Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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söhn, Leonhardum genannt, welchem, weil er an. 1501. un-verehlicht verstarb, Kayser Maximilianns I. vermöge einer al-ten mit den Grafen von Tyrol anfgerichteten erb - Verbrüderungsiicccdirte, welches auch in den von den Kaystrn Maximiliano I.und Ferdinands II. mit der Repubkick Venedig aufgerichtetenvertragen bey dem Haufe Oesterreich bestätigt worden. Dievornehmsten örter dieser Graffchafft sind Görtz an dem flußLisonzo gelegen, drey oder vier Meilen von üguilia-ersässsa,oder Gradifch, welches eine sehr starcke vestung, und von denVenetianern zum öftern vergebens angegriffen worden, worge-gen sie aber die vestung Palma erbauet, ferner Canlae, Ge-münd, rc. Fuggers fpiegel der ehren,, üb. III. c. 8-6erm. stsmm. k. III. x. ;o. Europäischer Herold, k. I.

xag. 401.

Görtzke, ein ur-altes adeliches gefchlecht in dem Magde-burgifchen und der Marck Brandenburg. Walther verschrieban. i; 78 . Fürst Johanni I. zu Anhalt das 7 ns katronamaüber den "altar St. Theobaldi in St. Nicolai-kirche zu Zerbst.Heinrich war an. 1450- Abt zu St. Cornelii-Münster , welchewürde daselbst auch Johann von Görtzke an. 1620. besessen.In dem dreißigjährigen kriege war ein Schwedischer Oberstervon Görtzke bekannt. Jacob Melchior lebte zu derselben zeitals Chur - Brandenburgischer General - Kriegs - LommliLrius.Joachim Ernst florirte an. 1680. als Chur-Brandenburgischergeheimer Kriegs-Rath, General - Lieutenant und Gouverneurzu Cüstrin. Beckmanns Anhältische Historie, öe/ee/. 6srm.lacr. pufendorffs Schwedische kriegs-geschichte.

Goes , ist 1.) eine grosse und feine stadt auf der Seelän-dischen insul Sud-Beveland, nebst einem Hafen , an dem öst-lichen auslaufder Scheide, wovon bisweilen die gantze gedachteinsul das land von Goes genennet wird. 2.) Eine mittelmäj-sige stadt in der Portugiesischen landschafft Beira, fünf bis sechsTeutsche weilen von Coimbra ostwärts gelegen, und zwar andem fluß Seira in einem zwischen zwey hohen gebürgen befind-lichen thal. ;.) Eine Nonnen - Adtey Benedictiner - ordens inder Steyermarck, nicht weit von Leuben , an der Mura gele-.gen, welche von Adela, einer Gräfin von Leuben, gestiftet,und von Kayser Heinrico II. mit ansehnlichen einkünften verse-hen worden. , äelis. äs Portugal x>. 7; 2.

bist. 8aÜ8b.

