Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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^ovkiiitgtiones geschrieben, welche eben daselbst an.^druckt worden. ÜÄMs/äi bibl. öonon. äs

^ o°non.

ljqAovenazzo, lat. .suvensclum, eine kleine stadt im Kö-

drx/A Ncapolis an derküste der landschafft Bari, zwey oderM nvon Molfetta gelegen. Das Bißthum daselbst ge-t-ichMerden Ertz-BlschoffzuBari. ' '

^Mapostsp. iZi.

dÄ^anius, oder von Gissen, (Hubertus oder Obertus)aus Geldern gebürtig, trieb die freyen künste zu Lö-creijg "o Paris , und machte davon eine gute probe an dem Lu-achgehends ergriff er die Rechksgelehrsamkcit, und^^7. zu Orleans in derselben Doktor. Erstlich warNorsüum und koüriss8 zu vtraßdurg, nach«Ay- ^ b aber erhielt er daselbst krolestionsm Inlkicutionum.l»c>„ M- ward er krokellor Zuri8 zu Altdorf, von dar beriefÜ'orl, on nach Ingolstadt, allwo er sich einen solchen ruf er-baß ihn endlich Kayser Rudolphus II. bey sich habenM b/. daher zu seinem Rathe lind üekersnäsrio machte.ves^Mßburg und Altdorf war er Protestantisch, und hatteKe . ^f'vburgjschen Tüsologi Iohannis Marbachii tochter zuraber nach Ingolstadt wollte, änderte er die reljgion,H, ^sich seine frau zu tode gräinete. Er war Überaus gei-

vom König-

...a -^ br denn sehr kärglich und armselig lebte, da er auch>»lt ducaten reich war. Das allerschlimmste für diesesL'vrh^'Men manns reputation ist, daß er verschiedener pls-^gen ^ überzeuget worden, eines, so er an Frumcnterio be-'welcher ihm viel wichtige critische und philologische an-Mig M.en bey seinem absterben anvertraut, die aber Gipha-selbst qrösten theils soll zugeeignet haben, wie es JanusWpt'/ Victor Giselinus hernach öffentlich gegen ihn be-fchners mit denen schon gar gedruckten noris Lambini^tium, worüber sich Lambinus selbst in sehr hartenoejchweret, und endlich auch mit einem exemplar Pru-lvas... besten rande von Giselino viel anmerckungen geschrie-M ' und welche er auch, nachdem ihm Gtselinus dasNe a^ben, für die seinige gebraucht und ausgegeben. Er>ahr, und starb an. 1604. zu Prag. Seinez 'wrin "O ' OoüeÄsnes in Dusretium; LomineMsriu8 säden Scioppius sehr rühmet; Ossonomis ^uris;? 7 Livilis; DeÄurse Llrorksnse; Lommsarsrius

.luriz; ^ Kenunsistionibus; äs äurs ksuäorum;

^Uris Veuäslig; äs Oräins ßuäisiorum Lc. 7Vr/-IH. dibüotü. Lelg. 8-weerrM,, in Htüs-

'V ?' Kill. üb. XXXVIII. /«««/ Ds«2«, in xos-

in pr-xfsr. eäit. III. Ducret.

s»!

i, dem Xx^Paul Thomas, Herr von I ein gelehrter Franzose.u^ttte elf H- stesulo, war Paust Thomä, Herrn von Mai-<r?fU, welcher selbst von nicht geringer gelehrsamkeitMey ^,.'kbte zu Angoulsme, und machte sich dadurch amdaß er über des Voiture schriften crilisirte.^ ^elchE ^rieb eine apologie des Voiture wider den Girac,

antworten Girac sich genöthiget fand, worvonüi ' des ^bit verschiedene schriften entstunden, unter wel-Wacs die letzten waren. ^/e»asra«a. c?o/oM,er, bi-

dtz s bvg d ' stadt in Calabria oltrs auf einem Hügel, nicht

lVx»pt -a .^blfo äi Girace gelegen. Es ist der Alten Locri,slbKum n^dt von (IrLLiL MSSNL , so nachmals den nahmengeh^°? Heracium erhalten. Der daselbst befindliche Bi-L. ^01^ Unter das Ertz - Bißthum Rheggio.

^n^wgz>', äessript. Itslise.

