Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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ten jahrs unter einer bedeckung an die Spanische grentzenbringen / worauf ihm Philippus V. an. 1719. das Gouverne-ment von Navarra/und an. 1721. das von M-Castilien an-vertraute. An. 1724. bestätigte ihn der junge König Ludovt-cns I. in seinen bedienungen , weiches nach dessen baldigemabsterben auch von Philippo v. geschah. An. '7ry.den 2;.april wurde er von Ludovico XV. in den orden des H. Geistsaufgenommen / und begleitete in eben diesem rahre Philip-pum V. nach Badajoz / Porto cli St. Maria und Cazaüa,an. i7;c>. aber nach Sevilien, woselbst er an. 17^. den 16.may das zeitliche gesegnete. Von seiner gemahltn und kin-bern siehe den vorherstehenden geschlechts - artickul /Ml-os.

xeneal.ro. kunil. Iml. x.71. viä. tab. ÄSN. tom.II.

x.z 70. , bist. Äsn. tom. IX. P. 290. , me-

Moires.

*Giudice, (Baptist« äel) zu Finale aus einem vorneh-men geschlecht entsprossen / welches nun noch in Spanien ingrossen ehren fforiret / wie auch zu Neapolis / wo den 7. dec.an. 1647. Franciscus äel Giudice gebohren ward / welcher deni2. febr, an. 1690. von Alexandro VIII. zum Cardinal gemachtworden. Baptist« hingegen machte sich durch seine frömmig-keit unter den Franciscanern so berühmt, daß ihn der PapstPaulus il. den 2z. april an. 1469. zu seinem Bischoffe zu Vinti-Mille ernennte. An. 148;. den 2;. april ward er darauf zu demErtz-Bißthum Amalfi beruffen, welches er aber nur etliche mo-uat behielte / und wieder zurück nach feiner ersten kirche kehrte;und also begnügte er sich mit dem blossen titnl eines Ertz-Bi-schoffs von Patras. Er soll bald darauf zu Rom gestorben seyn.Leander Alberti meldet, daß zu seiner zeit ein gewisser vigloZus,welchen er über die religion geschrieben, sehr berühmt gewesen,woraus zu schließen, daß er durch den druck ist bekannt gemachtworden. Der nemliche rühmet auch Baptist« Evangelischesgespräch von den Jüngern zu Emaus. Andere schreiben ihmnoch über biß Lommentsrios über die Evangelien zu.leicht, orä. kreeä. tom. I.

Givet, ein ort in den Spanischen Niederlanden, welchendie meisten zu der Grafschasst Namur rechnen. Er liegt ander Maas aantz nahe bey der vestung Charlemont. Seit demdie Franzosen an. 1680. sich von diesem letztem ort meister ge-macht, ist Givet von ihnen sortificirt worden. An. 1696. denis. martii bombardirte es der Holländische General Cöhorn mitgutem succeß.

Giula oder Gvula, lat. chü-,, eine veste stadt in der Ober-Ungarischen Grafschasst Bihar, an der Stebenbürgischen gren-tze, wo der fluß Feyerkeres in die see Sarkad fällt. Sie wurdean. i?66. von den Türcken mit accord erobert; als aber die be-satzung ausmarschirt gewesen , ward sie eine weile von der stadtvon den Türcken unvermuthet überfallen, und bis auf wenigeniedergemacht. Der Commendant Ladislaus Keretschin, ob ergleich die vestung aus verrätherey übergeben, ward dennoch mitnach Constantinopel geführet, bey dem Sultan wegen feinerverübten granfamkeit gegen die Türcken angeklaget, und endlichin ein mit scharfen nageln durchschlagenes faß gefpindet, undvon dem höchsten berge herunter geweltzet. Nachgehends wurdediese stadt dem Fürsten von Siebenbürgen verpfändet, und istallezeit mit Türckifcher befatzung beleget gewesen, bis an. 1694.da sie die Kayserlichen erobert; sie liegt 20. weilen von Waradinsüd-undeben so weit von Segedin westwärts. Einigehaltensie vor der Alten Ziridava. stnnal. Larimli. x>. 1554.

inäex ckronvl.

