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(Fnossus, war vor zeiten die berühmteste stadt in Creta,und zwar sonderlich wegen der fabel von Minoe und dem Mi-notauro; heut zu tage aber ist es ein elendes dorf / Ginosa ge-nennet. üb. I.
6 N 08 HI , sind gewisse ketzer der alten kirche, welchesonderlich im II. Lon!«, viel unruhe anrichteten. Sre führtendiesen nahmen daher, baß sie sich einer großen wissenschafftund erkänntnis rühmten, und deswegen sich nicht allein andernvorzogen, sondern auch eine freyheit dasjenige zu thun anmaß-ten , welches andern nicht erlaubet war, wodurch einige unterihnen die grösten laster und fünden unter diesem deck-mantel zubegehen , anlas nahmen. Die unterschiedene Meynungen derGelehrten von dem Ursprünge der OnoltiLorum entspringen da-her , daß dieses Wort bey den Alten nicht auf einerley art ge-braucht wird, sintemal einige, als Theodoretus mit diesemnahmen alle ketzer, die aus der schule Simonis des zäube-rers entstanden, beleget, wie denn auch Epiphanius und Au-gustinus dieses wort, »vie einige wollen, dann und wann indieser bedeutung nehmen. Bisweilen wird eine besondere se-cte der Simonianer, als der Nicolaiten / der Basilidianer undanderer mit diesem nahmen bedeutet, und ist wol kein zwei-sel, daß allen diesen steten gewisser Massen derselbe könne bey-gelegt werden, dahero einige aus die gedancken gerathen, daßkeine besondere stete der 6nollisorum jemals zu finden gewe-sen. Allein andere behaupten das gcgentheil, und verstehenunter dem nahmen der Onollicorum diejenigen, welche zwardie irrthümmer des Simonis, Menandri, Saturnini, Basilidis,Carpocratis, Valentini und anderer behalten, dabey sichaber einer grossen und sonderbaren erkänntnis berühmt, wo-durch sie von allen andern unterschieden waren. Ja es wirdauch von einigen der Alten dieses wort in einem guten ver-stände genommen, und den wahren Christen beygelegt, alswelche durch die heilsame erkänntnis der Göttlichen Wahrheitihr Hertz von aller bosheit reinigen, und also mehr und mehrnach der Vollkommenheit streben. Dannenhero sie zu einemsolchen 6nc>Mca z. stücke erfordert, erstlich, daß lnan die fachewohl erkenne, zum andern, was man weiß, vollbringe, unddrittens zugleich darlegen könne, was in der Wahrheit auf gött-liche art verborgen ist. Doch diese Onollici sind von den ketzern,so diesen nahmen führen, sehr unterschieden. Im übrigen istaus vielen gründen sehr wahrscheinlich, und erhellet sonder-lich aus dem Jrenäo , daß sich zuerst des Carpocratis und Pro-bier discipul diesen nahmen angemaßet. Diesem ist nichtentgegen, daß er auch einigen / so noch vor ihnen gelebet,von den Alten gegeben wird , sintemal daraus nicht folget,daß sie denselben geführet, sondern , daß sie wegen gleichhcitder lehr-puncten nur von den Alten also sind benennet worden ;und ist also nicht zu verwundern, daß in den schriften der Apo-stel und derer die älter sind als Jrenäus, der nähme der Ono-sticorum nicht zu finden. Zwar wollen einige behaupten, daßin den schriften der Apostel hin und wieder auf die OnoüuLos ge-zielet werde, und daß der Apostel Paulus durch die falsch be-rühmte kunst, l. Tim. VI. 20. nichts anders als die falscheerkänntnis der tlnolkisoruin verstehe. Wiewol nun ausserZweifel gesetzet ist , daß hin und wieder gegen die falschenlehrer und ihre wissenschafft, damit sie sich groß machten,geredet wird; daß aber der nähme der Knollisorum bereitszu derselben zeit sollte gebräuchlich gewesen seyn, ist darausnicht zu beweisen. Was nun die lehr-puncten der Onolliso-rum anlanget, so werden ihnen gemeiniglich folgende irrthüm-iner beygelegt: daß sie zwey Götter, einen guten und einenLösen, geglaubet, davon jener der Ursprung alles guten, dieserder Ursprung alles bösen; daß Christus durch die Jungfrau Ma-riam nur den menschen gezeuget, nicht aber von derselbigenwahrhafftig gebohren worden, auch keinen wahrhafftigen leibgehabt hätte: daß sie den engeln fremde und entsetzliche nahmenbeygelegt , und sowol von GOtt als der natur aller dinge vielwunderliche und Heydnische fabeln vorgebracht, daß sie dasWesen der seelen für das Wesen GOttes gehalten, und daß sie mitandern luft-seelen begleitet in die leider der menschen kämen ,worzu noch einige hinzufügen, daß sie die auferstehung der tod-ten geläugnet. Hierbey sollen sie alle ersinnliche laster undgreuel in ihrem leben ausgeübet haben. Die unzucht, so manihnen beymisset , ist entsetzlich. Sie haben von Mäßigkeit undehrbarkeit, wie man berichtet, nichts gehalten, das fastenverworffen, und diejenigen vor thvren angesehen, welche sichum der Wahrheit willen martern oder tobten liessen; Desi-derius Heraldus aber will, daß man ihnen viel ohne gründschuld gegeben. Man hat ihnen noch unterschiedene anderenahmen meist zu ihrer beschimpfung beygelegt; denn sie sind
Lorborit-e oder Lorborisru, Lsrbeliot-e, Lsäsrisni, kbibioni-
tue, 8trsti»tici, AscÜLi, «Lo. genennet worden.
