Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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welche als geyer und falcken auf die guten bauren loSgiengen,hergekommen seyn. Geyrfalck aber legte sich auf eine viel besse-re beute, und jagte von jugend auf mit gröster Hitze den studiennach, nahm auch zu diesem ende den orden der Augustiner an.Da aber Joh. Oecolampabius auftrat, und die irrthummerder Römischen kirche bestrafte, war dieser sein getreuer beystand,trüge auch das seinige bey zu dem 8cripto Lxoloße>:ico, darinnendie Miniüri zu Bast! dem Rath die Ursachen vorstellten, warumsie die Päpstliche messe auf öffentlicher cantzel einen greuel ge«nennet, welches auch so viel ausgewürcket, daß noch in selbi,Sem jähr 1527. die gewissens-freyheit in diesen Puncten gestaltetwurde, worauf zwey jähr hernach die völlige Reformation er-folgte; er war damals Prediger bey St. Elisabeth, und Heis-ter in dem Münster, da er beyderseits sein amt treulich bis inseinen tod, so in das fünfzehenhundert neun und fünfzigste jährsiel, verrichtete. Ln/ef Lass/. odron. *

Geysa I. König in Ungarn, ein söhn des Königs Bela,welcher den zunahmen des ersten oder auch des hinckendenführte, und an. 160;. mit tode abgieng. Hierauf erklärtendie Ungarn den jungen Printzen Salomon vor ihren König,dessen vatter der Konig Andreas, des erst-gemeldten Bela I.ältester bruder, gewesen war. Geysa retirirte sich deswegenmit ftinem bruder Ladislao in Polen, erregte aber unter derband dem Komge Salomon so viel Händel, daß dieser endlich inLeutschland entweichen, und zu dem Kayser Henrico IV. seineZuflucht nehmen muste. Durch dessen beystand gelangte er wie-der zu dem besitz seiner Crone, verglich sich auch mit Geysa,welcher ihm die stadt Griechisch-Weissenburg einnehmen half.Allein, wegen der daselbst eroberten deute entstund zwischen ih-nen eine neue Uneinigkeit , worüber Salomon abermal dasland räumen muste, auch endlich ein Mönch wurde, und zuPola in Jstrien an. 1077. oder, wie andere schreiben, an. 109;.starb. Geysa hingegen , welchen man an. 107;. zum Königeausrief, behauptete den Ungarischen thron; doch nicht garlang, indem er an. 1079. oder rozo. dieses zeitliche gesegnete,und feinen bruder Ladislaum zum Nachfolger bekam.äs reb. slung. lib. VIII.

Geysa II. König von Ungarn,, ein ur-enckel des nächst-vvrhergehenden, und ein söhn des Königs Bela II. mit dem zu-nahmen des blinden. Als dieser an. 1141. mit tode abgegan-gen , succedirte ihm Geysa II. welcher den rühm eines sehr ver-ständigen , tapfern und glücklichen Regenten erwarb. Mit demHertzvge Henrico von Oesterreich verfiel er wegen den grentzen ineinen krieg. Wiewol nun dieser anfangs grosse progressen mach-te , auch die stadt Preßburg einnahm, so wurde er doch zuletztan. 114z. aufs Haupt geschlagen; da denn der überwinder ei-nen grossen theil der beute zu bereicherung der kirchen anwen-dete. Mit dem Kayser Conrado III. wie auch mit dem Königevon Franckreich, Ludovico VII. unterhielt er eine beständigefreundschafft, und war diesen beyden Potentaten bey den züge'n,so sie in das gelobte land vornahmen, auf alle weife beförder-lich. Auf dem rückweg aus Palästina kamen viel Teutsche,und insonderheit viel Sachsen, nach Ungarn und Siebenbür-gen , welchen dieser König viel sonderbare privilexia ertheilte.Er starb endlich an. 1161. und hatte zum Nachfolger seinen söhnStephanum III.