Gtulap, ein fluß in Mesopotamien, siehe Aboras.

Giuliano , oder Zuliano , eine reiche und vornehme fami-lie unter den alten adelichen geschlechtern zu Venedig. Sie hatunterschiedene grosse leuthe hervor gebracht. Unter andern isteiner, nahmens Paulus Giuliano, Doge in Candien gewesen;eben denselben erwehlte man an. 1410- zum krocumtore vonSt. Marco; allein er schlug solche wurde aus. Au ausgangdes XVII. steculi ist von dieser g nitzen familie nicht mehr, alseine einzige manns-person übrig gewesen, /« /io«//.'

chiü. äll üouvern lie Veröle x. ;;8-

* Giunein, ein ort in Arabien, ist wegen der schlackst bekannt,Mlche Mahomed in dem nemlichen jähre daselbst gehalten, daer sich meister von Mecca gemachet, das ist in dem achten jähreder Hegira. Einige nennen ihn nonsim, das ist ein that,wo dre Havvazmier und die Thakisier sich unter der anführungMalet-Ben-Auff, nachdem Mecca übergegangen war, versamm-let haben. Mahomed griff sie daselbst mit 12000. mann an ,und ob seine leuthe schon zuerst zurück getrieben wurden, soerhielt er doch des nemuchen tages einen vollkommenen siegüber sie, und machte eme grosse beute, und zertheilte die-selbe zu Ghiarhana. Daselbst kam alsdann der nunmehr» ge-demüthigte Malek-Ben-Auff, und machte bey Mahomed seineaufwartunq , und ward ein Muselmann, um durch dieses Mit-tel seine frau und kinder wieder zu bekommen. ,

bibl. Orient.

Givry, (Annas von Anglnre, Baron von) war aus demvornehmen geschlecht derer von Estars entsprossen, und sotapfer» daß ihn einige des Königs Henna!. von Franckreichlincken (.gleichwie den Marschaü von Biron desselben rechten)arm gemnnet. Den 20, jan. an. rheuralhete er Margq,

giu gla ^

retham Htirault, des Cantzlers von Chiverny ältesteund eine wittwe des Herrn äs la Val, Marggrastn vo>welcher in der schlacht bey Jvry 15. wunden empmNge ,^,irund einen monat hernach daran gestorben, war. ^ ^ deroandern gemahl war diese Dame noch unglücklicher,^ ^gr->selbe hatte sich in die Printzeßin von Guife, Ludovicagaretham von Lothringen, heftig verliebt, war «umlichen gnaden bey ihr gestanden; da sie aber angelangt ,Unwillen oder eine kaltsinnigkeit gegen ihn Mss. ^ belaS^ward er darüber so verzweifelt, daß er an. i;94- w ^ >Mtorung von Laon sich mit fleiß dergestalt unter die fc>m §daß sie ihm nothwendig, wie auch würcklich erfolge,nehmen musten. Kurtz zuvor hatte er solchen ssemen ^ Mnebst dessen urfach der gedachten Printzeßin in einem flssehr beweglichen schreiben offenbaret. , iec^

Llanä. üb. VII. är /a , not. IrU

ä'Ollat tom. II. p. 140. jit

* Givry , (Petrus) ein Französischer E

Charly au. 1618. gebohren, practicirte anfangs zu Pfg ^eiH,auf zu Noyers und endlich zn Provins. An. 1667-"^ hgriEtractat äes Laux äs krovins ausgehen, und behaupt iil>daß die würckungen der sauerbrunnen nicht von oew EVitriol, wie man geglaubet, sondern von eisen und ^leiten wären. Er fand aber vielen Widerspruch, und ''Misswegen dieses buch in Lateinischer spräche und weck

an das licht, unter dem titul: Lresimm üsiäulsrmnproäittim, fügte die mit ihm gewechselte brieft le>ubey, und wollte seiner meynung so gewiß seyn, daß^ heD.gemachte entdeckungen mit einer göttlichen erleuchl"^^. ocvnen suchte. Er starb an. 1684. L-rMr/ar«^, e .IVicera«, tom. XXIX. . .»,!<>, E

