Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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dann auch dahero Badonicus genennet, und dadurch vom Alba,nio unterschieden wird. Als er in dem gedachten kloster seinefundamente wohl geleget, applicirte er sich gantz und gar aufdie erklärung heiliger Schrift. Er wurde hierauf von Americo,Könige in Jrrland, dahin beruffen, da er denn in selbigem Rei-che die Christliche religion, welche ziemlich in abnehmen zu kom-men begunte, wiederum in guten stand setzte, und verschiede-ne klöster stiftete. Als er aus Irrland wieder zurück kam, gienger in das kloster Lancarvana. Es wird insgemein dafür gehal-ten , daß er an. 570. verstorben. Man hat von ihm Lxiüolsmäs fxciäio LriwninL , L Oräinis LLclslusttiLi LatkiZLUoiiem ,wiewol noch gezweifelt wird, ob solche ihm würcklich zuzuschrei-ben. 85 , äs Isript. iingl. V/"", äs Hilk. sät.

11b. II. c. 21. , antig-Üritann. , orig. Lrit.

, bist. litterar.

Gildon, ein Graf und Gouverneur aus Africa, unter demKayser Theodosio M. Er revoltirte wider den Kayser Honorium,und verhinderte, daß kein getreyde konnte nach Rom gebrachtwerden. Sein bruder aber, Masceldelus, welchen er stets ver-folget hatte, daß er sich auch nach Italien zu Stilicone retirirenmüste, erhielt von demselbigen eine ziemliche armee, nebst eineranzahl schiffe, kam damit in Africa, gieng auf diesen seinen bru-der los, schlug ihn aus dem selbe, und brachte ihn dahin, daßer sich an. ;y8. aus Verdruß selbst erhenckte. Der Poet Claudia-nus sagt, er sey in Sicilien hingerichtet worden. ,

Üb. V. L. n. , lib. VII. L. ;6.

Gllead, war eigentlich der berg, worauf Laban einen bundmit Jacob machte. Nachgehends aber wurde von demselbigendie stadt Gilead und die gantze dabey gelegene landschafft benen-net , welche, weil sie zur Vieh - zncht sehr bequem war, die ftäm-me Rüben und Gad ihnen von Most ausbaten. Sie lag jenseitsdes Jordans , wovon anfänglich die eine helfte der Konig Si-hon und die andere Og besaß, und wurde Most von GOtt, alsder schönste und nächste prospect des landes Canaan, auf derspitze des berges Nebo gezeiget. XXXIV. 1.tkeatr. terr-e sanäkse.

Gllemme , (Petrus) ein gottloser Priester, welcher, nach-dem er sich auf die magst gelegt, die kühnheit hatte, sich beyCarolo VI. in Franckreich anzubieten, um selbigen zu heilen. Eswollten damals einige Höflinge zuvor sehen, wie weit sich seinekunst erstreckte, und nahm sich auch dieser teufels - banner vor,durch Vermittelung einiger Worte, 12. männer, die in ketten undbanden geschlossen waren, zu lösen; allein es wollte ihm solchesnicht angehen, und er gab vor, daß es darum nicht geschehenkönne, weil sie sich mit dem zeichen des creutzes gesegnet hätten.Der krevüt zu Paris, als er hiervon Nachricht erhalten, con-demnirte ihn nebst seinem anhange zum feuer, welches auch den24. mertz an. 140;. erequirt wurde, cke, bistoir.

äs Llmrles VI.

Eilemnick,vor zeiten ein kloster der Cistercienser-Jungfrauen,im Königreich Böhmen, unter dem tilul St. Elisabethä, in dergegend Ärnau , welches an. 1424. von den Hußiten samt den all-daflgen geistlichen jungfrauen erbärmlich rumstet worden.

Estlford, (Johannes) war des Hertzogs von Northumber-land vierter söhn. Es verheurathete ihn sein vatter an. 1^5. anJohannam Gray, und vermeynte der Hertzog von Northumber-land nach des Königs Eduardi VI. von Engelland tobe, die croneauf seine familie zu bringen, es schlug ihm aber fehl, indem dierechtmäßige erbin Maria empor kam, und diesem Gilford nebstseiner frau und seinem vatter den köpf abschlagen ließ.lib. XIII. ^«o«7»rr ann. ängl.