Mjdatterm«>f (Sylvester) ein Engelländer, wurde von sei-SeÄ^pa j.. .b Lsmbrenlis genannt, indem er aufdem schlösseder rechte 7 südlichen theil von Cambria aus vornehmener °V'hilvg»5?vhren worden. In seinem vatterlande legte er inHachsen L 'sub Mathemalic einen guten gründ, und alsd>e k W M ' beförderte lhn seiner mutter bruder David, Bi-s>L°bstiehmf;.' V'm Archidiacviiat zu Brechin. Nachdem erdklm ^üe,,s ^.Academien von Europa besucht hatte, hielt erlöschte er > - v^is auf. AIs er aber wieder nach Hause kam,Austinen - l bey dem Könige Henrico II. welcher ihm dieA Vw er ^Mn Printzen Johannem aufzuziehen gab.M,?k»a . ^wlen letztern, welcher mit einer arinee in Irr-'i»g ^^leitet hatte, gab ihm solches gelegenheit, eine^tra^'ch dj?°L„Jrrland drucken zu lassen. Es wurdendir Blßthümmer von Wcxsord und Jochelin an-5 m nicht annahm. Nachdem er seine To-

M^Mr Müde gebracht, gieng er nach Oxford, allwoDea,,?a„d./^Pientz gelehrter leuthe seine Historie drey tageL kr ^ ("Ner ^??rte, und darnach seine zuhörer bewirthete.

benä^iamkeit und andern guten qualitäten wur-?>»UZ «ls reu?" t so gar, daß ihn auch ein Cistercienser-' n- w Lrimini8 liesse Mzestatis angab. Als Bal-

Erk.^^.-

ihni 'schoff von Canterbury, in Palästinam gieng,dxzß - An. ny8. wurde er Bischofs zu Man, undUe>, wch ^"lge streitigkeiten erhuben, gieng er an.^ mWest I?' sich dem urtheile des Papsts zu unter-hervnv Man die alten Ertz - Bischöfflichenwollte, wurde er durch vermirrelung"letzet. Mb Huherti von Canterbury seines Bißthumsitarb »m siebenzigsten jähre seines alters, wie

g i r 77 ^

einige wollen an. irio. oder 1214. Er hat unterschiedenes ge-schrieben, als: Topogmpbigm Lrirsnni-e; LxpugnstionemHiberuise; Itinersrium <L Osssri^tioneni OsmbriL, <Ls. Le-Lc t^rr/E, äs ssript. Lngl. äs Hik.

I-st. üb. II. s. 54. bist. Istt.

Gtraldus , von andern Gerand und Geronde genannt,war Patriarch zu Jerusalem, in dem XIII. Leulo. Einigemeynen, es sey der Bischofs von Valence, welcher Abt zu Mo-leme gewesen, dessen Albericus Meldung thut. Dieser letzteresuccedirte Humberto von Miribel an. irzo. i^

sbronico.

Eiiraldus, (Lilius Gregorius) ?rotonotsnu8 stpostoü.cus, ein guter Poet und in den antiquitäten sehr belesenermann , war den iz.jun. an. 1479. zu Ferrara gebohren. Nachzurück gelegten studien wandte er sich zu Alberto Pio, Fürstenvon Carpi, und Johanne Francisco Pico, Fürsten zu Miran»dola, aus deren bibliothecken er sich einen grossen schätz zusam»men las. Hierauf hörte er Demetrium Chalcondylam einjähr zu Mayland in der Griechischen spräche, und wendete sichvon bannen nach Modena zu den Grafen kbsngoiüis. Vonhier gieng er nach Rom, da er an dem Cardmal HerculeRhangonio einen grossen Patron fand, durch dessen frühen todaber, wie auch durch den schaden, welchen er bey der von denKayserlichen geschehenen eroberung der stadt Rom gelitten,sahe er sich gezwungen, ferne zuflucht wieder zu dem Pico zunehmen. Als dieser von seines bruders söhne dem Galeolto um-gebracht wurde, konnte er kaum vor den zusammengeschwor-nen sein leben erretten. Er gieng dannenhero in sein vatterlandFerrara, da er sein leben in grosser armuth und bcschwerstchkeitvon der gicht zubringen mnste. Seine dürftigkeit wurde zwardurch dre freygebigkett Renata, Fürstin von Ferrara, gelin-dert , seine kranckheit aber nahm so überhand , daß er sich stetsin dem bethe aufhalten muste. In solchem zustande verfertigteer seine Historism veorunr Öentiüum L stoe'csruin lui cemporisOrsesorum L bstinorum, dahero man die fehler, so in dem er-ster» buche von Johanne Jensio bemerckt worden, seinen hef-tigen schmertzen zuschreiben muß. Er starb an. i?;2. Seinvon ihm selbst verfertigtes artiges epirspbium findet man inSchraderi monum. lrsl. Ausser abgedachten zweyen Historiensind von ihm vorhanden : 8^ntsgms äs Älulis ; Ilistoris klbr-SUÜ 8 ; bibsllus äs vsrio fspsüenäi stitu ; I>ibslüi8 äs sts Xsu-tiss; Historie koetsr. 6rses. <L bstin. Oisl. X.; kroMmnslmLsäverüis bitsrss L biterstos ; fibeüus, in guo senigmst-l pls-rsgue Lntiguorunr explis-mtur; 8ymbolorum kytbs^orL In.terpretstio; ksrssnssts säv. Ingrstob ; bibsllus, quomoäs guisingrsü nomen <L crimsn elfugere polllr; äs Lnnis, Nenübusoeterisgne temporurn psrtibus , uns sum Lslenäsrio stom. L6r. ; Vsris Lritics; Karmins; Lpistols äs Imitscione. /-«fprolegom. sä nc>v. eäit. opsr. üirsläi. , üb. XII.

