Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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gim gin

anfangs an wider Johannem Hooperum, und nachmals mitChedsao, Morgano und Westono, wider Petrum Märtyrern,( der von Eduardo VI. nach Oxford , die Theologie daielbst zulehren, beruffen worden) mit grossem eifer zu disputiren; doch,als er feinem jctztgedachten säverLrio desto besser zu begegnen,die heilige Schrift und kseres fleißig las, entschloß er sich , diereligion, welcher er bishero zugethan gewesen, zu verändern.Indem er damit umgieng, wollte er, auf einrathen feines na-Jen unverwandten, Cuthberti Tonstall, Bifchoffs zu Dumblain,«ne reife in fremde lande thun, die kirchen - ceremomen bey an-dern nationen in augenfchein zu nehmen, zu welchem ende ersein amt freywillig reflgnirte. Ob nun gleich der Bischofs damitnicht zufrieden war, ließ er sich doch durch dessen drohungennicht abwendig machen, sondern begab sich durch die Nieder-lande nach Franckreich , da er dann in feiner meynung bestäti-get wurde, mit den gelehrten leuthen hierüber difputirte, undseines Vetters des Bifchoffs buch, lls Verlöte Lorporis L 8g n-Kuinls Lkriüi in Luckgriüi-l, edirte. Hierauf kehrte er nachEngelland zurück, da unter der Königin Maria die Reformir-ten viel ausstehen meisten, und predigte nach erhaltenem Pasto-rat zu Esington so eiferig, daß ihm fein vetter, der Bischofs, derwegen feiner frömmigkeit und gelehrsamkeit ihn sehr werth hielt,wider feine Widersacher kaum bey ehren erhalten konnte. Hier-auf wurde ihm die Parochie zu Hougthon aufgetragen. Jndesssen hatte die Königin Elisabeth das regiment angetreten, da so-gleich , die kirche zu besetzen, viel 8emingri:> gestiftet wurden.Ein solches hatte auch Giipinus aufgerichtet, dahin viel Grafenund Herren ihre kinder schickten. Gegen Die armen -mäiwreserwies er sich sehr gütig, und unterhielt sie nachmals auf Uni-versitäten von feinen eigenen Mitteln, wodurch er sich einen sogrossen rühm zuwege brachte, daß ihm auf befehl der Königinein reiches Bißthum angetragen wurde, so er aber ausbefchei-denheit anzunehmen weigerte. Die übrige zeit seines lebensbrachte er mit unterrichtung in feinem Semmsrlo zu, und starban. 1584. , rhestr. vir. illullr. p. 294. .

Gimmor, ist ein berg in dem Appenzeller-lande, auf wel-chem sich zwey sogenannte Wetter - löcher befinden, das eine fastmitten in demselbigen, das andere oben auf dem gipfel, auswelchen ein nebel und weiter entstehen soll, so bald etwas dareingeworfsen wird, wann je der scrtbenten bericht hierüber zu glau-ben ist. ckron. llpxeiMlI. p. i;. p'aästt«. in

«omment. all komp. lVIelsm lik. 1 . x>. Z4> *

Gimnich, eine Freyherrliche und zum theil Gräfliche fa-milie an dem Rhein , deren stamm - schloß , gleiches nah-mens, in dem Ertz-Stift Cöln an den Jülichifchen gren-tzen bey dem fluß Erpa gelegen. Mechtild von Gimnich heu-rathete um das jähr izc>o. Siegfried von Steinkallenfelß.Nach ansang des XVI. LcuU florirte Adolph, Herr zu Gim-nich und Vtfchel , welcher zwey söhne nach sich gelassen:i.) Werner, Fürstlich - Jülichifchen geheimen Rath, Land-Drost und Amtmann zu Iülich,.der feinen äst bis auf jetzigereiten fortgepflantzet ; 2. ) Hermann , Herrn zu Vifchel undWald, Chur - Cölnischen Marfchall. Von demselben stammteab Otto Ludwig von Gimnich, Graf zu Vifchel, Chur - Pfäl-tzischer geheimer Rath, Cammer - Herr , oberster Hof - undIülichischer Land - Marschall, wie auch St. Huberts - Ritter,der noch an. 1710. lebte. Schon zu ansang des xv. Louli isteine linie von diesem gefchlechte abgestammet, so. nebst demFreyherrlichen character den beynahmen Beissel gefuhret, undsich in dem Limburger-lande ausgebreitet hat. Don demselbenwar nach ansang des XVIII. üeouli Emmerich Bertram Beissel,genannt Gimnich ', Chur - Bayerischer Jägermeister. Seinbruder Wilhelm Friedrich hat seinen stamm fortgepflantzt.Humbr. vom Reichs -Ad. mb. 242.

