Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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Ungarn Wohl verhallen, ausser dem ehestandeverstarb; und Johann Ludwig, weicher alle seinede fsv ohne erben starben, überlebte, und die gesamte lan-den , Dieser wollte sich anfänglich in Palästinam bege-che,M'etl es ihm aber widerrathen wurde, zog er allein Grie-»iäkn 0 ' Epirum, Illyricum, Italien und Ungarn durch, ver-bvhx'7 Ach bey seiner rückkunft mit Erdmuth Julian«, ge-tzen är, ^afin zu Hohenstein, endete als der letzte den gan-M^'Mischen stamm, und starb den n. jan. an. iü;i. Esdie dn ^ die Gleichischen lande sehr vertheilt worden, weilGrafen viel erb-verträge gemacht, die übrigenhen « oer ihren Lehns-Herren heimfielen. Das schloß Glei-lchx»"^st der Herrschafft Blanckenhayn, dem dorfe Wanders-hliß,!/ dem grosen see bey Gleichen, dem grossen renn-berge, 14.den, x^"des zu Rinckhoffen, dem Gerichte zu Hochheim, undrs,/Itten pftnnig am Stabs-Gerichte daselbst, wurden an.tzischü ,d.u Churfürst Anselmo Casimiro zu Mayntz, als Mayn-d«» setzen, an Graf Melchior und seinen bruder Hermann!>s „.^dfeld verliehen. Diese, weil sie vorgaben, als warenHerr/I der unmittelbaren Grafschaffl Gleichen und den freyenfften Blanckenhayn und Unter - Cranichfeld belieben,« nch auf den Reichs-tägen zu Negenspurg an. 1641.si»i>„,^ 4 . in dem Gräflich - Wetterauischen Lollegio sitz und^ an, worwider aber das Fürstliche gesamte Hausweil nur einzelne stücke dem Lehn-Hofe

-- -- übrigen die Grafen von Gleichen je-

Mds./re Sächsische Hoheit erkannt, auch als SächsischeMst^ien angesehen, und von Sachsen eximirt worden, ja^ ^^-^uöge des Leipziger-recesses die Mayntzische lehn un-Olif^chlrscher Hoheit stünden. Ohngeachtet dessen, hat man^Mayntzische Veranlassung, die Grafen von Hatzfeldh VMdtteramschen Grafen-banck admittwet, jedoch mit vor-N.Ich Sächsischen territorial-und exemtions-rechts. Es ste-U diese fache bey dem Cammer-Gericht auf dem spruch,»e >„.?nen Chur-Sachsen die sctus der Hoheit sequestriret, und

die Kreis-Hauptmannschafft in Thüringen und dasU zu Tennstätt commißions-weise versehen lässet. Or-. den darzu gehörigen 5. dorfschafften bekamen dieNie, ,."vn Hohenlohe, Neustädtischer und LangenbergischerMI'uo wurden damit von dem Hause Sachsen belehnet.M, U Heffen-Cassel, wegen des secularifirten Stifts Hirsch-^dr„Lauf prätendirte, erhielt selbiges einige erb-zinse imLV Mn, sonderlich zu Pfertingsleden. Blanckenhayn er-theil die Grafen zu Mörseberg aus dem HauseN dv^.Die Unter-Herrschafft Cranichfeld kam an die Gm-vtstr -^1 °^leberg und Grafen zu Hohenlohe, 4. Gleichlsche"" die Grafen zu Schwartzburg, das stadtletn

« Mn die Grafen zu Schwartzburg , oas naouemK 5 Hertzog Friedrich Wilhelm zu Altenburg heim, soMx'der Universität Jena verehret wurde. Dre Herr-L'hreMa behielt die Gräfliche wittwe, Erdmuth Iuliana,Mb!,- gedinge, so aber jetzo dem Haust Gotha zugehoret.

wollige, >0 aber jetzo oem ^au,e rsvryaund Pyrmont erhielten die Grafen von Waldeck.

sI- tkestr. 8sx- k. I. c. 16. stemm. Oerm.

