Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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dinge , daß er sie und die ihrige wider jederman beschirmensollte. Jacob heurathete an. i;74- Armonette von Joinville,von welcher er die Herrschafft Divonne mit ihrer zugeborde be-kommen. Johannes , welcher an. 1476. gebohren worden,war einer der vornehmsten Hauptleuthe Caroli VI. Komgs vonFranckreich, Johannis, Hertzogs von Burgund , und Philippides guten, seines sohns. Stephanus war an. 1407. weltli-cher Abt zu Bonmont. Johannes, welcher an. izy 8 . geboh-ren worden, ward Ritter des güldenen VNesses, bauete dasschloß zu Gingins an. 144;. und bekam von Margaretha von1 a «sara, seiner gemahlin , Chatellard und was darzu gehörte.Jacob, gebohren an. 1429. ward Cammer-Herr bey dem Her-tzoge von Savoyen, ordentlicher Rath, Ober-Hofmeister, undAbgesandter an den Papst Paulum II. Antonius war ersterPräsident des obersten Raths zu Chamberi, und Abgesandterbey dem Kayser Carolo V. Er ward sonst auch der Präsidentvon Divonne genennet, und starb an. 1518. Amadeus warLÄN0MLU8 bey St. Peter zu Genf, ?rotonotsriu 8 üpoüoIiLU 8 ,Päpstlicher ViLsrlus, weltlicher Abt von Bonmont, erwehlterBifchoff zu Genfan. r?i;. starb an. i;;?. und setzte denCanton Bern zum erben ein. Johannes war Groß - Stallmei-ster des Hertzogs von Savoyen, und ist an. i;;;. gestorben.Jacob, Cammer-Herr des Hertzogs von Savoyen, wie auchdesselben Rath, und Gouverneur von la Tour äs Peil undChillion, bauete mit seinem bruder Francisco das schloß zuChatellard. Franciscus war an. 1466. gebohren, heurathetean. 1499. Bonne, Gräfin von Gruyere, von welcher er eineneinigen söhn, Franciscum genannt, hatte. Dieser war an.

gebohren, und ward anfänglich Page bey König Fran-cisco I. und an. 1522. bürger von Bern. Frantz Ludwig, Ba-ron von la Sara, kam an. 1712. bey Bremgarten um, da erdie dragoner commandirt hatte. Dieses Haus floriret noch heu-tiges tags. Kilt. äs la IVl-üldn äe 8avci^e. 8x0«,

Kilt. äs 6snövs. 7l-/e«ess»er,kilt. äss MLrrss äs Lourgogne Lc.

Gmnasto, (Dominicas) ein Cardinal und Ertz-Bischoffvon Manfredonia. Siehe Gymnasius.

Eiö, (Mette«) eine adeliche Dame in Dänemarck, wel-che nicht nur in vielen sprachen, sondern auch in der Poesiewohl erfahren war, und Oäsrum Tragic. Volumen hinterlassen.Ihr vatter war Otto Giö, ihre mutier aber Brigitta Tottia,welche Senecä und andere schriften von unterschiedenen spra-chen in das Dänische übersetzet hat. Der letzte dieses geschkechts,Marcus Giö , Herr zu Brahesberg, war Ritter von dem Da-nebroge, Dänischer geheimer und Staats - Rath , wie auchkrXlez der Ritter-Academie zu Coppenhagen, und starb an. 1698.

äelcript. Dun. oum Moll. k^pomn.

Gioia, (Johannes) gebürtig von Amalphi in dem Kö-nigreich Neapolis, welcher, da er von der tugend des Magnetsgehört hatte, sich dessen in den schiff-fahrten bediente. Er er-funde auch, und brachte durch verschiedene experienzen dencompaß zur Vollkommenheit; zu zeigen, daß dieses instrumentdurch einen Neapolitanischen Unterthan erfunden worden, derenKönige damals Grafen von Anjou aus dem Französischen Hausewaren, bezeichnete er Mitternacht mit der Französischen ltlie,worinn ihm auch alle andere nationen gefolget. Die erfindungwird in den ansang des XIV. Leuli gesetzet. ^

vie äs 8aIomon. cie novi8 rexertio tit. II.

ils re lisutica.

t * Gioja, ein flecken nebst einem schloß, in Calabria oltm imKönigreich Neapolis, beym eingange des flusses Marro in denGolfo von Gioja.