Ginckel, ist ein adelich Haus in der provintz Utrecht, zwi-schen Rheenen und Amersfort, fast in gleicher weite gelegen.König Wilhelmus III. erhub an. 1692. den 20. febr. den besitzerdieses Hauses, Herrn von Ginckel, zum Baron von Agrim undzum Grafen von Athlone in Jrrland, weil dieses Königreichvornemlich durch dessen tapfere und kluge aufführung dem ge-horsam Iacobi II. war entzogen worden; davon mitmehrermin gleich folgendem artickul.

* Ginckel, (Godard von Rheede, Herr von Amerongen,und von) ein einiger söhn GodardiAdriani von Rheede, vonwelchem an seinem orte, nahm kriegs - dienste an, ließ sich indem krieg des jahrs 1672. als Oberster der reuterey sehen, folg-te auch Wilhelms in. Printzen von Oranien, in feiner expedi-tion in Engelland nach. Es kostete viel mühe Irrland unter-würfig zu machen; dann es begab sich der König Iacobus, nachseinem aufenthalt m Franckreich , mit dem Grasen von Lau-zun, General der Französischen völcker, in dieses Königreich ;als er aber von Wilhelme III. bey dem Überzug über den flußBoine geschlagen worden, muste er mit einem theil der Fran-zösischen Generalen dieses Königreich verlassen, und sich inFranckreich zurück begeben. Dennoch konnte man die Irrlan-der nicht zu paaren treiben. Der Überrest ihrer armee begabsich in Limerick, allwo sie sich so hartnäckig zur gegenwehr stel-leten, daß der König Wilhelmus genothiget wurde,, die belage-rung aufzuheben. Als die Jrrlander eine verstarckung samtdem Grafen von Tyrconell erhalten, welcher aus Franckreichmit Munition und zwanzig taufend kleidern für die trouppenankommen war, machte solches den Irrländern einen solchen

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Muth, daß sie sich vornahmen Athlone zu bevestlgchi?uch z«diesem ende ein detachement von zc>°o. mann 'st,unterstützen beorderten. Der General Ginckel, naGras von Athlone, welcher als General - Lieuteiiamdirte, griff dieses detachement so tapfer an, baß er ! ^ Kok-te sich zurück zu begeben. Die gantze armee st""?- Mas v"?te äs Grenogue in schlacht- ordnung, und als derAthlone gegen ste anrückte, überfiel sie einedie reuterey das fuß - volck verließ, und dieses geuoM Mtin die Wälder und Moräste zu entfliehen. Diese un.orv'' Hxvollkommen unter ihnen, und kostete den siegereinen todten und fünf oder sechs verwundete.glücklichen forkgängen entschlösse sich der Koma 77^-,,, ichwelcher einen tüchtigen General, sie zu paaren ss Hi,,e hflsthig hatte, dem Grafen von Athlone, welcher d«rM 'liehe Manieren den Engelländern auch schon stm , stb»/war, das commando über ftine armee in Ircim^ '

geben. Als der Marquis von Qt. Rut , General -der Französischen armeen, mit einer verstärckung, vf"armee sehr zahlreich machte , ankam , gieng der Ali»Athlone zu ansang des brachmonats an. 1691. ,nit ^ 5 ,armee bestund in 1;. bataillons und zooo.Pferde»/ pE'cher er Ballimore, welchen vrt die Jrrlander als enmvestiget hätten, aus welchem sie auch die zufuhren po>

konnten, angriff. Der Commendant gab auf d" Fdiesem General geforderte Übergabe sehr trotzigeer aber das erste seuer aus den canonen ausgehalten ' ' f fics"nahm, daß der Graf von Athlone seine granadstr §10fähren und schiff - booten über den morast setzen '»!> / ^ ,1^'tulirte er den nachmittag, obwol seine bejatzu«» Mmann bestünde. Von bannen rückte dieser Genera W Elone an, und machte sich ohne grosse mühe des Mst" gMnons gelegenen theils der stadt Meister ; fand hje LSchwierigkeit auf die andere feite zu kommen, "'s,", >

lander das ufer inne hatten. Der platz war mit g'm „ssa>

versehen, und zur kincken und rechten Hand nur st hffipstfür die reuterey unzugänglichen Morasten bedeckt; V

