Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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BaÄ', sicher durch seiner gemahlin Jsabella grausamkeitCastle ermordet wurde. Daß Glocester zur zeitlrtdgr',"Mer ein Bischöfflicher sitz müsse gewesen seyn, erhel-l»ch^"'b' weil in den synodal-acten der damaligen alten zeiten!>>ll h°,!!^^pilL0pi L1evienii8 Meldung findet,welcher beynahme«näü^ort Llsv-cl überein kommt, welches der alteBritaittii-4e„dAe dieses orts ist. Solcher Bischöffliche sitz ist durch dieMhg^^Sachsenruiniret worden,und die einwohnerdieserx venChristlichen glauben unter der authorität und re-Uier Ä,oer Bischöffe von Lichfield, und hernach derer vonWor-? vkt ?^uuen. Unter Henrici VIII. regierung wurde die«"»Unj°"bemeldter viWLL8 abgerissen, und von dem besag-^ iu einem eigenen Bischösslichen sitz gemacht, auch

tln Capitul von einem ÜeLano und 6. krLbenäsriis

«und denselbigen zu ihrem unterhalt die meistenN»nit, "Men klöstern gehörige güther und ländereyen einge-N, ^ vlw'Le8 begreift allein die Grafschafft Glocester in?>ibar° «Mn 267. kirch-spiele sich befinden, unter welchen 125.

habenden sind.Sie hat nur einen einzigen LrcKiäiLco-?er,h'^Mer sich auch von Glocester nennet. Ausser dempbei, °^Eer die ehre hat, ein Bischöfflicher sitz zu seyn,t Echen Personen aus der Königlichen familie den Her-MUl davon geführet. cksscrixt. Lri-

^Eia^E^b^ire, lat. Oloceürienll8 Lomitstus, ist eine weit-wnde gelegene Grafschafft von Engelland, welche ge-7» Grafschafft Worcester und Warwick, gegen ssr-

M ive^ersetshire, gegen osten Oxford und Wiltshire, ge,7>li aber den flußWye und Herefordshire hat, so, daßM 'a»ge von norden gegen süden 48. und in der breiteMt k," Legen Westen 28. Meilen austrägt. Die gantze Graf-Ule tn ;o. hundreds eingetheilet, worinnen 280. kirch-Unier marck-flecken sind, deren einwohner zur zeit derNurds» denen in der Grafschafft Oxford vobuni genen-k, »vn 2 ur zeit der Heptarchie war diese Grafschafft einNieste», -^lercia, gleichwie sie anjetzo gantz die 0i<Los8 von

?hl v^Mmacht. Sie ist durch und durch mit wassevlivrk- "' denn ausser der Saverne, welche dadurchLegen süden zu fließt, sind hier auch noch fvl-der Nord-und Süd-Avon Wye, Windrusch, Col-zA, ,„..,'5' Stroud, Frome und andere geringe strömeN ftzh°/lche durchgeheüds sehr fisch-rcich sind. Insonder-L,s» q^.dle Saverne viel lachst bey sich. All hier ist auch»See LWte vesn-kor-st zwischen der Saverne und Wye,vi«?' ^ auf ;o. meilen lang und io. breit gerechnet

IO >veqg^p aber schon ein gut theil durch die eisen - häm-MvlWvmmen worden. Desgleichen sind auch hier die„z 'He dxss'U? oder Hügel, die wegen der wolle berühmt sind,»e>, schort lchaafen, die darauf in grosser menge weyden,h,Ä>n s„.M>rd. Gleichwie die luft in diesen landen an-hAtda", 7, Üblich ist, also ist der boden unvergleichlichbr'in«. t er denn nicht allein viel getreyde und grasMd , sondern auch alle andere gegenden von En«GÜ^riin,^ Me und menge der bäum-fruchte übertrift.wachsen hier von sich selbst sehr viel birn - undwovon überaus viel birn-und äpfel-wein ge-lix? nicht flössen man noch mehr verfertigen könnte, wo-"lveilen eine gewisse art vögel in grosser menge

V eiy/?> Dieselben sind etwas grösser als sperlinge, unditzv^i^nabel, der zu ende creutz-weis über einander

V? zectb°i> ^ die äpfel durchbeissen, und selbigen in 2.

