Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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Mgh' dichter, fuäex Xobilium , die Geschwornen und dieSie haben auch ihre eigene Lonvenms und zusam-weichen alle Prälaten, Edelleuthe und Abgeordne-Konigl. frey-städten beywohnen können, und ihremi. ^Wen, manchmal auch bey strafe dabey erscheinen müs-M, M h^osse dieser Gespanschafften ist nicht einerley, desglei-^ anzahl bey den scridenten nicht überetn , zumal

kÜ"Ncl>n^, Türcken - kriege ihre anzahl manchmal vermehret,vermindert, auch an. 1715. auf dem Land-tage zuiz. Gespanschafften in Sclavonien und an der Sie-A, Uwen grentze, so zum theil unter den Türcken gestän-de Manschen Crone erst wieder einverleibet worden.

rwenten theilen auch oftmals eine Gespanschafft inNt dg./, und andere begreiffen die Siebenbstrgische provintzen^»!^"urer, daher setzet Bonfinius ihrer Verbezius 6z.7 ;. Molnar 74. (so aber Siebenbürgen mit darunter

.Dvani zehlet ihrer mit ansschlieffung der Sie-

MV.M11 und Sclavonischen nur 48. Bey der KöniglichenAe^Men Hof-Cantzley zu Wien haben sie nach demLand-d ^en eAurg an. 171;. 57. Gespanschafften gerechnet, undN«, in cMe in die Ober-Ungarischen, in die jenseit der Do-Uei, disseits der Donau gelegenen, und in die Croati-M ^"panschafften eingetheilet. Davon sind in Ober - Un-vle Zjpftr, Sarosienser, Szaboliser, Ungwarer,

' Zatthmarer, Zarandier, Zempliner, Torantaler,Frosch' Heresienser und Ober-Zollnocker, Gömörer, Mar-' Caschauer, Biharienser, Kekeschir, Borsoder, Be-Nst d^Larner und Zeurienser Gespanschafft; in dem di-Aer ni^vvar jenseits der Donau sind 18. die Graner, Neu-^Würger, Trentschiner, Thurotzer, Arvenser, Li-,7,Pj,Mner, Hontenser, Barsemburger, Neograder, Pe-Soldter, Bacser, Bodroger, Czanader und Cson-Anschafft. Disseits der Donau 1z. die Raber, Co-^tuhiwetssenburger, Vespriner, Oedenburger, Ei-^ Wiestlburger, Zaladienser, Simeger, Arader,Nvm«^>^wier, Tolner, Veröczer, imd Dolckoner oderei„°?rer. Die Croatischen Gespanschafften sind die Wa-/ !-teutzer, und Agramer. äec. I. lib. I. ?.

ILS 1. äs Huns. oguis.

II. L. I. P. H7- k 6ec. III. k. I. x.

I» Tessr' art. io. yr.

1? bex , (Joh. Cornelius) von Amersfort gebürtig,vau/?^ künste ülsgister, und Vorsteher der schule ind Nnite» Ukadt. Man zehlet unter seinen lehrjüngern den>1« kt sei„ Mrsdicium, wie auch Rud. Snellium. Nach-stelle ;o. jähr versehen, ward er an. 1619. be-" er den 8^noäum zu Dordrecht nicht wollte un-starb an. 1627. Er hat einen söhn, nahmensMcsn!' Wterlasscn, und heraus gegeben: Corn. Valerii"^''oLeinLtibus ciiüinätam in 8. 1584. Lollo^uirr<?^imo-LeiZiL3^ und anders, zum gebrauch seiner schü-

eruäit.

Gessem, oder Gersen, (Johannes) war Abt desbesser x'^vrdens zu Vercelli, und wird von einigen vor denÄ' Junten buchs äs Imimrione Lbritti ausgege-

iüF^vlinden sich vo.rnemlich darauf, daß Bernhardinusmanuscript von diesem büchlein in dem klosterri^lich ilago Maggiore gefunden, da dieser nähme aus-„."«gestanden; dawider andere einwenden, daß diesesssnuscript sey, und von einem geschrieben, der denii,M, hg.^erson vor den Urheber gehalten, daher auch baldGersen, bald Gessem geschrieben stehe,

> pro Iliom. ü I<empl8, Antwerpen 1621.

icnpt. rer. örunsuic. tom. II. prselgt. p. 4Z.