Gilgal, war eine ziemliche stadt im gelobten lande im stam-me Benjamin, disseit des Jordans , ostwärts nach Jericho zugelegen. Es ist selbige daher bekannt, daß Josua so lang da-selbst stille lag, bis die kinder Israel sich von dem schmertzen ih-rer andern beschneidung wiederum erholet hatten, wie er dennauch daselbst 12. steine aufrichtete, zum andencken dessen, daßsie mit trockenen söffen durch den Jordan gegangen. Er hieltdaselbst das Oster - fest, und die Jsraeliten äffen dabey am er-sten von den früchten des landes. Es ist auch die stifts - Hüttealldort einige zeit gestanden. Heut zu tage ist es ein schlechtesdorf, und wird von den Arabern bewohnet. Es scheinet aucheine ziemlich grosse landschafft darbey gewesen zu seyn , unterdem nahmen des Königreichs der Heyden von Gilgal. IV. V.XII. I. «es. VII. X. XI. XIII. XV. , üb. V. AM. L. I.

tbestr. terrL siMÄX, p. 17.

d)ilgen, (zur) eine adeliche familie in dem EydgenößischenCanton Lucern, welche man von Ulrich , der an. i;;gelebet,herführet. Sem söhn Jodocus hat sich an. i;86. in Verschlackstbey Sempach wohl verhalten; von dessen ur- enckeln ist Mel-chior, Eydgenoßtscher Abgesandter bey Papst Julio II. gewesen,und auf einer nach Jerusalem gethanen reise, allwo er an. 1519.zum Ritter geschlagen worden, gestorben. An. 1686. ward Au-relianus Schultheiß zu Lucern bis an. 1696 da er gestorben,und hinterlassen Josephum, Abt von St. Urban^der an. 1706.und Casparum, Luikockem des adellchen Sttfts Munster, undRitter St. Mauritii und Lazari ordens, der an. 1711. gestorben;Bonifacium , der von an. 1707. bis an. 172;. da er gestorben,Abt des Fürstlichen klosters Pfäfers gewesen; Johannem Jacob,der des kleinen Raths zu Lucern gewesen, und an. 1711. gestor-ben; Benedictum, Lieutenant und des grossen Raths, auch ei-

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rien tochtermann Josephum zur Gilgen, des kleinen -

' Gilgenberg, ein lustiges Solothurnisches schl^ dosdem Baßler - gebieth ohnwest Ramstem , oberhaw WBreitenbach, welches mit den dörfern NoiM'Agen und Zullwyler vor diesem den Freyherren von-tz ^ jg aoein Bischöfflich - Baßlerisch lehn zusiändig Eln erdvevÄVsolches schloß neben 60. andern bey dem ostmangen ^^l»fallen, doch gleich wieder erbauet worden. Es ham - IMnen eigenen Adel gleiches nahmens, von welchen .s, Rasffs,genannt Pfeffer - Hans, an. 1496. Bürgern,^ ^ als ss«,zwar der letzte aus dem Ritter - stand wurde, der U. -ihn an. 1499. wegen unerlaubter correspvndentz om. Atastv ^der entsetzet , sich nach Ensisheim begeben, alW<ster der Landvogtey und Regentz - Herr worden, v ^ ,

dieses schloß und Herrfchafft an. 1527. um 59°"' ^ nKs-Stand zu Solothurn verkauffet hat. ^0.

x. 22. lib. XII. p. ;8;. b. Am/e,'. Iw- ' .