sä LIsuäisn. x. ;8y- eäit. 1612. Vol-raä. nionum. Icsl.

kol. 46.

Giraldus, (Joh. .Baptist«) Christophen Giraldi söhn,und Lilii. Gregor» naher unverwandter, war zu Ferrara an.1504. gebohren. Er studirte unter dem Calcagnino , undwurde Msäisinssvoistor. Nachmals erwehlte ihn der HertzogHercules von Este zu Ferrara zu seinem ^esretsrio, und bedien-te er solches amt gantze sechzehen jähr, bis an des Hertzogs tod.Er behielt zwar diese stelle noch zwey jähr unter des Herculissöhne, Alphonso II.; allein einige mißgünstige brachten es da-hin , daß er sich von dem Hofe wegmachen muste. Er giengvon dar nach Monbovi in Piemont, und darauf nach Turin,allwo er sich so lange aufhielt, bis man ihn berufte, die Rheto-ric zu Pavia zu lehren, da er in die Akademie äs gü LKäsci auf-genommen wurde, und verschiedene schriften publicirte. Dieqjcht plagte ihn grausam, welches bey selbiger familie erblichwar, und Lilium Giraldum gleichfalls ms grab brachte. Erbildete sich ein, die luft in seinem vatterlande würde viel zu wie.dererlangung seiner gesundheit beytragen, und ließ sich danncn-hero nach Ferrara bringen, allwo er aber zwey oder drey monatdarauf an. 1 z 7;. starb. 6l>rü»r, rbest. ä'buom. lstter.

Girapetra, eine kleine stadt in Candia, so durch ein viere,ckichtes kort defendiret wird. Die ruäsrs der allen stadt beste-hen in einigen alten dicken mauren und viel stucken von faulen.Gruterus führet einige inlcrixtione8 hiervon an. Ptolemäusnennet sie Hierapetra. voisZs äu fevsm.

Girard , (Bernhard äs) Herr von Haillan , ein Franzö-sischer vom Adel, aus einem alten geschlechte von Bourdeauxum das jähr gebürtig. Er ward von Henrico III. beydem er, als er noch Hertzog von Anjou war, Secretarien-ftelle vertreten , auf einrathen des Cantzlers Chiverny zum ge-heimen und Staats-Rath gemacht, unter einer jährlichen be-soldung von 1200. thalern, damit er der charge einos !liüo, lo-srsvbi, (worzu er von seinem Vorfahr dem Komge Carolo IX.schon an. i z?!. ernennet wurde) desto üMr abwarten konnte,wann man seiner in öffentlichen affairen "othlghMe; er ,st auchwürcklich an verschiedene orte verschicket worden, hat auch nebenandern derjenigen Gesandtschafft beygewohnt l der Ertz-

Bistboff von Acas, Franciscuv von Noames, m Engelland undzu Venedia verrichtet hat. Er hat unterschiedene bücher ge.schrieben , und machte den ansang von ewigen poetischen fa-chen , fieng darauf einige Übersetzungen an , und verfertigte her-nach allerhand historische wercke. An. 1576. gab er am ersten

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