Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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samt pulver und bley in das land gebracht. WaS ihre spräche,litten, religion und übrige ledens-art betrift, so kommen sieziemlich mit den andern von Lopango, davon sie einen theilausmachen, uberein. De reist. äel'Lkrigue.

Liction. deogrspkigue.

Goch, eine stadt, nebst einem Amt in dem HertzogthumEleve, an demsiuß Niers, dem Könige in Preussen zuständig.Sie gehörte ehemals den Hertzogen zu Geldern, ward aber an.147;. dem Hause Eleve eigenthümlich überlassen, weil dieses indem damaligen kriege, welchen Adolphus mit seinem vatterArnolpho führte, viel Unkosten gehabt hatte. Es ward damals, ein castell allhier angeleget, weil sich die burger zu der Huldigungnicht verstehen wollten, welches aber heut zu tage wüste lieget.Nahe hierbey stehet das kloster Martemvater, tngleichen dasvon GrafOttone III. in Geldern erbaute Nonnen-kloster, Ci-stercienser-ordens, Grafenthal, welches jetzo insgemein Nien-kloster genennet wird. No??. beschreibung des HertzogthumsEleve, preußische Staats-geographie.

Gochsheim, eine Würtembergische stadt und Amt an denPfältzischen grentze» gelegen; wie sie denn anfangs dem Chur-fürsten zu Pfaltz gehöret, welchem aber solche Hertzog Ulrichin der ihm von dem Kaystr Maximiliano an. 1504. Wider Chur-Pfaltz aufgetragenen execution abnahm, und Graf Bernhardvon Eberstein zu einem mann-lehn gab. Nachdem aber dieGrafen von Eberstein init Casimir dem letzten ihres geschlechtsausgestorben, fiel Gochsheim an Würtemberg, und wurdeHertzog Friedrich August von Neustadt überlassen, der mit sei-ner gemahlin Albertina Sophia, einer tochter des letzten Gra-fen von Eberstein, die übrigen Ebersteinischen slloäis auch er-erbte. Historische von Würtemberg, sä sn.

1704. Europäischer Herold.

st In dem jähr 1689. den 2. august. ist dieses städtlein samtder kirche von den Franzosen verbrannt worden. Diese letzte-re hat Hertzog Friedrich August hernach wieder aufbauen, undan. 1704. den 1;. jun. lolenniter einweyhen lassen. Es wur-den dazu güldene und silberne müntzen geprägt, mit der Über-schrift r Templum doLkrkeimsnle 2. sug. 1689. sOsllis exu-Itum, s kriäerieo Lugullo O. 6. Lucs ^urtemb. reTäikcs-tum, A r;. jun. 1704. insugurstum. Erst an. 1719. im som-rner ist diese kirche, nebst der helfte des städtleins und schlosses,durch eine unvermuthete feuersbrunst übermal im rauch auf-gegangen. Würtemb. in gääit. p. ;i7-

* Gockel, (Eberhardus) ein Teutscher Neäicus, war zuUlm an. 16; 6. gebohren, und bekleidete zu Mengen die stelleeines Stadt- kk^liei. Seine schriften sind: Lonstliorum <L Ob-lervstionum LIeäieinslium Oeesäes VI. Lug. Vinä. iSZ;. itt 8.äeVells L äe Vsnenis, Lug. Vinä. 1669. in 8. Eine kurtzeund curiose beschreibung des Gockelhahns und des sogenanntenHahnen-oder Basilisken-eyes, Ulm 1697. in 8. LMsri-.p. 669.