^eatr. 8o1oä. k. II. x. 26. * stadt,

Gilgenburg, Poln. Dabrownow, eine kltlnc, dest>Meinem sthloß in dem Brandenburgischen PreuiU Gelege?',dinger - lande, zwischen Lauterburg und Höhnte 's?ist an. 1410. von den Tartarn, und an. 1578- d"' L, liE,Wbrunst in die asche gelegt worden. Nicht weit davv Wdörfer Tannenberg und Grünwald, zwischenan. 1410. den i;.jul. über die Creutz- Herren, mfchlacht die oberhand behielten. Man hat an dem v ^treffen vorgegangen, eine capelle gebauet, darnu"ne straf - predigt gehalten wird. Hartknocy"x. ;°6. OLZs-.' bitt. kol. lib. X. , siöniÄÄ

(j)ilimer, war ein söhn Genzonis II. und enff»serici oder Gizerici, hiemit ein Vetter des Hünen» ^ A.ci, Königs der Wandalen in Africa. Diesemren, aber da er sahe, daß dessen regierung 1»"» vchgemüthe zu lang werden wollte, stürtzte er M.dacM Wthrone herab, und satzte sich an. an seine A,

durch er der sechste Wandalische König in ^»-5,nun Justinianus Africam gerne wieder unter M ,^ckch^stci'te, welches fast hundert jähr von dem RormW''^kommen war, schrieb er an Gilimern, zum beste« -mDa aber Gilimer seinen brief verächtlich hielt /s", St-aus gelegenheit, sich mit den Persianern zu veffm» -11mit kriege zu überziehen, schickte dahero, unter .lisari, eme starcke armee in Africam. Sobald Lankunft vernähme, ließ er den Hiiderich und a»Königlichen geblüts durch seinen bruder Ammm« L^xttodten, damit nicht die Römer, wann sie folllst v» , ^

nahmen und ansehen zu seinem schaden gedrau"^j,B > ^Indessen verlohr Ammata kurtz hiernach in e>Mw.mützel sein leben; Gilimer selbst zeigte da in krieg ^ ,,iv j„

sonderbaren verstand, Massen er den Vortheil/ v yaß ' „h-

treffen erhalten, liederlich aus Handen ließ, yhrt

größer Unordnung zurück - ziehende feinde unverischädigt weggiengen. Nach diefem eroberte

schädigt weggiengen. Nach diesem eroberteschwerdt - streich durch übergab der einwohntranney Gilimers und der Wandalen längst, »berv.^ , st» ^die stadt Carthago, und brachte in einer M

gantz Africam unter des Kaysers Jlistiniam^.

folgte auch den Gilimer von einem orte zum .zwar die rechnung machte, die Hunnen, we>«^ ^

mischen armee waren, und mehr gezwungen s sch0>>dienten, auf feine feite zu bringen, hatte sie Mas gEffp Mheim gewonnen, daß sie versprachen, im geMt ^der die Römer zu gebrauchen; Belifarius ab» , vn',der fache, und vermeidete deswegen eine M

Hunnen durch gute Worte und versprechenworauf er dann auf Gilimer von neuem losPv» b» ^ ^,9felde schlug, und sein lager eroberte, dessenzon dabey umkam; Gilimer aber flöhe mifde« ger ge'^Mfern Hippona, und wurde da endlich durchsich zu ergeben. Als Belifarius nach ConstaMw^als

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te, führte er ihn im triumph ein; — --

stinianum gebracht wurde, und denselben u ->cn.

aücrestdch„ler'vch ^

jestat auf dem throne sitzen fahr, ..bey sich überlegte, dabey aber nichts sagte /Salomonis wiederholte: Es ist alles gmles gantz eitel. Daraufgab ihm Justu»«'nem unterhalt in Galatien, woselbst er

nem unterhalt in Galatien, woselbst er mmtz »orketzerey zugethan geblieben ; Africa aber wurv ^flam/ st.einer Römischen provintz gemacht, wie dem« I.Wandalen eroberung gewesen war.

L.VanäsI.* taeboS^Kl"

Gilt, (Alexander) ein Englischercoln den 28. febr. an. i;66. wurde hernach,prosequiren, nach Oxford gesandt, daeran-^^us

LKnlti LollsZium aufgenommen,und flcff!;.

macht wurde. Obfchon er in 1beolo8>c>s ' -

>eübt . m-nvete er doch >ew, ^ dentz e

sprachen wohl geübt war, wendete er voev > . zu ve«Unterweisung der jngend an, wie er dann ' „ ,,

äaksalo in der schule zu St. Paul bestellet 'vor staro, ^ »dern schul - dienern seiner zeit ästimlret wurde ^ x,

nov. an. i6r?. und ward zu Londen rn