Giussano, (Joh. Peter) war von Mayland gevm ^ Mstudirte die Medicin, verließ aber nachmals dieses Mä.sich der kirche GOttes zu wiedmen. Der heil. Carow ^ ^ pomaus, welcher ihn wegen seiner tugend sehr werth v ^ihm ansehnliche Lsnsksm an, welche er aber aussthuw'gerte sich auch ein Bißthum, so man ihm antrug, iieund lebte einige zeit in gefellschafft der ordenssseutye, ^>i ^hernach aufs land, allwo er auch starb. Einer von >verwandten ließ sein grabmahl an. 1623. erneuern, .jschiedene fachen, und unter anderm das leben St.^ ^den. tüestr. ä'buom. Istter. .

Giuftandil, eine stadt, nebst einem besten Mdh a»>Aseifen, in der Türckischen landschafft Servien, bed "des grossen gedürges, Aoacs ür^utsro, an den » ^

Macedonien, gelegen. ., piel/L^

6108 -LttO^, heißt in der TürckischenMaE^em leser des Alcorans, deren in jeglicher KoniE^

;o. sind, von welchem ein jeder ein capitel aus F

lesen muß. Weil nun selbiger in so viel capitelwird er alle tage einmal durchgelesen. Dieses ^

dem ende, daß die seelen derjenigen, die deswE »mächtnisse gestiftet, wohl ruhen mögen; wannesiv^ ^ jMdachte lefer gemeiniglich bey den begräbnissen deru> »für welche sie bäten. äs l'ümjstrs Ottoma«-

Giustiniani , siehe Iustiniani. .. > ei» sÄ

* Giustiniani, oder Iustiniani,

Francisci, war an. 1569. auf der insnl Corsic«in den Niederlanden unter dem Printz Alexanderdem Marquis Spinöla, und ward in der belagere

de einmal in den fuß, und bald hernach "^äblöstvI ckso gefährlich geschossen, daß er denselben muste ret,Nachdem er eine zeitlang in Frjeßland comma» ^ta' Assnach Venedig, und bekam das Gouvernement vvj^er,^ §ferner das commando inFrianl gegen dieOei'^iS.die er ansehnliche Vortheile erhielt. Allein «n-^am lo. oct. da er zu recognofciren ausgegangen.M bcg, . x,,eSein corper ward auf gemeine kosten zu 'dsscis

und es ward ihm zu ehren eine statue aufgency, ^ (>'Niederländische qeschichte, von der zeit , p^,^,rjebcalanden aufgehalten, in Italiänischer spräche E / M^ec-man solche auch ins Lateinische übersetzt. bw'

Liguli. , scrittori äella LiZuris. M

tom. I. .

* Giustiniani, oder Iustiniani ,(ViAe tiyp nap,^-?.der insul Chio den 27.au«. an. 1519- gebohrm^ ^ yw ^Genua den Domnucaner-orden an , lu welw^^r. or> Mzum General ernennet ward. Er wohnte am. ^ v-dentinischen Lonoiüo bey, da er das tnteresse l ^

wohl in acht nahm. Nach diesem ward er ^ ^

in wichtigen angelegenheiten an DhilchphI. ,'gn. " vaeschicket, und als er sich daselbst auflMc,

Cardinal ernennet. Als er zu Rom wlcdcr au^^^,. ^ He-er zum prsekecto Longfegstionis Inäicis astE ^

clors des ordens von Valombrosa, und aiw ^^b.dienungen gesttzet, und starb endlich den r». ^ ,7-' wEr hat die wercke des St. Thoma von Aa>" . b-bl-zu Rom an. i;?o. auflegen lassen. ^p. 164- - de>n clan,er ti-

Glaber, (Rudolphus) ein Mönch ans warGermain ä'Auxerre, und nachmals zu Clu p