79v gle
gen, und dem Sultan in Egypten nach Alcair zum präsent zu-geführet, daselbst aber mit dienstbarkeit belegt worden. Eshätte ihn aber des Sultans tochter lieb gewonnen, sich auchmit ihm verglichen, daß, woferne er sie heurathen wurde, sieihn nicht allein aus der sclaverey erlösen, sondern auch nebstallem ihrem schätze mit fortziehen wollte. Der Graf hattezwar an seine zurück gelassene gemahlin, eine gebohrne Grä-fin von Käfernburg, gedacht, gleichwol aber, um seine freyheitzu erlangen, die condition angenommen, in, Hoffnung, Päpstli-che dispensation zu erhalten. Hierauf waren sie heimlich zuschiffe gegangen, mit guten winden nach Venedig gesegelt, vondar nach Rom gekommen, allwo sie der Papst dispensirt, undan. 1240. in seine Herrschafft zurück gekehret, da die Saraceninvon seiner gemahlin sehr wohl aufgenommen, und alle dreyzusammen in grosser Vertraulichkeit gelebet hatten. Es ist auchauf dem wüsten schlösse Gleichen ein grosses ploch - bethe zu se-hen, worinnen dieser Graf mit seinen beyden gemahlinnen ge-legen , worvvn die letzte an. 1259. gestorben; nicht wenigersiehet man sein begräbnis auf dem Peters-berge zu Erfurt, daer nebst beyden gemahlinnen auf dem leichen-steine abgebildetist. Einige zweifeln an der gantzen fache, weil bey keinem al-ten Hiüvkivo hiervon Nachricht zu finden. Andere wollen, eshabe sich an. 1196. unter Kayser Heinrich VI. zugetragen; an-dere, daß es mit bewiüigung des Sultans selbst geschehen sey,daß sich also bey diesen verschiedenen umständen schwerlich et-was gewisses wird schliesset! lassen. Mit der Saracenin soller kein kind gehabt haben, aber von seiner andern gemahlinwird angeführet, Sigismund, der wunderliche genannt,oder, wie ihn einige nennen, der Erfurter oder Thüringerteufe!, welcher mit den Erfurtern und Thüringern viel Un-ruhe hatte, so aber nachmals durch Ertz-Bifchoff Werner»zu Mayntz beygelegt worden. Sein fohn war Ludwig VII.welcher wegen seines grossen staats der hoffärtige genennetwird. Dieser stund Landgraf Albrecht dem unartigen, wi-der seine söhne bey, wurde aber an. 1297. von denen von Nort-haufen und von den Grafen zu Weimar in die flucht geschla-gen , daß er sich noch kümmerlich in den Thüringer-wald re-tiriren konnte; er wurde aber an. i; 12. durch Vermittelungdes Grafen von Schwartzburg bey dem jungen Marggrafenvon Missen wieder ausgesöhnet, und starb an. i;i9. Umdiese zeit und unter der regierung Kaysers Rudolphi, ist ei-ner , nahmens Adolph, berühmt gewesen, welcher, da derKayser an. 1290. einen Reichs-tag, zu Erfurt hielt, auf wel-chem die Zerstörung der raub-schlösser beschlossen ward, sol-ches auf befehl des Kaysers mit grossem ernste verrichtete, daer denn auch viele von solchen niedergeworffenen Häusern unddarzu gehörigen dörfern, -»gleichen den Reichs-zoll in Erfurterhielt. Auch gedencket Dnbravins eines Grafen Sigismun«di, welcher in der schlacht bey Nicopoli an. 1)96. die blut-fahne geführet, und nachdem er sich ritterlich gehalten, er-schlagen worden. Ferner wird eines Grafen Heinrichs ge-dacht , welcher mit Landgraf Heinrich in Thüringen vielzwistigkeit hatte, von dem auch an. 12;4. das Gleichischeschloß Wieselbach, weil sich chaselbst allerhand strassen-räuberaufhielten, erobert, und darüber der Graf in die acht erklärtwurde. Es hatte aber Ludwig der hoffärtige 2. söhne, Her-mann, so an. i;2;. ohne erben verstarb, und Heinrich, denmilden, welcher mit den Erfurtern gute nachbarfchafft hielt,auch gegen jederman sehr gütig war, ins besondere ein thor,welches die Grafen in Erfurt zu allen zeiten eigen gehabt,dadurch tag und nacht ungefperrt einzuziehen, um ein