»erstenein altes volck in Osllia Lelßica. Sie' i^y wÄ^bstlichen theil des Boulonois, und war darin-

sicher ort, als Lelloriscum dlsvale. und der ?or-

I welchen beyden, sonderlich dem letztern, noc

!>ss-lgx .^n Gelehrten ist, wo er eigentlich gelegen gewe-tvri? N„.^nge hat beweisen wollen, der korwü Icclu8 seyfx^NMl zeiten bekannte Hafen Wit-Sande, und Oest-M^hret 4!,^ heutige Boulogne gewesen. Um es zu bewei-! i>vp zwey stellen aus Eumenio an, welcher da-Mdzuge Constantii Chlort handelt, und an einer»il,g M er Men 6s1Ioiiacum anziehet, an dem andern orte' das nemliche sey zu Bononia geschehen. Sueto-«tt (7-,, , welcher scheinet Boulogne, Oessori-icum ge-

eiwD ln Vita ei-mäü L3P. 17. Doch wenn man denv/ü^lider- io könnte daselbst durch (lessoriacum eben so-dem P3S äs Lalais gelegene gegend als Bou-da- s^Iden, und ist nichts gewisses daraus abznneh-Ileqeff^^ioriaLum zu selbiger zeit ein an dem pas äsN gewesen , welcher von Marseille zu lande

^er nirs>,. nächsten gegen Engelland zu geführet hat.!°"ij Aäsniop, laugnen, daß es sonderlich aus den Isbulisys^twrer kan dargethan werden, und mag wol Pom-leste» >.^tion wahr seyn, daß von diesem Oellanaco zu^^»r^^den benachbarte meer ist Ose-mus Osllonssus ge-

Dick. Oeogr. Lonk.^.^conrrov. örwan. p. zgt-^kegg.schon dorfund oberste Pfarr-kirche im lande"m-r. der Rhone unten am herge Gtiinseln ge«

noch eingewe-

///. Theil.

ges get 7;s

legen, darüber eine straffe ins Bernerische Haßle-thal gehet. An.1419. haben die Berner, in dem damaligen kriege, den die lanv-leuthe in Wallis wider ihren Bischofs Wilhelm und seinenbruder Guischard von Raron, Landvogt in Wallis geführet,dieses dorf geplündert und verbrannt. jMor. Uslvst.

IU8cr. lib. IX. L. ig. k. I. üb. p- n6. *

Geftricia, eine Schwedische provintz rn Nordland, welchegegen osten an den 8inum Lorknicum, gegen Westen an Dale-carlien , und gegen süden an Westermanland und Upland gren»tzet. Sie ist ziemlich fruchtbar an getreyde, und hat gute ein-und kupftr-bergwercke.

Eesualdus, (Alphonsus) ein Cardinal und Ertz-BsschoffvonConza, und hernach zu Neapolis, war aus dein Königreich Nea-polis gebürtig, aüwo sein geschlecht allezeit eines der vornehmstengewesen, so den Printzen von Franckreich zugethan verblieben.Er wurde nachmals unter dem Papst Sixto V. Legat in der An-conitanischen Marck. Clemens VIII. machte ihn zum Ertz-Bi-schoffzu Neapolis, und starb er endlich den 14. ftbr. an. 160;.als Vec3nu8 des Cardinals-Lollsgü. Sein leichnam wurde inder Haupt-kirche daselbst begraben , allwo man sein grabmahlsiehet, welches Carolus Gesualdo, Printz von Venosa, sein Vet-ter, ihm setzen lassen. Ein anderer dieses gcschlechts, auch Caro-lus Gesualdo, Printz von Venosa , hat gewisse neue thvne inder Music erfunden. , ckron. Matbsm. lLc. XVII.