Goclenius, (Conradus) war in der Graffchafft Waldeckvon sehr geringen eltern gebohren, und wurde in dem LollegioTrilingui zu Lösen , welches Hieronymus Buslidius angestellet,der erste krokellor kstinL Kin^u-L, woselbst er gantze 20. iahrgelehret. Er war auch Lsnonicus zu Antwerpen, und starbden 25. jan. an. wie es Melchior Adami, und nach ihmviel andere, setzen: noch andere aber, denen hierinnen besserzu glauben, belieben das jähr i;;9. Es sind noch briefe vonErasmo an ihn von dem 2. fept. an. i;;;.ja gar von dem 28.jun. an. vorhanden , in welchem letzter» auf einen kurtzvorher empfangenen brief des Goclenii geantwortet wird; esgeschiehet auch Goclenii als noch lebend doppelte Meldung inErasmi testament, so ebenfalls gegen die zeit des letzter» briefsgeschrieben ist, als worinn er demfelbigen beydes einen silbernenbecher (auf dessen decket ein bild des glückes stunde) vermachet,und darneben die austheilung einer ziemlichen demselben sonsthinterlegten summa gelds, (worüber Erafmus eine besondereVerordnung aufgesetzt, welche in der collectiv« k. Sörivers zuerst ediret ist) anbefohlen hat. Den klarsten beweis dessen abergeben verschiedene eben wegen der obigen Verordnung Erasminach Goclenii tod an Bonifacium Amerbachium aus Löven,und von diesem wieder dahin geschriebenen briefe, si) alle dasjähr i;,9. klar erweisen. Es wurde aber da der gute Gocle-<nius nach seinem tobe angeklagt, als hätte er die hinter ihngelegte gelder Erasmi (welche sich über 1900. ducaten beließen)dessen doppeltem testament zuwider, grösten theils immer hin-ter sich behalten, weswegen solche auch von der Universität Lö-ven , und zwar nicht ohne consens des Haupt-erben Amerbachs,angesprochen wurden , um sie nach Erasmi vorhaben sä piosulu8 anzuwenden; die erben hingegen, und deren von Hertzog-lich Clevisch-und Gräfllch-Waldeckischer seile bestellte proeurs-tor Johannes Altenanus behaupteten, Erafmus hätte diesegantze summe dem Goclenio durch eine donation verehret, brach-ten auch zu dessen beweise des erster» eigene Handschrift mit des-sen pittschafft bckräffliget, vor; worwider doch das gegentheilnicht ohne grossen schein und starcke gründe vorbrachte, daß sol-che donation aus gewissen Ursachen nur stmulirt gewesen. Dasmehrere wird vielleicht der gelehrten und curioscn weit in denLnecäotis Lrslmisnis bald communicirt werden. Unter seinenschriften finden sich 8ckolis in Tullii OKcis ; Tucisni üermo-timu«, üvs äs LsLkis kkilolopkorum, La. in Lice-

goc god

ronisno p. 18. lt. epill. lik. XVII. n. 7. elog-

kibl. Lel§. vit. kkilcss. ätve

x. 179. *

Goclenius, (Rudolphus) war zu Corbachin der^zschafft Waldeck an. 1547. gebohren, und erhielt nawge - §die IVofellionsm kogices zu Marpurg, die er denn""jähr mit grossem rühm verwaltet. Er war dabey .^egeiistiger und aufgeweckter mann, auch ein guter Poet, "..^gi-er sich bey dem gelehrten Landgrafen zn Heffen-Caml §>«sehr in gnaden zu setzen wußte. An. 1618. wohnte erputirter der Heßischen Reformirten kirchen dem ^Dordrccht dey, und starb an. 1628. im 82. jährenachdem er mehr als 600. Personen den Llsgiitsr-lM" .hatte. Seine schriften sind: LlikLellsnes Lkilok.

L TkeoIogiLo-kkilolopkics; kkilosopkisprsötiLSM^ ^^.0-läes kkilolopkiL klstonieX ; Inllitutionss LogiLL',gies; kroblemsts hogies; kroblemsts Ltkics; .