, jedoch nichts mehr, als den kern darausleiste also mehr verderben, als fressen. Sie pflegen

V werden ^ M kommen, wann die äpfel ansangen

^ Daß allhier vor zeiten sehr viel Weinberge?!»,, »ls styn, solches bekrafftigen diejenigen örter, dieS, ^svriss^Wn tag die Weinberge genennet werden, wieM ein sehr erhabener ort nahe bey Glocester//Lm der alten archiven, einige städte in dieserM c°?/ssel,e>, "V mit einer ziemlichen quantität von renten-Allein in.den nächst-folgenden letzter« zeitenUnd eingegangen, theils, weil man weit bessernp A, tkkj,s wel wohlfeiler von jenseit der see allhier ha-»auch, weil die andern geträncke dieses landestaha^lvelt dienlicher sind. Ferner wuchs auch all-^Sepflaüüä^^wohl, dessen sehr vielumWinchcomb

erwa,-^"pt>e, wodurch ihrer viel sich ein grosses>k>^ ei« Doch auch dessen pflantzung ist nach-

A»d^jPc,rlem?»!s' oder noch genauer zureden, gard>e K°^P^Ms-acte verboten worden. Gleichwie En-

. vervvren wvrocn.

> -una?Em eich-bäume in der welt ha ,wa^ylindem

also find die besten Engeüandssch Ha-ss^ anzutreffen, die eme

^ M^^°cken find. daß man sagt, ste «ü-

E ^ erstn. Die metaüe belangend,1b merckwür-

H desgleichen auch stahl. Unttc ande n

diese Grafschafft austern

derum auf den hugeln ste. rne^am^ eben be^ nestan f von

dieses nahmens haben; und werden, s

^tweder für zu stein geworvene, und dauf solche höhen getriebene, oder für au0

M^Men gleicher Massen gestalteten saamen, eben

///. Theil.

wie die pflantzen der erde, gewachsene steine, oder endlich,wiewvl das letzte ohne einige Wahrscheinlichkeit, für ein blos-ses spiel der natur gehalten. Was die manufacturen betrift,so machet man hier so tresiich wä, als irgendwo in Engel-land, sowol in ansehung der qualitat, als der färbe. Denngleichwie allhier die beste wolle auf den Cotwold-Hills fällt,also hat man auch hierselbst ein vortreflich Wasser, womitman die tücher färbet, nemlich in dem fiusse Arowd. Diestädte sind folgende: die stadt Glocester, wovon die gantzeGrafschafft ihren nahmen bekommen, so dann Barkley, Blak-ney, Bristol, Celtenham, Chipping-Campden, Chipping - Sod-bury, Cirencester, Colford, Creat-Dean, Durfley, Fairford,Hartem, Horwood, Lechtlade, Marchfield, Minching-Ham-pton, Newent, Newnham, Nortleach, Stanley, Storp,Stroud, Tetbury, Tewksbury, Thonbury, Wickwar, Dinchrcomb und Wotton. Unter diesen haben Glocester,Cirencester undTewksbury das Privilegium, ausser den Rittern von der Grafsschafft, von jeglichem orte 2. glieder ins Parlement zu schicken.Es wird auch oft Bristol zu Sommersetshire gerechnet, wiewolsonsten diese stadt für sich allein eine Grafschafft ausmachet.Die allhier gewesene klöster, die Henricus VIII. den Mönchen gesraubet, sind Glocester, Cirencester, Tewksbury, Deorhirst,Minchmg-Barkiey, Kingswood, Winchcomb und Haies, eam-

«!e»r Rrit»niüg. *

Glöß, eine Freyherrliche familie in Tyrol, welche von demauf dem Nonsberge gelegenen marck-flecken Glöß den nahmenhat. Wilhelm ist an. n6;. zu Zürich, und Reinhard an.i;y2. zu Schaffhausen auf dem turnier gewesen. Zinaelinwird in einem zwischen GrafAlbrechten aus Tyrol undBischoffConraden zu Trient geschlossenen contract als zeuge angeführt.Bernhard war Bischofs zu Trient, Cardinal, Läminillmroedes Stifts Brixen, und Kaysers Ferdinand! I. geheimerRath. Er starb an. 15 zy. nachdem er das Erb - Cämmerer-amt in Tyrol auf sein geschlecht gebracht hatte. Brandts,Tyr. ehren-kr.