gerin-ges erblich abtrat. Dieser Heinrich hat viel kinder hinterlas-sen , die sich hernach in 4. linien, als Gleichen, Cranichfeld ,Rembda und Blanckenhayn getheilet haben, unter denen Her-mann Bischofs zu Cammin worden. Der andere, Sigismun -dus III. folgte ihm in der Graffchafft. Dieser brachte durchVermählung die Herrschafft Tonna an Gleichen. Nach des-sen tode pflantzten seine 2. söhne 2. linien, der altere, Hein-rich , die Gleichische, der jüngere, Ernst aber, die Tonnifche.Heinrich bekam zu feinem antheil Blanckenhayn, und hatte2. söhne, Graf Ernst, von welchem die Ernestinifche linie, auswelcher Erwin an. 1426. dem unglücklichen treffen bey Außigbeywohnte, worinnen die Hußiten einen herrlichen sieg erhal-ten , und vielleicht derjenige ist, dessen in einem Reinhards-brunnischen manual gedacht wird, daß er an. 14)6. von darnach Tours in Franckreich zu begräbnis der heil. Marthe ge-zogen, ferner soll er eme wallfahrt nach Compostell gethan,und durch Spanien und Portugall sich zurück begeben haben.Ernst hat das gefchlecht fortgepflantzet, starb an. 1447. und hin-terließ GrafAdolphen, so auch Herr von Krackendorff genennetwird. Dieser hielt es mit Hertzog Wilhelm zu Weimar wi-der Churfürst Friedrich zu Sachsen, worüber aber sein schloßBlanckenhayn belagert, das Haus Rembda geschleifet, undder flecken Blanckenhayn verbrannt wurde. Ihm folgte seinbruder Hector, Graf zu Gleichen, Herr von Schonen - Borst,welcher zwar 4. kinder erzeugte» Ernst, Gebhard, Hector undJoachimum, so aber alle frühzeitig verstorben. Der drittebruder Ernst setzte das gefchlecht fort, und zeugte mit Marga-retha, Freyn, von Tautenberg, Iohannem I. Dieser vermähltesich mit Hedwig, Freyin von Neusten, und zum andern malmit Anna von Tonna, und hatte zu kindern Elisabeth, Aebtif-sin zu Gernrode, Margareth, Christophs von Plesse gemahlin,Annam Magdalenam, George Schencks von Tautenberg ge.
etrichö
g l e
mahlm, und Iohannem II. welcher mit Catharina,
von Plesse tochter, zeugte Elisabeth, Georg Rudolph , 'i?96. in -er kindheit starb; Ursulam, erstlich Wolsg"Grafen zu Iscnburg, und darnach Graf Ottensgemahlin , und Annam, Graf Wolfgang Ernst 6"gemahlin, mit welchem sich dieser Blanckenhayn-Ernestamm endigte. Graf Ernsts anderer bruder war r-" ^ ^von welchem die Ludwigische linie herstammet. ZM» v ^c--mit Churfürst Friedrich von Sachsen wider seinen vnwi ^tzog Wilhelm, wurde aber an. 1450. von Hertzog AM)»' ^cr>then gefangen. An. 1461. reisete er mit demselbigen Aj-Grastn und Herren zum heiligen grabe nach IeruMk" - ^ne erste gemahlin war Ursula, Gräfin von Schwartzvu's^el-nach ihrem absterben, Catharina von Meldenburg, » Mindereher er zeugte Graf Georgen zu Gleichen, so aber «mhinterließ, und Carln, Grafen zu Blanckenhayn uno^^,erselb. Dieser zeugte mit feiner gemahlin Felicitas, w Agio»Gräfin zu Beichlingen, Christophorum, Adolphum, . ,
mundum, Catharinam, Aebtißin zu Vreden, sicherGrafen zu Gleichen , Blanckenhayn und EbersteM,mit Magdalena, Bnrggräfin zu Dona, gezeuget Ann">dalenam, Gras Jobsts zu Hvya gemahlin, mw-AidMtham, Graf Gebhards zu Mannsfeld gemahlim um> 2 MGraf zu Gleichen-Blanckenhayn, welcher mit ME»?Neusten zeugte Christophorum, so in der kindheit stm»' Mkckwig, so mit Anna, Burggräfin von Kirchberg / fi» „iah",zeugte; Wolfgang Sigismund, welcher von semee»Dorothea, Gräfin von Mannsfeld, nur einen söhn ' 5 AGraf Gebhard, welcher zu Jena studirte, und an- Aätor MLgniüLentlllimu 5 wurde , aber frühzeitig ", gzitilias".ben starb, und Carl, Grafen zu Gleichen, Herrn zuhayn, Cranichfeld und Rembda, welcher zur ersten s
hatte Walpurgin, Fürstin zu Henneberg, so an.