Üb. I. L. ;; 4 . Lp/pba«?«,, User. 25. lsg. üb. I.
ÜXr. krb. c. iz. L bnmil. 18- m 1. Lpiü. sä Timotk.
»r», äs xr-etcrixt. säv. Irreres, c. iz. , äs Irreres,
c. 6. Lars«rÄr, snirsl. sä sir. r6o. 200. <L slrbi. ,
in Lbeäislm. bist. äe äskrr. kbilolopb. Z. sä
Ap. ksuü. /avr«,, in specinr. eonject. sä loes guTä. Orißenis.
, äe orisine borest c. 2. ;. äe brereilsrclris
c. 6. Arnolds ketzer-historre, k. I. üb. II. c. 4.
Gnure, ein König in Scythien, welcher, so viel man ab-nehmen kan, kurtz vor der Tomyriö regiertt, wiewol unter dessen
goa
suceessoren diese Königin nicht gefunden wird, welchesentw^von den unterschiedenen theilen von Scythienherkomw-^^^über welche dieser oder jener regieret, oder von K^wissenschafft/ welche die suctores von den alten Ko» aScythen gehabt. So viel soll gewiß seyn / daß Gnuredes Lyci gewesen / welchem er in dem Königreiche der ^l-succediret. Seine;. söhne waren, Saulias, ssavuw .chen einige smbore« mit seinem ältesten confundiren /charsis / der weise kbilolbpkus, welcher zu den zelten , daßund Crösi in Griechenland kam , woraus man seyen » ^ Msein vatter Gnure vor der Tomyris regieret habe, her-nach gemeiner erzehlung der alten scribenten WUM, , *minder Crösi, geschlagen / und getödtet haben soll. ^
Goa / eine der Cron Portugall gehörige stadt rn denreiche Decan / in Ost-Indien / auf einer kleinen mn B2. flüsse Mondoua und Guari machen. Sie ist stchv ^statt der mauren 6. citadeüen / und einen der denencanal. Sie hat einen Ertz-Bischoff / der Primas vo'^ivr.ist, eine Universität und ein scharfes OKciuw E
Sie ist der vornehmste ort unter allen, welche ver M
Portugall in Ost-Indien besitzt, der auch einen .,0. es,dasRaths-Loliegwm von Indien daselbst hat. „ssvoii'i -,oberten sie die Portugiesen unter anführung Alphsni' ^, Mquerque, welche sich nach der zeit so veste darinnen gci ?ungeachtet sie ihre nachbarn ziemlich beunruhigen ^ ,fast unmöglich scheinet, sie daraus vertreiben zu komallda befindliche Hospital ist eines der schönsten sl>
Welt, welches das sogenannte Hospital der Heiligen ra ,
das Inkrmsrium oder krancken-haus auf der insus... aezie^Jweit übertrist. Die Archen zu Goa sind sehr ge,nSunter welchen eine von Paulo IV. zu einer Dom-ru^^ >wurde, als er das Ertz-Bißthum daselbst stiftete- M xcw.in ver kirche sind insgemein von perlen-muschel. - -
bigen giebts auch allda 7 ' '
, ^ 7. Pfarr-kirchen und untmcy'^
ster. Der pallast des Vice-Königs ist sehr prächtig / " y
sälen verschiedene gemählde zu fthen. Wennbergen nicht so enge eingeschlossen wäre, so würde sBmehr bewohnet, und solcher gestalt die lust weit gs"aber so verhindern die berge, daß die lust mMkan, woraus denn eine allzuhestige Hitze entstehe^ fischedie stadt am ufer des meers gelegen, sind doch ^sii>le",Perar, man hat aber allda trefliche confituren. Ds -1daselbst unter dem nahmen Paulisten bekannt, sie? ^hüte oder Mützen mit Hörnern, wie in Europa / wre mützen, welche wie hüte aussehen ohne rand.innen;. Häuser, das Lollegium St. Pauli, . cs
das Profeß-Haus, das Noviciat und das von bon'^gemählde dieser letztem kirche sind vortreflich.stadt eine von den schönsten posten in der weit vor e» «cor>'
nig von Goa. Derselbe hatte 5. Gouverncinens ov ^
unter sich, woraus er so viel einkünfle zu heben Yw..^nkor^;aus den ansehnlichsten Gouvernements in Europa ,,
Selbige waren das Gouvernement von Mozanim^das von Mascate an den Arabischen küsten; daschstder Persianischen küste; das von Ceykan gesten?<?von Comori zu, bey der spitze der halb-injul vedisseit des meer-busens ..
J»di zu" ^uf ^ §dliUgegen^d?eÄ!te/räsick m>,L?"^"'iette d 7 s lneer-busens,
einheimischm llnd von allerhand M, ccÄ
e-negrojse chr?rbieL'^ ' und viel oon^„ zuckreii pagoden oder w-m^ Men die atzn, daß/ Kej-iusL
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anW Es «»Englischer Ihe/sAwar G!>
Herr-u und hernach storrret.
der ÄtLdr'^^^pvovintzSliffolck, Hernacht p
Schrift ' kerche von St. Paul in Londe» ,.<,„ch °^dem Mid kwfellör, in welcher gnalitat ^
DordrEn^n^^!'^^acobo I. ausden bekannten vBss,
Halls stelle, (welcher seinen K
benaLdt L?^Hretund genommen) als e-n MZ^, ,nd62 ^ w,e er dann den 17. mn.a». Nfihiet
trug er das aufgenommen worden-. ^en lN^
uuna?» Verdammung der Remonstr ^
übriaen »»d unterschrieb fernen »abL^ ^
seinem nbÄ/^ ^ " satzungcn des 8/noä, ,
ternem abschied die Holländischen Lb-oloßos zu der s