ImI. 6>cr. , kill. lib. XXVII. s. 16. *

Gesula, eine provintz des Königreichs Marocco. Sie gren-tzet gegen morgen an die provintz Dara, gegen abend an das ge-bürge von Laalem, an den grentzen der provintz Sus , gegenMitternacht an die provintz Maroc, und gegen mittag an Tes,sei. Die einwohner meynen die allerältesten völcker in Africa zuseyn, und geben vor, daß sie von den Getuliern abstammen.Man findet in der gantzen provintz keine stadt, Md kein vestesschloß, sondern nur grosse dorfschafften von loov. einwvhnernund drüber. Es wird alle jähr in demselbigen lande ein marcktgehalten, welcher 2. monat lang währet. In währender dieserzeit halten sie auf gemeine kosten alle kauffeuthe frey, ob gleichderen fast 10000. sind, es kömmt ihnen aber an den waaren dop-pelt wieder ein. Es sind selbige allezeit wohl gehalten worden,so lange die Cherifs in Marocco regieren, denn sie sehr getreusind. Sie verstehen den bogen sehr wohl, und sind die ersten,welche dieser orten gelehret, wie man eisen schmeltzen, und kugelndaraus bereiten solle. Lkriso, lib. III.

* (Zesvaldus, (Afcanius) stammte aus Königlichem geblüte,war ein söhn Michaelis, welcher viele städte im Neapolitanischenbesaß, und Maria Caraccivlä, die den Ertz-Bischvff von Bari,Decium Caraccioli, zum bruder hatte. Er studirte in dem Lol-legio 88. Irinimri 8 zu Neapolis, begab sich darauf nach Rom,wurde ll. 8. kskerenäarius, und an. 161;. Ertz-Bischoss zu Ba-ri. Nachdem er das folgende jähr eine Haupt - Visitation in sei,nem Ertz-Bißthum gehalten, ward er von Paulo V. dem seinegrosse geschicklichkeit wohl bekannt war, in verschiedenen Verschi-ckungen als l.egLw 8 3 s, 3 tere gebraucht. Wie er nach einigenjähren in sein Ertz-Bißthum zurück gelanget, stellte er an. 1624.einen 8vnoäum in seiner Drosch, und an. isrg. einen Provin-cial-87nvclum an , ließ auch den erstern im druck heraus gehen.Er nahm an. i6;o. die Carmeliter in Bari ein, und ordnete ih-nen jährlich 200. ducaten zum benöthigten unterhalt, weyheteverschiedene Archen ein, und starb nach löblicher Verwaltung sei-nes amtes zu Bari den 7. jan. an. i6;8. bibl. Xap.

, It3l. l3cr. lom. VII. p. 664.

*Gesur , eine landschafft der Philister in Jdumäa, überdem bach Besor, neben den Amalekitern gelegen, allwo Da-vid , als er bey dem Könige Achis zu Gath und Ziklaq wohnete,sich beute machte. Es sind auch viele, welche das land Jdu-mäa, und einen theil Trachonttis vor das Gessuri halten,i. XXVII. 8. Andere verstehen die am berge Hermonwohnenden Cessuräer darunter, welches aber sich nicht wohlschicket, weil gesagt wird, von Sichvr dem fluß Egyptens.not. orb. ant. III. i?. §. 197-

Eeta, lvar des Kayfers Severi söhn, und Caracallä bruder.Er hatte auch von seinem vatter Severo den nahmen AntoninuSerhalten, damit er nicht von der succeßion ausgeschlossen würde,weil er im träum gesehen, daß ihm ein Antoninus succediren soll,te. Er war zu Mayland gebohren, und gleich von jugend aufziemlich wohl geartet, doch dabey dem trunck ergeben. Sein vat-ter erklärte ihn nebst seinem bruder annoch bey seinen lebzeitenzum Nachfolger, und sie folgten ihm auch beyde in der regierung.Weil aber Caracalla gantz contraire sitten hatte, so konnte ihnauch selbiger niemals vertragen, dahero er ihm so lang nachstell-te, bis er ihn in seiner Mutter schoos umbrachte. Ob gleich ei»theil der armee übel darauf zu sprechen war, weil sie den beydenbrüdern geschworen hatten, so wußte er doch solche durch geschen-cke und andere mitte! bald wieder zu stillen. Nach Geta tode mu«sten auch seine freunde herhalten, und unter andern der berühm-te .jLru8 Papinianus, ja es sollte bald seiner Mutter und andern;frauenzimmcr, die über Geta tod bekümmert waren, das lebengekostet haben. Dessen ungeachtet hat Caracalla des Getä todnachgehendS selbst, so oft als ihm dessen gedachtnrs oder bildnisvor äugen gekommen, beweinet. in virz Lams^Ise.

, ein Scythisches volck, welches auf beyden feitender Donau zwischen Mosien und Dann wohnte. An. sie-

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