Geystng, ein berg-flecken allernächst Altenberg, unter demhohen gebürge des nahmens, an der Möglitz im Ertz-gebürgi-schen kreise gelegen. Es wird der ort durch den dach getheilt,also, daß, was auf der einen feite ist, Alten-Geystng genen-net wird, und in das Cburfürstlich-Sachsische Amt Altenberggehöret; was aber an der andern seile des bachs liegt, HeisterNeu-Geysing, und ist denen von BüNau zu Lauenstein zu-ständig. Siehe proär. Will. p. 178.

Gezaira, ist ein strich landes in Africa , in der Barbarey,und zwar eines von den drey haupt-thcilen des Königreichs Al-gier , zwischen der provintz Bugia ost-und Teneza westwärts;gegen norden stössel es an das Mittel-meer, und gegen südenan die gebürge, wie Johannes Leo bezeuget. Die Haupt-stadtdarinnen ist Algier, so von den Arabern Gezaira genennet wird.

Lfrica.

* Gezaira, ehedessen Eden genannt, eine insul in derAsiatischen Türckey; sie hat drey weilen in ihrem umfang, undliegt an dem fiuß Tiger, vier stunden unter Bagdad. Mannennet auch das gantze Diarbekische Gezaira, das ist, eineinsul, dieweil es von dem Euphrat und dem Tiger eingeschlos-sen ist, deswegen hiessen es die alten Griechen sslelopowmism,welches in ihrer spräche gleichfalls, ein land zwischen stuftengelegen, bedeutet.

* Gezelius, (Johannes) war zu Gezala in Westermann-land an. 161z. den ftbr. gebohren, und lag zu Upsal undDörpt dem studiren ob. An dem letztgedachten orte wurde eranfangs der Griechischen und Orientalischen sprachen,, nach-mals aber Ideologie Professor, worauf er an. 16^.5. die stelleeines Lsssllori« an dem Liefländisthen Lonkstorm erhalten , unddem OollnPiio zu Thorn beygewohnet. An. -6<o. wurde erGeneral-Superintendent von Liestand, wie auch kro-OanLella-rlus der Academie zu Dörpt, und an. 1664. Bftchoffvon Abo,und kro-LsneellLrius der Universität daselbst. Er starb an.1690. und hinterließ verschiedene schritten von der Griechischenspräche r LneyelvMäisin äxnopticam ex oxrinüs L seeuratW-

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mir pluloloplür collsÄam, Ab» 1672. in 8. ^/^Rjbelftund anders mehr. Er hat auch an der Übersetzung weitetdie Schwedische spräche gearbeitet, ungeachtet er mm^ Mesals auf die bücher Mosis gekommen. Sei» solM / 0 - a»nahmens, der ebenfalls Bifchvff zu Abo, hat diesebeit fortgesetzet und vollendet, äiar. bmxr.

8ues. litterst. p. 169. lcgg. Gel. Zeitung. 1729- ?' " ch

* Gezira, eine alte stadt in Assyrien in ArzeruM- perner kleinen insul, welche der Tiger-fluß machet, Ml-ftadt Diarbekir und Mosul, allwo sich viele kauflemyc Mten. Sie ist einem Bey unterthänig. Tavermero ^reis III. 4.

. Gezza , (Philippus) von Rom gebürtig, war ^ein Dominicaner , Professor TlreoloZise, und nach eÄniteutiariur. Hierauf wurde er Bischvff zu Tlvoil / .j, Arlich von Urbano VI. an. i;?8. zum Cardinal ExyenNZUwar einer der gelehrtesten Prälaten seiner zeitwre c _ ixrnen Lommentarlum über Aristotelis kbzsscam hittlerwn^starb an. i;84. in ÜrbsN

