Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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Gisela, Königs Caroli 8implici8 tochter, wurde an. 912.an Rollonem, Hertzog der Normandie, vermählet, starb abervor ihrem gemahl ohne erben. Siehe Carolus Simplex undRollo.

Gisela, Kaysers Conradi II. sonsten Sslici genannt, ge-mahlin, aus Caroli A. stamm. Ihr vatter war Herman-ne« s , Hertzog von Alemannien ; ihre Mutter Gerbirga, Kö-nigs Conradi in Burgundien tochter. Anfänglich war sie mitHertzog Brunone von Braunschweig vermahlet, von welchemsie Ludolphum hatte; hernach mit Hertzog Ernesto aus Schwa-ben, mit welchem sie Ernestum und Hermannum zeugte.Nach dessen tode aber wurde sie mit Kayser Conrado II. ih-rem nahen bluts - freund, vermählet, aus welcher ehe Henri-cus III. und Beatrix , Theobaldi Marggrafen von Italienmutter, gezeuget war. Es wir» selbige insgemein von Kran-tzio mit Gisela äs Werle, einer Vandalischen Printzeßin, ver-wechselt , ist aber nach der bewährtesten lcriptarum meynungwohl zu unterscheiden. in viis Lnnrsäi Sslici p. 428-

ötta chron. lib. VI. L. 28. , sä

sn. ioi2. Lr-TA/si«,, Ssxon. lih. IV. c. ; 6 . apo-

log. pro Oceans V.

Gisela, Königs Hugonrs Capeti in Franckreich tochter,und Hugonis I. Herrn von Abeville, gemahlin.

* Gisela, Gisset, Gisaldis, eine gemahlin des Fräncki-schen Königs Chilperici oder Childerici III. oder des faulen.Sie erwehlte, nachdem ihr gemahl an. ?;i. vom throne ins klo-ster gestossen worden, gleichfalls den geistlichen stand, undgieng auch ins kloster. Ott , tom. I. , tom. I.

Hahns Reichs-Historie, k. I. p. 12.

Giselartus, Ertz-Bischoff zu Magdeburg und Bischoff zuMerseburg, war einer vom Adel, sein geschlecht aber wirdnirgends genennet. Bey dem Kayser Ottone II. stund er ingrossen gnaden, welcher ihm an. 974. auf anstiften des Bi-schoffs Ännonis zu Worms das Bißthum Merseburg verliehe.Als an. 982. Othricus , erwehlter Ertz - Bischoff zu Magde-burg , die bestätigung seiner wähl bey Kayser Ottone II. su-chen wollte, trug er diese fache Giselario auf, welcher dar-auf das Ertz-Bißthum vor sich selbst ausbate, und durch ge-schenkte es dahin brachte, daß ihm Benedictus VII. nicht alleindas Ertz - Bischöffliche pslüum gab, sondern auch darnebendas Stift Merseburg ließ, welches damals etwas unerhörteswar. Anfangs vermehrte er das Stift Merseburg mit derstadt Zwencke, welche ihm der Kayser geschenckt hatte; alleinnachgehends gieng er mit demselben sehr ungetreu um; dennnachdem er des Stifts güther theils zu Magdeburg geschla-gen , theils nach Halberstadt, Zeitz und Meisten verkauft hat-te , so machte er aus dem Bißthum eine Abtey, und setzte ei-nen Mönch zu St. Iohannis, nahmens Ortradus, zum er-sten Abt ein. Diese zerrüttung des Bißthums gab gelegenheit,daß nachgehends viel tausend Wenden von dem Christenthumabfielen, und an. 98;. einen einfall in die Stifter Zeitz,Havelberg und Brandenburg thaten. Giselarius zog hieraufalle benachbarte Bifthöffe und Grafen an sich, erschlug vonden Wenden auf einmal ^0794. mann , und zwang sie, daßsie die Sachsen musten unangefochten lassen. Nach diesemwurde er sowol von Päpstlicher, als Kayserlicher feite, garoft erinnert, daß es unrecht wäre, 2. Bißthümmer zusam-men zu haben; ja weil bekannt war, wie er zu dem Ertz-Stift Magdeburg gelanget, ward er der simonie angekla-get ; allein wenn er sich stellen sollte, war er kranck oder be-stach die Gesandten, oder appeüirte an ein Loncilium unddergleichen., Ja, wie endlich Kayser Henricus II. mit gcwaltdarauf drang, daß er das Ertz-Bißthum Magdeburg aufge-ben , und das verwüstete Stift Merseburg wieder zurcchtbringen sollte, bat er auf etliche tage aufschub; ward aberan. 1004. vom tode dahin gerissen , ehe der angesetzte terminzu ende war. ZZrotusss Merseb. chron. Lrims-

tus N'-igelst). cstsl. ftrciiiep. AIs§ä. sm.

bäsgäeb.