A'ciste vp. Heralä. Ich. II. L.gr. Nerckwurdige ge-

der

lib. ll. o. zr.

nstg Her Landgrafschafft Thüringen, c. 2». x. 2z 8.^tinhvMn-saal, p. 244. Europ. Herold, x. 4N- 614.Lst>se,Mk Ausführung, warum das Fürstliche Hausis» ln M reaffumtion der vorlängst geendigten, aber vonk- Gleichischen exemptions - fache nicht gehalten,

eine adeliche familie, welche in dem Sachstn-Go-M dep.^ Mther Tannrode und Ingersleben besitzet, undtr?WaaVer-erwehnten Gräflichen geschlecht von uralten^.^dgestamniet seyn. Curt von Gleichen zu Tannro-E? ejji Wleben florirte zu ausgang des X V. lüculi, ,undÄ^ris^'t>atter Asmi, dessen söhn, Hans Wolf, surstl.^LrtK^^and-Rath,;. söhne nach sich gelassen, von wel-Wilhelm ein groß-vatter Hans Wilhelms zu^ sn i^n, der an. 1662. gelebt. es/L-a

^^^ld^Ettstein, ein berg-schloß und Herrschafft auf demE kqchx Das schloß ist ehemals eine der besten vestuagentr K dxZM gewesen, dazu eine besondere Grafschaffl gehöret,Eff m, U> ende des XIII. L-wli abgestorben, da der letz-M Dtsien diese seine Grafschafft an Gerhardum ll.VI schlyaU,Mayntz verkauft. In demlahrigen kriegeR^T??lchenstein bald von den Kaystrltchen bald voni' ."ederq^u besetzt gehalten worden, welche letztere es md-k>. rAn- schaust), denckwurd. geschichte,

ßlei^ge A Glitzderq, ein nahe bey Jena auf einem ho-srh.,M sich j./^nes wüstes schloß, wobey das Wasser Gliffa oderHkv He fa,",dle Saal ergiesset. Es hatte vormals eine an,Hitul We davon den nahmen, welche anfangs denVAter^^' wie denn in solcher qualitat Erich an.

^ ststbi-n a und Gotthard zu Braunschweig auf demHv /layMeaeu. „^cyqehends aber in den Reichs - Grafli-

wurde. Hildebradus, oder Hildebrecht,M»^Aaum^Hoffzu Zeitz, und verlegte seinen sitz von^Wech^durg. Kurtz hierauf, nenmch an. ro;6. sollWalkher, der an. rs-;. oder rozi, m Er-

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fürt das kloster zu St. Jacob oder znm Schotten gestifteterloschen, und dessen guther durch Heurath an Ebertum , Grafen zu Osteroda, nachgehends aber auf gleiche weise an dieHerren und Grafen von Reussen gelanget seyn, welche sichbald Vögte, bald Grafen zu Gleißberg genenuet haben. An.rc>7;. stund Hermann in des Kaystrs Henrici IV. dünsten, undbesochte dey Negelstädt einen vollkommenen sieg wider Rudol,phum aus Schwaben. An. 1268. lebte Heinrich Voigt zuGlißberg, und stiftete nebst seinen 2. söhnen das Jungfer-klo-ster zu Capellenborf. In dem XV. stk-culo gelangte diese Graf-fchafft an die Landgrafen in Thüringen, und von selbigen an.142-. gegen erlegung 4000. Rheinischer gülden an den Chur-fürsten zu Sachsen, Fridericum II. worauf sie an. 1450. vonWilhelm» III. Hertzoge zu Sachsen, denen von Vitzdum zuApolda und Christian Witzleben in lehen gegeben ward, mitder bedingung, daß sie das seit an. 1290. zerstörte schloß wie-derum ausbauen, und ihm wider seinen bruder, den obgedach-ten Churfürsten, beystehen sollten. Nachdem aber diese brüdersich mit einander gesetzet, und die von Vitzdum Apoldischer li-nie, an. 14;;. sowol Thüringen als Meisten verliessen, kam esdahin, daß man das gedachte schloß gäntzlich zerstörte und einAmt daraus machte, welches an. 1485. dem Amt Jena ein-verleibet worden. stammb. des Hauses Sachsen, p. 276.Spangenbergs Mannsf. chron. c. 192.19;. Lucä Grafen-saal, P. 970- geogr. ^en. p. 2;2.

Gleifpach, eine Gräfliche familie in der Steyermarck, fovon Rudolpho, der um das jähr 1209. gelebet, hergeführetwird, und unterschiedliche hervor gebracht hat, welche ihretapferkeit wider den Türcken sehen lassen. An. i6;c>. warSiegmund Friedrich Kayftrl. Kriegs-Rath, und erhielt denFreyherrlichen titul, welchen nachgehends Kayser Leopoldus I.mit dem Gräflichen verwechselte. An. 170;. waren GeorgFriedrich und Maximilian Ernst Kayserliche Cammer - Herren,stemm. k. III. x. 56.