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war nicht nur an und vor sich sechsten ansetzn 0^wurde auch noch von der aus Franzosen und I/ria' A,henden und herangenaheten armee unterstützet. A ycr.egeachtet ließ der Graf von Athlone an der Verbesserung^ W ^cke, welche die Inländer nicht gäntzlich zu gründe stten, arbeiten; und als die wercke mit fcuer an.E"^ Mso muste man den angriff des schloffes und der n", Mden folgenden tag verspüren ; da dann der Gener" ^Athlone sein volck durch die einige furth, die sich ^ pcIl Mnon befände, durchwatten ließ, die Jrrlanderdes flusses in das schloß zurück trieb, sie alldort M ^sich ohne vielen widerstand davon Meister machte.'telst der Marquis von St. Rut nichts zuvermeynte, indem er von dem Shannon und ".ene bedeckt war. Die Jrrländer streueten aus -posten nur darum verlohren gehen lassen, um v' hiers"^,zu einem general - treffen anzufrifchen. Sie s^sset!einem vortheilbafften orte ohnfern Agrim poito g8ge,l,jliknoch ohngeachtct dieser schwierigkeit und ihrer vsn? jh»c"der Graf von Athlone gerad auf sie zu, in Mschlacht zu liefern. Zu diesem ende muste UM ''ch,ren, welches er ohne widerstand that. D>e -IV sttze»sich hinter einem moraste, darüber sehr schwer-"^ coN>'5;rc-sehen, worauf der Grafvvn Athlone vier regum"^ der ^dirte, welche durch solchen fetzten, und dre ich« st„tel> fl>,dlander angriffen ; deren starckes feuer hatte u xeuE y,egemachet, wann nicht der Grafvvn Athlone dc

die dragonerhätte durch den morast zieheff,'!,utzdtapferkeit ihrer cameraden sthr wohl unterstützte« ^ ziveff-,,xckmannhasst wehrten. Dieses machte den sieg 's. der h^asKk"tig, welcher anfänglich sich vielmehr aufdzc st' - Fchh'Ä ^als der Engelländer zu lencken schiene. Dst' ssch"vertriebenen bestehende regimenter, welche M

zahl, als die Jrrlander waren, die sie angriffen /!- esMsen mit grosser tapferkeit zurück getrieben; anrücke»'x,,,Mneral wahrnahm, ließ er ein regiment dragom' A uist^ciBden Irrländern in die feiten fielen , und eine M^^olunter ihnen verursachten. Sie steileren sich ^Mr NffUich

ter ihnen verursachten. Sie ftelleten l'ch "^Mrin ordnung; da aber ein detachement sie mu v .zntz'N" ersisf,,anfiel, so wurden die Irrländische batalllons v^j„erstossen. Die reuterey dieses flugels stliretc ^,gernungs - würdigen tapferkeit auf ste zu; bie rcM U sichund von Ruvtgiu, welches in dieser geiegA i»wohl hielte, brachten die Irrländische reuterey ^hi >visie wurde aber durch die garden des König" ihrerii>>angefrifchet, welches weil sie unter de» ,^^eu.len stritten, den sieg theur genug bezahlen '"cke Irrländische flugel that keinen so grossen ^ peu "nach einem drcystündigen treffen, fieng er sij/reukerctz 'sgedencken. Als das fuß - volck sahe, daß dst Ux es am Fauf den höhen gestritten hatte, sie /ch diefiss, vavo»

als feine stcherheit bedacht. Man liätte sictz ,, A st Bnutze gemacht, wann die nacht d-e si^Z, Metz vMgehalten hatte , und sie ausser dem dmch-.^,u 8° ^das treffen, so sie wider eine ihre mannsa) >

übertreffende armee auszustehen geyavr ,