Gsselbesstus, Hertzog in Lothringen , ein söhn Ragineriiund Aldravä; (s) ward nach seines vatters tode an. 916. vonCarolo Simplice, König in Franckreich, der dazumal gantzLothringen <n seiner gemalt hatte, in dem Hertzogthum Lo-thringen , so sein vatter gehabt, bestätiget, (h) Er fieng abergar bald an, nach höhern dingen zu trachten, und suchte sichvon Lothringen souverain zu machen, worzu ihm die innerli-che troublen m Franckreich sehr bequem waren. Zu dem en-de hieng er sich anfänglich an Henricum üucuxem, weil ihmaber Carolus 8-mpIcx zu geschwinde auf den hals kam , undsich hernach an. 921. mit HenricoLucupe versöhnte, muste ereine zeitlang stille sitzen, (e) So bald aber Robertus neue Un-ruhe wider Carolum 8-mphcem erregte, und zum König widerdenselben gemacht wurde, nahm Gsselbertus feine partey, wor-auf Carolüs ihn zu Chevremont vergebens belagerte, (ä) Alsaber Robertus umgekommen, und Rudolphus König wor-den , auch Carolum gefangen bekommen, fieng er an. 925.wiederum an zu rebelliren, und ergab sich Henrico üucupi,der sich hierauf gantz Lothringen bemächtigte, und Giselbertoseine tochter Gerbergam zur ehe, und gantz Lothringen unterdem titul eines Hertzogs überliesse, (e) Von dieser zeit an hatGsselbertus mit eben der authorität, als die übrigen Hertzo-ge in Teutschland regieret, und nach Henrici ftueuxis tode wi-

undstß

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der Ottonem l. an. 9^9. eine neue rebellion erregt, ^Ludovico Trsnsmsririo in Franckreich unterworsten ,grosse suiten wurde gehabt haben, wann nichtin eben diesem jähre, da er über den Rhein letze«ertruncken wäre, (!) worauf Henricus, Ottoms m- AschHertzog in Lothringen wurde, die hinterlassene mn«berti, Gerderga, aber sich mit Ludovico Ir-msmarmo v ^ ^

- - - ^ . Ilv.

p. zoo. 0 69. M-

^5 k?o«raä. k/r/per§. conk. ä. gv-

(c) IVorloarck. chron. sm 921. (ä) /äem sä sn. 922- ss' ^ ss)92;. 929. L'arse,'. lib. II. öt

chron. sä sn. 9)9.

ä. I. lib. IV. c. 14. i z. 16.

Ottonis IVI.

Gsselbertus, ein Benediktiner, siehe GilberMo. ^ ^Giselinus , (Victor) ein IVieäicu8, war zu ;

nem dorfe ohnfern Oste>.«de, in dem Brüggifthen «. z»den, 2z. mertz an. i;4i. gebohren. Er studirte Aiv» ^

te. (s) Diploms sp. in äonst. LeIZic

L äs Dsnrico lluc. p. zoo. (b)

Brügge und ööven, und nachmals in Franckreich, ^hrin den Dumsnior>bu8 sehr zunahm , auch zu P6 cirb'oos r>>-Medicin trieb, bis er wegen innerlicher unruhe ! (ioWwegznbegeben genöthiget wurde. Hierauf hielt rc > ^0«-zeit zu Löven auf, und wurde zu Dole Dossor « ^

worauf er zu Winoxbergen einige jähre practiciret. ^i?9i. gestorben, und hat sich seldsten den tag "ssde seines todes zuvor gesagt. Man hat von Oss goitii E

rium in kruäentium; dloM8 L Lkronologism m ^ . sA- ^rs ; LäsZiorum Lpiromen; Dpistolsm äs hssärsrgvr ^

