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Lstinvs, Larbaror, odlcuros, alte und neue, so darvon han-deln , aufzuschlagen und die merckwürdigsten fachen auszuzie-hen, auch einige reifen anzustellen; wie er denn in Italien ge-leistet, und sich zu Venedig einen monat lang aufgehalten, umdie ihm zugebrachten fifche zu betrachten und abmahlen zulassen. Nach Straßburg ist er mit dem Vorsatz gerastet, aufdem Rhein nach dem Ocean« zu fahren, und die fische derNord.-see samt andern vortreffichen stachen in augenschein zunehmen, welche reiste ihm aber von guten freunden wegendamals entstandenem kriege mißrathen worden, und was wei-ter hierzu dienlich war, hat er steh nicht gescheuet von ge-lehrten und ungelehrten, einheimischen und fremden, (gestal-ten er in allen theilen von Europa freunde und gonner gehabt,)jägern, fistchern, vogel-stellern, Hirten und andern dergleichenleuthen, einzuholen, und ist nicht zu zweifeln, daß, wann ereinen Alexandrum N. zu einem kacrono gehabt, wie Aristo-teles , dieses schöne werck nicht noch vollständiger worden wä-re. Von metallen und edelgesteinen hat er zwar einen kleinentractat ausgehen lassen , doch von dieser Materie einen nochviel grösser» schätz gesammlet, angesehen ihm von guten freun-den , die nahe bey den bergwercken wohnten, viel rare fachenzugeschickt worden, so daß er deswegen von fremden und durch-reisenden einen mercklichen zusprach bekommen, die stein Oi-melisrckenm oder raritäten-cabinet zu besichtigen verlangten.Da er zu Laustanne war, hat er die Savoyischen gebürge derkräuter wegen öfters durchwandert; zu Bafel und auf steinenreisen in und aus Franckreich ließ er sich dieses üuäium nichtminder angelegen seyn. Von Zürich aus, nachdem er daselbstkxam stsäem hatte, hat er dieser Ursachen wegen fast alle jähreine reiste in die Schweitzer - und Bündtnerische berge gemachet.Viel gelehrte leuthe, die hiervon Nachricht bekommen, habenihm deswegen aus Italien, Franckreich, Teutschland und En-geüand hanffen-weise Varia lsrnina und xlanrss, LUM recentL8,turn llccss zugeschickt, so daß er daher beydes durch seinen ei-genen fleiß und durch den Vorschub guter freunde mehr als,««. pflantzen gesammlet, deren beschreibung bey keinem derAlten zu finden. Was er hiervon in jähren mit unbe-schreiblicher mühe und fieiß gesammlet, war er gesinnet auslicht zu fetzen, doch hat er dieses schöne werck vor seinem todenicht nach wünsch auszieren und zu ende bringen können; da-mit jedoch diese arbeit nicht möchte verlohren gehen, hat erauf seinem tod-bethe deren herausgebung dem berühmten Ue-äico, Caspar» Wolphio, der ihm succediret, recommendiret.In seiner xmxi, die er ohne absicht auf reichthum geübt,war er sehr glückhafftig, gestalten er viel schwere kranckheitenglücklich geheilet. In religions-sachen hatte er eine grosse wis-senschafft, hat auch die heil. Schrift mit grossem fleiß gelesen,daß er von den wichtigsten controverliis vortreflich judicirenkonnte, wie solches klar bezeugen die viele Polnische Gelehrtenund Edelleuthe, so seine gute freunde waren, und seine Mey-nung in der damals schwebenden streitigkeit üe 88. IHnimts,(damit die Polnische kirche angefochten wurde,) verlangten,mündlich und schriftlich mitgetheilte äuelici» und Lonlilia, unddasjenige fürbündige schreiben, jö das licht zwar noch nie ge-sehen , doch aber noch wol sehen börste, welches er an Dale-campium, einen Französischen sehr gelehrten lVleäicum, seinenguten freund, der aus zeitlicher absteht die religion geändert,abgehen lassen. So war auch seine correspondentz, die er ge-führt , nicht gering, dann sie erstreckte