zur andern Felicitas, Graf Georgens zu Hohenloy^ Mtc»welche an. 1601. verstarb. Von diesen 2. gemahlume''Catharinam, Graf Johann Albrechts zu Mannsfeld LAMagdalenam, vermählte Gräfin vonHardeck; WE'^nonißin zu Gandersheim; Wilhelm, so in der kmdvc Aund Volrath, welcher an. 1974. Hsäkor NsgmücsncJena war. Dieser hatte zur gemahlin Dorotheam,^ AMlivps zu Hanau tochter, die ihm gebahr, Dorothea'nam, Graf Georgens zu Mörsberg gemahlin; nnr^bstEWilhelm, mit welchem dieser Blanckenhaynisthe n>e>ADie andere ftamm-linie ward die Gleichen-TonnE^^e. ^vonGrafErnst, Sigismundi III. anderm söhne absta> ^ , 4 ^wird selbiger der streitbare genannt, wohnte auw gE.der unglücklichen schlacht bey Außig bey. ErMc tzhBflinnen ; die erste war Anna, eine Gräfin vondie andere Margaretha , Gräfin zu Henneberg, m» -. ^ »7.
zeugte, Agnes, so mit einem Herm zu Querfurtverw„,E,
Annam, Brunonis zu Querfurt gemahlin, und ^
Dieser setzte das gefchlecht fort, und lebte erstlich m^MS».Agnes von Querfurt, heurathete hernach Grafstl^,sSchwartzburg tochter, Catharinam, und zeugte.Margaretham, Wilhelm, Ernst und Sigismund» ^
Ernst hielt es an. 1447. in dem damaligen kriege zw» V §fürst Friedrich und Hertzog Wilhelm mit demCburw^sSiegmund aber mit Hertzog Wilhelm. Slglsm»'.^seiner jugend den ftudien ob, besuchte die Unw,,kalter zu ^und Straßburg, und ward Churfürstiicher Staimhrte-^^bürg, welches amt er auch mit grossem vergnüge -' ^
hatte mit seiner gemahlin Elisabeth,Graf LudMg^AhMtochter, Annam, fo an Herrn Schencken zu gute»wählet; Margaretham, Dorotheam, Ermh em ^ ^
baten, der an. 1577. ohne erben verstarb; SegA»'!»-> ^verstarb, und Iohannem, fo an. »»-hge
ction starb. Der älteste söhn war Philipp / Uch, verm?schlecht fortpflantzte. Er war an. 1480. geoov^r,sich mit Margaretha, Ernesti von Schonbura tWxjstoPy^fi-i;;;. und hinterlteßGeorgen,von dem hernach; A^chaiN' Ahwelcher Lanonicus zu Straßburg war; Mars f I»ha» g zustophs von Blesse gemahlin; Catharinam, ^brechts zu Mannsfeld gemahlin; Agnes , Grat soMannsfeld gemahlin; Martham und Dorothea ^7.kindheit gestorben. Georgius aber, gebohren am tt-erfänglich ein Capitular zu Cöln am Rhein-strom^ auEchd'^lichkeit ab, und wurde Lutherisch, weshalben w» ^fM;;r.sich die lehn gesperret war; erhielt aber feine lanv,.^W. ^Lutherische reliaion am ersten in stinerGrafMa»vermählte er sich mit Elisabeth, Dietrichs von M pyrgM ^ st
che an. 1596. verstarb. Hieraufheurathe eer Mch
Friedrichs vonSpiegelberg undPyrmont tochter, ^auch obbemeldte beyde Graffchafften erhielt,den» ^ sie d»Biickioff von tNndi>i-boi-n in ansprach nahmsto^m ^ ^ »t
Sewafii^o^^h^ornin äffchruch nahm,io w...- ^
54- fiept, an eichen gebracht Er starb zu To»»
der mgeiw, <üiö S-gInw»7 ehe hatte er WoOMzuAkolffn in dei- 6t><^^?nnd, der an. I< 78 . als ein braut'»Heinrichs zu ZZKafft Waldeck verstarb; G-Met5Az. >an Graf Günchern m ^?5blin; und Margarets so amsn Krrchberg vermäm-, darnach an BurggrafV ^ er
Graf Philipp Ernst ^ m^r. Aus der andern ehe b gHohenlohe tochttr/veE,^!! dlmia Agnes, GrafLSolMg
^ r/vermgh/et war; GrafGeorgen,mkl«M/ ^