Goes, (Damianus) wurde in dem flecken Alenquer inPortugall gebohren, und an des Königs Emanuelis Hof erzo-gen , allwo er auch nebst seinem bruder Frucro von Goes, Kö-niglichen Cammer-Juncker, in bedienung stunde. Der Königbrauchte ihn in den wichtigsten angelegenheiten, und schickteihn in Franckreich, in die Niederlande, nach Deutschland undin Polen, auf welchen reisen er vier und zwanzig jähr zubrach-te. An. 1554. gieng er nach Padua , und studirte daselbst vierjähr, machte auch mit dem Cardinal Bembo, Sadoleto undMadruccio freundsckafft. Er vermählte sich mit Johanna vonHarzen aus dem Haag, und setzte sich zu Löven. Als dieFranzosen diesen ort an., 1542. belagerten , leistete er seines ortsgute dienste, half zur gegenwehr verschiedene anstalten machen,führte auch die Studenten an, und da man von einem ver-gleich zu sprechen anfieng, ließ er sich mit andern darzu depu-tiren; allein, da der Hertzog von Longueville, so die Franzo-sen commandirte, bey der Deputieren anderer Herauskunft diestadt selbst forderte, und nur eine halbe stunde zeit zur berath-schlagung ließ, bliebe Goes, alldieweil die andern deswegen indie stadt zurück kehrten, draussen bey dem Hertzoge, in dermeynung, wie er sich hernach entschuldigte, denselben destoleichter zu besänftigen. Allein, alldieweil er also bey ihm war,geschahe es , daß die von Löven anstatt einer antwort auf dieFranzosen, welche ohne sorge unter dem geschütze der wällestunden, feuer gaben, wovon sie zwar alsofort zerstieben, aberGoes wider seinen willen bey ihnen verbleiben muste. Wie siesich nun mit ziemlichem schein beschwerten, daß man unterwährendem stillstände auf sie gefeuret, nahmen sie diesen Depu-tieren in ihrem abzug mit sich, hielten ihn zu Laon in der Pi-cardie hart gefangen, und ranzionirten ihn zuletzt um 9000.gülden; wobey er noch dieses Unglück hatte, daß die von Lö-ven, anstatt diese summe für ihn zu bezahlen, selbigen noch dercollusion mit dem feind anklagten,weil er ohne beseht bey demsel-ben draussen verblieben; daher sie auch so gar einen vornehmenallda studirenden Franzosen, welchen des Damiani freunde ge-gen denselben gefangen ch halten, und nicht änderst als nach bestsen befreyung los zu lassen vermeynt hatten, unter dem vorwandder Universitats-freyheiten einschlügen, und noch darzu des Goeszu Löven zurück gebliebene frau sehr hart tractirten. Er hatselbst von diesem allen eme beschreibung und klage an den KayserCarolum V. aufgesetzt, welche sowol absonderlich mit andernseinen opulculis , als in 8cbaräir LoII. bin. 6erm. tom. II.p. 1869. Lisa. gedruckt ist, und beschuldiget er darum sonder-lich die Universität (als deren stelle er vertreten zu haben behau-ptet , und also auch von ihro die ersetzung stines schadens for-dert) einer grossen Unfreundlichkeit. Endlich, da er schon beyziemlichem alter war, erhielt er ordre, wieder in Portugall zukommen, und die Historie desselbigen Reichs zu schreiben. Diebesondere ehre, so er allda genoß, machte ihm viel neider, wel-che es letztlich dahin brachten, daß er in arrest kam ; da manihn denn todt in feinem Hause fand, ohne zu wissen, ob er amschlage gestorben , oder ob ihn seine feinde erdrosselt. Er hatte

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einen söhn, nahmens Emanuel. Man hat anihm : kiäein, steügionem Noresgue Arbioxuw >rionem bgppi'äNiL gentis; Lommemaria isruw 8, >

Inäia a Üuüraistü an. 15 z 8-; äs stebua <L Imxerio kuttDrbst OIMIponenüa lielsriptionein.

Hsspan. Dar», a t?oer A/e, I- ^ Mist/

Goes , (Johannes von) Cardinal und Bischoss ächt, pichwar aus einem vornehmen Niederländischen rs'/'

ches von dem vorher gedachten Damiano herstammer, , « Mgebohren. Durch seinen soliden verstand, wiM^ivieler sprachen, und absonderliche geschicklichkeit zu st st Äffsetzte er sich an dem Kayserlichen Hofe in gutes amev . AMKayser Ferdinandus III. machte ihn zum Reichs - Mund Leopoldus schickte ihn an. 1662. wegen vorstehe» Wden als Gesandten an den Aly Bassa nachTemesw Mdieser mit ins seid gieng , folgte er der TürckWen auhatte an. 166;. bey dem Groß-Vezier audientz. .st.chrkeffnach der bey St. Gotthard erhaltenen victorie, Ämit der Ottomannischen Pforte einen stillstandzwanzig jähr, und da solches erfolgt, trat er in vrustand; worauf ihm der Kayser an. 1676. das m