sich nicht nur durch dasgantze Schweitzerland, sondern auch in Teutfchland, Franck-reich, Engelland, Italien, Polen und anderstwohin mehr,da neben viel andern furnemlich Julius Alexandrinus, Jo-hannes Crato ü Kraftheim, und Adolphus Occo, des Kay-sers Ferdinandi Leib-Neckici; Joh. Culmannus, LeibMeciicusdes Hertzogs zu Würtemberg, G. Parkurstus, Bisthoff zuNorwic, Theodorus Zwingerus, Felix Platerus und Joh.Bauhinus, gelehrte Kleclici zu Bafel, feine ordinari-corre-chondenten waren. Ferdinandns I. (dem Gefnerus stin buchcle pllcikus zugeschrieben,) delectirte sich sehr an der stillt, üni-inslium, und nahm darbey anlas, selbigen, nachdem er ihnvorher nach Augspurg bey einem daselbst gehaltenen Reichs-tage zu sich kommen lassen, um ihn als einen durch schristenso bekannten mann auch von angesicht zu kennen, und weil erkeine kinder hatte, den 8r. jährigen Andream Gesnerum,seines vatters bruder, eine sehr ansehnliche und fürnehme stands-person in Zürich, samt allen seinen so zahlreichen Nachkömm-lingen mit emem ansehnlichen wapen zu beschencken; in dessenin.vier gleiche selber getheiltem schild zu sehen, i.) ein rotherausgespreiteter adler, als der König der vögek, 2.) ein zum streitausgerüsteter lowe, als der König der vierfüßigen thiere, bey-de in Missen feldern, ;.) ein Delphin in feiner eigenen färbemit einer cron auf dem köpf, wegen der dedication von e^r.Kayserl. Majestät, 4. )IM kriechender und vielfältig gekrümm-ter bafilisk mit einem güldenen rrng m dem munde, darinn einsmaragd eingefasset, als das vornehmste unter den kriechendenthiere«, beyde in rothen feldern; auf dem mit einem kräntz-lein von eppich obenher geziertem Helm ein mit seinem hals undbeyden flügeln in die ründe gebogener mit y. sternen, darvonder neunte das eemrum machet^ auf den flugeln und der brüstgezierter schwan, mit der anzeige, was jedes diejer stücke zubedeuten. Der brief darvon ist datirt den z.apr. an. 1564.In diesem jähre graßirte die Pest zu Zürich, und weil Gefnerogeträumt, es habe ihn eine schlänge gebissen, hat er sich selber
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stincn tod vorgesagt, daß er an der Pest kerben werde,dann auch im jähr daraufden iz. dec. an. 156^.. m ocre feines alters erfolget, nachdem er nicht langer a" Ahet.kranck gewesen, und fast bis aus die letzte
Auf feinen so frühzeitigen tod sind von den g^^^ 'hertz»^nern, welche selbigen wegen seinen so raren meem> .betrauret, viel zierliche exiceäia gemachet worden, , all»Theodori Zwingen wol das merckwürdigste wwlautend:
Ingenia vivens naturam vicetst omnew;
Xatura viÄns conäirur lioc tumulo..
klinins st>L litU8 eü Oermanns; kerge viato > .
Oestnerl tot« nomen in «rbe volst. . ; p'
Seine schriften werden in seiner bibliorkecs 0",
Henr. Hottingeri biblivest. ligurins, wie auch w ss' fveo'-schreiben an Guilielmum Turnerum einen Engnl".'^^ ges-und Acäicum allegirt. vit. Oelneri. ^ pk
Osrman. lik. XXXVIII.
Helvetischen kirchen-historie. , in kolzwM'
elogs« wm. I. L coni. III.
Gefnerus, (Joh. Jacobus) von Zürich 'that eine schone reise, wurde darauf an. 167^. Ost!)-, ,^r, .
Peter, an. 1682. Lrckiäiaconns zum Grossen- At KjgeE'starb an. 1704. «Leine in druck gegebene schristenLxerciradio äe Xotitia stiei natursli; DialoZus ästu ; LIeru8 kacificus , i. e. Lrguti-e , guibus bo'" undcontra Keformatos in Oallia utitur; Herkens-feUMr X Mwüthige klage der kirche GOttes, an die Evangel- or»^de in Europa; Koma averla, aäversta <L invena ,. ^tionibus ciemonlkrats; Ooxologia nominib leüi i ^ Dzjtvten über alle nahmen IEsu Christi, III. rom- w s-Zürich, geschlecht-buch." .