(Zlogau, (Groß«) lat. 6Iog,ovia Nsiar, ein grosses Für«stenthum in Nieder-Schlesien, liegt an der Oder und stößt anPolen, das Fürstenthum Crossen, Saga», Iauer, Liegnitzund Wohlan, hat einen ansehnlichen und zahlreichen Adel,und wird in 6. kreise abgetheilt: den Glogauischen, Freystäd-tischen, Guhrinischen, Sprottauischen, Grünberger undSchwidusischen. Die Haupt-stadt ist Groß - Glogau, eine derbesten und grösten städte in gantz Schlesien, so zum unterscheiddes städlleins Glogau im Oppelischen Fürstenthum gelegen,Grvß-Glogau genennet wird. Curäus halt sie für des Ptole-mäi Lugläunum, und vermeynet, daß aus den alten zerfalle-nen gebäuden und gemauer der stadt Lugidun die stadt Glogauaufs neue erbauet worden sey. Der jetzige nähme ist Wen-disch , und bedeutet so viel als einen dorn-busch. Es ist diesestadt anfänglich jenseit der Oder nach norden gelegen gewe-.sen, Hertzog Bvieslaus Lriipu8 aber hat sie an diesen ort ge-fetzt. Es soll der Dom ums jähr 1120. seyn gestiftet worden,und zwar anfänglich an dem orte, da man hernach das Domi-nicaner-kloster erbaut; Hertzog Conradus zu Glogau aber hatum das jähr 1260. diesen ort zu einer stadt gemacht, Teutschedarein beruffen, und der stadt das Teutsche recht gegeben, auchdas schloß allhier erbaut, und besagten Dom aus der stadt aufdas Werder an der Oder, wo er noch stehet, versetzt. Die ge-gend da herum ist sehr fruchtbar, und befleißiget man sich da-selbst der vieh-zucht. Ausser dem Dom sind daselbst die Pfarr-kirche- daran ein hoher und sehr dicker thurm, ein Iungftauen-einFranciscaner-und ein Dominicaner-kloster, und vor derstadt eine Lutherische kirche, so im Westfälischen frieden an.1648. zu bauen erlaubt und privilegirt worden. Es ist auchdaselbst ein schloß, worauf die alten Hertzoge von Glogau ehe-mals zu residiren pflegten, mit einem grossen thurm, worin-nen Hertzog Johannes einsten einige Rathsherren verhun-gern lassen. Anjetzo ist es gar wohl erbaut, und weil es aufeiner höhe liegt, hat es einen schonen prospect. Der Königli-che bevollmächtigte Lands-Hauptmann, so dieses Fürstenthumregiert, hat allhier seine residentz. Es hat dieselbe sonsten ihreeigene Hertzoge gehabt, welche aus dem alten Königlich-Piastj,sehen geschlechte hergestammet, und Hertzog Heinrichs mildembart, (.der an. 1201. ein Herr über gantz Schlesien war, undstets zu Glogau Hof gehalten hatte) nachkommen gewesen, siesind aber an. 1476. abgestorben, und ist dieses Fürstenthuman die Cron Böhmen gekommen. Sonsten hat die stadt vielgefährliche feuers-brunste erfahren, auch im dreißigjährigenkriege viel ausstehen müssen. Sie ist von den ältesten zeitenan bevestiget worden, und war vor dem dreißigjährigen kriegemit doppelten maurm und gräben versehen. Damals aber,und auch hernach ist sie mit bastionen auf jetzige art wohl be-vestigt worden, und ist daselbst ein Kayftrlicher Commendant,so zugleich commandirender General in Schlesien ist, nm ei-ner ziemlich starcken besatznng. koion. c?u^§,

snn. 8iiellL. K/tzAr. Hucä Schles» chron.

renov-rtug, o. 7. H. 46.

Gloaau, (Rlein-) ist eine in dem Schleichen Fürsten-thum Oppeln gelegene, und den Grafen von Oppersdorff ge-hörige kleine stadt. ^ ^

(ßloiach , eine adeliche und Freyherrlrche familie in derSteyermarck, von welcher Sie^mund an. nü;. dem turmcr m