Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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Zürich beygewohnt. An. 1496. lebte Georg, und um die mittedes XVII. ßecuii Johann Ruprecht, Freyherr von Gloiach,welcher söhne hinterlassen. üsmm. k. III.

Glomacia, siehe Delmanz.

* Glommatz-Brunn, jetzo poltzschner-see genannt, ist einVerufftner brunn in der Marggrafschafft Meissen, ungefehr ei-ne stunde von Lommatzsch, und anderthalbe stunde von der El-be, unweit des dorfes Poltzschen. Zu diesem ist in dem fin-stern Heydenthum eine grosse wallfahrt gehalten worden, welcheauch nachgehends in den Christlichen zelten noch eine zeitlanggewähret hat. Die Sorben opferten da ihren göttern, undhatten daselbst ihre Onula von zukünftigen dingen. Unter an-derm erkundigten sie sich hier, was künftig vor ein jähr fol-gen werde? Sollte das jähr fruchtbar werden, so schwummeder brunn oder pful voll eicheln, körn, waitzen und gersten.Sollte krieg folgen, so verwandelte sich das wasser in blut.Sollte aber pest und sterben kommen, so schwumme lauterasche empor. Henricus Luceps soll an. 917. den Christlichenglauben in diese gcgend gebracht , und die wallfahrt zumGlommatz-Brunn untersaget haben. Unschuldige Nach-richt. 17". x. 17z. lgg.

(Floriert, (Cäsar) geheimer LecretZn'ns verschiedenerPäpste, lebte im XVI. Lculo, und war Joh. Glorieri, derauch gekehrt war, vatter. pin. III. c. 14.

(FloriosUS, (Joh. Camillus) ein kbiloloxkus UNd Mtbe-matiLus, war zu Neapolis an. 1572. gebohren, und erwarbsich durch seine wissenschafft eine grosse reputation, vornemlichauf den Universitäten, auf welchen er docirte, als zu Padua.Er starb den 8. jan. an. 164;. Man hat von ihm LxerLimüo-nes Alstkem-lticss; OillerriUionem Mronomis-un; kk^licsinrle Lometis, <Lc. lik'do»»«/?«, elog. x. 2. elog. ci'üuom.

Istter. x. 2.

(Floß, ein Cardinal, siehe Clestus.

* Glück , (Ernst) ein Probst in der Liesiändischen und andem Poip - see gelegenen stadt Marienburg. Dieser hatte Ca-tharinam, welche nachgehends eine gemahlin Petri I. und Rus-sische Kayserin worden ist, als eine wayse an kindeS - statt auf-genommen , und ließ sie mit seinen eigenen kindern auferziehen.Als an. 1702. gedachte stadt von den Russen berennet und auf-gefordert worden, und der in derselben commandirende Ma,jor sahe, daß er den ort nicht wurde behaupten können: fasteteer den verzweifelten entschluß, sich und die besatzung samt demschloß in die luft zu sprengen, welches er auch bewerckstelligte.Glück hatte sich mit seiner familie und einigen andern Personenden tag vorher zu dem Commendanten auf das schloß begeben.Dieser letztere rieche ihm, sich mit den übrigen einwohnernden Russen freywillig zu ergeben. Der Probst säumete nichtlange, und vermahnete seine pfarr-kinder, ihm zu folgen, undihr leben zu retten. Er nahm hierauf die in der Rußischen kir-che gebräuchliche Sclavonische Bibel, welcher spräche er voll-kommen mächtig war, unter den arm, ließ feine familie, dar-unter auch Catharina war, nebst den einwohnern sich nach-folgen , und gieng gerade auf das zelt des Rußischen Generalszu, bäte um gnade, und versicherte ihn, nebst Überreichungder Sclavonischen Bibel, daß, gleichwie er bisher mit Über-setzungen aus solcher spräche sich schon bekannt gemacht, erauch ins künftige dem Czaar und feinen Unterthanen damit nochgute dienste leisten könnte. Darauf wurde ihm leben und un-terhalt versprochen, er auch mit seinem gantzen Haussen nachMoscau gebracht, ausser der Catharina, deren geschichte anfeinem ort zu sehen. Verändertes Rußland, dritter theil.Andere melden, daß obgemeldtes bey derän. 1704. geschehenenÜbergabe von Narva geschehen. Glück soll hierauf in Rußlandeine öffentliche schule gehalten, und die gantze Bibel, Luthe-ri Catechismum, ein gebät-buch, eine Grammatik, LamenuOrbem xlckum und ^aiwsni in die Rußische spräche übersetzt ha-ben, und an. 1706, gestorben seyn. Gelehrten-Lexicon.

Glücksburg, eine stadt und schloß in dem HertzogthumSchleßwig, in Angeln, nahe bey Flenßburg gelegen, war vordiesem ein kloster, und wurde Ruhe-Rloster, Xus üsZium,genennet; anjetzo aber residirt daselbst ein apanagirter Her-tzog von Schleßwig-Holstein aus der Königlichen linie, so da-her die Glucksburgssche genannt wird, davon unter dem arti-ckul Holstein. ropoxrrixli. des Nieder-Sächsischen

kreises, p. -9- Europ. Herold, k. I. x. §20. DanckwerthsSchlesw. und Holst. e. n. <-. 7. p. ^2.

Glücksburg, ein .lust-und jagd-schloß in dem SächsischenChur-kreise in der Serbischen heyde, so von dem ChurfürstenAugusto an. 1576. angelegt worden. Siehe Seide.