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septembr. erhub ihn der Papst Jnnocentius XI- ä" 7' j„i5 ,nals - wurde. Nach dessen tod empfieng er ordre, istdes Hauses Oesterreich in dem Conclave in acht zu stistxri ist'kam aber eben denselben tag nach Rom, da Alu»erhebung publicirt wurde, von dessen Händen er auwdinals - Hut empfieng. Nachgehends sind ihm eine ,angelegenheiten des Kayserlichen Hofs bey demrvt"stuhl anvertraut gewesen, wobey er sich einen aügem,„. E jerworben. Endlich starb er zu Rom an. 1696-dt»und vermachte in seinem testament dem KayserüMU > ^70000. scudi. Weingartens Fürsten - fpiegel, ss/x.

cont. k. II. p. 245. Falkenter, verw. Europ'

P. 29. äiariuni üeopoläi, <Lc. Nl ^

Goes , (Johannes Petrus, Graf von) HHrcklE^berg , Kayserlicher und Königlicher Spanischer wEheimer Rath, Cämmerer und Landes-Hauptman« . ^ ^ten, war des vorhergedachten Cardmals bruders ^wurde an. 1686. nach vollendeten reisen und üuäus .Leopolds zum Reichs - Hof - Rath gemacht, «ud »a ^in wichtigen angelegenheiten nach Rom geschifftzp .che jähr verbliebe. An. 1698. muste er als Gesa»» Mra 'General-Staaten gehen, da ernachhero nebst.vstals ausserordentlicher Gesandter, auch den als SpA,. M ^bassador bekommen, nachdem er schon zuvor an- ^licher geheimer Rath worden. Allda bediente u^jgicu ,,Carolum III. bey seiner anwesenheit in Holland, ^,phptc ,,geschäffte in den eroberten Niederlanden mit .rjfiit , Fverschiedenen friedens - Handlungen bey.delte er an. 171;. auf dem friedens - congreß yptetr.^erster Kayserlicher Gevollmächtigter alles ab,nete nach ankunft desPrintzen Eugenii von Savor ^ptcderer klsnixoremiaria8 , den frieden. Hierausder Kayser zum Landes - Hauptmann inKärndten, da er den 1;. mertz an. 1716. gestorvu'-^den 14. octobr. hat er sich zu Rom mit Anna t,dolphi Grafen von Sintzendorfftochter, vermao^ gej^auch von deren mit erben beyderley gstcyuworden. * ^ der

Gösgen, ein schloß, flecken und Herrschaffl "MU gr-eine stunde über Arau in dem Canton Solotym" ^ie Ästustete vor diesem eigene Freyherren, kam hernach vA Mtren von Bechburg und Falckenstein; Thomas ^ du .solche an. 1458. um 8200. gülden, und lctztn^, ^Solothurn , welche einen Landvogt dahin Mikeut. 8oloä. k. II. p. ;79. * ^

Goetius , äs ärimini8 , siehe Battaglia. .(dohrch stp

* Götsch, (Andreas) ein 5uri8con5uIM '^fffur -Stettm den 2. novembr. an. 166;. studirte zu M aw ,rltder Oder, und zu Königsberg, wurde zu

DoSor , und an. 1699. Professor chiris

auch Assessor bey der Juristen-Facultal. Er ^,10 M

an. 1720. und hinterließ vifpumrionem äs st §sto ;

nil, ob lbegein Lor>ssn§uinituti8 turpl

üpostolornm ; äs so quoä jullum eff circa

trimonii ob I.e§ein Lor>f3NgriinitLt!8 vel Mti« ,,1

xrobikici. leben der Gelehrten. , >rast^

* Gölte, (George) ein LutherischerästssiitWeimar an. i6;z. den n. juniigebohren. Hess ^na, und ward von dem Weimarischen Cantz'chst, M>seiner chhne angenommen. An. 166;. gab ss ^sictzkessionem Ltbices zu Jena, und verheuratt) . EcsUst ,68''hannis Musäi tochter. An. 1672. ward rr a,n-

sen , kam aber bald wieder nach Jena / UM .

nach Hildesheim zum Pastors prmiano vM uuv HM

kam er nach Jena zurück, wurde p-chor

rntendent, nachgehends Fürstl. E!senachUche ,x. t. ,6^'

Ober-Hof- Prediger und General - Superm-en^ M