Gefnerus, (Salomon) war zu Buntzlau7. nov. an. i; zy. gebohren. Sein vattcr, Paumv ^^war Prediger in Böhmen und Mahren, die wumr w .na, aus der Conrader familie, welche von jähregeadelt worden. Weil ihm sein vatter in dem '/»yalters durch den tod entrissen war, die Mutter aber , ^
tel hatte, muste er kümmerlich leben, und zu ^,,7.,, zeit'..-ß,
er in die schule gieng, sich bey damaliger thE^^M^
kleyen - und eichel-brodt behelffen. Hierauf ließet
lau bey einem goldschmiede aufdingen, bekam aber ^rw« ^
dessen kinder zu informiren, und konnte feine stM''
Hier legte er sich besonders auf die sprachen, uno ^
öfter» den vornehmen statriciis und kaufleuthenMine auf, die ihm auch verschiedene vergeltunge» je,ier an bücher wendete, und sich damit auf ^,,p ^Zu Straßburg hörte er besonders Iohannem ,jr
die lviarkacst>«8, die ihn an reiche Edelleuthe eilsApe.
commendirten, bey welchen er einen Hofmeister «abgeben muste, woraufer auch zu Straßburg p N",gco-Hernach wandte er sich wieder nach Breßlan, vaDudithius, Kayserlicher geheimer Rath, alshetS^j-rem seiner kinder bey sich behielt, und gutedaß er über Ciceronis buch äe Lsw einen Oowm 7ren konnte. Indessen ward er von Breßlau »x azum KcÄore vociret; als er aber daselbst emM paftlblt t, hckcrsmenti8 anschlug, bekam er mit den Prediger,derlich dem Conrado Bergio, und Joach-mo ^
Reformirten religion zugethan waren, vielche so weit ausbrachen, daß sie beyde von ilM
wiesen wurden. Da nachgehends Gefnerus sich xeE Help. der ausgesöhnet hatte, und zum Abendmahle g> x, nebpStygius das gesegnete brodt mit der linaen YgX^ Mgefügten Worten: Der HErr sey Rtchter Zw ^,,,!dir. Bald darauf wurde Gefner nach Strahu ^ ^ Mr/sund krofessore des o^mnsüi berussen, w^the,iggl>sgnahm, jedoch von seinen Widersachern viel versv Mckmuste, als welche seine sachen fast den ga>'H alle» ^hielten, wiewol der Rath zu Stralsund bE
vergalt, und ihn mit fteuden aufnahm.
!<>,,. m<>>t emitt-nvkna rum ?rorsi an. ..
kurtze zeit, weil er zu Wittenberg zum ^ ^
ernennet worden , wohin er sich auch den
begäbe, daselbst in voäkarem promovirte, u"v '
trovers mit v. Samuel Huben, cle Vniverb ° ^
num kr-eäeiiinations , nebst seinen beyden
Hunnio und Polycarpo Lysero, eisrig erwie ^-,her^ E
formirten sich sehr widersetzte, welche m der suchte „ ep
sonderlich aber zu Görlitz, ihre lehre emzufm)
solchem zustande starb er endlich den 7-s^r- Aeine l^s o«
ner blnt-stürtznng im 46. iahre seines alters.
sind : Oilput3tioi>e8 in sibrum Ooncormee, Mcgelr/veo uno L trino; äs Loncilüs; Öispp. -n OrüE-ol. ^äium DoÄrinL Lwlek-8 ; liclmonitorium aa ^ ,70^
orat. parsnc. äs vits 6: obicu.
neri. vi,»5. ebsatr. »r . .. yfck
x. 28z. L 170;. p. 287. ^ ^isse d'WgeE
Gespanfchafft, lat Lomimws: ünd aewl^s^^provrntzen ,m Königreich Ungarn , "' Ä^oder T/',"e^ >let, und davon jegliche ,hr eigenes Ger-chre 0^^.v«In selbigem sind der Ober-Gespan, z. Melw ^jgh.Vier-oder Unter-Gespan, Me-Lomer,