hause deruffen, in dem (symnalio dieGrammatic zu dociren. Kurtz darauf verheurathere er sich,da er noch nicht völlig das 20. jähr erreicht. Neben seinergrammaticalischen arbeit legte er sich nun hauptsächlich aufdie Medicin, worzu er von natur eine grosse netgung hatte,welcher Neigung auch Johannes Friccius , ein in der Bvranicnicht unersahrüer Priester, feiner Mutter bruder, sehr wohlfortgeholffen; in der schule wurde er nicht lang gelassen, son-dern mit eben dem lslsrio, das er genösse, nach Basel ge,schickt, das 8ru6ium üleciicum glücklicher zu continuiren. ZuBasel übte er sich neben der Medicin auch in der Griechischenspräche, und gab sein 1 -sxiLvn Or-eLo-IHimm ans licht. Daer ein jähr lang daselbst gewesen , habdn ihn die von Bern,welche zu Lausanne eine Academie aufgerichtet, dahin zurkrokelston der Griechischen spräche beruffen; in seinem dreyjäh-rigen verbleiben lebte er beständig in vertraulicher freund-schafft, mit Petro Vireto, Beato Comite, Himberto Ling.Nebr. krokestore, und Joh. Ribitti, der ihm succediret. Weilihm seine krokelston in andern ttuäüs keine Hindernis brachte,so gab er verschiedene zur Medicin gehörige bücher in druck;von Lausanne gieng er nach Montpellier, einem damals derMedicin halber sehr berühmten ort, um sich in der Artzney-kunst noch besser zu üben; da er aber nicht fände was er ge-sucht, kehrte er wieder zurück, und gieng nach Basel, hielresich daselbst etwas zeit auf, und hörte die berühmtesten Ne-äicos, und unter denselben vornemlich Albinum Theorinumund Sebastianum Sinckeler. Als er einige Vilxut3tions8 ge-halten , und den Zmäum angenommen, ward er nach Zürichberuffen, daselbst die Medicin, Phystc und Ethic zu lehren,welches er auch 24. jähr lang mit höchster treu und fleiß ge-than. In seinen neben-stunden war er nicht müßig; in dem8 wäio Imigusrum bezeugte er einen «„ermüdeten fleiß, wie des-sen ein öffentliches zeugnis sein Nirkricl-nsg, live cie ÖiKs.rentiis I^ingusrum; weil das Teutsche seine mutter-sprache,so hat er auch aus liebe zu seinem vatterlande selbige sehr zu il-lusteren gesucht, indem er bedacht gewesen, was er auf dieorigines der Teutschen Wörter aus dem Hebräischen, Griechi-schen und Lateinischen meditirt, und von bedeutung der al-ten Teutschen nomilmm propriorum gesammelt, und ihm vonguten freunden mitgetheilt worden, an das licht zu geben,wann er nicht durch seinen frühzeitigen tob daran verhindertworden wäre. Zu der Griechischen spräche hat er von jugendauf eine sonderbare lust getragen, und selbige so wohl besessen,daß er nicht nur viel carmina und IciMis Lr-ecs, GriechischeLsraphmles und 8 LkoIia geschrieben, sondern sich auch nebstÜbersetzung vieler Griechischer amkormn, sliüo,iLomm, nie.6 icorum. und kkilotopkorum, durch herausgebung der schrif-ten vieler Alt - vätter um die lehre der Wahrheit nicht wenigverdient gemacht. Als Aeäiciis hat er sich zwar ,n der gan«tzen Philosophie exerciret, jedoch hauptsächlich >n der M^lica,und vornemlich in de» psrübus knvlices, so da handeln von denIVIersIIis, klanris und ssnimsllbus. blittorism nnimalium hat erzuerst ediret, und damit selbrge ein vollständiges werck abgebenmöchte, hat er sich nicht dauren lassen, alle suckiores 6 i«Los,S ss l-sri.