, elo§. LelZ. in vir. läeä. v« '

Mlseiilus, (Jo.) ein Lutherischer

an^

zu Dljsen im Stift Osnabrück, studirte zu Lemgo ^

tenberg, wurde daselbst an. 160;. MZister, a«'Edie schule nach Lemgo, an. 161z. zum krokeliore»seil berussen, und zum Doclore Iksologise ernenne« , 7^,«1619. nach Straßburg, und ließ sich an. «621. ^ sLroksllionem Vheol. primsrism zu Rinteln anzU»eS^Wwo er viel ausstehen muste, da er hingegen zu ^ ^ei, 5sehr werth gehalten worden. Er hat in den kneg^'^osss,Universität bey 10000. thaler vorgeschossen, undrs8 einige jähre erhalten. An. «6;4. reformirte e« ^Bischoff Gustav das Stift Osnabrück, und wamviel mühe. In Minden wurde er ein «ahr von,gefangen gehalten, hielt sich, da er zu Rinteln ,p,jch

konnte, drey jähr im kloster Lockum auf, Mb ««1659: in dem 8°. jähre auf dem quth Lime, ^ äe „Lemgo begraben. Er schrieb selbst in einem vr«" sch^,16z 9. er sey so arm gewesen, daß er nicht em ^ zcsbezahlen können. Seine schriften sind: Ob- «5 -

mics, Rinteln 1626. in 4. Ilepurgstio Lollegu1624. in 4. Bericht in Westphalen und HolsteM,nem ViT 8slut>8 , Rinteln 1629. in 8 . Dilpurstw

Un-

schuldige Nachrichten, 172°. ?. zyz- . in

Giskra , (Georg) ein berühmter General,

men in der stadt Brandeis von geringen eitern Essxorte es aber durch seine tapferkeit so weit, daß man w" § vor ^erwehlte, die Ungarn, welche Ladislanm koühum A r ^nen König erkennen ivollten , zu paaren zu trem« M«> Ite auch das glück, daß er nicht allein einen an ey> §0« ^von Ungarn unter dessen gehorsam erhielte, ssn^ vh«einigen schlachten über die widrig-gesinnte victorn«che gute dienste ihm die verwittibte Königin, veo -«-^ter, unterschiedliche ftädte in Unaarn und Bom^ysck o-Er ward hierauf an. 1446. nebst ändern zu deAmiMÜ. ,vel-

ricolll. abgeschickt, um in dein nahmen der BoY«EN«^,

Stände anzuhalten, daß er ihnen den jungen^,assen' ^ sochen sie zu ihrem Könige erwehlet hatten, abto>u . s^c-te. Ob «nin wol hierauf eine abschlägige amwv ^^0 j»ward doch dem Giskra erlaubt, mündlich muchen, da er denn unter anderm die gefahr^^ss d««,'

in Ungarn ausgestanden, mit erwehnte. an««'.'^D»König , der damals 6. jähr alt war, zu lack». - herE^dem neben ihm liegenden beute! ein 6. pfenmAV „is

te, und ihn damit beschenckte, welches dkssern^. täE/werth hielte, daß er es in die güldene kette, 1.seinen hals zu tragen psiegte, mit einfassen K--'

den diesen Giskra vor einen vom Adel des g > hsss ^.deis ausgeben wollen , welches aber kemen § ^ vss.« s-

l-r«. cpit. rer. Loh. p. ^04. ft. mild. ftegn. Hob-

0. 200. 80^/r«. äe rel). DiMA. äec. III-Lb-«'''vir. ilhilk. L. II. Hußit. krieg, L- U'

Gisliv, siehe Jslip. . merin i»

Grsors, die Haupt-stadt in der Grafschaft« feilenmandie, liegt an dem kleinen flusse Eple, yell 6>lssris, und führt den titul einer Vicomrs. AEsehen sutkorihv8 wird sie LLloi-rium , OL« , zwl>ss,,F K^rium genennet. Nicht weit von hier, He>l«''sspftD

sors und Trie, hielten Philippus Augustus, u« er , ^nig von Engelland, nachdem SaladM ^ Lhr>^an. 1288. eine Unterredung, und bcschw''«'''/ ^inssch-gelobten lande mit einer armee zu humc.z" ihren'Wahrzeichen dessen richteten sie ein creuy