* (Dioja, ein flecken in lerra äi Bari im Neapolitanischen,zwischen der stadt Bari und dem Golfo von Tarento.

Gion, stehe Gyon.

* Giordani , (Vitalis) ein A^ckem 3 ticu 8 , war zu Bi-lonto in der Neapolitanischen landschafft Bari an. r 6 ;;. den 1;.dec. gebohren. Seine eitern, ob sie gleich nicht viel übrig hat-ten , wendeten doch alles an ihn, daß er mit der zeit in dengeistlichen stand zu treten geschickt seyn möchte. Er nahm auchdenselbigen an, mehr den seinigen zu gefallen, als nach sei-ner neigung. Gleichwie er aber Überhaupt zu aller arbeit,und insonderheit zum studiren gar nicht aufgeweckt war, alsowurde er auch endlich des zuredcns und der bestrafung seinereltern so überdrüssig, daß er davon gieng» Er kam in diesemzustande nach Tarento, und ob er gleich beständig unentschlof-sen war, was er vor eure lebens - art ergreiffen wollte, so faßteer doch endlich den entschluß zu heurathen, war aber bey er-wehlnng selnerparttesii unglücklich, daß seiner armuth hier-durch gar nichts geholffen war. Semer frauen bruder, derihm zum oftern dlßfalls zuredete, und ermahnete, fein stückbrodt durch fleiß und arbeit zu gewinnen, verdiente von ihmdiesen danck, daß er ihn einst auf der stelle erstach. Giordanimuste deshalber flüchtig werden, und kam also nach Venedig.Um eben diese zeit ließ Papst Jnnocentius X. eine fce - armadewider die Türcken ausrüsten, bey welcher er dienste nahm, undverschiedenen ste - treffen beywohnte. Unterdessen geschahe es,daß ihn der Admiral statt eines schreibers gebrauchen wollte,welche bedienung aber den Giordani, weil er keine rechen-kunst verstünde, in grosse Verwirrung fetzte. Doch dieses wareine gelegenhert, daß er nunmehro anfieng, feinen köpf daran

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zu strecken , und da ihm zu Zante des Clavii ärickwenc ^Hände kam, durch eignen fleiß diese kunst in kurtzeM MAls er darauf an. 1659. nach Rom zurückdaselbst unter die garde des castells St. Angelo "»^ Ki-men worden, wendete er feine müßige stunden an, ^clidem zu lesen, und vermehrte mithin seinen ttckv D,»thematischen wissenschafften von tag zu tage. Als er >'^hceii!den stand gesetzet hatte, dieselbige wiedrum andere rerlangte er einen solchen ruf, daß, nachdem erF»aufgegeben, ihn die Königin Christina zu ihrem E^jhin"'ernennte, und König Ludovicus XIV. von Franke

feiner zu Rom an. 1666. aufgerichteten Mahler-undA

Academie die Mathematic öffentlich zu lehren auflr^vClemens X. auch ihn an. 1672. zum Ingenieur ^ ^ Als-St. Angela machte. An. 1685. erhielt er die krokeutke5eo8 in dem LolleZio 8ax>ientiL daselbst , abliefe sst'nahm ihn die Lcsclemia Lrasäum zu ihrem mag bin t .Er stunde auch diesen bedienungen Mit rühm ols;. novembr. an. 1711. erfolgtes ende vor, .rw^gnieou?'

kuLÜdem reikitutum; äs componenciis Or^viuM . cnVunckLmemum Oockrinse Nvtus 6ravium Lc. chr

ckegli Lrcscki tom. III. -r

tom. III.

Giorge, genannt Giorgion, ein berühmterzu Castel-Franco in dem Trevifanifchen an. " 7 °'

Er imitirte Leonardum cke Vinci vollkommen, sichsonderheit licht und schatten wohl vorzustellen, wEnoch viel geschickter gemacht haben, wenn er nE >Eund dreißigsten jähre seines alters an. c?n. .