Glückstadt, eine Dänische stadt und vestung in Stormarn,liegt an dem wasser Ryn, so daselbst m die Elbe kommt, 7.Meilen von Hamburg. Der Konig Chrlstranus I V. von Däne-marck hat selbige gantz von neuem an einem vormals wüstenorte mit grossen kosten zu bauen angefangen, ihr den nahmenGluck stadt,gegeben, und sie wohl bevestigen lassen. Sie ist mitstarcken wallen und breiten wasser-graben wohl versehen, auchmit einem herrlichen Hafen und mit block-häusern, womit so-wol der Elb-strom als die stadt selbst wohl verwahrt ist. In

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dem an. rare. Mischen dem Kaystr Ferdinando U. und K^.

Christians IV. geführten kriege wurde dieser ort von ^serlichen vergebens belagert. Hierauf sieng benmvt ^an. 1629. an, denselbigen zu erweitern, und mey^ s .fe-stigen, ertheilte auch allen denjenigen, so sieh,^desse^lassen würden, herrliche xrivileZia. An. i6;o. 7» Mffe a-mit consens des Kaysers , auf die vorbey fahreM M ^ bunen neuen zoll an, worüber sich aber die stadtschwerte. Es entstunden hieraus verschiedene Irren»welche aber an. 164;. abgethan, und der zoll. aMi^den. In dem zwischen Schweden und Danemaru ^erfolgten kriege geschahe den Schweden auf diesemabbruch. An. 1645. hat der König den GluckW'ebisher gehabten Privilegien nicht allein erneuert, Mselbige vermehrt, daneben sie von allen beschwertenlagen, auch licenten und zollen in Norwegen undauf 10. jähr lang befreyet. , k-^

xubl. Unnlint. fol. 18- L«^ox. tom. VU1-

r»/ee. -.x

Gluel, (Johannes) gebürtig von Aapen, war?Carmeliter-klosters zu Cöln, allwo er an. iZ4y- fs'hat von ihm eine Historie seines ordens; Lermone-»

Glaurens, lat. eiorium, ein städtlein in demTv^^, isEtschland , lincker hands der Etsch gelegen.dem Schwaben-kriege, als die Graubündtner nach er>.^, h»?siege aus der Malser-Heyde in das Etschland cingevr»»,^^/.ben sie auch diesen ort geplündert undi verbrannt-üb. X. x. ZVI. b. *

Glusian, oder Graf Glusian Casate, ein W'stikeil Äburttg von Mayland, avancirre durch seine A,

dem Römischen Hofe. Nicolaus lll. bediente M ß, Eöfter» in wichtigen angelegenheiten, uyd Martin»» r»,ihn an. i28i. zum Cardinal. Er starb den 8. i.i ° 'Der Cardinal, Jacob Colonna, sein freund, hetz w.Lateranischen kirche ein grabmahl aufrichten , ^

nebst seinem ehitsxüio noch sehen kan. '

»/«,. geöü»--

Glycas, (Michael) ein Griechischer Ristoncm»aus Sicilien, lebte um das jähr 1250. Er hat erben, welche er in 4. theile getheilt, und worin» 0'der Historie viel xKMca und rbeologica vortraget-, ^i»ersten theil handelt er von den sechs tag-wercken-' Mg ^dern gehet er dasjenige durch, was sich von dem MWelt bis auf Cbrisium ruaetraaen .- in dem dritte^ ^

,er Aiexlum Conrnenum. Leunclavius hat »»> > .beygefüget, bis auf die eroberung von Constantt»^ ,üb. II. 3 s üiü. 6rTS. c. 27. bitt. litt. Mil^MGlycera oder Glycerin , soll ein ,SrcyoniiA?,,^pon.^-

mer geheissen haben, welche zuerst erfunden,men zu machen, .

"kränße

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. , wodurch ihr liebhaber Pausias, tw

ter mahler aus eben derselben stadt, veranlasset w»f E ^

sam um die wette den grossen unterscheid der bm>recht künstliche art durch seinen pinsel vorzustellen'üb. XXXV. c. 11 . esshiikA

Glycerius, (Flavius) ein mann von grosse"^ gE.keit, welcher in verschiedenen wichtigen bedlenu'^ ^den. Er ließ sich, auf antrieb und durch den voMtrieü, Gundibali, der von aeburt ein Burgundrer, AyE.denmart. an. 47 ;. zumKayser crönen, da L xeS

ein imerrsMum von 4 . Monaten und 2. Wochen » szehen monat nach dieser crönung setzte ihn J»»^xksttisü Marcellini schwester söhn, ohne grosseab, und wurde er dagegen sogleich an dem orwi ^ ^

damal kortum üomLnmn nennte, zum Blscb»» ^^stae»-in Dalmatien eingeiveyhet, allwo er an. p. 6ec- 'äs Xegn. L temp. luccell'. üb. I. ^üb. II. c. i6. * ^alv-

Gnadenberg, ein Bayerisches kloster St-^MegEgittä ordens im Bißthum Eichstädt und dem i»

Pfaffenhofen, obna^f>>kv?in- stunde von AiwJ^

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klgen kriea^!' bey RHern und

genoK/^m Bremqn'7''^ster BernHard/nss-ordA?

i; 7 i ^bn sogenanmm Mellmaen, m du-

A Tübinge^und? ^wabiSmfeu"nn, » -te/r. §)e» ^ekle von -er RenHs-siadl^fste/^Hyserstche,/'"Amen Hat es davon ,-»5 i/ssdorf^^^^er-aüe^^^und gnade zu erHa/ten,

/w u^^baustn ^" müssen. Anfänglich stund-E ^war n-n^^dn leurst^'^ - welches eine ver/ammm ^M

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