* Glems, ein flüßlein in dem Hertzogthum Würtemberg, fozwischen Stuttgard und Leonberg in dem sogenannten Pfeffer-wald entspringet, hernach bey dem städtlein Leonberg, undweiter hin bey dem städtlein Grünlingen vorbey , und endlichbey dem dorf Unterkirchingen in die Entz fließt. Dieses flüß-lein war vor zeiten die grentz-scheidung zwischen der Costnitzerund Spevrer vimces. Von demselben hat das Glemsgaufeinen nahmen , worinn ausser den vorgemeldten städtleinauch verschiedene schöne dörfer liegen. Es ist auch ein Wür-tembergisches dörflein dieses nahmens, in dem Auracher-Amt,so aber dieses flüßlein nichts angehet. , annal. 8uov.

k. III. lib. XII. c. ;2. Äem'weeF. manulcrixtg.

(Dien, (Balduinus von) ein Lanonicus ftegularis desAugu»stiner-ordens vonArras, war von Hennin-Lictart in der vios-ces von Arras an. I? 62. nach dem tvde feines Vetters Frän-kisch von Glen, Abt, und starb im dec. an. 1594. Verschiedeneautbore8 reden viel gutes von seiner frömmigkeit und von sei?nem herrlichen verstände. Er hat die Ilistoriam Lbbarum L«-nobü HsnnlLcsnsi8; Nonarcliiam L 8eriem stegum Hispünissund Oelineatiouem Lelgicsrum krovinciarum geschrieben. >k«-bikl. Lel§. Lall. Lbrist.

(Dlendover, oder Glendowr, eigentlich Glvn-Dwr,(Owen) das Haupt einer in dem Fürstenthum Wales zu ansangdes XV. üLLuii entstandenen rcbellion. Weder fein vermögen,noch seine anverwandten, waren so beschaffen, daß er in seinemvatterlande vor andern einen sonderlichen vorzug verdient hätte.Nichts destoweniger, da seine lands-leuthe sich vornahm n, ih-re alte freyhett wieder zu erlangen, und das Engellandischeloch abzuschütteln, erwehlten sie ihn zu ihrem Fürsten und Ge-neral , weil er ein sehr tapferer und kühner Edelmann war,auch wider den damaligen König von Engelland, Henricum IV.eine desto grössere feindschafft trug, weil derselbe seinen ehemali-gen Herrn, Richardum II. von dem thron geflossen hatte. Dererste ansang des durch ihn erregten tumults ward an. 1400.wider Reginaldum, Lord Gray von Ruthen, gemacht. Dennweil derselbe ein stück landes, so Glendover eine zeitlang beses-sen , durch rechtlichen aussprnch erhalten, so griff dieser jenesgüther und Unterthanen mit feuer und schwerdt an, und bekamihn endlich selbst in seine gemalt, Wiewol nun der Lord Gray sichnachmals zu einer Heurath mit seines uberwinders tochter be-quemte, so muste er doch dessen ungeachtet sein leben in der gefan-aenschafft beschließen. Die von Wales wurden durch den er-sten sieg so kühn gemacht, daß sie bald darauf einen einfallin Herefordshire thaten, und in derselben provintz sehr übelhauseten. Dieses bewog Edmundum Mortimer, Graf vonMarch, von den benachbarten Edelleuthen und deren Untertha-nen, so viel er nur konnte, zusammen zu bringen, und mit denWälschen ein treffen zu wagen. Es war dasselbe sehr hitzigund zweifelhafft, endlich aber, durch Glendovers muth undklugheit, vor seine partey glücklich. Der Graf von Marchfiel selbst in der feinde Hände, welche chn mrt schweren festsein belegten, und in ein sch/imm gefangms warfen, auchsonst dieser victorie aufeine sehr barbarische art, und insonder-heit mit jämmerlicher Verwüstung aller westlichen gegendenan dem fluß Severn, mißbrauchten. Der Konig Henricus IV.marschirte endlich an. 1401. mit einer armee wider diese «bel-len ; allein sie zogen sich bey Suowdon - Hils, in Caernarvans-

hire,