Laräin. ^

^ Gfug, Gefugt, eine ansehnliche und zum wess^schMfamilie in Schlesien, welche in dem FurstenthuMgüther besitzet. Anton Gefuge war an. 14; 8. beygin zuLiegnitz Rath, und kaufte Lübenau in dem LEA EAn. 1507. reisete David Gefug zu Lübenau, in der Atzogs Friderici III. zuLiegnitz, in das gelobte land, m^sdaselbst samt dem Hertzoge zum Ritter des heiligenschlagen. Nachgehends war er bey dem gedachir>>Hofmeister. Friedrich Gefuge verkaufte an. ipisstMHeinrich Gefuge beherrschte Gassendorff in demund war an. 1578. Hertzogs Henrici XI. zu Liegnw „ AMdant auf dem Grätzberge. An. 159;. starb Adam Az sMund Follerdorff zu Neudorff, des obgedachten Dav'als Liegnitz-Briegischer Rath, nachdem er diesem sA MaHause drey und sechzig jähr gedienet. Er hinterste« BAdam und David, und so viel töchter. David vonFollerdorff auf Jenckwitz , ein söhn Adams, war ' ^Landes-Aeltester des Fürstenthums Brieg. SwW-

Gfug und Schollendorff war an. 1717. der freyenHerrschafft Wartenberg Land - Hof- Gerichts - ein Estoph Heinrich von Gfug aufKosemitz im BriegE^sthMlehrter Herr, hat noch an. 1720. gelebet, unv em , Wvorrath von Schlesisch-adelichen genealogien WM "f E,1720. florirte auch Carl Christian, Graf von GM », M>tze, rc. welcher sich an. 1697. mit Eleonora L

Johannis Henrici II. von Hohberg tochter, verma^„jgl>n/171;. wurde ein Graf von Gfug Oberster über ,vavPolnische leib-regimenr. Schlesische cur>o>. ^>eE

* Ghamma, ein fluß in der grossen TartaE hBAeinige mit dem fluß Amur oder Yamur vor emer ^ ^Er entspringt bey dem see Carentia, und fam

einem langen lauf in das lVlars LaimackimruM- ^

^nahwrA

6MML8, oder 6EL8, 4^ »^«

jenigen einwohner in Persien, welche annocy Ma-gien dieses landes behalten und beschuldiget werf ^ „idas feuer anbäten. Thomas Hyde handelt von g

neMn^tractal äs Helikone vsterum perfaruw. jii

Gdeneoa, ist<in Africanisch Königreich öb^Aefe ÄstNigritien, gegen dem einfluß des Nigri gelegen- ^ er be-schafft war unter der Herrschafft der Lumptunenihnen einen gewissen tribut unter Sonr Hess^ no» ws, gll-lein sein Nachfolger Ischia überwand den Komg -^genum das jähr 1520. und führte ihn nach GagV^ich M M-wo er starb. Nachgehends wurde dieses Konst! wog yMprovintz gemacht, und der grosse marckt, wem^ istlich zu Gheneoa hielt, nach Tombut verlegt. ^ KE. ymgantzen lande weder einige stadt noch castell; u> Mhält sich nebst den Esgüis oder Regimentsvornehmsten einwohnern in einem grossen vori^ M > ya»Niger, welcher gleich dem Nilo sich ergießet,aug. und septembr. aus diesem dorf eine mim'„,he von,^,^awaffer anfängt zu wachsen, so laden die kalM' tz MAewbut ihre güther ausschiffe und kähne. Dw Lhat einen grossen Überfluß an gerste, reiß, l^Arvor- tüEdesgleichen bringet sie auch viel bäum - wolle ste ^^fleue' Astwohner vertauschen ihren catun für Europanmc ^en- ^sek-wie auch für kupfer, zinn, Waffen, rmo ^

Haupt - stadt ist Gheneoa an der Senega. yB

Lssio. . .„d PatrM/>M

Gherardo, (Maffäus) ein Cardmal m^xstadtVenedig, war aus einer adelichen familie N

ren. Justinen jungen jähren retlrrrte er §

bekam hernach den ordens-habtt von Paulos liack)E„s

St. Michael äsMurano, succedlrteihmaum ,^h

wurde an. 1466. Patriarch zu Venedig, uno ^oh„te 0 ^ z,,machte ihn an. 1489. zum Cardinal. ^

Papsts Alexandri VI. bey "'6 er n» ^rück kam, starb er zu

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