Er hinterließ zwey berühmte difcipul, Sebastianum Bdig, welcher zu Rom kracel äel kiombo genennekw

den berühmten Titianum. skodo/I,vic. äs Victor, ven

Gwrgt, siehe Zorzi. ^ „06. M

Giorio,,(Angelus) war zu Camerrno

ren, und von schlechtem herkommen, wiener vatter - stadt einen schulmeister abgegeben. f

auf nach Rom , und in des Cardinais Massel B«.ste, dessen nepoten er in die schule führenlernte er ein wenig von der Philosophie und von ^ ^

gelehrsamkeit, und ward von gedachtem Barberlm, >,

be unter dem nahmen Urbani VIII. Papst wordenverschiedenen bedienungen versehen , auch bawCardinal und zum Mitglied verschiedener Congr^ kmacht. Er besaß ein grosses vermögen , ward «ocnes geitzes und gewinnsucht, auch andern schlechtm^-cw^ten wenig geachtet, und starb an. 1662. Er ham ^e>'auf der jagd, welche er insonderheit liebte, ^ ,^sE^zeige-finger abgeschossen; baß er sich nun bey der ^und andern meß-ceremonien der noch übrigenbörste, erhielt er von dem Papst erlaubnis. ^e-

, p. 204. Oi-r-ii'o, rslüt. äs 1s Lour a ,

/«r« fglki Lsrdin. tom. IV. .ivst

Giotto, oder Gibiorto, ein berühmter mEeinem flecken nicht weit von Florentz gebürtig, -a ^ger ankunft. Als ihn Cimabue auf dem felde amr«c ^ ziei^

schaafe hütete, und selbige, wie sie weydeten, am ^ cr ^

stein abriß, bekam er eine solche neigung zuvon seinem vatter verlangte, und unter f""snahm. Seine repntation breitete sich baldaus, und vornemlich, was Portraits anlangte. assE ,,jh-schickte jemand nach Sieua und Florentz, M

mahler daselbst zu sehen, und von einem jedwcoc" ^, oc ^rer arbeit mitzubringen. Derselbe kam auch, »ausofort einen Pinsel nebst einem stücke papier gebe» , res>teiniges anderes instrument einen circul daraus w Mhigen ^er demseldigen menschen mitgab. Man par>^' g.vollkommen, und noch heutiges tages pflegt«^sprüchwort zu sagen: w sei xiu wndo M

Hieraufließ ihn der Papst nach Rom kommen? a»f§l vondene wercke mahlte, und unter andern die grom tirtys.''

satschcr arbeit, welche über der grossen pforte derPeter gesehen wird, die man ts Xsvo äel »w ^Aßer 0zwar stellet selbige Petrum dar, wie er am oc^jg,ion/ ^Erfolgte dem Römischen Hofe au. i;o 6 . , pa er

blieb in Provence, bis nach Clcmentis ^^^0 ., ^ e sseEft,».nach Italien gieng, allwo er mit Dante besonne starmachte. Er mahlte zu Neapolis und andervwo, mie

i;; 6 . zu Florentz, allwo man ihm zu ehren "Utrarchs Kjsiiickmorstemerne säule aus sein grab-mahl fetzte, .^r,sehr gelobt. Giotto hatte verschiedene lehr Ex auf / Äng»"!wurden. Wenige zeit nach ihm kam em wav r ^0 E Mgenannt, gebürtig von Florentz, welcher ou zvuU'.xm'fwurde, weil er des Giotto art wohl i» tE-^^spo ,x,hFlorentiner brauchten diesen letzter», um emww ^ack^elt^Gualteri von Brienne, Hertzogs von Athen ,-^lvoge^Bchen sie nicht Ursache hatten zu lieben, wie an dre>^^ jrworden. Giottino starb an. >m Iweo ^ew-jähre seines alters. vic. cle kiccor. r .-büt^

vie äes Veintr. lib. V. ep- „ylck

Giovagnoni, (Horatius) ein Rechtsgel un^,x^

von Bononien, der um das jähr r;L8.

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