Ttkiese; Loneilistor kkilofopkicus; Theses LpoIo8Er^^^trs Lslpsrem kiäciäum; Texicon kkilosopkicum; NT.xsreitstione8 8esligeri ; Läverlsris sä exvteri^ . ^Txercirstiones 8csligeri, Le. k'rel-eri tksscruw-bliotkecs. äisrium. Loricl,« bibliotkecs Löst ^ ^

* Godah, eine mit mauren wohl versehene stsidt' Aitne der schönsten und am besten gebauten in Ost -2 >liliegt auf einer grossen offenen ebene, wo man vonwohl-gcbaute dörfer und flecken antrift. Das land M . HMan körn, baumwollen und vieh-weyden. In der im „ Mselbsten sind verschiedene prächtige gebäude angeleget' , „ helw'gericht zu halten pfleget, oder andere das gemeinesende Versammlungen anstellet. In dieser stadt M>„,Edig, daß darinnen sehr viele Häuser zwey stockwerctt v ^ Anches in den andern städten daherum etwas seltsame» ^ Mstraffen sind mit waaren-gewölbern und öffentlichen Mfüllet, welche eben so viel reichthum zeigen, als oev snehmsten kaufleuthen in Europa mag angetroffen wer Esehr vielen orten der stadt sind zur kommlichkeit der ^ EWasser-behälter von ziemlicher grösse angeleget, darm>lern rings herum gebaute galerien oder tauben von««aufgeführet sind; der behalter selbst ist mit dergleE tvstücken besetzet, und anfallen feiten herum lauffey '"" stkaw.gründ des Wassers kommliche stufen, damit dieienEneu wasser zu schöpfen haben, es allezeit, je nach ^ ,y<,r d'' ,selben, gelegentlich fassen können. Mit allem d^m Fstadt ehedessen in grösserm flor als sie jetzt ist, da»» Asie die gewöhnliche Wohnung des Printzen Rava,gol Echarsha dieselbige eingenommen hat; man M»baß die schönsten gebäude einzufallen beginnen,nigsten meistens ihren zerfall drohen, dann die ""selben die kosten zu ihrem unterhalt nicht gerne anw ^len, dieweil sie diese palläste nur auf lebenslang »v ,hens-weise besitzen , nach ihrem tode aber chlle» "M »dem Herrn wieder heim. Nachrichten ^

lich-Englischen Botschaffters an den Mogol. 2 ^ '

Lict. 6eogrspk.

Godan, eine falsche gottheit, siehe Wodan» ^ek

St. Godardus, Ertz-Bischoff von Rouen,nigs Meroväi regierung in bem dorfe Salence , > vach,^s,c»von Noyon in der Picardie gelegen, gebohren. A «ornch'MNectariuS, ein Französischer vom Adel, einer ver ^ffpre^

am Hofe, und aus einer alten familie der alsz>>die sich in Franckreich niedergelassen. Gödaro, ,r,

studien absolviret, empfieng von den Händen ve ^oi»Vermand, so dainals die Haupt-stadt von ck

den Prediger-orden, und wurde einige MM M.

des V. s-LLuIi. zum Ertz-Bischöff zn Rouen erw ^lier ^y

daselbst angelanget, allwo es damals viel ^

arbeitete er mit unvergleichlichem eifer ander«' aveh,brachte fast alle zum Christenthum. Jnsim^". §rßl^,Mdurch drey stücke in der histcrie bekannt wordenflgne»er nebst St. Remigio, St. Vaast und St. dM . z>der zu Clodoväi völliger bekehrung viel beyger« ,^,is, wdem, daß er an. ; 1 >. dem ersten Loncilio ^ W

eines der berühmtesten in Franckreich war, ^

unterschrieben; und zum dritten, daß erdenschoff zu Coutance consecriret, ob er gleichwar, weil selbiger viel offenbarungen hanc. ^»rv ^darauf starb er den 8. jun. um das jähr ."che MHaupt-kirche, so heut zutage nur eine PkarmwSt. Gotthard genennet wird, begraben. , nnd'^ S,nachmals in die Abtey St. Medardi zu Som ^ Mt/!bey ansang der regierung Caroli Lslvi m ^ zwwbracht worden. Es wird angemercket, vag gebE.^M'St. Godard und St. Medard, an einem tA Meinem tage getaufet, zu Priestern ordinwet 0

eingeweyhet, auch endlich an einem tage Wnicht in einem jähre, denn St. Godarv 1 §6->- ^

5; 0. sein bruder St. Medard aber um das MLbks äe 8t. Kiguier, kill. liv. III. .H. ^4, ^

Godart, (Johannes) .ein, Mönch von ^ t'i

tigkeils-orden, war von Ärras gebürtig